Archiv der Kategorie: Literatur

„Blau ist eine warme Farbe“: Übersetzung im Iran zugelassen

Die iranische Regierung wird von konservativen Medien kritisiert, weil sie die Übersetzung des Comic-Romans „Blau ist eine warme Farbe“ von Julie Maroh zugelassen hat. „Wie kann das Kultusministerium die Übersetzung dieses Buches erlauben?“, schrieb das Webportal „Salehin“ am Freitag.

Ein Roman, der Werbung für Homosexualität mache, sei gegen alle religiösen und moralischen Werte der iranischen Gesellschaft, hieß es in einem Leitartikel. In der Graphic Novel geht es um die Beziehung zweier Frauen. Die Verfilmung von Abdellatif Kechiche gewann 2013 in Cannes die Goldene Palme.

Auch das erzkonservative Webportal „Chamrannews“ kritisierte Kultusminister Ali Dschannati wegen der Erlaubnis, den französischen Comic-Roman zu übersetzen und zu veröffentlichen. Dschannati ist seit geraumer Zeit wegen liberalerer Kulturpolitik Zielscheibe von Hardlinern im Iran. Der Roman wurde von der im Ausland lebenden Autorin und Künstlerin Sohejla Dschodejri ins Persische übersetzt. Ihr wird nun im Iran vorgeworfen, für Homosexualität zu werben.

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WELT| „Möchte die Stimme derer sein, die sprachlos sind“

Die iranischstämmige Schriftstellerin Bahiyyih Nakhjavani lebt im Exil. Ihre Gedanken aber sind bei ihren verfolgten Glaubensbrüdern von den Bahai im Iran – um die macht sie sich derzeit große Sorgen.

Sie werden verfolgt, inhaftiert und in den Untergrund gezwungen – die etwa 300.000 Anhänger des Bahai-Glaubens im Iran leben unter extremem Druck. 120 Bahai sollen laut des UN-Sonderberichterstatters für Menschenrechte in iranischer Haft sitzen. Viele Anhänger des Glaubens verlassen das Land, denn auch unter der etwas moderater auftretenden Regierung von Präsident Hassan Ruhani hat sich ihre Lage bisher nicht verbessert. Die Schriftstellerin Bahiyyih Nakhjavani beobachtet die Situation der Bahai in ihrem Geburtsland mit großer Sorge. Die 66-Jährige gehört dem Glauben an, war allerdings erst drei Jahre alt, als ihre Eltern mit ihr den Iran verließen. Inzwischen lebt sie als Autorin in Frankreich. Im Jahr 2000 hat sie mit ihrem ersten Roman „Die Satteltasche“ einen internationalen Bestseller geschrieben, derzeit arbeitet sie an ihrem neuen Buch über die Diaspora. Mit der „Welt“ spricht sie über die Lage der Bahai im Iran, Heimatgefühle und den Einfluss ihres Glaubens auf ihre Arbeit.

Die Welt: Sie wurden im Iran geboren, sind in Uganda aufgewachsen und haben in den USA, Sierra Leone, Zypern, Großbritannien und Belgien gelebt. Mittlerweile wohnen Sie in Frankreich. Wie haben diese vielen Ortswechsel Ihre Arbeit als Autorin geprägt?

Bahiyyih Nakhjavani: Ich habe einige Dinge beobachtet, die mich schockiert haben. Solche Empörung treibt mich sehr stark an, und sie bringt mich dazu, schreiben zu wollen. Ein anderes Mal habe ich etwas gesehen, das Mitgefühl bei mir ausgelöst hat. Dann möchte ich die Stimme derer sein, die selbst sprachlos sind. Das ist ebenfalls ein starker Antrieb für mich, zu schreiben. Ich denke aber, im tiefsten Inneren sind all diese verschiedenen Erfahrungen, das Reisen, der Aufbruch und das Bestreben, irgendwo sesshaft zu werden, eine Metapher für jeden Versuch eines Autors, etwas zu schreiben. Jede weiße Seite ist wie ein neues Land.

Die Welt: Im Alter von drei Jahren haben Sie den Iran bereits verlassen. Fühlen Sie sich trotzdem als Perserin?

Nakhjavani: Die Auswanderung war keine bewusste Entscheidung. Obwohl wir im Ausland lebten, haben wir eine Art persischen Stempel aufgedrückt bekommen.Uganda, wo ich aufgewachsen bin, war britisches Protektorat. Die Hauptstadt Kampala war in drei Sektoren unterteilt: Es gab Inder, Afrikaner und Europäer, die Briten. Wir als persische Familie passten nicht in diese Struktur. Deswegen waren wir dann Perser. Ich will keine Klischees nennen, aber wenn man in einer persischen Familie aufgewachsen ist, dann hat man diesen Geruch in der Nase und dann ist da natürlich noch die Sprache.

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Berlin| Versuche über das Vertrauen: Bahiyyih Nakhjavanis [Iran/F] Short Storys über die iranische Diaspora

Witzlebenstraße 30 14057 Berlin – zum Stadtplan
Dienstag 16.09.2014 – Anfangszeit: 20:00 Uhr
Versuche über das Vertrauen: Bahiyyih Nakhjavanis  Short Sto...
Kulturen des Vertrauens
20.00 Uhr – St. Canisius_CHARLOTTENBURG

Das Leben im Exil ist für Außenstehende nur schwer vorstellbar. Bahiyyih Nakhjavani beschreibt diese Exil-Existenz in ihren neuen Texten, in denen sie die alltäglichen Erfahrungen persischer Exilanten zwischen der Banalität des Alltags und den schönen und schrecklichen Erinnerungen an die Heimat darstellt. Protagonist ist dabei nicht ein Individuum, sondern ein Kollektiv, ein »Wir«, dessen Teil man beim Lesen oder Hören der Geschichten wird.

Moderation: Tobias Hülswitt, Sprecherin: Regina Gisbertz

von: Internationales Literaturfestival Berlin

Mehr Infos im Internet:

Berlin| PRESSEFREIHEIT IM IRAN – ZWISCHENBILANZ DES HOFFNUNGSTRÄGERS ROHANI

                 

 

PRESSEFREIHEIT IM IRAN – ZWISCHENBILANZ DES HOFFNUNGSTRÄGERS ROHANI

 

Es diskutieren:

  • MARKUS LÖNING, ehemaliger Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung 
  • FARHAD PAYAR, Chefredakteur von Transparency for Iran 
  • WALTER POSCH, Iran-Experte und stellvertretender Forschungsgruppenleiter der Stiftung Wissenschaft und Politik

Moderation:

CHRISTOPH DREYER, Pressereferent und Iran-Experte bei Reporter ohne Grenzen 

DIENSTAG, 30. SEPTEMBER 2014 18:30 Uhr

MAGNUS-HAUS, AM KUPFERGRABEN 7, 10117 BERLIN-MITTE

 

als Hassan Rohani bei der Präsidentenwahl im Iran vor gut einem Jahr schon im ersten Wahlgang mit über 50 Prozent der Stimmen gewählt wurde, war dies eine echte Überraschung.

Mit Rohani an der Spitze des Landes keimten Hoffnungen auf Reformen in der Islamischen Republik Iran auf. Das seit Jahrzehnten autoritär regierte Land verweigert seiner Bevölkerung systematisch grundlegende Menschenrechte wie Presse- und Meinungsfreiheit. Gegen Andersdenkende geht die Regierung mit Einschüchterung und Gewalt vor. Die Demonstrationen im Spätsommer 2009 haben gezeigt, wie stark der Drang nach Freiheit und Mitbestimmung in der jungen iranischen Gesellschaft ist. Die Proteste haben aber auch verdeutlicht, zu welchen Maßnahmen das Regime zu greifen bereit ist, wenn es sein Macht- und Meinungsmonopol bedroht sieht. So gehört der Iran zu den Ländern, aus denen Reporter ohne Grenzen in den vergangenen Jahren die meisten Hilfsanfragen verfolgter Journalistinnen und Journalisten bekommen hat. 

Gesteht der Iran unter der Präsidentschaft Rohanis seinen Bürgerinnen und Bürgern mehr Meinungsfreiheit zu und lockert die Zensur der Medien? Mit welchen Unterstützern und Widersachern muss Präsident Rohani bei entsprechenden Reformen rechnen? Kann Präsident Rohani die großen Erwartungen erfüllen, die viele Iraner in ihn und seine Ankündigungen für mehr Respekt vor den Menschenrechten gesetzt haben? Wir laden Sie herzlich zu einem informativen Diskussionsabend ein!

Für die Anmeldung folgen Sie bitte diesem link: https://shop.freiheit.org/#!/events/id/odeuk

Crystal meth, skinny jeans and underground bloggers — it’s the Iran you never see

Credit: Morteza Nikoubazl/Reuters

Women gaze at jewelery displayed at an international fair in Tehran.

Life in Iran’s capital Tehran might seem stodgy — think angry ayatollahs, black chadors and mobs exhorting „Death to America.“ That’s real, but so is the less visible side of Tehran: the illicit drugs, hipster fashion and outraged bloggers.

That side of the city is on display in City of Lies: Love, Sex, Death and the Search For Truth in Tehran, the latest book from Iranian author Ramita Navai.

Navai introduces us to a handful of unlikely Tehran residents. They’re composite characters, because sharing personal details with a reporter is still a very risky business in Tehran. „The regime does not want outsiders to see Iran in all its glory and all its color,“ Navai says.

But they’re all based in fact, she insists. The book starts with the story of a man whom Navai calls Dariush, a man in his 20s who leaves a comfortable life in the US to join the underground opposition in Iran — for love.

He bungles his attempt to assassinate a local police chief, resulting in what Navai describes as „a comedy of errors.“ We meet others, including Leyla, a beautiful working-class woman who falls into prostitution and meets her end in a hangman’s noose.

Navai says that flawed individuals leading these sorts of lives — neither good nor evil — are rarely seen in reporting about Iran. „It has social problems and the regime wants to hide some of the social problems,“ she says.

But, true to Navai’s theme, even the regime has nuance. „The regime can also be quite liberal about some of its social problems,“ she says. „So, for example, the regime has got quite liberal attitudes toward drug rehabilitation. There are crystal meth drug rehab centers, there are needle exchange centers, methadone centers. Condoms are given out to prostitutes.“

The complexities and contradictions of life in Iran forces many Tehran residents to lead double lives. They show public faces to please authorities and live private lives that are far different.

Navai argues that people who live in Tehran need to live a lie to survive. She describes meeting civil servants, for example, who pretended to pray in the office, despite their limited knowledge of the Koran.

But she also sees changes, in part due to Tehran’s growing youth culture. „They are striving to live a life that’s more true to themselves,“ she says. „I think you can see this in a real sexual awakening that’s happening in Tehran that spans all social classes. Young people are kind of behaving in a freer way as regards to sex and as regards to relating to each other. And I think this will have a trickle-down effect.“

She admits that she lives the lie, as well: „You lie about going to parties, you lie about alcohol being consumed at parties, you have to lie about certain people you may hang out with.“ But she’s hopeful the changing culture will change her need to lie: „I think this will mean — hopefully, maybe I’m being optimistic — but fewer lies.“

In a certain way, though, Navai sees the lies as „a very positive thing because [Iranians] are so obsessed with being true to themselves — you know, it’s really part of our culture, it’s in all our poetry, it’s in our literature — they are intent on living the lives that they want to live, even if that means they have to lie to do so.“

Source: PRI World

Zeit| Der Iran wird wieder Reiseland

Seit dem Ende der Ära Ahmadinedschad reisen wieder mehr Touristen in den Iran. Vor allem Studienreisen werden häufig gebucht. Das wirft auch unbequeme Fragen auf. VON 

Studienreisen: Nachfrage nach Iran-Reisen "enorm gestiegen"

Touristen in Persepolis  |  © John Moore/Getty Images

Karge Wüsten und Skiresorts, gletscherbedeckte Vulkane und fruchtbare Täler. Millionenmetropolen wie Teheran und unbewohnte Inseln wie Hengam, die lustvolle Poesie des persischen Dichters Hafis und ein konservativ-islamisches Regime, das den kleinsten Internetflirt kritisch beäugt. Offizielles Verbot sozialer Netzwerke und ein Präsident mit mehr als 230.000 Fans auf Twitter, in westlichen Köpfen verankerte Bilder vorbeihuschender Frauen im dunklen Tschador und ein gigantischer Markt für Mode, Schönheits-Operationen und Kosmetik: Der Iran ist ein Land, das kontrastreich wirkt und stets ein „Ja, aber“ provoziert. Seit jeher fasziniert das Land daher auch europäische Reisende. Das 1904 erschienene Buch Nach Isfahan des französischen Schriftstellers Pierre Loti etwa ist ein Klassiker der Orient-Reiseliteratur.

In diesem Jahr zieht es Touristen wieder verstärkt in den Iran. Das behauptet nicht nur die iranische Nachrichtenagentur Fars, das sagen auch Anbieter von Studienreisen. Von einem regelrechten Boom spricht Manfred Schreiber, Gebietsleiter für den Nahen Osten bei Studiosus: Seit dem Amtsantritt des alsvergleichsweise liberal geltenden Präsidenten Hassan Ruhani 2013 sei „die Nachfrage enorm gestiegen“. 2013 nahmen 500 Reisende an Studienreisen des Anbieters in den Iran teil, die Zahl der Buchungen habe sich im Vergleich dazu mehr als verdoppelt. Schon früher sei der Iran ein gut gebuchtes Reiseziel gewesen, sagt er. Während der Amtszeit des Präsidenten Ahmadinedschads sei die Nachfrage allerdings stark gesunken – schon direkt nach seiner Wahl 2005. „Als dann 2009 die Proteste gegen die Wahlmanipulation gewaltsam niedergeschlagen wurden, gingen die Buchungen noch stärker zurück.“

Auch beim Anbieter Gebeco, der das Land seit mehr als zehn Jahren im Programm hat, steigt die Nachfrage nach Studienreisen in den Iran: „Sie ist sogar so stark, dass wir in diesem Jahr Zusatztermine aufgelegt haben“, sagt Geschäftsführer Ury Steinweg.
Die Gründe dafür sieht er in der Vielzahl der kultur- und kunsthistorisch sehenswerten Orte. Tatsächlich ist die Liste der studientouristischen Ziele lang, 17 der Unesco-Weltkulturerbestätten befinden sich im Iran, etwa die Paradiesgärten von Schiras und die Ruinen von Persepolis.

Manfred Schreiber von Studiosus sagt, das große Interesse an Iran-Reisen hänge auch mit der medialen Präsenz zusammen: „Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht etwas über den Iran in den Medien erscheint. Unsere Gäste sind deshalb auch sehr an der Gegenwart und dem Alltag der Menschen vor Ort interessiert.“ Bei Studiosus gehören persönliche Begegnungen vor Ort zu jeder Reise – Begegnungen mit den Mitgliedern der deutschen evangelischen Gemeinde in Teheran, mit iranischen Künstlern und mit Ayatollahs.

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14.ilb| Wütender Barde der Trauer: Shahin Najafi [Iran/D] über den Kampf um Freiheit im Iran

Wütender Barde der Trauer: Shahin Najafi [Iran/D] über den Kampf um Freiheit im Iran

19.09.2014 19:30 Uhr
Reflections
Haus der Berliner Festspiele
Foyer_ob
Autor

Moderation:

Preis 0 Euro
Ticketinfos

Wütender Barde der Trauer: Shahin Najafi [Iran/D] über den Kampf um Freiheit im Iran

Der iranische Musiker Shahin Najafi opponiert in seinen satirischen Liedtexten gegen die Gedankenunfreiheit im Iran. 2012 wurde gegen ihn aufgrund »blasphemischer« Inhalte seiner Lieder eine Todes-Fatwa verhängt. Seitdem lebt er in Deutschland und führt seinen musikalischen Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit fort. Beim ilb spricht er über seine Rolle als Gesellschaftskritiker des Iran. »Shahin Najafi ist der wütende Barde der Trauer eines Volkes, das um seine Freiheit kämpft« (Omid Nouripour).

Discovering Iran: from Caspian Sea to Persian Gulf

The recent diplomatic thaw and growing awareness of its attractions are set to make Iran a must-visit destination. Arron Merat takes a tour from Tehran to the Gulf

Rock formations on the island of Qeshm, IranView larger picture

Rock formations on the island of Qeshm. Click on the magnifying glass icon for a larger view of this image

‚Foreigners! Welcome to Tehran! You may also line up here,“ announces a smiling airport official dressed in a long, black chador who is pointing to a newly opened immigration booth. A throng of young Dutch, Polish and German travellers pick up their rucksacks and peel off from the back of our queue and rush towards the new one.

Queues for foreign passport holders at Imam Khomeini International airport have been conspicuously short for almost a decade, but 2014 is tipped to be the biggest year for western tourism in the Islamic Republic’s 35-year history. The populist and bombastic former president Mahmoud Ahmadinejad left office late last year and his replacement, Hassan Rouhani, has assumed a softer diplomatic style, lifting many barriers that kept tourists away.

The news, this week, that the British embassy is to reopen in Tehranshould see the Foreign and Commonwealth Office change its advice against all but essential travel to Iran. Most Europeans can pick up a two-week visa on arrival and Britons can now get a visa in London, since consular services resumed in spring after a two-year hiatus.

Although most travellers to Iran will opt for traditional destinations such as Isfahan’s stunning Naqsh-e Jahan Square and Shiraz’s ancient Persepolis ruins, a minority, including me, will choose less-trampled routes. New Iran Tours offers everything from fully escorted trips with guides to hotel bookings for those travelling on a shoestring. We used them to plan a trip from the lush pastures of the north-east over the vast central desert plateau to the sultry lowlands of the Persian Gulf.

 

Turkmen and the north-east

In Iran the car is king, and if you only have a week or two you can save a lot of time by renting one at the airport with an international driving licence. After picking up an Iranian-assembled Kia Pride and catching a few hours‘ sleep in Tehran we took the Old Mashhad Road north-east, past the snow-capped Damavand volcano – the Middle East’s highest peak – and into the verdant valleys of Mazandaran. The province was the birthplace of Iran’s great modernising king, Reza Shah, who showered millions on Mazandaran during the interwar period in the form of mechanised farms and German-engineered railways and tunnels. We pass Veresk bridge, where it is said that, in order to allay local fears that it could not support a train, Reza Shah ordered the chief engineer and his family to stand under the bridge as the first carriages passed, with the king himself riding as a passenger.

After a quick lunch of delicious heart and liver kebabs and a jug ofdoogh, a popular salted and minted yogurt drink, we continue to Gorgan (land of the wolves), the capital of the wild north-eastern province of Golestan, where we stop for the night. Gorgan is the perfect base for hiking trips to dozens of nearby virgin forests, such as Nahar Khoran on the fringes of the city, or the Golestan national park, a two-hour drive east, and home to leopards, wolves and goitered gazelles. Gorgan is also a short drive to the Miankaleh peninsula, a 50-mile stretch of protected sandy beach and forest, home to several species of migratory birds and the only truly unspoiled section of Iran’s Caspian Sea coast.

Phallic gravestones on the Turkmenistan border.Phallic gravestones on the Turkmenistan border. Photograph: Khalid NabiAround 80 miles north-east of Gorgan, along a highway flanked by men hawking watermelons or dangling questionably fresh fish off long rods, lies the farming town of Kalaleh, famed for horses, silk and saffron. From here you can rent a taxi for the day for about a million rials (£23) to take you up the long and winding roads to the Khalid Nabi cemetery, a necropolis of yonic and phallic stones. (The area has many rough roads and a taxi may be better than risking damage to your hire car.)

The tallest scarps of the hills that straddle Iran and Turkmenistan are studded with hundreds more gravestones carved into the shapes of male and female genitalia to mark the final resting place of the members of a Turkmen tribe that traversed the pastures perhaps some 400 years ago.

From these hills you can see for hundreds of miles north into the Turkmen desert and south into the floral valleys of Golestan. There is almost nothing in the way of restaurants or shops in this remote and rugged corner of Iran so be sure to take supplies if you wish to stay more than a few hours. For us this means local çörek flatbread and fresh unpasteurised goat’s yoghurt from Kalaleh. After our taxi breaks down (make sure yours is half decent) we are picked up by a man in a van, who after a long but unsuccessful effort to pay him for driving 100 miles in the opposite direction from his house, dropped us outside our hotel in Gorgan.

Desert plateau

We drive due south for a day (588 miles) to Tabas. It is perhaps Iran’s most remote city and where, in April 1980, the US’s Operation Eagle Claw reached its fiery end during a mission to free American hostages held in Tehran by the new revolutionary government. We are there on the 24th anniversary, and posters of Ayatollah Sadeq Khalkhaliinspecting the wreckage of a US helicopter adorn the streets.

Ali, a young man we meet in a tea shop, drives us to the crash site, long since cleared. We sit in the car gazing at the endless unchanging landscape as a flute version of George Michael’s Careless Whisper plays from his stereo. „Khomeini said Allah sent the sand to destroy the helicopters,“ said Ali. „Allah protects Iran. Sometimes.“

The tiny oasis town of Garmeh has grown popular with Iranian city types during their winter holidays, and the Ateshooni Guest House, nestled in groves of date and palm trees, is at its heart. The owner, a taciturn hippy named Maziyar, knows the region well and can help you get around to see the best of this desert, whether it be salt lakes, rolling sand dunes or nearby villages. Maziyar’s kitchen also serves fresh homemade khoreshtor ghayme stews with fluffy, fragrant rice.

Make the most of the food, as Iran does not have much of an eating-out culture; restaurants are largely limited to novelty food Iranians don’t get at home much – namely kebabs. Tehran and the north-western province of Gilan are exceptions. To save time, we head to Yazd for the day before catching an evening flight south. Yazd is an ancient desert city famous for its Towers of Silence, hills carved by Iran’s pre-Islamic Zoroastrian people to „bury“ their dead in the sky using vultures.

Gulf and islands

A 25-minute flight from Yazd takes us to the busy (and sweltering) port town of Bandar Abbas. We head to the beach, where families are paddling in the sea and young boys take tourists for horse and camel rides along the sand. From here we take a boat into the Strait of Hormuz, the geostrategic choke point for most of the world’s oil, to Qeshm.

Hengam islandHengam island.The island of Qeshm is divided into a large bone-dry section where you can visit colonial Portuguese navy fortifications, deep salt caves, Martian-like rock forms and a bizarre museum exhibiting conjoined twin goats. Then on the north end of the island, mangrove trees grow up from the sea. Local guides will take you on a boat around the strange sea forests and to visit a crocodile farm. The island’s bare, white rock relief is unmistakably eerie. While driving down one stretch of the island we encounter an enormous oil platform that had apparently blown in during a storm from the neighbouring UAE. Now it rests obliquely 200 metres off shore, a sad and dormant hulk repurposed as a giant birds‘ nest. Local fishermen will take you there for a small fee.

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Frankfurt| Uraufführung: Goethes „Hegire“ – gesungen in persischer Sprache

Zum Abschluss der Ausstellung „Goethes Hidschra. Reisen in den Orient. Reisen in Texte“ findet am Freitag (11. Juli) um 18 Uhr in der Rotunde des IG-Farben-Hauses ein ungewöhnliches persisches Konzert statt: Auf dem Programm der öffentlichen Finissage steht die Uraufführung von Goethes ‚Hegire’, gesungen in persischer Sprache und begleitet von persischen Instrumenten.

Außerdem hält Dr. Saeid Edalatnejad, der in Teheran lehrt und auch Fellow am Wissenschaftskolleg in Berlin war, einen Vortrag über Dialogformen auf dem Gebiet der Enzyklopädie: „The Dialogue between West and East: The Phenomenon of Enzyclopaedia“. Dabei geht es um die Systematisierung des Wissens über islamische Kulturen und die Besonderheiten der neuen Enzyklopädie über den schiitischen Islam und iranische Studien, die in Teheran derzeit erarbeitet wird.

Das persische Orchester ‚Saba’ tritt unter der Leitung von Firouz Mizani auf; außerdem wirken mit: Mahyar Bahrami (Tombak – Trommel), Sadegh Naee (Ney – Flöte aus Bambus), Farhad Anusch (Oud – Laute und Gesang), Aref Ebrahimpour (Kamanche – Kniegeige), Farhad Danai (Santur – eine Art Zither). Neben Goethes „Hegire“ sind auch Werke der persischen Dichtkunst und Mystik zu hören. Die Hamburger Musiker werden zudem ihre Instrumente vorstellen und einige Erklärungen zu den Besonderheiten der Vertonungen und der Aufführungspraxis geben.

Goethe schrieb das Gedicht „Hegire“ 1814, also genau vor zweihundert Jahren. Er wählte die französische Übersetzung des arabischen Wortes „Hidschra“, das auf die Auswanderung des Propheten Muhammads von Mekka nach Medina weist, zur Eröffnung für seinen West-östlichen Divan. Goethe eignete sich den Orient durch Texte, Dichtung, aber auch kalligrafische Übungen an. Das Projekt „Goethes Hidschra“ unter Leitung der Frankfurter Religionswissenschaftlerin Prof. Dr. Catherina Wenzel stellt Goethes Beschäftigung mit den Religionen und das interkulturelle Potenzial des Divans zum „Doppeljubiläum“ von Hegire (1814) und Gründung der Goethe-Universität (1914) in den Mittelpunkt.

Die Schriftkunstausstellung, die zunächst im Frankfurter Goethe-Haus und seit dem 22. Juni in der Rotunde auf dem Campus Westend zu sehen ist, zeigt sowohl die schriftkünstlerische Auseinandersetzung der Gruppe „lettera“ mit Texten von Goethe und Hafis als auch Arbeiten des iranischen Kalligrafen Jamshid Sharabi zur persischen Übersetzung von Goethes „Hegire“. Die Übersetzung, die auch als Grundlage für die Uraufführung am Freitag verwandt wird, stammt von Dr. Hossein Khadjeh Zadeh, der auch am Freitag anwesend ist. Er studierte in Teheran und Deutschland, lehrt gegenwärtig in Deutschland und hat sich als Übersetzer von deutscher Literatur und Dichtung ins Persische einen Namen gemacht.

Auch diese Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Professur für Religionswissenschaften der Goethe-Universität und dem Projekt „Kunst baut Brücken – Morgenland trifft Abendland“ konzipiert und organisiert. Zu dem gesamten Veranstaltungszyklus „Goethes Hidschra“ gehören neben der Ausstellung und mit ihrem Rahmenprogramm auch Seminare und Vorlesungen: So hielt im letzten Wintersemester die Literaturwissenschaftlerin und Direktorin des Frankfurter Goethe-Hauses, Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken ein Seminar zu Goethes „West-östlicher Divan“; Prof. Dr. Catherina Wenzel eine Vorlesung zu „Christlich-islamische Begegnungen in Europa, Konflikte, Apologetik, Dialoge“. In diesem Sommersemester haben Prof. Dr. Fateme Rahmati, Zentrum für Islamische Studien, und Prof. Dr. Catherina Wenzel gemeinsam ein Seminar zu „Goethes Beschäftigung mit dem Islam und der Religion Zarathustras“ angeboten.

Die Ausstellung und die Veranstaltungsreihe werden überwiegend finanziert aus den zentralen Mitteln für das Universitätsjubiläum, weitere Sponsoren und Kooperationspartner sind die Kulturabteilung der iranischen Botschaft in Deutschland, die Hafis-Gesellschaft Verein für Kulturdialog, das Frankfurter Goethe-Haus und die Freunde und Förderer der Universität.

Informationen: Prof. Dr. Catherina Wenzel, Professur für Religionswissenschaften, Fachbereich Evangelische Theologie, Campus Westend, ca.wenzel@em.uni-frankfurt.de, (069) 798-32755

Quelle: idw

ARTE|FREISPIELEN IM IRAN – Ein Wandertheater

Die Schauspielertruppe um Regisseur Hamed hat sich mittlerweile von Teheran auf den Weg gemacht Richtung Westiran. Unter freiem Himmel strömen die Kinder zusammen, um das Märchen vom bösen König Ejdehak zu erleben. Der Sage nach unterdrückte er im alten Persien grausam sein Volk, bis die tapfere Faranak die Menschen befreite.

Die Schauspielertruppe um Regisseur Hamed hat sich mittlerweile von Teheran auf den Weg Richtung Westiran gemacht. In den abgelegenen Ortschaften werden sie mit ihrem bunt bemalten Lastwagen von den Schulklassen begeistert empfangen. Unter freiem Himmel strömen die Kinder zusammen, um das Märchen vom bösen König Ejdehak zu erleben. Der Sage nach unterdrückte er im alten Persien grausam sein Volk, bis die tapfere Faranak und ihr Sohn Fereydoun die Menschen vom Despoten befreiten.

Mit ihren bunten Masken, der Musik und den Kostümen sind die fremden Besucher auf jedem Dorfplatz eine Attraktion. Mitra, Hamed, Sina und Shirin wissen aber auch, dass sie während der gesamten Reise unter staatlicher Beobachtung stehen. Denn für Theateraufführungen im Iran gelten strenge Regeln. Und die Schauspieler können nur vermuten, wer der Spitzel ist. Doch das ist nicht die einzige Schwierigkeit, der sie sich stellen müssen.

Diese Folgen der Freispielen im Iran sind derzeit verfügbar, sie können sie auch direkt im Webbrowser öffnen:

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