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Broschüre `Deutschkursangebote für Flüchtlinge`

Die meisten Flüchtlinge, die in Deutschland einen Asylantrag stellen, haben den Wunsch, so schnell wie möglich Deutsch zu lernen, ist doch der Erwerb von Deutschkenntnissen eine wichtige Voraussetzung zur gesellschaftlichen Integration, unter anderem auch zur Aufnahme einer Beschäftigung.

Da viele Flüchtlinge keinen Zugang zu den vom Bund organisierten Integrationskursen und den ESF- BAMF- berufsbezogenen Sprachkursen haben, informiert die Broschüre `Deutschkursangebote für Flüchtlinge` über kostengünstige oder kostenlose Deutschkursangebote verschiedene Institutionen, Organisationen und Initiativen für die Betroffenen.

Anhand von 18 Beispielen zeigt die Broschüre die Vielfalt der alternativen Deutschkursangebote und ihrer Anbieter auf, darunter Landesministerien, Kommunen, Universitäten, Volkshochschulen, wohltätige Organisationen und ehrenamtliche Initiativen.

Es wird erläutert, aus welchen Gründen diese alternativen Deutschkursangebote den bestehenden Bedarf an Deutschkursen quantitativ und qualitativ nicht abdecken können. Darüber hinaus liefert die Broschüre Anregungen, wie man vor Ort bzw. in der Region Deutschkursangebote für Flüchtlinge finden kann, die bisher keinen Zugang zu staatlich geförderten Deutschkursen haben. Und der geneigte Leser erhält eine Reihe von praktischen Tipps, wie er selbst zu einer Verbesserung des Deutschkursangebotes für Flüchtlinge beitragen kann.

Sie können die Broschüre hier als PDF-Datei einsehen und als Druckversion bei uns in der Geschäftsstelle für 2,00 €/Stück plus Porto bestellen. (In Kürze wird eine aktualisierte Version der PDF-Datei verfügbar sein, in der alle Hyperlinks funktionieren).

Aktueller Hinweis: Seit dem 01.01.2015 wird zur Teilnahme an den ESF-BAMF berufsbezogenen Sprachkursen nur noch ein Mindestsprachniveau von A1 gemäß des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen vorausgesetzt. (Quelle: Förderhandbuch zum ESF-BAMF-Programm, Förderperiode 2014 – 2020, Förderzeitraum 2015 – 2017; S.7).


ESF: Europäischer Sozialfonds

BAMF: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

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Quelle: 12.jpg

StN| „Das Geld für Sprachkurse reicht nicht“

Stuttgart – Herr Becker, warum sollten wir Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt bringen, solange es hierzulande noch 2,7 Millionen Arbeitslose gibt?
Becker: In Regionen wie Baden-Württemberg oder Bayern haben wir heute schon Fachkräfteengpässe. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung müssen wir zusehen, woher künftig unsere Arbeitskräfte kommen. Dabei verfolgen wir eine Doppelstrategie. Einerseits versuchen wir sämtliches Potenzial in Deutschland zu aktivieren und in den Arbeitsmarkt zu bringen. Das allein wird aber nicht reichen. Der zweite Teil der Doppelstrategie ist daher die ­Zuwanderung. Dazu gehört, Flüchtlinge so schnell wie möglich fit für den deutschen Arbeitsmarkt zu machen.
Darum haben Sie 2013 das Projekt „Early Intervention – Jeder Mensch hat Potenzial“ gestartet mit dem Ziel, Flüchtlinge während der Wartefrist für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Wie viele der Menschen aus dem Projekt haben bereits einen Job gefunden?
Becker: Seit 2013 haben 400 Flüchtlinge das Programm durchlaufen. Rund 15 von ihnen haben einen Job gefunden.
Rauch: In Baden-Württemberg führen wir das Projekt in Freiburg durch. Von insgesamt 70 Flüchtlingen sind inzwischen sechs Menschen in Arbeit.
Ist das Ergebnis für Sie enttäuschend?
Becker: Nein. Das Programm ist ja erst angelaufen, und bis die Teilnehmer einen Job aufnehmen dürfen, dauert es bei vielen noch eine Zeit. Hinzu kommt, dass es uns in dem Pilotprojekt hauptsächlich darum ging, erste Erfahrungen zu sammeln, um das Programm längerfristig ausbauen zu können. Neben Deutschkursen umfasst unser Programm ein Anerkennungsverfahren, bei dem wir die berufliche Bildung der Flüchtlinge unter die Lupe nehmen und sie nachqualifizieren. Ein Erfolg ist auch, dass die Asylbewerber durch unser Programm einen strukturierten Tagesablauf bekommen. Sie arbeiten 30 Stunden in der Woche – zunächst im Sprachkurs, später in der Berufsqualifizierung.
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