Archiv der Kategorie: Küche

CNN-Reportage: Anthony Bourdain im Iran

Der Koch und Autor Anthony Bourdain bereist für seine TV-Reportagen alle Herren Länder und lässt sich von den Einheimischen traditionelle Gerichte zubereiten, besucht Märkte und lässt die die kulinarische Kultur des Landes zeigen und schmecken.
In seiner neuen Reportage-Reihe Parts Unknown besuchte er in einer seinenletzten Folgen den Iran.

Dabei sind schöne Bilder und eine tolle Reportage entstanden, die mich sehr an unsere Reise in den Iran im Frühjahr erinnerten. Offene und freundliche Menschen, eine atemberaubende Kultur, Verkehrs-Chaos auf den Straßen und nicht zu letzt das leckere Essen.

Zeit| Der Iran wird wieder Reiseland

Seit dem Ende der Ära Ahmadinedschad reisen wieder mehr Touristen in den Iran. Vor allem Studienreisen werden häufig gebucht. Das wirft auch unbequeme Fragen auf. VON 

Studienreisen: Nachfrage nach Iran-Reisen "enorm gestiegen"

Touristen in Persepolis  |  © John Moore/Getty Images

Karge Wüsten und Skiresorts, gletscherbedeckte Vulkane und fruchtbare Täler. Millionenmetropolen wie Teheran und unbewohnte Inseln wie Hengam, die lustvolle Poesie des persischen Dichters Hafis und ein konservativ-islamisches Regime, das den kleinsten Internetflirt kritisch beäugt. Offizielles Verbot sozialer Netzwerke und ein Präsident mit mehr als 230.000 Fans auf Twitter, in westlichen Köpfen verankerte Bilder vorbeihuschender Frauen im dunklen Tschador und ein gigantischer Markt für Mode, Schönheits-Operationen und Kosmetik: Der Iran ist ein Land, das kontrastreich wirkt und stets ein „Ja, aber“ provoziert. Seit jeher fasziniert das Land daher auch europäische Reisende. Das 1904 erschienene Buch Nach Isfahan des französischen Schriftstellers Pierre Loti etwa ist ein Klassiker der Orient-Reiseliteratur.

In diesem Jahr zieht es Touristen wieder verstärkt in den Iran. Das behauptet nicht nur die iranische Nachrichtenagentur Fars, das sagen auch Anbieter von Studienreisen. Von einem regelrechten Boom spricht Manfred Schreiber, Gebietsleiter für den Nahen Osten bei Studiosus: Seit dem Amtsantritt des alsvergleichsweise liberal geltenden Präsidenten Hassan Ruhani 2013 sei „die Nachfrage enorm gestiegen“. 2013 nahmen 500 Reisende an Studienreisen des Anbieters in den Iran teil, die Zahl der Buchungen habe sich im Vergleich dazu mehr als verdoppelt. Schon früher sei der Iran ein gut gebuchtes Reiseziel gewesen, sagt er. Während der Amtszeit des Präsidenten Ahmadinedschads sei die Nachfrage allerdings stark gesunken – schon direkt nach seiner Wahl 2005. „Als dann 2009 die Proteste gegen die Wahlmanipulation gewaltsam niedergeschlagen wurden, gingen die Buchungen noch stärker zurück.“

Auch beim Anbieter Gebeco, der das Land seit mehr als zehn Jahren im Programm hat, steigt die Nachfrage nach Studienreisen in den Iran: „Sie ist sogar so stark, dass wir in diesem Jahr Zusatztermine aufgelegt haben“, sagt Geschäftsführer Ury Steinweg.
Die Gründe dafür sieht er in der Vielzahl der kultur- und kunsthistorisch sehenswerten Orte. Tatsächlich ist die Liste der studientouristischen Ziele lang, 17 der Unesco-Weltkulturerbestätten befinden sich im Iran, etwa die Paradiesgärten von Schiras und die Ruinen von Persepolis.

Manfred Schreiber von Studiosus sagt, das große Interesse an Iran-Reisen hänge auch mit der medialen Präsenz zusammen: „Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht etwas über den Iran in den Medien erscheint. Unsere Gäste sind deshalb auch sehr an der Gegenwart und dem Alltag der Menschen vor Ort interessiert.“ Bei Studiosus gehören persönliche Begegnungen vor Ort zu jeder Reise – Begegnungen mit den Mitgliedern der deutschen evangelischen Gemeinde in Teheran, mit iranischen Künstlern und mit Ayatollahs.

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Spiegel| Als Frau allein unterwegs: „Iran ist das gastfreundlichste Land, das ich kenne“

Von 

Zwei Monate lang reiste Helena Henneken allein durch Iran. 80 Einladungen, 390 Gläser Tee und 28 Gastgeschenke später ist sie fasziniert von dem Land. Im Interview erzählt sie von strikten Regeln und Nächten im Frauenmatratzenlager.

Zur Autorin
  • Benjamin Nadjib

    Helena Henneken, 1977 in Paderborn geboren, ist weit und viel gereist: von Kolumbien bis Feuerland, durch Usbekistan, Kirgisien, Indien, Bhutan und Indonesien. Wenn sie zu Hause in Hamburg ist, arbeitet sie als Coach und Kommunikationsberaterin. Das Buch „They would rock“ über ihre 59-tägige Iran-Reise hat sie gemeinsam mit der Designerin und Filmemacherin Frizzi Kurkhaus gestaltet.

  • Homepage von Helena Henneken

SPIEGEL ONLINE: Wie haben Ihre Freunde reagiert, als Sie von Ihren Reiseplänen nach Iran erzählten?

Henneken: Einige sagten: „Iran? Wie spannend!“ Aber diese Stimmen waren eindeutig in der Unterzahl. Viele Freunde oder Bekannte fragten verständnislos: „Ausgerechnet Iran?“ Die meisten verbinden mit dem Land eher Düsteres, die politischen Schlagzeilen. So ging es mir auch. Ich wollte aber gerne mehr über die Menschen dort erfahren.

SPIEGEL ONLINE: Sie sind allein gereist. Wussten Sie, worauf Sie sich einlassen?

Henneken: Das Allein-Unterwegssein hatte ich auf einer Weltreise vor ein paar Jahren schon geprobt und wusste: Das kann ich gut. Und in den meisten Ländern gibt es ja eine ausgezeichnete Backpacker-Infrastruktur. In Iran nicht, daher waren meine Reisevorbereitungen gründlich. Ich habe Sachbücher und Reiseführer gelesen, sechs Wochen lang Farsi-Sprachunterricht genommen, iranische Filme geguckt. Und ich habe mit mir selbst eine Abmachung getroffen: Sollte ich merken, dass die Reise blauäugiger Quatsch ist, kehre ich um und fahre in die Türkei.

SPIEGEL ONLINE: Frühzeitig abgereist sind Sie nicht. Im Gegenteil, Sie haben Ihr Touristenvisum sogar verlängert und waren zwei Monate allein auf Achse. Immer mit einem guten Gefühl?

Henneken: Immer. Klar, man sollte seinen gesunden Menschenverstand nicht ausschalten und ein Gespür dafür haben, wann Grenzen überschritten sind. Aber ich habe mich nie unwohl gefühlt. Der große Vorteil am Alleinreisen ist: Man ist viel offener, wird öfter angesprochen und eingeladen. Und genau das liebe ich am Reisen: die unerwarteten Begegnungen und Gespräche mit Fremden.

SPIEGEL ONLINE: Sie erzählen in Ihrem Buch von Begegnungen mit Hauptstädtern in Teheran, kurdischen Dorfbewohner, Mullahs, anarchistischen Studenten, Künstlern oder Hausfrauen. Während 59 Reisetagen kamen Sie auf über 80 Einladungen – war so viel Gastfreundschaft und Interesse nicht auch anstrengend?

Henneken: Einsam habe ich mich jedenfalls fast nie gefühlt. Iran ist das gastfreundlichste Land, das ich je kennengelernt habe. Ständig haben mich Wildfremde auf der Straße, im Supermarkt oder im Park angesprochen. Mindestens mit einem überschwänglichen „Welcome to Iran“. Oft folgte eine Einladung. In einem Dorf wurde ich fünf Tage lang herumgereicht. Nie durfte ich mithelfen, und Gastgeschenke funktionieren in Iran umgekehrt: Der Gastgeber nimmt nichts an, dafür wird der Gast beschenkt. Ich habe Armbänder, CDs, Bildbände, ein pinkfarbenes T-Shirt mit Glitzersteinen und Handyanhänger bekommen, die mich immer noch oft an die Menschen und eine fantastische Reise zurückdenken lassen.

SPIEGEL ONLINE: Als westlicher Besucher fällt man in Iran auf – nicht nur freundlichen Gastgebern. Das Land ist ein Überwachungsstaat. Hatten Sie je das Gefühl, beobachtet zu werden?

Henneken: Nein. Natürlich habe ich viele Geschichten gehört und mich immer wieder gefragt, ob ich einfach zu naiv bin und bloß nicht merke, dass ich beobachtet werde. Auch war ich sehr erstaunt, wie offen die Iraner nicht nur in den eigenen vier Wänden, sondern auch in aller Öffentlichkeit, zum Beispiel im Sammeltaxi, über Politik sprechen. Das hatte ich nicht erwartet. Mein Eindruck ist: Trotz strikter Regeln nehmen sich viele ihre Freiheiten, und einiges wird toleriert.

SPIEGEL ONLINE: Zum Beispiel?

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Iran| Buntes Leben abseits der Moscheen

Zwischen Minaretten und Palästen zeigt sich der Orient von seiner freundlichen, aber nie aufdringlichen Seite.

Ein Kugelschreiber im Teeglas, das kann Farid nicht einfach so hinnehmen. Also verlässt er seine bequeme Lümmelecke hinten in dem bescheidenen Teehaus in Isfahan und nimmt sich des ahnungslosen Touristen an, der sich da gerade mit dem Schreibwerkzeug als Löffelersatz zu helfen versucht. Ein Lächeln, ein fast schüchternes Hilfsangebot und schon bekomme ich einen Schnellkurs im iranisch Teetrinken. Also, Zuckerwürfel zwischen die Zähne und den Tee mit Geduld und Gefühl da durchrinnen lassen, ganz ohne Kugelschreiber.

 

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Foto: KURIER/Claudius Rajchl

Man kann im Teehaus sitzen oder in einem der knallbunten Fast-Food-Restaurants, die bei jungen Iranern derzeit groß in Mode sind: Ins Plaudern kommt man überall. Das Interesse an den Gästen aus dem Westen ist groß. Und es sind gerade junge gebildete Leute, die das Gespräch suchen. Aufdringlich, wie man es als leidvoll geprüfter Orientreisender aus anderen islamischen Ländern kennt, ist man hier nie. Zu stolz ist man, und auch zu höflich, um sich dem Gast aufzudrängen.

Gute Preise

 

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Foto: Konrad Kramar

Selbst auf den Basars kann man in Ruhe die Ware begutachten, ohne gleich irgendeinen Ramsch für Touristen aufgedrängt zu bekommen, auch weil es davon nicht allzu viele gibt. Von Teppichen bis Metallarbeiten reicht dagegen die Palette orientalischen Kunsthandwerks – zu Preisen, die dank der schwächelnden Landswährung Rial wirklich günstig sind.

Natürlich stehen für jeden Iranreisenden zuerst einmal die großen Sehenswürdigkeiten auf der Agenda: Persepolis, die antike Kaiserstadt, die einem auf atemberaubende Weise die Größe und Macht des alten Weltreichs der Perser vor Augen führt. Oder etwa der Imam-Platz in Isfahan, schon aufgrund seiner Größe einzigartig. Moscheen, wie die Freitagsmoschee in Isfahan, in der die Stile eines ganzen Jahrtausends persischer Kultur ihre Spuren hinterlassen haben.

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Secretary-General Ban Ki-moon to all iranian peoples – NOURUZ

On this International Day of Nowruz, I offer my best wishes to those who celebrate, and express hope that all people can use the occasion to reflect on the beauty of nature, the promise of Spring and the power of culture to build peace „

Secretary-General Ban Ki-moon

Das iranische Frühlings- und Neujahrsfest – Nouruz

Nouruz ist der Name des iranischen 13-tägigen Frühlings- und Neujahrsfest, welches alljährlich am 1.Farwardin, dem 1. Monat des iranischen Kalenders und der Sonnenzeitrechnung, entsprechend dem 20. bis 22. März, im iranischen Kulturraum unabhängig von der jeweiligen Religionszugehörigkeit gefeiert wird.

Das Fest zählt zu den ältesten Festen des iranischen Kulturkreises und wird seit mehr als 2500 Jahren begangen. Nouruz beginnt genau zur Tag- und Nachtgleiche, dem sogenannten Frühlingsäquinoktikum, und wird entsprechend für jedes Jahr neu berechnet.

Termin

Dieser Brauch ist vom 20.03.2014 bis zum 22.03.2014. Er findet jedes Jahr zu diesem Datum statt. Lies den Rest dieses Beitrags

Loze Nargil – Persian Coconut Sweets with Rosewater and Pistachios for Nowruz

It’s that time of the year when Iranians from the four corners of the world celebrate the vernal equinox, the first day of spring and the arrival of نوروز (literally meaning the „new day“). This ancient جشن – festival of Nowruz originally began as a Zoroastrian celebration during the Achaemenid dynast, dating back 3,000 years, welcoming the rebirth of nature with all its radiance, blooms, colors, warmth and glory. For those of us who celebrate, Nowruz preparations are already underway with khaneh-tekani – cleaning the house, getting rid of the clutter and making it shine. With this long and freezing winter finally coming to an end I feel a surge of energy and excitement to celebrate nature’s new life. Lies den Rest dieses Beitrags

Turmeric & Safran| Iranian Movie Inspired Menu

In recent years, I have developed an increasing appreciation for Iranian movies that began after watching the very touching movie باشوغریبه کوچک – Bashu, the Little Stranger for the first time. It was a movie that was like no other Iranian movie I’d seen before. It tells the story of a boy who loses his family in the war in the southern region of Khuzestan and runs away on the back of a truck to a village up north in Gilan, Iran. SinceBashu, I have viewed and enjoyed countless Iranian films. However, for this post I have only selected some of my all time favorites and I paired each with carefully chosen dishes I thought would fit the mood of the film based on the script or the characters. Since it has been an ongoing film awards season and the 2014 Oscars will be on this Sunday, I thought this would be the best time to write about some of my favorite Iranian movies and to match them with delicious recipes. I think it’s fun eating tasty and healthy foods while viewing movies with friends and family at home or at a dine-in theater.

I grew up in a tiny town in Khuzestan and we had no TV set or TV reception. However, there were three small movie theaters scattered about and going to the movies was one of the very few things we did for fun, especially during the hot summertime. My parents would prefer taking us to the movies with them than leaving us home alone. Any films they saw, good or bad, we saw as well. I remember sitting next to my mother watching Fellini’s film, 8 1/2, and being bored out of my mind and totally confused. Of course, there were no movie ratings back then prohibiting kids to watch certain movies. When there was a scary or inappropriate scene in the movie, my mother would cover my eyes or shout چشماتو ببند cheshmato beband (close your eyes). One of the highlights of going to the movies during the summer was eating as we watched the film in the outdoor movie theater. On those nights we would sit in the last row by the exit waiting for our food to arrive, which was usually a platter of kabob koobideh on taftoon bread. I think that was the best part of going to the movies back then.

The following movies are not listed in any particular order. I love every single one of these movies equally and I would highly recommend watching them if you haven’t seen them already. If you have not seen any of the movies please do not read any further as there might be some spoilers. Spoiler alert! Lies den Rest dieses Beitrags

daStandard.at| Ein Stück Iran in Hamburg

Hamburg ist die Stadt mit der zweitgrößten iranischen Community in Europa, so heißt es zumindest. daStandard.at hat einige aus dieser Gemeinschaft auf einem Vereinstreffen in der Hansestadt kennengelernt

Im Elham Samili Tehranis Wohnzimmer herrscht gute Laune. Eines der regelmäßigen Vereinstreffen des Hamburger „Diwan“ steht an – heute Abend sind auch neue Mitglieder gekommen. „Der Verein ist eine Initiative von iranischstämmigen der zweiten Generation in und um Köln, die mittlerweile auch Hamburg erreicht hat“, erzählt Mohammad Farokhmanesh, der die Projekte in der Hansestadt verantwortet. Es geht vor allem um Kultur: Musikveranstaltungen, große und kleine Konzerte, also kreative Zusammenkünfte aller Art.

Vierzehn Iraner verschiedener Altersgruppen und mit unterschiedlichen Herkunftsgeschichten sind heute Abend zusammengekommen. Hamburg scheint für viele Iraner erster Ankunftsort und ein Tor zu Europa zu sein. Laut Statistik Nord leben gut 18.000 Deutsche mit iranischem Migrationshintergrund hier, das „Hamburger Abendblatt“ berichtet von 10.000 bis 25.000. Damit soll Hamburg „nach London die zweitgrößte iranische Gemeinde in Europa“ beherbergen. Die Zahlen gehen auch deshalb auseinander, weil viele Iraner die doppelte Staatsbürgerschaft besitzen, somit auch als Deutsche gezählt werden. Aber warum gerade Hamburg?

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Lange hanseatische Tradition

„Die Stadt pflegt eine lange Tradition guter Beziehungen zum Iran“, sagt Sonja Moghaddari. In ihrer Doktorarbeit, die sie am Genfer Institut für internationale Studien und Entwicklung verfasste, hat sie sich mit der iranischen Gemeinschaft in Hamburg, ihren Entwicklungen, Veränderungen und Besonderheiten auseinandergesetzt. „In Hamburg kennt fast jeder Deutsche mindestens einen Iraner, also ist die Community sehr präsent“, resümiert die Deutsch-Iranerin.

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Das freundliche Gesicht des jungen Iran | Kurier.at

Wer den Iran bereist, muss viel Scheu und ein paar Mühen überwinden. Dafür empfängt einen dieses Land mit einer einzigartigen Kultur und seinen stolzen, weltoffenen und gastfreundlichen Menschen.

Womit man als Tourist am allerwenigsten rechnet, ist, selbst fotografiert zu werden. Im Iran hat man sich rasch daran gewöhnt. Ob man nun in Shiraz vor dem Grabmal des berühmten Dichters Hafis steht, oder staunend über den gigantischen Imam-Platz in Isfahan schlendert, plötzlich steht ein junges Paar vor einem, oder eine kichernde Gruppe Mädchen. Das Lächeln fällt vielen von ihnen leichter als Englisch, doch früher oder später verständigt man sich. Ein Foto, zusammen mit dem Gast aus dem Westen wünschen sich die meisten. Wenn dann mit der Kamera und ein paar freundlichen Worten der Bann gebrochen ist, packt viele der jungen Iraner die Neugier. „Kann ich eine Unterhaltung mit Ihnen haben“, fragt einer höflich und ein anderer wird bei dem Fremden gleich seinen ganzen Ärger über das Regime los, das sich einfach überall in sein Leben einmische: „Ich hab’ keine Lust mehr, ständig kontrolliert zu werden.“

Noble Zurückhaltung

 

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Foto: Konrad Kramar

Für wen sich das alles nach Belästigung anhört, wie man sie in vielen Ländern des Orients erleben muss, der liegt völlig falsch. Die Perser sind ein stolzes Volk, stolz vor allem darauf, anders als ihre arabischen Nachbarn zu sein. Hier drängt man sich keinem Gast auf, überschreitet nie die Grenze der Höflichkeit.

 

 

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Foto: KURIER/Claudius Rajchl

Auffallend ist das etwa bei einem Spaziergang über einen der alten Bazare wie in Isfahan. Wer, geprägt von Erfahrungen aus Nordafrika, sich auf einen Spießrutenlauf durch aufdringliche Verkäufer vorbereitet, ist fast irritiert, wie lange Händler ihre Kunden in Ruhe die Ware begutachten lassen, bevor sie sie sich um sie kümmern.

 

Kein Ramsch

Natürlich wird auch im Iran gefeilscht und gehandelt, wird bei den Geschichten rund um Ware und Preise lustvoll übertrieben, doch all das läuft in einer Atmosphäre ab, in der man sich nie unwohl und vor allem immer wirklich willkommen fühlt. Dazu kommt die galoppierende Inflation, die für die Iraner zwar das Leben furchtbar teuer macht, macht es für den Fremden aber billig.

 

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Foto: Konrad Kramar

Es gibt unzählige Gelegenheiten, um einzukaufen, nicht nur im Bazar, auch in den modernen Geschäftsstraßen. Hier gibt es natürlich Teppiche, aber auch Tücher, Gewürze, kurz die ganze Vielfalt des Orients gibt. Anders als in den üblichen Massendestinationen in Nahost, wird man nicht mit Ramsch für Touristen überhäuft. Schließlich gibt es davon derzeit nur herzlich wenige.

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