Deutschland| Flüchtlingshilfe: Ehrenamtliche fühlen sich allein gelassen

In Sonntagsreden loben Politiker das Engagement ehrenamtlicher Flüchtlingshelfer: die Freizeit, die diese opfern und  ihren Einsatz für die Bürgergesellschaft. Doch wie sieht die Praxis aus? Viele Helfer fühlen sich allein gelassen.

Immer mehr Flüchtlinge kommen nach Deutschland und Bayern, betreut werden sie vielerorts von Ehrenamtlichen. Ohne sie würde die Flüchtlingshilfe schon lange nicht mehr funktionieren. Sie sind oft die Einzigen, die für die schwer traumatisierten Menschen da sind, richten sie seelisch auf, begleiten sie auf Ämter oder bringen ihnen Deutsch bei. Unterstützung für die Helfer gibt es kaum: Sie beklagen, dass  Ansprechpartner fehlen und fühlen sich auf ihre Aufgaben schlecht vorbereitet.

Dazu kommt: Ihre Mühe ist oft vergebens. Denn kaum haben die Helfer eine Beziehung zu ihren Schützlingen aufgebaut, werden sie abgeschoben. Die Ehrenamtlichen im Spannungsfeld von Behörden und Asylbewerbern laufen dabei Gefahr, selbst traumatisiert zu werden.

Veröffentlicht am 30. April 2015 in Deutschland, Ehrenamtliche, Flüchtlinge und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Deutschland| Flüchtlingshilfe: Ehrenamtliche fühlen sich allein gelassen.

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