taz| Filmzensur im Iran: Da sind Haare unterm Kopftuch

Die Kulturpolitik im Iran hat sich gelockert. Doch die Strukturen der Zensur sind weiterhin undurchsichtig und heimtückisch.

Eine junge Frau mit Kopftuch und ein junger Mann in der Ubahn. Er flüstert ihr etwas zu.

Offene Worte oft nur hinter vorgehaltener Hand: Still aus Rakhshan Bani-Etemads Film „Tales“. Foto: Archiv

Filmpremieren könnten für eine berühmte und beliebte Regisseurin wie Rakhshan Bani-Etemad eigentlich Routine sein. Das Schicksal von „Tales“, ihrem jüngstem Werk, illustriert allerdings alle Widersprüche eines Landes, in dem die Kultur immer schon ein Kampfplatz politischer Auseinandersetzungen gewesen ist.

Im Februar 2014 feierte „Tales“ (Ghasse-ha) beim wichtigsten iranischen Filmfestival „Fajr“ Premiere. In die Kinosäle allerdings kam er nicht, auch nicht nachdem „Tales“ bei der Biennale in Venedig im September 2014 den Preis für das beste Drehbuch erhalten hatte. Erst Anfang Mai dieses Jahres ist „Tales“ schließlich in den Kinos von Teheran und anderen iranischen Städten erfolgreich angelaufen.

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Veröffentlicht am 12. Juni 2015 in Iran, Kino, Kultur, Zensur und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für taz| Filmzensur im Iran: Da sind Haare unterm Kopftuch.

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