Handelsblatt| IRAN-REISE DES VIZEKANZLERS: Gabriels „absolut falsches Signal“

Die Reise von Gabriel in den Iran dürfte der deutschen Wirtschaft alte Märkte neu öffnen. Dass der SPD-Mann die Mullahs trotz ihrer ständigen Israel-Attacken als Freunde betrachtet, sorgt für großen Unmut.

Gabriel in Teheran.

"Alte Freunde"? Gabriel und der iranische Ölministers Bidschan Namdar Sangeneh. Quelle: ap

„Alte Freunde“? Gabriel und der iranische Ölministers Bidschan Namdar Sangeneh.

(Foto: ap)

BerlinDie Iran-Reise von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) sorgt für großen Unmut in der Union und der SPD. „Ich störe mich an der Aussage, dass Iran einer unserer Freunde ist“, sagte der Unions-Obmann im Auswärtigen Ausschuss, Roderich Kiesewetter (CDU), dem Handelsblatt. „Er kann unser Freund und ein Stabilitätsfaktor in der Region dann werden, wenn er besagtes Existenzrecht Israels tatsächlich anerkennt.“

Kritik kam auch vom Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Reinhold Robbe (SPD). „Es ist missverständlich, wenn jemand sagt, das Existenzrecht Israels müsse garantiert werden“ , dem Berliner „Tagesspiegel“. „Das darf gar nicht erst zur Debatte stehen.“ Der Grünen-Abgeordnete Volker Beck sagte: „Bei der Verteidigung des Existenzrechts Israels darf es keine Konzessionen geben. Davor müssen wirtschaftliche Interessen auch einmal zurücktreten.“

weiterlesen

Veröffentlicht am 21. Juli 2015 in 2015, Deutschland, Iran, Wirtschaft und mit , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Handelsblatt| IRAN-REISE DES VIZEKANZLERS: Gabriels „absolut falsches Signal“.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: