Archiv für den Monat Juni 2015

Willkommenspostkarten & Briefe für Freital – Facebook-Aktion

Die Flüchtlingsunterkunft im Hotel Leonardo in Freital wird derzeit von rechtem Pöbel und sogenannten „besorgten Bürgern“ geradezu belagert. Die Menschen in der Unterkunft haben aus Angst, Verfolgung oder die Hoffnung auf ein würdiges Leben alles in ihrer Heimat hinter sich gelassen, um in Deutschland ein neues und glückliches Leben zu beginnen.

Wir möchten zusätzlich zu dem Engagement unser Unterstützer vor Ort, den Menschen mit einer kleinen und lieben Geste zeigen das WIR, die Mehrheit der Bevölkerung diese Menschen Willkommen heißen und Ihnen Mut zu sprechen.

Gerade in der jetzigen Situation ist es wichtig den Menschen unsere Solidarität und Mitgefühl zu zeigen. Es darf nicht wieder passieren, das Menschen anderer Herkunft oder anderen Glaubens auf deutschen Strassen verfolgt werden und Angst haben das Haus zu verlassen!

Lasst uns gemeinsam ein Zeichen setzen für Toleranz und Empathie. Wir dürfen nicht zulassen das sich Rostock Lichtenhagen 92′ wiederholt!

Und so geht’s:

1. Eine schöne Postkarte suchen oder noch besser selbst gestalten

2. Einen freundlichen Willkommensgruß niederschreiben

3. Postkarte ausreichend frankieren und an folgende Adresse senden:

Flüchtlingsunterkunft „Hotel Leonardo“
Am langen Rain 15-17
01705 Freital

Auch die Unterkünfte in Niesby und Düsseldorf freuen sich über hüsche Karten:
https://www.facebook.com/events/1858280454397116/permalink/1859331367625358/?ref=1&action_history=null
https://www.facebook.com/events/1858280454397116/permalink/1859359030955925/?ref=1&action_history=null

Für Sachspenden haltet Euch bitte an die Bedarfslisten:
https://www.facebook.com/notes/willkommensgrüße-ツ/bedarfslisten/1448882068748224

In Freital freut man sich weiterhin über Gutscheinkarten für Supermärkte(Edeka, Lidl, Netto und Penny), diese können gerne nach Desden geschickt werden, wo sie bei „großen“ Zulauf auch an Familien in anderen Heimen verteilt werden.
Netzwerk Dresden für alle
c/o Ökumenisches Informationszentrum
Kreuzstraße 7
01067 Dresden

Ladet jetzt eure Freunde ein um ein gemeinsames Zeichen zu setzen!
https://www.facebook.com/events/1858280454397116/1858448767713618/

Quelle: Gleichnamige Facebook-Gruppe

MIGAZIN| SACHSEN 31 Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte im laufenden Jahr

Von Januar bis Mai 2015 wurden in Sachsen 31 Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte registriert. Kritik muss die CDU-geführte Landesregierung von der Opposition einstecken. Sie ernte die faulen Früchte ihrer Toleranz gegenüber Pegida & Co.

Brandstiftung © 96dpi auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Brandstiftung © 96dpi auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
In Sachsen wurden in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres 31 Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte registriert. Darunter sind Delikte wie Volksverhetzung, Körperverletzung sowie Band- und Sprengstoffanschläge. Das teilt die sächsische Landesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion mit.

NRW| Erteilung und Verlängerung von Duldungen für die Dauer einer Berufsausbildung

Geltende Erlasse (SMBl. NRW.)  mit Stand vom 29.6.2015

Erteilung und Verlängerung von Duldungen für die Dauer einer Berufsausbildung RdErl. des Ministeriums für Inneres und Kommunales – 122-39.06.13-2-15-074(2602) vom 25.6.2015
Fundstelle

Erteilung und Verlängerung von Duldungen für die Dauer einer Berufsausbildung RdErl. des Ministeriums für Inneres und Kommunales – 122-39.06.13-2-15-074(2602) vom 25.6.2015

Erteilung und Verlängerung von Duldungen für die Dauer einer Berufsausbildung

RdErl. des Ministeriums für Inneres und Kommunales – 122-39.06.13-2-15-074(2602)
vom 25.6.2015

Anlässlich des in Kürze beginnenden neuen Ausbildungsjahres wird auf Folgendes hingewiesen:

Der Bundesrat hat im Gesetzgebungsverfahren „Gesetzentwurf zur Neubestimmung des Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung“ (BR-Drs. 18/4097) vorgeschlagen, dass für Geduldete, die einen Ausbildungsplatz gefunden haben, ein neuer Aufenthaltstitel „Aufenthaltsgewährung für die Dauer einer Berufsausbildung“ in Anlehnung an den neuen § 25b AufenthG geschaffen werden soll.

Die Bundesregierung  hat in ihrer Gegenäußerung zur Stellungnahme des Bundesrates (BT-Drs 18/4199) darauf hingewiesen, dass es bereits nach geltender Rechtslage möglich ist, eine Duldung aus dringenden persönlichen Gründen zu erteilen (§ 60a Abs. 2 Satz 3 AufenthG). Hierunter fällt, wie die Bundesregierung ausdrücklich klargestellt hat, auch die Aufnahme einer Berufsausbildung.

Insofern bestehen gegen die Erteilung und Verlängerung von Duldungen für die Aufnahme einer Berufsausbildung keine Bedenken. Die Duldung kann im begründeten Einzelfall auch für die Dauer der Berufsausbildung erteilt werden.

Quelle: Ministerium für Inneres und Kommunales Nordrhein-Westfalen

Landtag NRW| Zugang zum Arbeitsmarkt für Flüchtlinge – Kleine Anfrage

Vorbemerkung der Kleinen Anfrage

Mit Blick auf die wachsende Problematik des Fachkräftemangels wurde in der Öffentlichkeit vermehrt die Forderung aufgestellt, Flüchtlingen, die nach Deutschland einreisen und bestimmte, gesuchte Kriterien erfüllen, eine Perspektive auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu geben. In den Medien wurde bereits über gute Beispiele berichtet, in denen Flüchtlinge eine Ausbildung beginnen konnten oder eine feste Anstellung erhielten, da sich keine anderen geeigneten Bewerber finden ließen. Dies sind jedoch scheinbar nur Einzelfälle, da der Zugang zum Arbeitsmarkt für Flüchtlinge reglementiert ist. Es besteht zudem für potentielle Arbeitgeber eine gewisse Unsicherheit, ob und unter welchen Voraussetzungen ein Flüchtling beziehungsweise Asylbewerber in Deutschland arbeiten darf. Auch ist unklar, ob ein Flüchtling seine Ausbildung auch beenden darf, wenn er beispielsweise eine Ausbildung über drei Jahren beginnen will.

vollständige Fassung:

Drucksache
16/9100
Zugang zum Arbeitsmarkt für Flüchtlinge
Urheber: Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales
Seiten: 4

Did Khamenei blur his own red lines on sanctions?

Iranian Foreign Minister Mohammad Javad Zarif (R) meets with US Secretary of State John Kerry (L) at a hotel in Vienna, to discuss the nuclear deal, June 27, 2015.  (photo by REUTERS/Carlos Barria)

Iran’s supreme leader, Ayatollah Ali Khamenei, told a meeting of government officials June 23 that “economic, financial and banking sanctions — whether those imposed by the United Nations Security Council, those imposed by the U.S. Congress or those imposed by the U.S. administration — should immediately be lifted at the time of signing the agreement, and any remaining sanctions at reasonable intervals.”

The timing and pace of the lifting of sanctions remains one of the most vexing issues as negotiators meeting in Vienna aim to conclude an agreement by the June 30 deadline. While US officials took note of Khamenei’s remarks, a US official said, “What always matters most to us is what happens inside the negotiating room and if Iran upholds its commitments … as it has,” as reported by Laura Rozen, who is covering the nuclear talks from Vienna.

Mohammad Ali Shabani writes that unless Khamenei’s remarks, which appeared to draw even stricter red lines for a deal, are put in context, “It’s easy to misread what was said. In the same vein as his comments on Western penalties, Khamenei asserted that ‘the lifting of sanctions has different phases of implementation and we accept this,’ adding that ‚implementation of the lifting of sanctions should be in line with the implementation of Iran’s agreed commitments.’”

Shabani also wrote, “Oddly, in this case, Khamenei’s own media office seems to have abetted the mainstream reading of his remarks. Khamenei has two websites: Leader.ir and Khamenei.ir. His crucial comment that ‘the lifting of sanctions has different phases of implementation and we accept this’ is omitted in both the English- and Persian-language transcripts of the speech on Leader.ir, while it’s only available in Persian on Khamenei.ir. Al-Monitor was able to confirm this key remark after reviewing Persian-language video of the speech disseminated by Khamenei.ir.”

Shabani clarifies what may be Iran’s interpretation of a “start date” for an agreement: “Speaking to Al-Monitor on condition of anonymity, Iranian sources said nothing will be signed in Vienna, even if a deal is reached. They noted that the United States has its own domestic process for ratifying the deal, and that if it does, the P5+1 (the five permanent members of the UN Security Council plus Germany) and Iran can start implementing commitments. According to the sources, this process will take time. The reduction of the number of centrifuges, for example, can’t be done in a matter of days. Moreover, as both sides begin taking measures, there will be a mechanism to ensure that on an agreed date, when the deal will be considered implemented, both sides will have lived up to their commitments. The Iranian sources said that Khamenei was referring to the date of implementation in his speech. They added that Iran still seeks UN Security Council issuing of a resolution endorsing the agreement.”

Khamenei made clear in his remarks his full support for those in the Iranian negotiating team, referring to them as “friends” and counseling critics within Iran that while the negotiators are not “infallible … we believe in their trustworthiness, their piety, their zeal and their courage.” Khamenei added, “If you were aware of the content and details of the negotiations and what happens there, then you would surely confirm part of what I am saying.”

Assad chooses his battles in Aleppo

Mohammed al-Khatieb reports this week from Aleppo that the Syrian government may be seeking to break rebel strongholds in northern Syria by leveraging Islamic State (IS) operations against Syrian rebel forces in those areas.

Khatieb observes that recent Syrian government airstrikes in the region have focused on territory controlled by Syrian opposition forces backed by the United States and its allies, while sparing those areas controlled by IS. There has at times been a muddled or confused understanding of the alleged relationship between Syrian President Bashar al-Assad and IS. In November 2014, US Secretary of State John Kerry had said, “The Assad regime and [IS] are actually dependent on one another. That’s why Assad has relentlessly bombed areas held by the moderate opposition while doing almost nothing to hinder [IS‘] march.”

Khatieb’s analysis clarifies the alleged Assad-IS “dependency”: “Despite the fact that IS must be benefiting from these strikes, it cannot be said that Assad and IS are allies. The regime has fought IS before, incurring heavy losses in materiel and troops in August and September of 2014, when IS attacked the Tabaqa military airport and the Shaer oil field. What then drives Assad to help IS on the battlefield?

“There are two main reasons. The first is the region’s importance to the rebel forces. Aleppo’s northern countryside is considered to be one of the largest rebel strongholds with access to Turkey, as well as the rebels‘ only gateway to the city of Aleppo,” Khatieb writes.

Khatieb continues that international support for armed Syrian opposition groups also weighs in Assad’s calculations: “The second reason for the recent strikes against rebel areas is that the Assad regime faces two main foes in Syria: IS, against which the United States is leading an international coalition, and rebels backed by a variety of regional powers, most notably Turkey, Qatar and Saudi Arabia. In that context, it is only logical that the regime would prefer eliminating an enemy that receives backing, weapons and funds from regional sources, and leave the task of weakening its primary enemy, IS, to the international coalition. Consequently, the regime’s presumed elimination of Syrian rebels would force the international community and the factions that back those rebels into allying themselves with Assad to finish off IS.”

Whbee: Israel “next target” for terrorists

On June 22, a mob near the Druze village of Majd al-Shams attacked an ambulance carrying two wounded Syrian rebel fighters to an Israeli hospital, killing one, and further escalating questions about Israel’s role in Syria.

Ben Caspit writes that since the incident “Israel has intensified its information campaign among the Druze in an effort to convince them that Israel is neither collaborating with nor aiding Jabhat al-Nusra fighters. Nevertheless, many members of the Druze community are convinced that most of the wounded Syrians taken for treatment in Israel are actually members of Jabhat al-Nusra. On June 11, that same group allegedly committed a massacre of Druze in northern Syria, where the community lives along the border with Turkey.”

Former Israeli Deputy Foreign Minister Majallie Whbee, an Israeli Druze, told Mazal Mualem that while he believed that those Druze involved in the attack near Majd al-Shams had “some ties or other to the Syrian government,” Israel needs to be more alert to the threat from terrorist groups such as Jabhat al-Nusra and IS gaining ground in Syria.

“Israel’s leadership took time to wake up to the threat,” Whbee said. “At first, they were excited to see the Assad regime collapsing. They didn’t realize what would come to replace it. It is clear to me that Israel is the next target after Syria. Given that, what happened to the Yazidis and the Christians must not be allowed to happen to the Druze. Some people claim that the civil war in Syria will last years. In that case, Israel must take a deep breath and have its forces on the alert. If Bashar al-Assad falls in the near future, the IDF [Israel Defense Forces] must be ready for much more extensive defensive measures along the border.”

Egypt charts new course on Syria

Ayah Aman reports, “Despite Turkey’s new alliance with Saudi Arabia on Syria, with both supporting jihadist movements there, Cairo’s diplomatic efforts appear geared toward countering or lessening Turkey’s active role in the conflict. At the same time, Egypt is taking steps toward rapprochement with Russia and is beginning to view Assad’s regime as part of a potential solution.

“The opposition conference in Cairo — which hosted new factions and excluded the Ankara-backed National Coalition for Syrian Revolution and Opposition Forces — announced a new road map to resolve the crisis. The plan does not abolish Assad’s government, but stipulates that the only way to save Syria is through a negotiated political solution between opposition delegations and the regime under the auspices of the United Nations.”

Source: 

MIGAZIN| VERPFLICHTUNGSERKLÄRUNG: Staat muss für Flüchtling aufkommen sobald Asyl anerkannt wird

Wer eine Verpflichtungserklärung zugunsten eines Flüchtlings abgibt, muss für ihn nicht mehr aufkommen, sobald sein Antrag auf Asyl positiv beschieden wird. Das hat das Sozialgericht Detmold entschieden.

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Die Justizia © Markus Daams @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Eine evangelische Kirchengemeinde muss nach einem Gerichtsbeschluss nicht für anerkannte Flüchtlinge aus Syrien aufkommen, obwohl sie sich zuvor für deren Unterhalt verpflichtet hatte. Nach der Entscheidung des Sozialgerichts Detmold muss der Staat für das bedürftige Ehepaar zahlen, auch wenn die Kirchengemeinde Gütersloh zuvor eine Zahlungsverpflichtung eingegangen sei. Da die Antragsteller als Asylberechtigte anerkannt seien, dürften ihnen staatliche Leistungen nicht verweigert werden, heißt es in dem am Donnerstag bekanntgegebenen Urteil vom 2. April. Die Kirchengemeinde begrüßte die Entscheidung. (Az: S 2 SO 102/15 ER)

MIGAZIN| Zur Karriere und Funktion abschätziger Begriffe in der deutschen Asylpolitik

In der politischen Polemik gegen „Asylmissbrauch“ haben gefährliche Kampfbegriffe Karriere gemacht: von der Prägung in denunziatorischer Absicht über den Alltagsgebrauch bis zur Bestätigung durch lexikalische Festschreibungen. Von Prof. Klaus J. Bade

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Prof. Dr. Klaus J. Bade, ehemaliger Vorsitzender des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration © David Ausserhofer, MiG
Artikel 16, Absatz 2, Satz 2 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland von 1949 umfasste bewusst nur vier Worte: „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht“. Das war die generöse Antwort auf die Erfahrung der Aufnahme, aber auch Nichtaufnahme (z.B. in der Schweiz) der von den Nationalsozialisten Verfolgten. Das Grundrecht war bewusst so umfassend und ohne jede Einschränkung formuliert worden, trotz aller Bedenken in der intensiven Diskussion im Parlamentarischen Rat im Winter 1948/49.1 Hermann von Mangoldt (CDU) betonte ausdrücklich, „wenn wir irgend eine Einschränkung aufnehmen würden, wenn wir irgendetwas aufnehmen würden, um die Voraussetzungen für die Gewährung des Asylrechts festzulegen, dann müsste an der Grenze eine Prüfung durch die Grenzorgane vorgenommen werden. Dadurch würde die ganze Vorschrift völlig wertlos.“2

Husum| PERSISCHER ABEND : Die alte Heimat der neuen vorstellen

Parissa Abbassi lädt für Sonntag (28. Juni) zu einem Persischen Abend mit Bilderreise, Musik und Kostproben in den Husumer Speicher ein.

Mit einem „Persischen Abend“ am Sonntag, 28. Juni, möchte Parissa Abbassi im Speicher für mehr Verständnis unter den Menschen werben: „Wenn man sich kennenlernt, kann man sich auch verstehen.“ Die gebürtige Iranerin wird von 17 bis 19 Uhr über das Leben in ihrem Heimatland berichten. Seit 2013 lebt sie in Nordfriesland. Zurzeit arbeitet die
31-Jährige als Zeichenlehrerin beim Kinderschutzbund und gibt Pilates-Kurse in der Volkshochschule. Außerdem ist sie Familienlotsin für Persisch sprechende Flüchtlinge.

Am Sonntagabend lädt die junge Frau zu einer Bilderreise ein mit eigenen Fotos aus demIran und erzählt von ihrem Leben dort. Parissa Abbassi liest neue persische Gedichte und bietet Kostproben aus der Küche des Landes an. Vom grünen Norden des Iran werden ihre Gäste durch Berge und Wüsten bis in den Süden und ans Meer geführt. Neben der abwechslungsreichen Landschaft stellt sie das Alltagsleben der Menschen vor. Und Musik bringt Parissa Abbassi mit: iranischen Pop, Klassik und persische Volksmusik. Auch auf traditionelle Feste wird die junge Frau eingehen.

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WDR| Sitzplätze reserviert für Deutsche

Sitzplätze reserviert für Deutsche

Von Stephanie Grimme

Ein Linienbus des Essener Verkehrsunternehmens EVAG war präpariert: Nur Menschen mit deutschem Ausweis dürfen vorne sitzen. Unglaublich! Und auch nicht wahr: Es handelte sich um ein Sozial-Experiment des WDR – mit versteckter Kamera.

Sendung zum Thema

Quarks & Du | Dienstag, 25. August 2015, 21.00 Uhr | WDR-Fernsehen

Ein WDR Team von „Quarks & Du“ hat heute in einem Bus der EVAG einen Test gegen Rassismus gemacht. Viele haben das provokante Projekt kommentiert. Das Ergebnis gab es gerade in der Lokalzeit Ruhr und jetzt hier: https://www.facebook.com/wdrlokalzeitruhr

Posted by WDR Lokalzeit Ruhr on Dienstag, 23. Juni 2015


Aufkleber im Bus: Diese Plätze sind für Deutsche reserviert
äuschend echt, aber nur ein Experiment

„Diese Plätze sind für Inhaber eines gütligen deutschen Personalausweises reserviert.“ Diese Aufkleber waren an den Fenstern eines Busses der Linie 160 zu sehen, die von Essen-Borbeck über Rüttenscheid bis nach Essen-Stoppenberg führt. Sie waren so authentisch im typisch gelb-blauen Design der EVAG, dass sie kaum bemerkt wurden. Diejenigen, die sie bemerkten, waren aber empört. Eine Frau riss den Aufkleber ab und wollte sich bei der EVAG beschweren. Es gingen auch mehrere Beschwerde-Anrufe von anderen Fahrgästen bei der EVAG ein.

„Hier steht keiner auf!“


Menschen sitzen in einem Bus und schauen in die Kamera. Sie sind zum Teil dunkelhäutig. Daneben hängt ein Schild, dass Ausländer hinten sitzen müssen.
Alles nur ein Fake: Ausländische Fahrgäste müssen hinten sitzen

Aber das Fernsehteam der neuen Sendung „Quarks & Du“ trieb es noch weiter auf die Spitze. Ein angeblicherEVAG-Kontrolleur forderte ausländische Fahrgäste auf, sich nach hinten zu setzen. Da wurden die restlichen Fahrgäste dann wach und setzten sich heftig für die Ausländer ein. „Hier setzt sich keiner weg„, sagte ein jüngere Frau, stand auf und stellte sich schützend vor die Ausländer. „Ich habe die Nazi-Zeit erlebt. Das darf nie wieder sein,“ erregte sich eine ältere Dame. „Hier steht keiner auf!“

Extrem engagierte Fahrgäste

Bevor die Situationen komplett eskalierten, gab sich das Kamerateam dann aber zu erkennen und lobte die Fahrgäste für ihr mutiges Einschreiten. „Ich bin wirklich überrascht, wie engagiert die Fahrgäste reagiert haben„, sagt Regisseur Dirk Gion. Und lobte auch die EVAG. Das Fernseh-Team habe viele verschiedene Organisationen für dieses Sozial-Experiment angefragt: Supermärkte, Mensen in Universitäten und andere Verkehrsunternehmen. Alle hatten Angst, dass ein negatives Image haften bleibt. Die EVAG hat aber mitgemacht: „Wir sehen darin die Chance, unseren Mitarbeitern, die aus allen möglichen Nationen kommen, und unseren Fahrgästen klar zu machen, dass es so einen Rassismus bei uns nicht gibt,“ begründet Unternehmenssprecher Olaf Frey das Ja zu der Aktion.

Weniger Rassismus?


Eine versteckte Kamera in einem Kaffeebecher
Kameramann Klaus Reinelt: Seine Kamera ist versteckt in einem Kaffeebecher

Empirischen wissenschaftlichen Methoden entspricht das Experiment nicht. Dafür wurden zu wenig Reaktionen dokumentiert. Aber wissenschaftlich begleitet wurde die Fahrt dennoch. Mit im Bus war die Rassismusforscherin Madeleine Preuß vom Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung in Bielefeld. „Ich bin positiv erstaunt, wie heftig die Fahrgäste reagiert haben. Das ist eine sehr extreme Situation, in der natürlich auch reagiert werden muss, weil man weiß, welche Reaktion erwartet wird.“ Das hieße allerdings nicht, dass diese Menschen nicht doch auch in anderen Situationen rassistisch sein können. „Latenten Rassismus an Schulen oder am Arbeitsplatz zu erkennen und einzugreifen ist viel schwieriger.“ Dennoch scheint sich in der Gesellschaft etwas bewegt zu haben. Vor 21 Jahren wurde in der Mensa der Uni Münster ein ähnliches Experiment gemacht. Ausländer und Deutsche sollten unterschiedliche Wege benutzen. Damals wurde diese Aufforderung von den meisten Deutschen klaglos akzeptiert.

Das Sozial-Experiment wird am 25. August um 21 Uhr im WDR-Fernsehen in der neuen Fernsehsendung „Quarks & Du“ ausgestrahlt.

Quelle. WDR

Iran| Women on the Front Line

From Sharia law to Women’s rights. How have women managed to fight back in the heart of a bitterly theocratic state? Who are these women? What are their stories? Women on the Front Line tries to answer these questions by talking to women’s rights activists who have been in the thick of struggle for gender equality in Iran. The film, the first of its kind, is the brainchild of Sheema Kalbasi, the Iranian poet and human rights activist. Written by Sheema Kalbasi and Hossein Fazeli and directed by Hossein Fazeli, the film combines on-camera interviews with theatrical segments to arrive at a subjective take on the struggle of women’s rights activists in Iran.

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