FNP| Verein „Infrau“: Brückenbauer für Integration

Von Christian PreußerIn seiner 31-jährigen Geschichte betreute der Verein „Infrau“ mehr als 12 000 Frauen, die aus unterschiedlichen Gründen in Frankfurt strandeten. Der Verein entwickelte verschiedene erfolgreiche Förderprogramme für Integration, die von der Politik gelobt werden.Die Ingenieurin Fatemeh Zabihian floh 2009 aus dem Iran nach Frankfurt.Foto: Rainer RüfferDie Ingenieurin Fatemeh Zabihian floh 2009 aus dem Iran nach Frankfurt.

Wie soll das bloß gehen, ohne Melodie und Schönklang? Die Ingenieurin Fatemeh Zabihian war der Verzweiflung nahe, als sie 2009 in Frankfurt ankam. Sie war mit ihrem Mann aus dem Iran nach Deutschland gekommen, einem Wissenschaftler, der an der Frankfurter Universität einen Job gefunden hatte. Zabihian war damals 36 Jahre alt, hatte einen sechsjährigen Sohn und war hochschwanger. „Ich wusste nicht, wie ich mich in der fremden Stadt, in der doch alles so neu und anders war, zurechtfinden sollte. Ich sprach die Sprache nicht und sie schien mir auch sehr komplex“, sagt sie heute. Zunächst traute sie sich nicht aus dem Haus, blieb in der Wohnung. Doch das nervte sie bald. Gemeinsam mit ihrem Mann suchte sie nach Möglichkeiten, Sprachunterricht und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bringen. Sie entdeckten den Verein „Infrau“, der aus Sicht der Familie das perfekte Angebot machte: Während in einem Raum Sprachunterricht stattfand, wurden im Nachbarraum die Kinder betreut. „Wir mussten nicht lange überlegen“, sagt Zabihian. Sie klingelte und vereinbarte auf Französisch einen Kurstermin nach den Sommerferien.

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Veröffentlicht am 20. Juni 2015 in Asyl, Flüchtlinge, Frankfurt, Integration, Iran und mit , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für FNP| Verein „Infrau“: Brückenbauer für Integration.

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