Archiv der Kategorie: Spionage

B.Z.| Polizei-Razzia: Iraner wegen Spionageverdacht in Kreuzberg festgenommen

Maysam P. wird verdächtigt Mitglieder einer militanten iranischen Oppositionsbewegung ausspioniert zu haben. Bei einer Razzia wurde Beweismaterial gesichert. Bei der mehrstündigen Razzia in der Manteuffelstraße wurde unter anderem ein Computer sichergestellt.

Spionageverdacht in Kreuzberg! Am Mittwoch wurde dort der 31-jährige Iraner Maysam P. wegen des Verdachts der geheimdienstlichen Agententätigkeit festgenommen. Bei einer Razzia am Mittwochabend durchsuchten Generalbundesanwaltschaft und Berliner Polizisten die Wohnung des Verdächtigen in der Manteuffelstraße und beschlagnahmten unter anderem einen Computer.

Neben der Wohnung des Festgenommenen wurden auch die Wohnungen von weiteren fünf Beschuldigten durchsucht. Sie sollen, ebenso wie Maysam P., Informationen über Mitglieder der militanten iranischen Oppositionsbewegung „Volksmodjahedin Iran-Organisation“ (MEK) für den iranischen Geheimdienst beschafft haben.

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GBA| Festnahme wegen mutmaßlicher Spionage

Die Bundesanwaltschaft hat heute aufgrund Haftbefehls des Ermittlungsrichters beim Bundesgerichtshof vom 23. Oktober 2015

den 31-jährigen iranischen Staatsangehörigen Maysam P.

wegen des dringenden Verdachts der geheimdienstlichen Agententätigkeit (§ 99 Abs. 1 Nr. 1 StGB) festnehmen lassen. Neben der Wohnung des Festgenommenen wurden auch die Wohnungen von weiteren fünf Beschuldigten durchsucht.

Der Beschuldigte Maysam P. ist dringend verdächtig, seit Dezember 2013 für einen iranischen Nachrichtendienst planmäßig Angehörige der militanten iranischen Oppositionsbewegung „Volksmodjahedin Iran-Organisation“ (MEK) ausgeforscht und seine hierbei erlangten Erkenntnisse gegen Agentenlohn an seine nachrichtendienstlichen Auftraggeber weitergeleitet zu haben. Die übrigen Beschuldigten sollen ebenfalls Informationen über Mitglieder dieser Oppositionsbewegung beschafft haben.

Der Beschuldigte wird morgen dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der ihm den Haftbefehl eröffnen und über die Anordnung der Untersuchungshaft entscheiden wird.

Quelle: Generalbundesanwalt

Iranische Cyber-Attacke auf deutsche Unternehmen Bayerischer Verfassungsschutz deckt Komplott auf

Der bayerische Verfassungsschutz hat einen iranischen Hacker-Angriff auf zahlreiche deutsche und internationale Unternehmen und Forschungseinrichtungen aufgedeckt. Dies berichtet das Hamburger Wirtschaftsmagazin BILANZ in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe. Ausgespäht wurden Rüstungsfabriken, Luft-, Raumfahrt- und Chemieunternehmen sowie Universitäten. Erhebliche Datenmengen wurden gestohlen. Der Angriff, der spätestens Anfang 2013 begann und immer noch läuft, besäße, laut dem bayerischen Verfassungsschutz, eine „große Dimension“.

Die Angreifer interessierten sich unter anderem für den Bau von Raketen, Hubschraubern, Satelliten und Drohnen. Einem Luft- und Raumfahrtkonzern kamen 115.000 Dateien abhanden, ein Satelliten-Hersteller verlor 10.000 Dateien. Ziel der Attacken waren Firmen und Einrichtungen aus Deutschland, anderen EU-Ländern, den USA, Mexiko, Israel, Russland und China. Bei deutschen Firmen seien laut Verfassungsschutz bislang keine Daten abgeflossen, teilte der Verfassungsschutz mit. Weitere deutsche und internationale Nachrichtendienste sind in die Ermittlungen einbezogen.

Die Fahnder waren auf einen Server gestoßen, auf dem erbeutete Dateien von Opfern sowie Werkzeuge der Angreifer abgelegt waren. Von dort aus arbeiteten sie sich durch das Netz der Hacker vor, ermittelten weitere Opfer und schließlich auch die IP-Adressen und Tarnfirmen der Täter: Die Spur endete im Iran. Man stellte auch fest, dass die Attacken meist zu iranischen Bürozeiten erfolgten. Die Hacker hatten Passwörter entschlüsselt, Zugangsdaten über gefälschte Emails abgegriffen und Lücken im Betriebssystem Windows genutzt.

Quelle:

Redaktion Bilanz
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