Archiv der Kategorie: Meinungen

ZEITjUNG.de|Passagiere protestieren gegen Abschiebung – Wir fliegen nicht mit Herrn Ghalamere!

Schwedische Fluggäste weigern sich den Gurt anzulegen – und retten einen Vater vor der Abschiebung.

Von Daniela Gaßmann

„Bitte legen Sie nun Ihren Sicherheitsgurt an“, drang es am Montag aus den Flugzeuglautsprechern zu Ghader Ghalamere hervor. Dabei will der kurdische Flüchtling nicht wieder in den Iran abgeschoben werden. Fast noch schlimmer als die Angst vor Verfolgung wäre es nämlich über 5.000 Kilometer getrennt von seiner Ehefrau Fatemeh Ghalamere und den beiden Söhnen in Schweden zu sein. Um legal mit ihnen zusammenleben zu dürfen, muss er nach dem schwedischen Immigrationsrecht vom Iran aus Asyl beantragen. Unverständlich: wie kann denn ein Mensch illegal sein und ein Gesetz so unmenschlich? Gegen die Behörden ist man jedoch machtlos… normalerweise. Als die Passagiere um Herrn Ghalamere ihre Sitzgurte aus Protest nicht anlegen wollen, passiert etwas Großartiges.

Zusammen sind wir stärker als Bürokratie

In der Wartehalle hat die Familie Ghalamere die anderen Fluggäste eingeweiht, bevor sie den traurigen Flughafenabschied hinter sich brachte. Als später die Durchsage in typischem Stewardessslang ertönte, blieben die Passagiere stur. Sie weigerten sie sich, den Sicherheitsgurt anzulegen, um den Pilot vom Start abzuhalten. Verspätung hin oder her, protestierten sie ganz geduldig gegen die Abschiebung von Ghalamere. Und Gesetze hin oder her, wurde dieser dann vorläufig zurück in eine Asylunterkunft gebracht. Trotz Medienhype um seine rührende Geschichte, soll er das europäische Flüchtlingslager in zwei Wochen verlassen. Allerdings hat sich gezeigt: die Bürger sind nicht machtlos gegen bürokratische Regelungen. Zusamen sind sie vielleicht sogar stärker. Je mehr Menschen sich der Facebookgruppe für die Rechte der Familie Ghalamere anschließen, desto stärker wird die schwedische Regierung unter Druck geraten. Vielleicht schaffen es seine Unterstützer, die Geschichte umzuschreiben.

Quelle: ZEITjUNG.de

Bundestag| EU-Sanktionen gegen den Iran

Nach der rechtlichen Situation der Sanktionen gegen den Iran erkundigt sich die Fraktion Die Linke in einer Kleinen Anfrage (18/1063). Die Bundesregierung soll mitteilen, „welche konkreten politischen Forderungen“ die EU und Deutschland an die iranische Führung als Voraussetzung „für eine Lockerung beziehungsweise Aufhebung des Ölembargos und der anderen Sanktionen“ richtet. Die Abgeordneten fragen unter anderem auch nach den Auswirkungen der Sanktionen auf das Bruttoinlandsprodukt, den Staatshaushalt, die Inflationsrate, die Gesundheitsversorgung und die Preise für Grundnahrungsmittel im Iran.

Weitere Fragen beziehen sich auf solche Sanktionen, die keinen Bezug zum iranischen Atomprogramm haben sowie auf Gerichtsurteile und Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit iranischen Unternehmen, die unter anderem vor dem Europäischen Gerichtshof und vor dem Handelsgericht in London gegen die Blockade ihrer Aktivitäten geklagt haben.

Quelle: Bundestag

Refugee facing deportation from Sweden saved by fellow passengers refusing to let plane leave

Father-of-two’s family told them about his situation while in departure lounge – and they took the only action they could

 A man facing deportation from Sweden has been granted a temporary reprieve after fellow passengers aboard his flight to Iran prevented it from taking off by refusing to fasten their seat belts.

A Kurd fearing persecution in his home country of Iran, Ghader Ghalamere fled the country years ago and now has two young children with his wife Fatemeh, a Swedish resident.

As a result he qualifies for a residence permit himself – yet because of a quirk in immigration laws he is required to apply for it from outside Sweden.

On Thursday, Mr Ghalamere was put on a flight at Östersund bound for Stockholm – and ultimately Iran itself – accompanied by his friends and family in protest.

Gathering in the departure lounge, they spoke to other passengers preparing to board the flight and explained the situation.

Clearly moved, once on board the plane the other passengers refused to fasten their seat belts – a protest that prevented the pilots from being able to begin take off.

With the flight unable to go ahead as scheduled, Mr Ghalamere was removed and taken to a migrant detention centre in Gävle, central Sweden – but the country’s migration board insists nothing about his situation has changed.

“It’s enough now,” said Sanna Vestin, chairman of the Swedish Network of Refugee Support Groups (FARR). “No one who sees the family can doubt that it would harm the children to their father expelled.”

Ms Vestin, who has followed the family’s fate since the father contacted FARR a year ago, said police had asked Mr Ghalamere to travel to Norway to make his application for a Swedish passport from there.

After two weeks the attempt failed and he returned to Sweden empty-handed – but upon his arrival the family was told his trip had proven the children could survive in his absence, and the Migration Board ordered his deportation.

Mr Ghalamere first fled the prospect of torture and execution in Iran by travelling to Turkey, where he met Fatemeh and was granted refugee status by the UN’s High Commissioner for Refugees (UNHCR).

After five years of failed attempts to find him a country that would take him from Turkey, Mr Ghalamere was finally able to reach Sweden.

“Now his case has received attention in the media – even in Iran itself,” Ms Vestin said. “There is one more reason to reconsider the case. The Migration Board can do [his hearing] over and do it right.”

Since being returned to the detention centre, Mr Ghalamere has gone on hunger strike, and FARR have organised two demonstrations for Tuesday in Östersund and Gävle.

Campaigners have also set up a Facebook group, stoppa utvisningen av ghader, which has around 4,000 members.

Ms Vestin said: “It is gratifying that so many people have lined up. Sweden has undertaken to defend the rights of children and the right of asylum. When the authorities cannot do it on their own, others have to take responsibility when we get the chance.”

 

Source: Independent

StZ| Das letzte Fanal

Ulrich Stolte, 
Tübingen - Noch hängt, in eine Folie verpackt, der Nachruf auf Ba­ratali Yazdani an einer Pla­tane hinter der Tübinger Stiftskirche. Hier hat sich der 49-jährige Iraner mit einer Selbstverbrennung ums Leben gebracht.

Eine Woche nach seinem Tod trafen sich dort Freunde und Bekannte zu einer Trauerfeier, zündeten Kerzen an, versuchten, die Tat zu verstehen. „Sein Tod ist eine Folge der verfehlten Asylpolitik, die einen Menschen in den Mühlen der Bürokratie zerbricht“, hörte man von den Asylaktivisten. „Er hatte keinen Grund, sich zu töten“, erklärte die zuständige Polizeidirektion in Reutlingen. „Er war anerkannter Flüchtling, er hätte arbeiten können, es gibt auch keinen Abschiedsbrief.“

Wer war Baratali Yazdani alias Kaveh Pouryazdani alias Ali Yazdani, wie es in seiner Gerichtsakte heißt? Warum starb der Mann, der am 23. November 1964 im nordiranischen Bojnurd geboren wurde, am 20. Februar 2014 in der Innenstadt von Tübingen? Nur wenn man sein Leben kennt, kann man seinen Tod verstehen.

Yazdani entstammte einer kurdischen Bauernfamilie. Er war 14 Jahre alt, als die Islamische Revolution über das Land ging. Er erlebte, wie sich der Staat von einer diktatorischen Monarchie in einen funda­mentalistischen Gottesstaat wandelte, wie Menschen gefoltert und hingerichtet wurden. Dann griff der Irak den Nachbarstaat an, der Krieg dauerte acht Jahre. Das Land verarmte, ein Exodus von Iranern begann. Yazdanis erste Migration führte ihn als Gastarbeiter nach Japan. In diesen drei Jahren lernte er Konstruktionszeichnungen umzusetzen und wurde etwas, was man in Deutschland einen Industriemeister nennen würde. Er kehrte in den Iran zurück, wurde Vater einer Tochter, die heute 19 Jahre alt ist. Er wollte dort eine Firma gründen, scheiterte aus Geldmangel. Er kam in seinem Land nicht mehr zurecht.

Im Tübinger Asylzentrum in der Neckarhalde kickern die Nachbarskinder. Die Männer auf den schwarzen Ledergarnituren schlagen die Zeit tot, weil sie nicht arbeiten dürfen. Vielleicht schlägt die Zeit auch sie tot. Sam*, ein junger Iraner, dessen Haare so glänzen wie seine schwarzen Augen, hat Yazdanis Tochter am Display eines Smartphones weinen sehen, als er zusammen mit dessen Cousin die Todesnachricht übermittelte. Sie wollte es nicht glauben. Beharrte darauf, er müsse ermordet worden sein. Aber Sam weiß es besser.

Über sein Leben im Iran redete er nicht gerne

Drei Jahre hauste Sam im Wohnheim. „Kein Hund will so leben“, sagt er, „die Wände sind schimmlig, es ist schmutzig.“ Aber das war nicht das Schlimmste. Er ist nach Deutschland gegangen, weil er frei sein wollte, doch er fühlte sich in Deutschland genauso unterdrückt wie im Iran. „Ich durfte nicht arbeiten, nicht reisen, kein Geld verdienen. Drei Jahre konnte ich nichts tun, nichts aufbauen“, sagt Sam. „Drei Jahre meines Lebens sind einfach weg.“ Bei Yazdani waren es zehn Jahre.

Unter dem falschen Namen Ali Yazdani reiste er 2004 nach Deutschland ein. Als Grund für seine Flucht gab er an, linksgerichtete Flugblätter verteilt zu haben und deswegen verfolgt zu werden. Vielleicht ist es wahr, vielleicht nicht. Über sein Leben im Iran redete er nicht gerne. Die Behörden wollten Papiere sehen. Er weigerte sich, seine richtigen Personalien anzugeben. Sein erster Asylantrag wurde abgelehnt, aber Yazdani erhielt eine Duldung, die er alle drei Monate auf dem Ausländeramt in Tübingen verlängern lassen musste. Ein brüchiger Status einer brüchigen Existenz.

So allerdings hat sich Baratali Yazdani damals nicht gesehen. Im Gegenteil, er legte seinen ersten falschen Namen ab und gab sich einen zweiten: Kaveh Pouryazdani nannte er sich jetzt nach dem Schmied Kaveh Ahangar, einem persischen Helden, vergleichbar mit dem Siegfried der deutschen Heldensage. Unter diesem Namen begann sein Leben als Exilkämpfer für die Menschenrechte im Iran.

Mit seinem Infostand vor der Tübinger Stiftskirche gehörte er bald zum Stadtbild. Man machte einen Bogen um ihn, um nicht die grässlichen Bilder von Folteropfern sehen zu müssen, die er in einer Art Postkartenhalter präsentierte. Einer dieser vielen Spinner, dachte man, aber das war ein Irrtum. Yazdani lernte Deutsch, um hier gegen die iranische Regierung agitieren zu können. Wenn es ihm gelänge, die Deutschen aufzurütteln, würden sich die Verhältnisse im Iran irgendwann bessern, glaubte er. Er war doch Kaveh, der mythische Held, der von Dorf zu Dorf zog, sein Volk hinter sich versammelte, um es von einem grausamen Tyrannen zu befreien.

Vier Jahre ging das so, dann konnte er die Sammelunterkunft verlassen und in ein Tübinger Wohnprojekt einziehen. Seine Mitbewohner erinnern sich an den ernsten Menschen, der den Kopf mit dem schütteren braunen Haar immer leicht schräg hielt. Er konnte ihnen aber auch Geschichten erzählen, lachen, wenn sie im Hof auf breiten Metallstangen Hackfleisch grillten.

„Kaveh war einer der typischen Wirtschaftsflüchtlinge aus dem Iran“, sagt Ferhat*. Er ist ein gelassener rundlicher Mann, der sich mit einer kleinen IT-Firma über Wasser hält. Er spricht perfekt Deutsch, genießt hohes Ansehen unter den Auslandsiranern. Er kam 1984 ins Land, als die iranische Mittelschicht vor Ajatollah Khomeini floh. Wie ist das, wenn man 30 Jahre im Exil lebt? Ferhat holt aus seiner Laptoptasche einen karierten Block, zeichnet einen Baum. „Das bist du!“ Er zeichnet einen Seitenast: „Das ist deine iranische Identität.“ Er zeichnet einen neuen Ast: „Das hier ist deine deutsche Identität. Und das hier ist deine Identität als Asylbewerber.“ Er zeichnet weitere Striche von weiteren Identitäten in das Bild, das unter seinen Händen zum Diagramm eines vorhersehbaren Todes wird. „Das hängt alles zusammen, aber du darfst deine eine Identität nie mit der anderen Identität vergleichen. Du darfst nie zwischen diesen Welten hin- und herspringen, sonst zerreißt es dich.“

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Jugend im iranischen Kino – Generation des Zwiespalts

“Darband” und “Sar be Mohr” sind zwei neue iranische Spielfilme, die tiefe Einblicke in die modernen Lebenswelten junger Iraner eröffnen und ihre Zerrissenheit in der Islamischen Republik verdeutlichen. Massoud Schirazi hat die beiden Filme in Teheran gesehen.

Das iranische Kino ist in Europa seit vielen Jahren ein Publikumsliebling unter den Fans des innovativen Weltkinos. Iranische Filme werden für ihre authentische Darstellung der meist widersprüchlichen Lebensrealitäten gelobt, wie zuletzt Asghar Farhadis erfolgreiches Drama “Nader und Simin”. Viele iranische Filme feierten wegen ihrer Gesellschaftskritik internationale Erfolge und entfalteten dabei manchmal auch eine schablonenhaft Wirkung – zum Beispiel, wenn es um die Situation der Frau in der Islamischen Republik ging.

Doch gibt es bis heute zahlreiche beachtliche Filmproduktionen, die es nicht auf die Preistribünen internationaler Kinofestivals schaffen. Zwei davon, die im vergangenen Winter in den Teheraner Kinos gezeigt wurden, setzen sich mit einem Thema auseinander, das bisher wenig Aufmerksamkeit erfahren hat: der Zusammenprall von westlicher und iranischer Kultur und die Zerrissenheit vieler junger Menschen im Iran.

Der Name “Darband” steht in Teheran für Spaß, Ausgelassenheit und den Geschmack von Freiheit. Die Bergschlucht am nördlichen Stadtrand ist der Lieblingsausgehort von Pärchen, hippen Teheraner Cliquen und jungen Familien. “Darband” heißt auch der neue Film von Parviz Shabazi, einem bisher wenig bekannten Regisseur, der auf dem iranischen “Fajr”-Filmfestival im letzten Jahr für diesen Film den “kristallenen Simorgh” gewonnen hat.

Gegensätzliche Lebenswelten

“Darband” ist ein sorgsam inszeniertes Drama, dessen Protagonistin eine Studienanfängerin ist, die nach dem Gymnasium nach Teheran zieht: Naznin stammt vom Land, nur 80 Kilometer von Teheran entfernt, und kommt doch wie aus einer anderen Welt. Als sie erfährt, dass das Uniwohnheim keine freien Plätze mehr hat, mietet sie sich ein Zimmer in der Wohnung einer Teheraner Parfümverkäuferin.

 

Filmplakat "Sar be Mohr"; Foto: Massoud Schirazi

Es ist ein Paradox, was in “Sar be Mohr” auf den Punkt gebracht wird: Religiosität ist in der Islamischen Republik bei weiten Teilen der jungen Generation zu einem Tabu geworden.

Schon während der ersten Unterhaltung der beiden jungen Frauen werden ihre unterschiedlichen Lebensweisen und Entwürfe deutlich: Sahar spricht im Teheraner Slang-Farsi, Naznin ist höflich-distanziert, tastet sich langsam an die Großstadt heran.

In ihrem neuen Zuhause wird Naznin mit einer anderen Realität konfrontiert: Sahars Nächte sind lang und voll lauter Musik. Ihre Freunde gehen in der Wohnung ein und aus, es wird Wasserpfeife geraucht, man gibt sich cool und fährt mit schnellen Autos durch die Stadt. Naznin dagegen kommt nicht zum Lernen und gerät mit Sahar aneinander, die – wie sich bald herausstellt – hohe Schulden hat und mit ihrem Gläubiger eine sexuelle Beziehung eingegangen ist. Da sie nicht zahlen kann, wird sie schließlich verhaftet.

Die unbefangene Naznin versucht nun, Sahar zu helfen und gerät dabei zwischen die Fronten. Am Ende wird sie so weit in die Spirale von Intrigen und Egoismus hineingezogen, dass sie selbst vor Sahars Dilemma gestellt und von Geldeintreibern verfolgt wird. Sahar ist selbst ist inzwischen nach Europa ausgewandert.

Kontrollverlust

“Darband” reflektiert das Leben einer Generation, der im Streben nach einer Art von “amerikanischem Lebensstil” die Orientierung abhanden gekommen ist und sich von Moral und Ethik entfernt hat. Die Ehrlichkeit eines jungen Menschen, der behütet und traditionell aufgewachsen ist, kann in diesem Umfeld nicht überleben. Eine iranische Filmkritik versteht Teheran im Film “Darband” als eine “hyper-entwickelte, moderne Großstadt (…), deren Bewohner sich untereinander ähneln – und jeder, der nicht dazugehört, ist zum Untergang verdammt.”

Ein weiterer Streifen, der im Winter über Teherans Leinwände lief, ist “Sar be Mohr” (mit dem englischen Titel “The Sealed Secret”) des Regisseurs Hadi Moghadamdast. “Mohr” ist der runde Gebetsstein, auf den die Schiiten zum Gebet ihren Kopf legen. “Sar be Mohr” ist ein Wortspiel, denn es bedeutet sowohl “Kopf auf den Mohr(-Stein)” und hat gleichzeitig die Konnotation von einem “intimen Geheimnis”.

“Sar be Mohr” handelt vom unruhigen Dasein einer jungen Frau namens Saba, die von Leila Hatemi (bekannt aus “Nader und Simin”) gespielt wird. Saba verbringt einen Großteil ihrer Zeit im Internet und breitet in einem Onlineforum ihr Leben aus. Rat für ihre Probleme sucht sie bei virtuellen Freunden – denn in der realen Welt fühlt sie sich nicht zuhause.

Zu Beginn von “Sar be Mohr” reist Saba aufs Land zu ihrer blinden Schwester. Sie will alles unternehmen, um ihr das Leben leichter zu machen. Schnell wird aber deutlich, dass diese mit ihrem Leben trotz Blindheit zufriedener ist als die sehende Saba.

Ein Motiv zieht sich durch Sabas Alltag – sie ist tief religiös, kann ihre Religiosität aber in der säkularisierten Umgebung von Freunden und Familie nicht offen ausleben. Viele Szenen spielen in Sabas Teheraner Wohnung. Sie wendet sich in Tränen verzweifelt und verschämt an Gott, betet um Mut und darum, dass sie eine Arbeit findet. Als sie zu einem Job als Hostess eingeladen wird, ertönt während des Vorstellungsgesprächs der Gebetsruf. Saba erstarrt, wird still, und jäh aus dem Hier und Jetzt gerissen – ein Vorgang, der sich im Film mehrfach wiederholt. Ihr Wunsch, beten zu gehen, erntet beim Gegenüber Spott und Unverständnis.

Zerrissenheit zwischen Innen und Außen

Sabas Drang zur Frommheit findet in ihrem sozialen Umfeld kein Verständnis. Letztendlich scheitert sie an der Zerrissenheit zwischen Innen und Außen – ein Konflikt, mit dem viele junge Iraner konfrontiert sind. Der einzige Ort, an dem sie sich selbst zeigen kann, bleibt das Internet. Sie scheitert sowohl im Umgang mit Freunden als auch in einer Beziehung, die wegen Sabas starker Introvertiertheit nicht zustande kommen kann.

Es ist ein Paradox, was in “Sar be Mohr” auf den Punkt gebracht wird: Religiosität ist in der Islamischen Republik bei weiten Teilen der jungen Generation, vor allem in Teheran, zu einem Tabu geworden. Die Coolness, das schnelle Leben am urbanen Puls der Zeit und an der Kultur des Westens – diese unausgesprochenen sozialen Normen verbieten es heute in Teheran vielen jungen Menschen, den religiösen Traditionen der Elterngeneration zu folgen.

“Darband” und “Sar be Mohr” sind zwei Filme, die dem außenstehenden Betrachter einen neuen Blickwinkel auf das Leben junger Iraner eröffnen. Sie zeugen von den gesellschaftlichen Spaltungen im städtischen Iran, die nicht immer nach klaren Linien verlaufen. Das iranische Kino bleibt das vielleicht kritischste Medium in der Islamischen Republik und wird dabei auch zu einem Spiegel, den es den iranischen Kinobesuchern vorhält.

Massoud Schirazi

 

Quelle: Qantara.de

Iranians avoid bad luck with outdoor festival

— Iranians flocked to parks rich with the smell of grilled kebabs on Wednesday to toss around Frisbees, bat badminton birdies and battle one another in chess and backgammon — all to avoid being caught inside on the unlucky 13th day of the Persian New Year.

The annual public picnic day, called Sizdeh Bedar, which comes from the Farsi words for “thirteen” and “day out,” is a legacy from Iran’s pre-Islamic past that hard-liners in the Islamic Republic never managed to erase from calendars.

Many say it’s bad luck to stay indoors for the holiday.

“I know a family who stayed in and later in the day the leg of their young boy was broken when he fell down the stairs.” said Tehran resident Fatemeh Moshiri, 48.

Iranian hard-liners have tried unsuccessfully for decades to stamp out the festival and other pre-Islamic events, which are seen as closer to Zoroastrianism, the predominant faith of Iranians before Islam.

They have had little success.

“When we go out on Sizdeh Bedar, we take ill-omens out with us,” Tehran resident Marzieh Rahimim, 64, said. “Otherwise a quarrel may happen or an invaluable dish may be broken.”

Last week, Ayatollah Ahmad Khatami, a Friday prayer leader, reiterated a common clerics’ admonition that it is “superstitious” to believe that the 13th day of the new year is unlucky or to think that the popular practice of tying blades of grass together on the day will bring good fortune.

Enjoying nature is commendable, Khatami acknowledged, but he said people should nonetheless keep Islamic values in mind because the festival comes a day before Muslims remember the anniversary of the death of the daughter of Prophet Muhammad.

Islam has been dominant for centuries in Iran, but the country’s Zoroastrian past has left its mark through festivals and traditions still celebrated to this day. The number of practicing Zoroastrians is a tiny minority in today’s Iran, however — around 60,000 people out of a population of more than 76 million.

State media and calendar makers choose to call the festival “Nature Day” instead of Sizdeh Bedar, given the bad-luck associations with the number 13.

Families across the country spread rugs and set up small tents in outdoor areas to mark the holiday, sometimes just a few inches from their neighbors. They have lunch, sip cups of tea and munch on pistachios, fruit and candy.

Iranians also throw trays of sprouted seeds that have been sitting on their new year tables into running water to mark the occasion.

 

News from Iran – Week 13 – 2014

by lissnup

Prisoners’ News

B-Arrests-Detentions

  • Abolfazl Abedini-Nasr back to Ahvaz prison at the end of furlough.

C-Liberations

  • Mohammad-Amin Agooshi released on furlough.

  • Mahmoud Bagheri released on furlough.

  • Nader Jani released on furlough.

  • Hamid-Reza Karvasi released on furlough.

  • Leva Khanjani released on furlough.

  • Nasour Naghipour released on furlough.

  • Journalist Ahmad Zeidabadi released on furlough.

D-Other News

  • 40 Bandar Abbas prisoners moved to hospital because of dysentery.

News of injustice in Iran

  • Samrand Farahmandi, Kurdish activist, sentenced to 10 years in prison.

University – Culture

  • Historian and author Mohammad Ebrahim Bastani Parizi passes away in Tehran.

Protests

  • Teachers clash with Iranian regime employees in Dehloran.

  • Protest in front of Pakistan consulates in Tehran and Mashhad to protest against border guard murder; authorized in Mashhad, repressed in Tehran..

Iran abroad

  • Rouhani and Zarif in Kabul for Nowrooz festivities.

Iran Economics

  • Iran announces acquisition of 6 passenger planes.

Iran Politics

  • Iran resumes monetary aid to Hamas.

Miscellaneous

  • Jaish al-Adl claims that they have killed Sergeant Jamshid Danaeefar one of the Iranian border guards they kidnapped in February.

  • Death of a tourist in Kerman province because of a land mine.

  • 8 killed, 33 injured as bus transporting passengers to Iran-Iraq war zone overturns.

As usual, list of political prisoners in Iran: http://hyperactivist.info/ipr.html

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Kino-Empfehlung| ZWISCHEN WELTEN

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ein Film von

Feo Aladag

mit

Ronald Zehrfeld, Mohsin Ahmady,

Saida Barmaki, Abdul Salam Yosofzai, Felix Kramer

und Burghart Klaußner

Inhalt

Bundeswehrsoldat Jesper (Ronald Zehrfeld) meldet sich erneut zum Dienst in das krisengeschüttelte Afghanistan und erhält mit seiner Truppe den Auftrag, einen Außenposten in einem kleinen Dorf vor dem wachsenden Einfluss der Taliban zu schützen. Dabei wird der junge Afghane Tarik (Mohsin Ahmady) als Dolmetscher zur Seite gestellt. Jesper versucht mit Tariks Hilfe, das Vertrauen der Dorfgemeinschaft und der verbündeten afghanischen Milizen zu gewinnen – doch die Unterschiede zwischen den beiden Welten sind groß. Er steht immer wieder im Konflikt zwischen seinem Gewissen und den Befehlen seiner Vorgesetzten. Als Tarik, der von den Taliban bedroht wird, weil er für die Deutschen arbeitet, seine Schwester in Sicherheit bringen will, geraten die Dinge außer Kontrolle.

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Bundeswehrsoldat Jesper (Ronald Zehrfeld) versucht mit der Hilfe des Dolmetschers Tarik (Mohsin Ahmady) ein afghanisches Dorf vor dem Einfluss der Taliban zu schützen.

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Reuters| Iranische Jugend trinkt sich frei

Ankara (Reuters) – Aus den Boxen dröhnt Rap-Musik, zuckendes Stroboskop-Licht verleiht dem Raum Disko-Atmosphäre.

“Trink erst mal einen Tequila!” ruft der Gastgeber zur Begrüßung. Was in vielen Gesellschaften der Beginn eines normalen Samstagabends ist, ist hier – im Iran – eine Besonderheit.

Alkohol ist im schiitisch-dominierten muslimischen Land offiziell verboten. Hinter verschlossenen Türen wird aber vor allem in den reicheren Kreisen häufig getrunken. Schahrijar lade seine Freunde jedes Wochenende in die Luxuswohnung seines Vaters in Teheran ein, sagt seine Freundin Schima. “Wir trinken bis zum Morgen”, erzählt sie Reuters per Videotelefon. Öffentliche Nachtclubs gibt es im Iran nicht. Für die Jugendlichen sind häusliche Alkoholparties wie diese ein Weg, sich aus der Unterdrückung durch die strengen Richtlinien des Landes zu befreien. Beim Trinken vergesse man seine Probleme, sagt Schahrijar. “Andernfalls würden wir verrückt werden vor lauter Beschränkungen für junge Menschen im Iran.”

“FAST WIE EIN REINIGUNGSRITUAL”

Die Herstellung von Wein hat im Iran eine lange Tradition. Wissenschaftler gehen davon aus, dass bereits 5000 vor Christus auf dem heutigen iranischen Staatsgebiet Wein getrunken wurde. Der berühmte Shiraz-Wein aus dem südlichen Teil des Irans etwa soll durch die Kreuzritter seinen Weg nach Europa gefunden haben.

Wegen des Verbots versorgen sich heute viele Iraner selbst mit Alkohol. Hessam, ein 28-jähriger Musiklehrer aus Teheran, erzählt, dass er mit seinen Freunden regelmäßig in der Badewanne Weintrauben stampfe: “Es macht Spaß. Fast wie ein Reinigungsritual.” Der 35-jährige Sporttrainer Amin produziert professionell. In seinem 50 Quadratmeter großen Garten baut er Wein an, im Keller brennt er Spiritus. Wer selbst keinen Alkohol herstellt, ruft einfach einen Produzenten aus dem Bekanntenkreis an. Man müsse nicht mal das Haus verlassen, erklärt der Computeringenieur Resa. “Nasser, der Brauer, liefert es nach Hause, VIP Service.”

Neben der Eigenherstellung gelangt Alkohol auch durch Schmuggel ins Land. Es heißt, die Grenzwachen, die aus der Islamischen Revolution 1979 hervorgegangen sind, besäßen das Monopol in diesem Geschäft und würden jährlich rund 12 Milliarden Dollar (etwa 8,7 Milliarden Euro) damit verdienen.

 

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Iran Standard Time: a day at the Kerman bazzar

Merchants navigate between the lazy and business savvy – seemingly contradictory traits that define the bazaar

 

Kerman termeh
Pateh, embroidery on wool, is an art form that has been practiced for ages by Kermanis. Photograph: Tehran Bureau

One time in Keman, my grandmother sent me to the bazaar for cumin. I asked for a quarter of a kilo. Perched comfortably on his chair, the spice seller looked me in the eye and raised his brows in a “no”.

That’s the stereotypical Kermani attitude for you, too blasé to even speak. Trying to trump him at his own game, I pretended not to understand the gesture until he was finally forced to reply: “We don’t have any.”

I pointed to a huge sack of cumin in the back.

He grumbled like a bear deep in winter slumber. “You said you want a quarter of a kilo. You want me to get up and walk to the back and open the sack and weigh your purchase … do all that work, for a quarter of a kilo? Nope, my child, I don’t have a quarter of a kilo.”

Such incidents aren’t rare here. A merchant unwilling to rise from his seat might ask you to come back the next day when the shop is busy and he’s up anyway, or he might just ignore you – gaze through you with eyes half closed until you go away. I always react to rudeness in other circumstances, but somehow these shop owners don’t bother me. The bazaar exemplifies Kerman’s whimsical, lazy spirit, often exacerbated by the region’s avid taste for opium. (Kermanis distinguish traditional leisurely use from addiction.)

The Kerman bazaar is one of my favourite places. Not only is it beautiful – despite the fact that it is crumbling – but the spirit of the city sieves through it. Underneath brick domes, through bustling hallways, the conversations and negotiations with the shop owners give glimpses of the heart of the city, 600 miles (965 km) to the southeast of Tehran.

At the same time they are also savvy businessmen. How they negotiate these seemingly contradictory traits is part of what defines this bazaar. In Tehran, Isfahan and Mashhad, the bazaars have lost their identities – the styles and attitudes that made them unique to their particular geographies and histories. In an age where their sons are no longer being trained at their sides, I often wonder what will become of this place when the old men are gone. When the last of these bazaaris leaves his shop, the spirit of this bazaar too will fade forever.

I have heard of the old bazaar district in Mashhad that was completely demolished to make way for new development under the shah despite his wife’s efforts to preserve it. And I wonder how many other places across Iran, cities and towns I’ve never heard of, had bazaars and neighbourhoods now gone without a trace.

Each section of Kerman’s bazaar leads to a courtyard, with rooms all around it. These are the caravans for which the bazaar was once known. In the old days, like hotels, they hosted travellers and itinerant merchants. The caravans were still in good shape only 20 years ago, my uncle says. Now they are in disrepair, used mostly as storage and parking spaces. The bazaar’s gorgeous blue hand-carved wooden doors are also steadily being replaced by iron ones. Mine will probably be the last generation to see a hint of what the bazaar used to be, of the life that it once breathed into the city.

The copper-making section is one of the parts of the bazaar I cherish most. Kerman copper was once an industry and an art, made manifest in the beautiful, intricate engravings on dishes from centuries past. The very fact that there are still a few copper shops left is something to be grateful for. The copper section of the bazaar in Yazd, 220 miles to the northwest, has all but disappeared.

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Schweiz| Botschaftsasyl definitiv zu Grabe tragen? Versprechungen zum humanitären Visum endlich einlösen

Angesichts der in Aussicht stehenden Verlängerung der dringlichen Massnahmen im Asylbereich stellt die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH heute enttäuscht fest, dass das als valabler Ersatz für das abgeschaffte Botschaftsasyl angepriesene humanitäre Visum in keiner Weise hält, was Bundesrätin Simonetta Sommaruga mehrfach versprochen hat. Verschiedene sehr eindrückliche Fälle belegen, dass der Schutz von wirklich Bedrohten mit dem neuen Instrument keineswegs gesichert ist. Bis Dezember 2013 kamen gerade Mal 34 bedrohte Personen in den Genuss einer humanitären Geste des Landes von Henry Dunant.

Die Gesetzesrevision hat zur Folge, dass es nicht mehr möglich ist, bei einer Schweizer Vertretung im Ausland ein Asylgesuch einzureichen. Personen, die an Leib und Leben gefährdet sind, sollten gemäss Bundesrätin Sommaruga jedoch mit einem humanitären Visum weiterhin Schutz in der Schweiz finden. «Die Realität zeigt ein ganz anderes Bild», stellt SFH-Generalsekretär Beat Meiner fest. «Vor dem Bürgerkrieg fliehende Syrer, aber auch die im Sinai verschleppten Eritreer werden von den Schweizer Botschaften in Kairo oder in der Türkei abgewiesen, weil sie angeblich nicht mehr gefährdet sind».

Die Schweizer Behörden machen viel zu wenig Gebrauch vom Ermessensspielraum, der ihnen erlauben würde, Menschen in äusserster Not zu retten. Exemplarisch dazu der Fall eines eritreischen Entführungsopfers in Kairo: der junge Mann wurde von seinen Entführern zuerst brutal misshandelt und darauf mit einem Lösegeld von 30‘000 Franken von einer Verwandten in der Schweiz freigekauft. Das Gesuch um ein humanitäres Visum des schwer traumatisierten Mannes wurde kürzlich vom Bundesverwaltungsgericht in letzter Instanz abgelehnt.

Ein weiteres grosses Problem ist der physische Zugang zu den Botschaften. Oft dauert es Monate, um nur schon Einlass in der Botschaft zu erhalten. Eine der SFH bekannte minderjährige unbegleitete Person hat in Aegypten ein humanitäres Visum erhalten, nachdem sie neun Monate lang versuchte, dieses bei der Schweizer Botschaft einzureichen. Nur dank dem Einsatz zahlreicher Personen in der Schweiz erhielt die minderjährige Person schliesslich Schutz. Umso fraglicher ist der Zugang für Personen, die keine solche Unterstützung haben.

Wer es mit Mühe und Not aus einer Kriegs- oder Verfolgungssituation heraus bis zu einer Schweizer Vertretung geschafft hat, ist deshalb noch lange nicht in Sicherheit. Die so vor den Schweizer Botschaften Gestrandeten haben in der Regel keine Mittel in ihr Land zurück zu kehren und im «Gastland» sind sie als Mittellose wehrlos staatlicher und ziviler Willkür ausgesetzt. «Solche Leute wegzuweisen ist reiner Zynismus. Viele Betroffene werden so zur lebensgefährlichen Fahrt übers Mittelmeer gezwungen. Die Tragödie vor Lampedusa hat uns drastisch vor Augen geführt, wohin das führen kann», sagt dazu Beat Meiner.

Die SFH sieht in den zum Teil unerträglichen, von der Politik erzeugten Schicksalen die Verantwortung der Entscheidungsträger, über die Konsequenzen ihrer Entscheide noch einmal gründlich nachzudenken. War es wirklich richtig, das Botschaftsasyl abzuschaffen? Und weiter fordert die SFH die zuständigen Schweizer Behörden auf, die Umsetzung des humanitären Visums markant zu verbessern, damit es zu einem Instrument der echten Hilfe für Bedrohte wird und nicht länger eine Falle bleibt.

 

Quelle: 

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Bundestag| Mord in Paris an drei Kurdinnen – Kleine Anfrage

Um die Ermordung von drei Kurdinnen in Paris im Januar 2013 geht es in der Antwort der Bundesregierung (18/827) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/675). Wie die Regierung darin schreibt, wurden am 9. Januar 2013 „in den Räumen eines Pariser Kurdistan-Informationsbüros drei weibliche Personen, die dem PKK-Umfeld zugerechnet werden, ermordet“. Ein Tatverdächtiger befinde sich in französischer Untersuchungshaft. Er habe sich vorübergehend auch in Deutschland aufgehalten.

Zu den persönlichen Hintergründen des Tatverdächtigen, seiner Motivation oder seiner politischen Gesinnung liegen der Bundesregierung laut Vorlage keine Erkenntnisse vor. Weiter heißt es in der Antwort, die französischen und die deutschen Sicherheitsbehörden stünden „bezüglich der Tötungen in Paris“ in einem ständigen Austausch und arbeiteten im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeiten zusammen.

Bundestag| Kontoeröffnungen für Flüchtlinge – Antrag

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen will „Kontoeröffnungen für Flüchtlinge ermöglichen“. In einem Antrag (18/905) verweisen die Abgeordneten darauf, dass ausländische Staatsangehörige, deren Aufenthalt in Deutschland geduldet ist, kein Konto eröffnen könnten, da sie meist nur im Besitz einer Duldungsbescheinigung seien. Die wenigsten der Geduldeten könnten ihre Identität durch einen gültigen amtlichen Ausweis mit Lichtbild belegen, wie es das Geldwäschegesetz (GWG) verlange. Lege in Deutschland ein Mensch mit einer ausländerrechtlichen Duldung die Bescheinigung einer Bank mit dem Formular zur Kontoeröffnung vor, müsse dieser Antrag aufgrund der Bestimmungen des GWG abgelehnt werden.

„Die Folgen eines Lebens ohne Konto sind dramatisch, denn für die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ist die Existenz eines Kontos notwendig“, heißt es in der Vorlage weiter. Daher soll das Bundesinnenministerium nach dem Willen der Fraktion per Rechtsverordnung bestimmen, dass Duldungsbescheinigungen gemäß Paragraf 60a des Aufenthaltsgesetzes „geeignete Dokumente zur Überprüfung der Identität im Sinne des GWG sind“.

Deutschland/Niederlande| Iranerin aus Neusäß kämpft um ihre Tochter

Seit Jahren versucht die Iranerin Bahare Balvasi vergebens, ihr elfjähriges Kind zu sich zurück zu holen. Das Mädchen befindet sich bei einer Pflegefamilie in den Niederlanden. Am Donnerstag steht eine wichtige Entscheidung an.

  • Mutter aus Neusäß kämpft um ihre TochterBahare Balvesi und ihre zweieinhalbjährige Tochter Raha, die in Neusäß wohnen, warten sehnsüchtig auf Hasti, die sich in den Niederlanden bei einer Pflegefamilie befindet.
    Foto: jkw

Jahre voller Irrungen und Wirrungen hat die Iranerin Bahare Balvasi hinter sich. Im Jahr 2005 war die 36-Jährige aus dem Iran nach Deutschland geflüchtet und hatte vier Jahre in verschiedenen Städten wie Karlsruhe, Kempten, Mindelheim und Nördlingen gelebt. Zwischenzeitlich, so erzählt die Iranerin, war 2008 ihre heute elfjährige Tochter Hasti ebenfalls in Deutschland angekommen. Als beide zurück in den Iran sollten, flüchtete Bahare Balvasi zusammen mit ihrer Tochter in die Niederlande.

Dort lernte sie ihren heutigen Freund kennen. In den Asylbewerberheimen in den Niederlanden lebte Balvasi allerdings unter schlechten Verhältnissen, so dass die Iranerin erkrankte und in einem Krankenhaus behandelt werden musste. Für die Zeit ihres Krankenhausaufenthalts musste sie ihre Tochter weggeben – für zwei Wochen, sagte man ihr zunächst.

Ein niederländisches Gericht verfügte, dass die Tochter in einer Pflegefamilie untergebracht werden sollte. „Ich wusste nicht, wo Hasti war und konnte keinerlei Kontakt aufnehmen“, erinnert sich die Mutter an eine sehr schlimme Zeit. Mehrfach versuchte sie nach ihrer Genesung eine neue Gerichtsentscheidung zu bewirken, doch es gab keine Chance. „Mir wurde gesagt, dass Hasti einen guten Platz hätte mit einem eigenen Zimmer und einem Pferd“, so Balvasi. Als sie 2011 in Abschiebehaft kam, sie war damals im dritten Monat schwanger mit ihrer zweiten Tochter Raha, war es für sie selbstverständlich, dass sie die Niederlande nur mit ihrer älteren Tochter verlassen würde. Um dem Kind die Verhältnisse in der Abschiebehaft zu ersparen, sollte ihre Tochter direkt vor dem Abflug zum Flughafen gebracht werden. Doch das geschah nicht. Bahare Balvasi weigerte sich, alleine zurückzukehren und kam somit elf Tage ins Gefängnis. Schließlich musste sie, diesmal allerdings zusammen mit Tochter Hasti, innerhalb von 48 Stunden die Niederlande verlassen, ansonsten drohte ihr weiterer Gefängnisaufenthalt.

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Iran| Buntes Leben abseits der Moscheen

Zwischen Minaretten und Palästen zeigt sich der Orient von seiner freundlichen, aber nie aufdringlichen Seite.

Ein Kugelschreiber im Teeglas, das kann Farid nicht einfach so hinnehmen. Also verlässt er seine bequeme Lümmelecke hinten in dem bescheidenen Teehaus in Isfahan und nimmt sich des ahnungslosen Touristen an, der sich da gerade mit dem Schreibwerkzeug als Löffelersatz zu helfen versucht. Ein Lächeln, ein fast schüchternes Hilfsangebot und schon bekomme ich einen Schnellkurs im iranisch Teetrinken. Also, Zuckerwürfel zwischen die Zähne und den Tee mit Geduld und Gefühl da durchrinnen lassen, ganz ohne Kugelschreiber.

 

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Foto: KURIER/Claudius Rajchl

Man kann im Teehaus sitzen oder in einem der knallbunten Fast-Food-Restaurants, die bei jungen Iranern derzeit groß in Mode sind: Ins Plaudern kommt man überall. Das Interesse an den Gästen aus dem Westen ist groß. Und es sind gerade junge gebildete Leute, die das Gespräch suchen. Aufdringlich, wie man es als leidvoll geprüfter Orientreisender aus anderen islamischen Ländern kennt, ist man hier nie. Zu stolz ist man, und auch zu höflich, um sich dem Gast aufzudrängen.

Gute Preise

 

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Foto: Konrad Kramar

Selbst auf den Basars kann man in Ruhe die Ware begutachten, ohne gleich irgendeinen Ramsch für Touristen aufgedrängt zu bekommen, auch weil es davon nicht allzu viele gibt. Von Teppichen bis Metallarbeiten reicht dagegen die Palette orientalischen Kunsthandwerks – zu Preisen, die dank der schwächelnden Landswährung Rial wirklich günstig sind.

Natürlich stehen für jeden Iranreisenden zuerst einmal die großen Sehenswürdigkeiten auf der Agenda: Persepolis, die antike Kaiserstadt, die einem auf atemberaubende Weise die Größe und Macht des alten Weltreichs der Perser vor Augen führt. Oder etwa der Imam-Platz in Isfahan, schon aufgrund seiner Größe einzigartig. Moscheen, wie die Freitagsmoschee in Isfahan, in der die Stile eines ganzen Jahrtausends persischer Kultur ihre Spuren hinterlassen haben.

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Bericht des Generalsekretärs der Vereinten Nationen zur Menschenrechtslage

UN Human Rights Council (formerly UN Commission on Human Rights)  Quellenbeschreibung anzeigen

Iran

Bericht des Generalsekretärs der Vereinten Nationen zur Menschenrechtslage (Hinrichtungen; Folter; Haftbedingungen; Einschränkungen der Meinungsfreiheit; Lage von MenschenrechtsverteidigerInnen; politische Beteiligung von Frauen; etc.) [ID 271990]

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Spezieller Bericht oder Analyse: Report of the Secretary-General on the situation of human rights in the Islamic Republic of Iran [A/HRC/25/75]

Bericht des Sonderberichterstatters über die Menschenrechtssituation in der Islamischen Republik Iran

 UN Human Rights Council (formerly UN Commission on Human Rights)  Quellenbeschreibung anzeigen

Iran

Bericht des Sonderberichterstatters über die Menschenrechtssituation in der Islamischen Republik Iran (legislative Entwicklungen; MenschenrechtsverteidigerInnen; JournalistInnen; religiöse Minderheiten; ethnische Minderheiten; Unabhängigkeit von RichterInnen; Unabhängigkeit von AnwältInnen; etc.) [ID 271950]

Vorabversion

Spezieller Bericht oder Analyse: Report of the Special Rapporteur on the situation of human rights in the Islamic Republic of Iran [A/HRC/25/61]

Iran: Tschahar-Schanbeye Suri, Tradition im Wandel

by didarsabz


Sprung übers Feuer – die alte Tradition

Der Tschahar-Schanbeye Suri ist der letzte Mittwoch im persischen Jahr, vor Beginn des iranischen Neujahrsfestes Nourus. Traditionell machen die Jugendlichen in der Nacht vor diesem Mittwoch sieben Feuer an und springen darüber. Das Fest ist vorislamisch, aber 35 Jahre Islamische Republik haben es nicht geschafft, das Fest auszurotten. Auch dieses Jahr haben die Mollas wieder gegen die Feier gewettert und der oberste Polizeichef Radan hat die Bevölkerung aufgerufen, nicht daran teilzunehmen, es sei gefährlich für die jungen Menschen und fordere Todesopfer.
Das hat die Jugendlichen nicht abgehalten. Allerdings sind sie vorsichtiger geworden. Sieben Feuer zu entfachen, um darüber zu springen, kostet Zeit. Also beschränkt man sich vielerorts darauf, nur ein Feuer anzumachen, und wenn die Polizei kommt, rennt man weg.
Auffällig ist dafür, dass das Fest immer mehr den Charakter von Silvester annimmt. Es werden Raketen angezündet, Knaller und Heuler, man stellt Bengalische Feuer auf, und dieses Jahr konnte man noch eine weitere Neuerung beobachten: Die jungen Leute stellen große, mit Kerzen erleuchtete Lampions her, die sie dann hochfliegen lassen.
Interessante Beobachtung am Rande: Währen die Behörden einerseits diese Feier unterdrücken, sehen sie andererseits doch, dass man mit dem Verkauf von Knallern und Raketen ein gutes Geschäft machen kann. Die Händler freuen sich, und es gibt auch im Iran Importeure und Hersteller von Feuerwerkskörper, die mitverdienen – dass die Pasdaran dabei nicht leer ausgehen, versteht sich.

Hier einige Fotos aus Teheran:


Feuerwerksraketen

und Lampions steigen lassen:

Neue OZ| Iranische Studenten müssen in ihr Heimatland zurück – Zu wenig Grundsicherung für die Promotion

Wegen finanzieller Probleme müssen viele Studenten ihre Promotion abbrechen.. Foto: colourbox.deWegen finanzieller Probleme müssen viele Studenten ihre Promotion abbrechen.. Foto: colourbox.de

Osnabrück. Die beiden iranischen Masterabsolventen Hamid Asiayee und Maryam Hosseini mussten Anfang diesen Jahres aufgrund finanzieller Probleme in ihr Heimatland zurück. Das Paar kam als Doktorandenanwärter für den Fachbereich englische Sprach- und Literaturwissenschaft an die Universität Osnabrück. Trotz Hilfe durch Professoren fanden die Studenten nicht genug finanzielle Unterstützung.

„Wir beide sind Masterabsolventen von führenden Universitäten im Iran“, sagt Hamid Asiayee. Nach Deutschland wollten sie, um sich weiteres Wissen anzueignen und Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Für einen zweiten Masterabschluss in Cognitive Science und eine Promotion sparten die Iraner schon in ihrem Heimatland Geld an. Wegen des schlechten Wechselkurses verringerten sich jedoch ihre Ersparnisse erheblich, und die Absolventen stießen bald auf Probleme. „Bei der Deutschen Bank konnten wir als Iraner kein Konto eröffnen“, erzählt Hamid Asiayee. Ein Konto war für die beiden allerdings notwendig, da sie die Studiengebühren aufgrund eines Zahlungsverkehrsverbots zwischen dem Iran und Deutschland nicht überweisen konnten. Erst nach einer Woche gelang es, ein Konto bei der Sparkasse zu eröffnen.

Bewerbungen erfolglos

Maryam bekam eine Doktorandenstelle am Institut für Anglistik. Hamid promovierte übergreifend in Englischer Literatur- und Sprachwissenschaft sowie in Cognitive Science. Das iranische Paar erhoffte sich, so größere Chancen auf finanzielle Unterstützung zu bekommen. Doch Anfragen, zum Beispiel bei der Caritas und der Diakonie, blieben erfolglos. Um Geld zu verdienen, bewarben sich Maryam und Hamid um Teilzeitjobs. Obwohl Qualifikationen vorlagen, blieben Bewerbungen ohne Erfolg. Zum Beispiel arbeitete Hamid zuvor als Dolmetscher, Englischdozent an iranischen Universitäten und Koordinator des internationalen Universitätsprogramms im Iran. „Ich bin sicher, dass die Ansprechpartner der Universität ihr Bestes versucht haben, aber wir bekamen keinen Job.“ Der Verein Sozialfonds fürOsnabrücker Studierende förderte die Iraner mit einmalig 400 Euro pro Person. „Der Verein ,SOS‘ fördert Studenten, die unverschuldet in eine finanzielle Notlage geraten sind“, sagt Karoline Bachteler, Beraterin für internationale Studenten der Universität Osnabrück.

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Information der Abteilung Internationale Menschenrechtspolitik anlässlich des Berichts der UN-Sonderberichterstatterin zu Menschenrechtsverteidigern

Information der Abteilung Internationale Menschenrechtspolitik anlässlich des Berichts der UN-Sonderberichterstatterin zu Menschenrechtsverteidigern, Margaret Sekaggya, zu Menschenrechtsverteidigern und großen Entwicklungsvorhaben

Information der Abteilung Internationale Menschenrechtspolitik anlässlich des Berichts der UN-Sonderberichterstatterin zu Menschenrechtsverteidigern, Margaret Sekaggya, zu Menschenrechtsverteidigern und großen Entwicklungsvorhaben

Am 5. August 2013 veröffentlichte die UN-Sonderberichterstatterin zu Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidigern, Margaret Sekaggya, einen Bericht über deren Rolle in großenEntwicklungsvorhaben. Das Institut veröffentlicht heute eine Zusammenfassung des Berichts sowie Auszüge aus den Schlussfolgerungen und Empfehlungen in deutscher Übersetzung.
In ihrem Bericht kritisiert die Sonderberichterstatterin, dass Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger aufgrund ihres Engagements oft stigmatisiert und verfolgt werden. Sie unterstreicht die bedeutende Rolle, die ihnen in der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit zukommen könnte und fordert daher die Umsetzung eines menschenrechtlichen Ansatzes bei der Verwirklichung von großen Entwicklungsvorhaben, insbesondere in Bezug auf Teilhabe und den Schutz von Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidigern.

24 S.

(PDF, 235 KB, nicht barrierefrei)

Publikationsart: Weitere Publikationen

Sprache: Deutsch

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NIEMAND WEISS, DASS ES EINEN SKATEBOARD HERSTELLER IN IRAN GIB

Bisher wußte wohl niemand, dass es einen Skateboard Hersteller in Iran gibt. Wie so vieles, findet auch dieser Prozess in einem Keller, im Untergrund statt. Während in vielen Ländern auf der Welt das Skaten weit verbreitet ist, kann man hier die ersten aufkommenden Zeichen einer Skateboard-Kultur erleben.
Dieser Film zeigt die Reise junger Skater und Journalisten, die auf der Suche nach einer Skateboard-Subkultur sind:

<iframe class=’ThrasherVideo’ width=’100%’ height=’100%’ frameborder=’0′ style=’margin:0px;padding:0px;border:0px;’ src=’http://www.thrashermagazine.com/Embed.php?VideoId=2818&Remote=1&Width=610′&gt;

Welt| “Ich bin eine Vollblut-Tussi” – Comedy-Hoffnung Enissa Amani über Perser, Stefan Raab und Vorurteile

Neben ihr klingt Heidi Klums Stimme wie ein Nebelhorn. Das hat Enissa Amani einmal selbst über sich gesagt – und es stimmt. Piepsiger geht kaum. Lustiger aber auch nicht. Die Deutsch-Perserin Enissa Amani ist die Newcomerin in der deutschen Comedy-Szene. Sie ist hübsch, witzig, clever und absolut nicht auf den Mund gefallen. Im Iran geboren, in Frankfurt aufgewachsen ist Enissa Amani prädestiniert dafür, über beide Kulturen Witze zu machen. Und genau damit spielt sie bei ihren Auftritten. Im Gespräch erzählt die ehemalige Miss Westdeutschland was sie mit Lenins Geliebter teilt und wie sie Nouruz verbringt.

Die Welt:

Wie würden Sie sich selbst beschreiben?

Enissa Amani:

Ich beschreibe mich oft als Vollblut-Tussi. Manche sagen zwar, ich tue mir damit Unrecht, aber ganz objektiv gesehen bin ich eine Frau, die gerne Frau ist. Gleichzeitig komme ich aus einem sehr belesenen Elternhaus. Meine Mutter ist Ärztin, mein Vater hat Literatur und Philosophie studiert.

Ich bin also auch mit Büchern aufgewachsen.

Was bedeutet Ihr Vorname?

Ich bin benannt nach Inessa Armand, einer russischen Kommunisten französischer Herkunft. Meine Kindheit war sehr sozialistisch geprägt. Es gibt einen Film über Lenin, “Der Zug”, der von Lenins Leben im Exil handelt. Inessa Armand war wohl Lenins heimliche Geliebte – man kann also sagen, dass ich nach Lenins Affäre benannt bin.

Sind Sie Moderatorin, Miss oder Comedian?

Ich bin Moderatorin und Comedienne. Ich habe über die Comedy gestartet, mache mittlerweile aber auch Moderationsprojekte. Ich bin sehr froh, dass ich so schnell bereits von dem leben kann, was ich als Künstlerin mache.

Wo möchten Sie noch hin?

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President Obama wishing the people of Iran a happy, healthy, and prosperous Nowruz

John Kerry
Secretary of State
Washington, DC
March 20, 2014

 


 

I’m privileged to join President Obama in wishing the people of Iran and all those who celebrate around the world — from East Asia to the Persian Gulf region — a happy, healthy, and prosperous Nowruz.

All who celebrate Nowruz remember that it is not just an ancient tradition dating back over 3,000 years, but a time of renewal and hope. This season we reflect on the shared humanity that binds us together.

My own family is stronger today because of the presence and love of Iranian-Americans, and I am proud of the family ties that we Americans have to Iran and its people. Here in America, we value the significant contributions that Iranian-Americans continue to make, whether it’s in science, medicine, engineering, business, art, or so many other ways.

On this Nowruz, we reaffirm our belief that strengthening cultural and academic ties between our two countries benefits our two peoples. Today, I am pleased to note that the Treasury Department will issue a new General License that will enhance educational ties between Iran and the United States through exchanges and the provision of new opportunities for Iranians to study in our country.

It’s not lost on any of us that the United States and Iran have endured harsh winters in our past, but gathering to welcome Spring and the New Year with friends and family is an opportunity to look forward to what can lie ahead with hard work and commitment. And it is our hope that the people of Iran will be able to fulfill their aspirations in their own society in the coming year.

So as you gather with your loved ones around the Haft Seen Sofreh, the United States wishes you a joyous New Year filled with the hope for a better tomorrow.

Nowruzetan Pirooz!

The Baha’i and Political Change in Iran – Dr. Kishan Manocha

“Outside the Law?” The Baha’i and Political Change in Iran
Dr. Kishan Manocha
Director of Public Affairs, National Spiritual Assembly of the Baha’is, UK
http://migs.concordia.ca/personnel/Fe…

The Future of Religious Minorities in the Middle East
A Series of CSI-sponsored Public Discussions | 2012-2014
http://www.middle-east-minorities.com

Kishan Manocha: “Menschenrechte bei allen Verhandlungen mit dem Iran thematisieren”

Der Iran führe eine “systematische Kampagne zur Ausrottung der Bahai”, sagte der Bahai Kishan Manocha gestern in Zürich. Sein Referat – “Ausserhalb des Gesetzes? Die Bahai und der politische Wandel im Iran” – war der neunte Beitrag in der Vortragsreihe von Christian Solidarity International zu den religiösen Minderheiten im Nahen/Mittleren Osten.

Menschenrechtslage im Iran weiterhin “haarsträubend” Lies den Rest dieses Beitrags

Über alle Hindernisse: Die Parkour-Frauen von Teheran

Der akrobatische Großstadthindernislauf Parkour findet weltweit immer mehr Anhänger, auch in der iranischen Hauptstadt Teheran. Dort ist Parkour bei vielen jungen Frauen populär – allen gesellschaftlichen Hürden in der islamischen Republik zum Trotz.

Secretary-General Ban Ki-moon to all iranian peoples – NOURUZ

On this International Day of Nowruz, I offer my best wishes to those who celebrate, and express hope that all people can use the occasion to reflect on the beauty of nature, the promise of Spring and the power of culture to build peace “

Secretary-General Ban Ki-moon

MDR eXakt| Flucht in die Sicherheit?

Die Flüchtlings-Situation in Mitteldeutschland

Sie fliehen vor Bomben, Hunger und Krieg aus ihrer Heimat. Viele von ihnen haben alles verloren: Zuhause, Arbeit, Familie. Hier suchen sie nur eins: Sicherheit. Dafür nehmen sie zum Teil lebensgefährliche Wege in Kauf. Doch hier in Deutschland sind sie vielerorts nicht willkommen. Mit Fackeln marschieren Bürger und Neonazis vor Flüchtlingsunterkünften auf. Politiker heizen die Debatte über vermeintliche “Sozialbetrüger” oder “Armutseinwanderung” zusätzlich an. Woher kommt der Hass? Ist Rassismus ein ostdeutsches Phänomen? “Exakt – Die Story” geht der Frage nach, wie tief verwurzelt die Angst vor “den Fremden” wirklich ist.

Ein Film von Axel Hemmerling & Johanna Hemkentokrax. Mitteldeutscher Rundfunk. Weitere Infos auch unter:http://www.mdr.de/nachrichten/fluecht…

RBB| Alltagsrassismus in Berlin – Leistungen verwehrt – JobCenter Reinickendorf

Jobcenter Logo (Quelle: rbb)Beitrag ansehen

 

Eigentlich sollte man sich freuen über Flüchtlinge, die schnell und engagiert Deutsch lernen wollen. Und eigentlich wird dies von Migranten immer wieder gefordert. Nicht so in einigen Berliner Jobcentern.

Dort, so berichtet der iranische Karrikaturist Ahmad Barakzadeh, sei ihm ein Deutsch-Aufbaukurs mit dem Hinweis “zum Putzen reichen ihre Deutschkenntnisse doch jetzt schon” verweigert worden.

Der 44-jährige hat als Journalist und Dozent an der Kunsthochschule Teheran gearbeitet und lebt jetzt als politischer Flüchtling in Deutschland.

Beitrag von Agnes Taegner

Concern over persecution of Iranian Baha’is at UN Human Rights Council

Overall, human rights in Iran have not improved substantially since the election of President Hassan Rouhani last year, despite his promises to grant citizens more rights and to end discriminatory practices, according to Ahmed Shaheed, the UN special rapporteur on human rights in Iran.

In a presentation to the Human Rights Council yesterday, Dr. Shaheed said that while Iran had made a few positive steps towards strengthening human rights, the government continues to violate international legal standards, oppress women, and persecute ethnic and religious minorities, including members of the Baha’i Faith.

“Hundreds of individuals reportedly remain in some form of confinement for exercising their fundamental rights, including some 39 journalists and bloggers, 92 human rights defenders, 136 Baha’is, 90 Sunni Muslims, 50 Christians, and 19 Dervish Muslims,” Dr. Shaheed said.

The session marked the formal presentation of his annual report to the Council. In that report, which was issued last week, and before the Council yesterday, Dr. Shaheed noted that while Iran’s proposed charter of citizen’s rights is “a step in the right direction,” it nevertheless “falls short of strengthening protections for the equal enjoyment of human rights for women and members of the country’s religious and ethnic minority communities.”

“It also fails to address the use of cruel, inhumane or degrading punishment, including flogging, hanging, stoning and amputation.”

“The charter does not ban the execution of juveniles and also fails to address concerns about the use of capital punishment, in particular for offenses that do not meet the standards for most serious crimes under international law,” Dr. Shaheed said.

Last week, UN Secretary General Ban Ki-moon also released his annual report to the Council on human rights in Iran. He said that he found no improvements for Baha’is and other religious minorities, and few improvements in Iran’s human rights situation overall.

“There have been no improvements in the situation of religious and ethnic minorities, who continue to suffer severe restrictions in the enjoyment of their civil, political, economic, social and cultural rights,” said Mr. Ban. “Religious minorities such as Baha’is and Christians face violations entrenched in law and in practice.”

Yesterday, during Dr. Shaheed’s presentation, known as an interactive dialogue, country delegations and non-governmental organizations were allowed to respond and ask questions.

At least nine countries specifically expressed concern about the ongoing persecution of Iranian Baha’is. They included Australia, Belgium, Botswana, France, Germany, Ireland, Switzerland, the United Kingdom, and the United States. The European Union, in its statement, also mentioned the Baha’is.

Ireland said: “The situation of members of religious minorities continues to be of concern.”

“We note in particular the information contained in the Special Rapporteur’s report on the situation of the Baha’is, including that they are regularly prosecuted for participation in their community affairs, including by facilitating educational services and publicly engaging in religious practices, such as attending devotional gatherings, but that they are typically charged with political or security crimes, such as espionage or ‘propaganda against the ruling system.’”

Botswana said: “We also ask Iran to eliminate discrimination against religious minorities, including Baha’is.”

Switzerland asked why Baha’is are “subjected to growing oppression, despite the fact that they are very discreet in Iran” and are “not critical of the government.”

Diane Ala’i, the representative of the Baha’i International Community to the United Nations in Geneva, also participated in the session, as did a number of other NGO representatives.

“To date, there has been no improvement in the situation of Iranian Baha’is,” Ms. Ala’i said, addressing Dr. Shaheed. “As you indicated yourself, 136 Baha’is are in prison solely on religious grounds, not one Baha’i youth has been able to complete his or her studies in an Iranian university and most of them are denied access in the first place, shops continue to be sealed, work in the public sector is prohibited, cemeteries are desecrated, and incitement to hatred in state-sponsored media is rampant.”

Source: Bahá’í International Community

Eklat in Wien – Iran versetzte Ashton bei Abendessen

Catherine Ashton, Mohammad Javad Zarif

Catherine Ashton, Mohammad Javad Zarif (© AP)

Die Atomverhandlungen zwischen dem Iran und den fünf UN-Vetomächten sollten am Dienstag in Wien fortgesetzt werden. Am Vorabend solcher Treffen hatten Irans Außenminister Mohammed Javad Zarif und  EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton zuletzt immer ein Arbeitsessen. Am Montag wurde die Lady von ihrem Gegenüber versetzt.

Irans Außenminister Mohammed Javad Zarif hat ein für Montagabend geplantes Abendessen mit der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton in Wien abgesagt. Nach Angaben iranischer Medien erfolgte dies aus Protest gegen das Treffen Ashtons mit Dissidentinnen während ihres Besuchs in Teheran in der vergangenen Woche. Darüber sei angeblich das iranische Außenministerium nicht informiert worden.

Die konservative Opposition im Iran hatte Ashtons Treffen als Gefährdung der nationalen Sicherheit ausgelegt. Dem Außenministerium wurde vorgeworfen, entweder das Treffen wissentlich verheimlicht zu haben oder aber unfähig gewesen zu sein, es zu verhindern. Auch die iranische staatliche Nachrichtenagentur IRNA bestätigte die Absage des Abendessens.

Gespräche sollen drei Tage dauern
Die Unterhändler beider Seiten wollen in Wien bei den voraussichtlich dreitägigen Gesprächen weitere Hürden auf dem Weg zu einer umfassenden Lösung des Streits ausräumen. Der Iran strebt eine Aufhebung der Wirtschaftssanktionen an, soll dafür aber den friedlichen Charakter seines Atomprogramms garantieren.

Bis zum Juli wollen die fünf UNO-Vetomächte (USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich) sowie Deutschland mit dem Iran ein entsprechendes Abkommen aushandeln. Knackpunkt ist unter anderem der Schwerwasserreaktor in Arak, dessen Plutonium zur Herstellung einer Atombombe benutzt werden könnte.

Einfluss des Ukraine-Konflikts unklar
Unklar ist, ob die aktuellen Spannungen mit Russland im Ukraine-Konflikt die Iran-Verhandlungen beeinflussen werden. Die USA hofften, dass die Krise auf der Krim die Atom-Verhandlungen nicht substanziell gefährde, sagte ein hoher US-Regierungsbeamter. Klar sei aber, dass eine Einigung nur gemeinsam möglich sei.

Zudem betonte die US-Seite, dass es keine Teil-Lösungen in diesem Konflikt geben werde. Entweder die Verhandlungspartner einigten sich in allen kritischen Punkten oder der Konflikt bleibe in Gänze ungelöst. Es sei wie mit dem berühmten Zauberwürfel (Rubik’s Cube), der nur dann als gelöst gelte, wenn alle Seiten perfekt seien. Es werde allerdings anerkannt, dass der Iran bisher alle konkreten Schritte zur Überprüfung seines Atomprogramms penibel einhalte. So hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA/IAEO) attestiert, dass Teheran den Bestand an hochangereichertem Uran deutlich gesenkt hat.

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