TA| Und sie tun es trotzdem

Im Iran ist fast alles verboten, was Spass macht. Doch die Bürgerinnen und Bürger der islamischen Republik scheren sich meist wenig um die Restriktionen der religiösen Führer.

Der Chef des iranischen Coiffeurverbands wollte eigentlich nur die neuen Tarife bekanntgeben. Da es den Reportern aber zu langweilig wurde, fragten sie ihn nach den Vorschriften für westliche Haarschnitte. Da musste Mostafa Gowahi wieder brav antworten, dass dies natürlich absolut verboten sei. Coiffeuren, die «satanische Haarschnitte» schneiden, werde die Lizenz entzogen.

«Ach, der redet viel, wenn der Tag lang ist», sagt Hamid, Inhaber eines Coiffeurladens in Nordteheran. Der Kunde sagt, was er will, bezahlt dafür gutes Geld und bekommt, was er wünscht.

«Ich kann ja einem Teenager nicht einen Opa-Look aufdrängen», sagt er. Er sei ja schliesslich nicht der Vater, sondern nur der Coiffeur. Das Verbot gebe es ausserdem schon seit Jahren und werde genauso lange auch ignoriert.

Furcht vor Kulturinvasion

An Verboten mangelt es in der islamischen Republik nicht. Das System befürchtet seit über drei Jahrzehnten die «westliche Kulturinvasion». Die könnte die Gesellschaft in die Sittenlosigkeit treiben. Besonders die Jugendlichen sollen islamisch aufwachsen und ihre nationale und religiöse Identität durch westliche Kriterien nicht verlieren.

In der Zwischenzeit aber glauben nicht mal mehr einige Kleriker im Land an diese langjährige Paranoia. «Man kann doch deswegen die Jugendlichen nicht einsperren», sagt Präsident Hassan Rohani. Man könne im Zeitalter des Internets und der Satellitensender niemanden mehr kontrollieren. Daher sollte man ihnen einfach vertrauen.

Der Chef des iranischen Coiffeurverbands wollte eigentlich nur die neuen Tarife bekanntgeben. Da es den Reportern aber zu langweilig wurde, fragten sie ihn nach den Vorschriften für westliche Haarschnitte. Da musste Mostafa Gowahi wieder brav antworten, dass dies natürlich absolut verboten sei. Coiffeuren, die «satanische Haarschnitte» schneiden, werde die Lizenz entzogen.

«Ach, der redet viel, wenn der Tag lang ist», sagt Hamid, Inhaber eines Coiffeurladens in Nordteheran. Der Kunde sagt, was er will, bezahlt dafür gutes Geld und bekommt, was er wünscht.

«Ich kann ja einem Teenager nicht einen Opa-Look aufdrängen», sagt er. Er sei ja schliesslich nicht der Vater, sondern nur der Coiffeur. Das Verbot gebe es ausserdem schon seit Jahren und werde genauso lange auch ignoriert.

Furcht vor Kulturinvasion

An Verboten mangelt es in der islamischen Republik nicht. Das System befürchtet seit über drei Jahrzehnten die «westliche Kulturinvasion». Die könnte die Gesellschaft in die Sittenlosigkeit treiben. Besonders die Jugendlichen sollen islamisch aufwachsen und ihre nationale und religiöse Identität durch westliche Kriterien nicht verlieren.

In der Zwischenzeit aber glauben nicht mal mehr einige Kleriker im Land an diese langjährige Paranoia. «Man kann doch deswegen die Jugendlichen nicht einsperren», sagt Präsident Hassan Rohani. Man könne im Zeitalter des Internets und der Satellitensender niemanden mehr kontrollieren. Daher sollte man ihnen einfach vertrauen.

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Veröffentlicht am 17. Mai 2015 in Civil Rights, Human Rights, Iran und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für TA| Und sie tun es trotzdem.

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