Archiv für den Tag 8. Juli 2015

Spiegel| Anschläge auf Asylbewerberunterkünfte: Mehrheit der Deutschen sorgt sich um Flüchtlinge

Zwei Polizisten nach dem Brand in Meißen: Deutsche besorgt über AnschlägeZur Großansicht

DPA

Zwei Polizisten nach dem Brand in Meißen: Deutsche besorgt über Anschläge

Zwei Drittel der Deutschen sind einer Umfrage zufolge über die Brandanschläge auf Asylbewerberunterkünfte beunruhigt. Die wachsende Zahl der Flüchtlinge macht der Mehrheit nicht allzu viele Sorgen – mit einer Ausnahme.

Was bereitet den Deutschen mehr Sorgen: die Anschläge auf Asylbewerberunterkünfte wie zuletzt in Meißen oder die steigende Zahl der Flüchtlinge, die ins Land kommen? Die Meinungsforscher von Forsa kommen in einer Umfrage des Magazins „Stern“ zu einem deutlichen Ergebnis:

  • 67 Prozent der Bundesbürger machen sich demnach große oder sehr große Sorgen über die Übergriffe,
  • 33 Prozent machen sich deswegen nur etwas (23 Prozent) oder gar keine (10 Prozent) Sorgen.

Schaut man sich die Ergebnisse der Demoskopen nach Parteianhängern aufgeschlüsselt an, ergibt sich folgendes Meinungsbild:

  • 39 Prozent der AfD-Anhänger sagen, sie machen sich wegen der Anschläge überhaupt keine Sorgen – weit mehr als in allen anderen befragten Gruppen

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Activist Appeals Six-Year Prison Sentence for Her Membership in Peaceful Political Group

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Civil and political activist Minoo Mortazi Langroudi has launched an appeal against the six-year prison sentence she received for her peaceful activism. Ms. Langroudi was convicted on charges of disturbing national security and propaganda against the state, based on her activities with a peaceful group that is critical of government policies.

“Ms. Langroudi’s activities have been within the law,” a source close to the family told the International Campaign for Human Rights in Iran. “All her life she has shown that she is not an extremist or a law breaker and now she expects the sentence against her will be quashed.”

Minoo Mortazi Langroudi is a member of the Council of Nationalist-Religious Activists, a political organization that advocates for political reform and greater democratization in Iran and which is banned by the Islamic Republic. She is also one of the founders of Mothers for Peace, a grassroots group formed to campaign against military action against Iran, and a board member of the Center to Defend Prisoners’ Rights, an informal civil society organization focused on obtaining due process and better conditions for political prisoners as well as their release, which is also banned in Iran.

Langroudi, who has been harassed and detained numerous times since the peaceful protests that followed the widely disputed 2009 presidential election in Iran, was put on trial in early May of this year at Branch 15 of the Revolutionary Court presided by Judge Salavati. In addition to her six-year prison sentence, she was banned from political and civic activities for two years. Judge Salavati, notorious for his harsh sentences, is frequently handpicked by Intelligence and security agencies to preside over the cases of political dissidents.

A source close to Langroudi said she hopes the harsh sentence will be reduced or completely rejected by the appellate court.

“In recent years Ms. Langroudi has beensummoned to the Intelligence Ministry many times to answer questions,” the source told the Campaign, adding that the authorities used those conversations regarding her peaceful activities to build the case against her. “She does not accept any of the charges against her.”

Source: International Campaign for Human Rights in Iran

ÄrzteZeitung| Flüchtlings-Versorgung: Opposition und SPD sind für „Bremer Modell“

Abgeordnete setzen sich dafür ein, Asylbewerber mit einer Gesundheitskarte auszustatten.

BERLIN. Bei einer Debatte im Bundestag haben sich sowohl die Oppositionsfraktionen als auch die SPD in der Frage der Gesundheitsversorgung von Asylbewerbern für die Ausweitung des „Bremer Modells“ auf Flächenländer ausgesprochen.

Basis der Beratung war ein von der Linke-Fraktion eingebrachter Antrag. Darin forderte die Partei, die „medizinische Versorgung für Asylsuchende und Geduldete diskriminierungsfrei zu sichern“.

Alle, die Ansprüche aus dem Asylbewerberleistungsgesetz geltend machen können, sollten demnach in die Gesetzliche Krankenversicherung aufgenommen werden.

Dabei sollten auch die derzeit dort geregelten Ausschlüsse von Ausländern gestrichen werden, wenn der erlaubte Aufenthalt über einen dreimonatigen Kurzaufenthalt hinausgeht.Ihre Beiträge sollte der Bund bezahlen.

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NRW| Online-Informationsangebot für studieninteressierte Flüchtlinge

Bildung und Forschung kennen keine Grenzen. Deshalb unterstützen die NRW-Hochschulen und das Wissenschaftsministerium Flüchtlinge, die in Nordrhein-Westfalen studieren möchten. Das ist das klare Signal des Ende vergangenen Jahres von Hochschulen und Landesregierung unterzeichneten Memorandums.

Unter

http://www.refugee-students-service.nrw.de

finden Interessierte Informationen sowie Telefonnummern und Kontaktadressen der zuständigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner an den Hochschulen. Die Internetseite ist in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Arabischabrufbar. Alleinstellungsmerkmal der neuen Internetseite ist die Liste mit konkreten Kontaktdaten von Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern der Universitäten und Fachhochschulen in NRW, an die sich Flüchtlinge wenden können. Während bislang sehr gut aufbereitete allgemeine Basisinformationen über Studienvoraussetzungen und die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse im Internet verfügbar sind, nennt das neue Angebot gezielt konkrete AnlaufsteIlen und Kontaktpersonen für Nordrhein-Westfalen.

ARD| Dokumentarfilm WILLKOMMEN AUF DEUTSCH – Dienstag, 21.07.2015, um 22:45 Uhr

WILLKOMMEN AUF DEUTSCH zeigt, was passiert, wenn in der Nachbarschaft plötzlich Asylbewerber einziehen. Der Film wirft dabei die Frage auf, was einem nachhaltigen Wandel der Asyl- und Flüchtlingspolitik tatsächlich im Wege steht.

Der Dokumentarfilm WILLKOMMEN AUF DEUTSCH zeigt die Probleme, die durch die stetig wachsenden Flüchtlingszahlen entstehen und setzt bei den Menschen, ihren Sorgen und Vorurteilen in der bürgerlichen Mitte Westdeutschlands an: Im Landkreis Harburg, der sich zwischen der Lüneburger Heide und Hamburg erstreckt. 240.000 Einwohner, Backsteinhäuser, Weideland – hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Doch jetzt leben traumatisierte Flüchtlinge neben Dorfbewohnern, die sich angesichts der neuen Nachbarn um ihre Töchter und den Verkaufswert ihrer Eigenheime sorgen. Junge Männer, die Krieg, Armut und Perspektivlosigkeit entfliehen wollten, sollen in einem 400-Seelen-Dorf untergebracht werden, das weder Bäcker noch Supermarkt hat. Was passiert, wenn Menschen aufeinander prallen, die sich fremd sind?

Über einen Zeitraum von fast einem Jahr begleitet der Film Flüchtlinge, Anwohner sowie den Bereichsleiter der überlasteten Landkreisverwaltung – stellvertretend für die 295 Landkreise bundesweit. WILLKOMMEN AUF DEUTSCH ist kontrovers, sehr emotional und auch amüsant und zeigt, dass die Situation schwierig, aber nicht hoffnungslos ist.

Willkommen auf Deutsch – Kinotrailer from Joachim Bornemann on Vimeo.

In Deutschland um die Welt – Iran in Hamburg | EinsPlus

Wenn es in einer Kultur Kampfsport gibt, dann wird Pierre sie testen. Auch wenn er weiter extrem untalentiert bleibt… Pierre erlebt die faszinierende iranische Kultur, leckeres Essen und ein tolles Neujahrsfest. Aber bei dieser charmanten Begleitung, Moderatorin Nina Moghaddam, wäre sicher jedes Fest ein Highlight. In Hamburg leben rund 25.000 Iraner und gilt als größte iranische Community in Deutschland.

AZ| Statt Tee trinken sie Lavazza-Kaffee «Made in Iran»

Die Sittenwächter sind verschwunden, es geht lockerer zu und her – Iranerinnen in Isfahan. Michael Wrase
Die Sittenwächter sind verschwunden, es geht lockerer zu und her – Iranerinnen in Isfahan. Michael Wrase
Die Strafmassnahmen stärken ein Land, das sich in Aufbruchstimmung befindet. Ein Scheitern der Atomverhandlungen könnte im Iran jedoch alles wieder ändern.
Eine Reportage. von Michael Wrase, Isfahan

Isfahan feiert. Nach Jahren der Trockenheit führt die Lebensader der Vier-Millionen-Stadt, der Fluss Zeyanderud, wieder üppig Wasser. Bis weit nach Mitternacht sitzen die Familien am Ufer beim Picknick oder rauchen auf der Pol-e Khadjou eine Wasserpfeife. Die fast 400 Jahre alte Ziegelbrücke war lange Zeit der Treffpunkt der Isfahaner Jugend und Studenten. Heute gibt es «coolere» Plätze. Auch der Tee, das Lieblingsgetränk der Iraner, ist offenbar out.

Nicht Tee- sondern modern eingerichtete Kaffeehäuser laden, in Neu-Djolfa, dem Armenierviertel von Isfahan, zum Verweilen ein. Täuschend echt sind die Leuchtreklamen von Starbucks, Lavazza und Barista. Dennoch ist alles «Made in Iran». Die Kaffeemaschinen habe man sich in Dubai besorgt. Die Kaffeemischungen kämen regelmässig aus Beirut, erzählt Hagop stolz. Bis zur Aufhebung der Sanktionen, so der Armenier, habe er nicht warten wollen.

Dass der Kaffee wegen der Umwege genauso teuer ist wie in Paris oder Dubai, nehme seine Kundschaft in Kauf. Schliesslich biete er einen «Orginal Lavazza» an.

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MIGAZIN| FREITAL: Spiegelbild Deutschlands

Was in Freital mit Empörung und Sorgen angefangen hat, formiert sich heute zu einem Mob, der die Flüchtlinge kollektiv entmenschlicht. Und wer, das Problem wäre nur ein sächsisches oder eins aus Freital, der irrt sich massiv. Von Michael Groys

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Aktivisten demonstrieren für Flüchtlinge © Caruso Pinguin @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Als während der Fußballweltmeisterschaft 2006 Deutschland mit dem Slogan „Die Welt zu Gast bei Freunden“ warb, hatte dieses Land sich um ein weiteres Stückchen Anerkennung in der Welt bemüht. Ein neues, modernes und weltoffenes Deutschland wird auch gerne auf Auto- und Technologiemessen präsentiert oder wenn es um die multikulturelle Metropole Berlin geht. Aus den Schrecken der Vergangenheit öffnet diese Republik ihre Tore für alle Menschen auf der Welt – das ist eine klare Message.
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