SFH| Khawari/Barbari – Diskriminierung und Frage der Staatsbürgerschaft

Iran

Khawari/Barbari – Diskriminierung und Frage der Staatsbürgerschaft
Auskunft der SFH-Landeranalyse, Adrian Schuster, 11. Februar 2015, 9 Seiten.

Iran: Bericht zu gesetzlicher Verletzung sexueller und reproduktiver Rechte von Frauen

11.03.2015Amnesty International

Iran

Bericht zu gesetzlicher Verletzung sexueller und reproduktiver Rechte von Frauen (Einschränkung des Zugangs zu moderner Verhütung; Verbot sexueller und reproduktiver Information und Bildung; Barrieren beim Zugang zu Bildung, Arbeit und Scheidung; Gesetz gibt Familienaussöhnung Vorrang vor Schutz potentieller Opfer häuslicher Gewalt und “Ehrenmorden”) [ID 298389]

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Spezieller Bericht oder Analyse: You shall procreate: Attacks on women’s sexual and reproductive rights in Iran [MDE 13/1111/2015]

Jahresbericht zur Menschenrechtslage im Jahr 2014 (Entwicklungen und Probleme) [ID 298544]

12.03.2015UK Foreign and Commonwealth Office

Iran

Jahresbericht zur Menschenrechtslage im Jahr 2014 (Entwicklungen und Probleme) [ID 298544]

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Periodischer Bericht: Human Rights and Democracy Report 2014 – Section XII: Human Rights in Countries of Concern – Islamic Republic of Iran

Nan Panjarehi – Nowruz Window Cookies

Vernal Equinox – The first day of Spring is only a few days away and one thing that is common among all Iranians is our shared passion for all things Nowruz, an ancient festival of Spring dating back 3000 years ago. In most households there’s a frenzied rush to complete the task of khane tekani (spring cleaning), growing sabzeh (seeds), shopping for haft seen items and buying new clothes for the children, all before Sal-e Tahvil occurs. Nowruz is about feasting on traditional food such as kookoo sabzi, sabzi polow ba mahi, reshteh polow and ash-e reshtehamong many other fresh and mixed herb-based dishes. There’s also a rich tradition of baking New Year’s desserts and each region has its own traditional shirini (sweets) to celebrate this traditional festival. Nowruz celebrations are a chance to nourish the body and the spirit by enjoying delicious meals with your family and friends.

Whether I engage in an all out khaneh tekani or choose to minimize it down to the necessary basics, I must always remind myself of the greater message of this celebration: purifying the heart, mind and soul. Nowruz, is about starting a “New Day,” rejuvenating the mind and body, purifying the heart, welcoming light and good health into your life and getting rid of any negativity.

It has been a harsh winter here in the north east which makes the arrival of Spring all the more exhilarating. The force of life runs deep within the bare trees, hidden blooms and all living things like a winding river on the way to its destination, touching, turning and shifting everything in its path. The long-awaited joyous celebration of Nowruz (New Day) breathes optimism and joy into the world.

In our home Nowruz was always celebrated with mouth-watering sweets, fresh seasonal fruits and fancy ajil (Persian mixed nuts). One of my favorite Nowruz sweets that reminds me of home is nan panjerehi, a crunchy and lightly sweetened cookie. Nan Panjarehi/shirini panjarei translates to window cookies in Persian. Nan means bread and panjareh means window and making a window cookie is so befitting for springtime festivities. Nowruz holidays were the most beautiful time of year to be in Khuzestan province with its vast open fields of shaghayegh flowers and endless green hills.

This is an Iranian recipe with a touch of Scandinavian influence. I like that they use fewer eggs and add milk to the recipe. I opted to use 2 eggs and a cup of 2% milk. For this recipe you’ll need a rosette iron, a candy thermometer (highly recommended) and a bit of patience. Typically, the first couple of cookies will not come out right.

Nan Panjerehi

Ingredients:
Makes about 40 pieces

1 cup all purpose flour, sifted
1/2 cup wheat starch
2 large eggs
1 cup milk (I used 2% milk)
4 tablespoons rosewater
1/2 teaspoon ground cardamom
Vegetable oil (canola oil)
Powdered sugar

Method:

  1. Place the starch in a large mixing bowl, add the rosewater, stir to blend.
  2. Break the eggs into a small bowl and beat with a fork lightly.
  3. Add the whisked eggs, sifted flour, milk and ground cardamom to the mixture, mix with a wire whisk until well blended and smooth.
  4. Pass the mixture through a sieve.
  5. Cover with a plastic wrap and let sit in the refrigerator for an hour.
  6. Heat 2-3 inches of oil to 375 degrees Fahrenheit in a deep pot.
  7. Heat the rosette iron in the hot oil for one minute, remove and tap on a paper towel.
  8. Deep the iron into the batter just up to the edges, remove and place into the hot oil for 30 seconds or until golden. Remove from hot oil and place on paper towel lined large plate to remove any excess oil.

Dust nan panjerehi with powdered sugar and serve.

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Deutschland| Debatte über Gesetze zum Themenbereich Ausländerpolitik, Zuwanderung – 03/2015

mdr| Dolmetscher der Bundeswehr hofft auf Asyl: “Ich habe mein Leben für die Deutschen riskiert”

Sayed Rohullah riskierte sein Leben als Dolmetscher für die Bundeswehr in Afghanistan. Beim Abzug der Truppen bot ihm Deutschland keinen Schutz. Der junge Mann machte sich allein auf den Weg und lebt jetzt in einer Massenunterkunft in Gerstungen – ohne jede Perspektive.

von Johanna Hemkentokrax und Axel Hemmerling

Ein junger Mann mit schwarzen Haaren, dunkler Jacke und weißem T-Shirt steht auf einem Weg vor einem Baum und schaut besorgt.

Sayed Rohullah beim Gespräch mit MDR THÜRINGEN in Gerstungen.

“Die hier ist von meinem Bataillon, die andere haben wir zu Weihnachten bekommen.” Im Morgennebel vor der Gemeinschaftsunterkunft in Gerstungen hält Sayed Rohullah zwei Medaillen in die Kamera. Sie sind ihm geblieben von seinem riskanten Job als Ortskraft der Bundeswehr in Afghanistan – die Medaillen und eine Plastiktüte voll mit Dokumenten. Urkunden, Arbeitsverträge, Zeugnisse und Fotos, die ihn mit seinen deutschen Kollegen im Einsatz zeigen, sind darunter.

Ein grauer Wohnblock mit drei Etagen. Davor ein Weg und eine Wiese.

Die Gemeinschaftsunterkunft in Gerstungen.

Der 27-jährige Afghane war fünf Jahre lang Dolmetscher bei den deutschen Truppen im Rahmen des ISAF-Einsatzes. “Englisch hatte ich in der Schule und in Kursen gelernt”, sagt der junge Mann. Er hatte Abitur gemacht, ein Studium begonnen. Als die deutschen Streitkräfte Übersetzer suchten, brach er es ohne zu zögern ab. “Meine Hauptaufgabe war, die Deutschen bei den Außeneinsätzen zu begleiten”, erzählt Sayed Rohullah. “Wir fuhren in die Dörfer. Ich stellte den Kontakt mit den Menschen her, übersetzte.” Ein lebensgefährlicher Job im unruhigen Norden Afghanistans rund um Kundus und Masar-i-Sharif, seiner Heimatstadt. Als sich die Einsatzkräfte nach und nach aus dem zerstörten Land zurückzogen, blieb er zurück und musste um sein Leben fürchten.

Keine Stelle ist zuständig

Schon 2011 geriet Sayed Rohullah ins Visier von Aufständischen – als vermeintlicher Kollaborateur, als Spion. “Sie kamen zwei Mal zu meiner Familie, als ich gerade im Einsatz war und fragten nach mir.

Auf einer Männerhand liegen ein Pass und eine Medaille.

Sayed Rohullah zeigt seinen Pass und eine Medaille aus der Zeit in Afghanistan.

Beim zweiten Mal brachten sie ein Foto mit, dass mich mit den deutschen Soldaten zeigte”, erzählt der junge Mann. Wäre er zuhause gewesen – sie hätten ihn mitgenommen, da ist er sich sicher. Ortskräfte der ISAF werden von den Taliban als Verräter angesehen, bedroht und ermordet. Er habe sich an den Militärischen Abschirmdienst, den MAD, gewandt und um Hilfe gebeten. “Sie sagten: Wir haben kein Verfahren, um dich aufzunehmen und aus dem Land zu bringen, aber du kannst im Camp bleiben. Ich habe sechs Monate im Camp verbracht. Das war wie ein Käfig für mich.” Als er begriffen habe, dass es keine Pläne gab, die Ortskräfte aus dem Land zu holen, habe er entschieden, Afghanistan auf eigene Faust zu verlassen.

Hilfe für die Helfer?

Mittlerweile gibt es Programme für Helfer der Bundeswehr. Rund 580 afghanische Ortskräfte, die für das deutsche Ressort, also auch die Bundeswehr tätig gewesen seien, hätten eine Aufnahmezusage bekommen, teilt das Bundesinnenministerium auf Anfrage von MDR THÜRINGEN mit.

Ein junger Mann mit dunkelbraunen Haaren steht in Solidatenuniform vor einem Panzer.

Johannes Clair beim Einsatz in Afghanistan.

Bis Mitte Februar seien aber nur rund 330 von ihnen mit ihren Familien nach Deutschland gekommen. 13 lebten mit ihren Angehörigen in Sachsen, neun in Sachsen-Anhalt und acht in Thüringen, teilt die Behörde mit.

Die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl antwortet auf Anfrage von MDR THÜRINGEN, es hätte immer schon Ortskräfte gegeben, die auf eigene Faust, als Asylsuchende nach Deutschland gekommen seien. Ihre Chancen hier anerkannt zu werden, stünden “recht gut”, erklärt Bernd Mesovic, stellvertretender Geschäftsführer von Pro Asyl. Problematisch aber sei die Intransparenz der Prüfverfahren: Ähnliche Fälle würden zum Teil unterschiedlich entschieden.

Status: Ungeklärt

Für Sayed Rohullah gab es damals keine Chance auf ein Visum. Der 27-Jährige musste sich allein auf den gefährlichen Weg nach Deutschland machen. Die Flucht kostete ihn alle Ersparnisse. In Deutschland stellte er einen Asylantrag, landete in Gerstungen – und scheitert jetzt an der Bürokratie. Seit anderthalb Jahren lebt er hier, sein Asylstatus ist immer noch ungeklärt. “Ich habe ihnen alle Unterlagen vorgelegt”, sagt er und zeigt auf die Plastiktüte mit seinen Dokumenten. Er besucht einen Deutschkurs, träumt von einer Ausbildung, einem Beruf. “Ich bin noch jung. Ich will etwas lernen. Das ist gut für mein Leben.” Schlimm sei die Situation im Lager, sagt er und meint den grauen Wohnblock der Unterkunft hinter sich. “Ich bin auf mich allein gestellt. Ich habe für deutsche Streitkräfte gearbeitet, mein Leben riskiert und jetzt gibt es keine Stelle, die zuständig ist, die sich kümmert.”

“Es ist einfach eine Schande”

Der einzige, der sich für Sayed Rohullah einsetzt, ist sein ehemaliger Kamerad Johannes Clair. Der Fallschirmjäger war zwei Mal in Afghanistan eingesetzt.

Eine Urkunde von Sayed Rohullah mit der Aufschrift: "Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit. ISAF 24/25 Januar bis Juli 2011." Dazu ein Foto mehrerer Soldaten vom Zug Charlie.

Eine Urkunde zeigt, dass Sayed Rohullah von Januar bis Juli 2011 bei der ISAF war.

“Das Besondere an den afghanischen Sprachmittlern ist, dass sie während der Gefechte immer neben uns waren, aber natürlich keine Waffen hatten, das heißt, sie haben sich in aller größte Lebensgefahr begeben, um mit uns zusammen zu arbeiten”, erzählt der 29-Jährige. Zusammen hätten sie viele gefährliche Situationen erlebt. Abends nach den Einsätzen hätten sie zusammen gesessen. “Roh”, hätte ihm beigebracht, Afghanistan und seine Menschen zu verstehen. Johannes Clair nennt die Situation der ehemaligen afghanischen Ortskräfte, die gezwungen seien, illegal nach Deutschland zu fliehen, eine unverschämte Schande. “Es sind Leute, die für uns ihren Kopf hingehalten haben, nicht nur für die deutschen Soldaten, sondern im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland und das er jetzt in diesem Flüchtlingsheim seit über anderthalb Jahren ist, und nichts mit seinem Fall gemacht wird, ist einfach eine Schande.”

Johannes Clair engagiert sich seit seinen Kriegseinsätzen für Flüchtlinge und die Menschen in Afghanistan. Er hat ein Buch über die Zeit in Afghanistan geschrieben, das zum Bestseller wurde, hat an einer Fernseh-Dokumentation über Flüchtlinge teilgenommen und wurde dafür mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Er klärt öffentlich über die Posttraumatische Belastungsstörung als Folge des Afghanistan-Einsatzes auf, wegen der er selbst in Behandlung ist. Nur seinem Freund Sayed konnte er bisher nicht helfen – zu hoch sind die bürokratischen Hürden.

“Ich kann an nichts anderes denken”

Eine Therapie gibt es für Sayed Rohullah in Gerstungen nicht. Einmal, während eines Einsatzes, fuhr das Fahrzeug, in dem er saß auf eine Mine. Der Anschlag hatte schwerwiegende Folgen. Seitdem leidet der junge Mann unter Herzproblemen. Die Ärzte rieten ihm, im Sinne seiner Gesundheit abzuschalten, an etwas anderes zu denken, sich nicht zu belasten. Mehr nicht. “Was soll ich machen?”, fragt Sayed Rohullah an diesem Morgen in Gerstungen, lächelt hilflos und zeigt auf das Heim hinter sich. “Ich sitze hier bloß herum, habe keine Aufgabe. Ich kann an nichts anderes denken. Hier ist nichts.”

Seine Familie musste in Afghanistan den Wohnort wechseln. Zu groß war die Gefahr. Er fühle sich im Stich gelassen, sagt er und hält dabei die Plastiktüte mit den Dokumenten fest. Sie sind seine Lebensversicherung, sein Beweis, dass er für deutsche Truppen sein Leben riskiert hat, auch, wenn ihm das in Deutschland nicht weiterhilft.

Quelle: MDR

Welt| “Wir hätten besser den Mund gehalten”

Farah Pahlavi war die letzte Kaiserin von Persien. Seit dem Sturz des Schahs lebt sie im Exil. Ein Gespräch über Schuld, den Machtverlust ihres Mannes, Barbaren im Iran und das Recht auf Miniröcke

Sie trägt einen Namen, der polarisiert, wie ihr ganzes Leben: Farah Pahlavi, 76, lebte ein Märchen als Kaiserin an der Seite des Schahs. Dann der Sturz vom Thron – der Verlust der Macht und der Heimat, Ächtung und der Selbstmord zweier Kinder. Als glamouröses Paar wurden die Pahlavis von den Monarchisten verehrt. Andere erinnern Tausende Folteropfer in den Gefängnissen des Schahs. 1979 drängten die Revolutionäre an die Macht und vertrieben sie aus dem Land. Blick einer gestürzten Kaiserin auf ihr verlorenes Reich.

Welt am Sonntag:

Hoheit, vor ein paar Wochen, am Valentinstag, besuchten Sie erstmals nach vier Jahren wieder das Grab Ihres Mannes in Kairo. Was hielt Sie so lange ab?

Farah Pahlavi:

Nach Ausbruch des Arabischen Frühlings war eine Reise nach Ägypten für mich zu riskant. Husni Mubarak war ein enger Freund, als wir dort im Exil lebten. Ganz gleich, was man ihm vorwirft, ich werde immer zu der Familie halten. Neulich bekam ich dann einen Anruf und flog sofort hin.

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Deutschland| 26.083 Asy­lan­trä­ge im Fe­bru­ar 2015

Im Februar 2015 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge insgesamt 26.083 Asylanträge gestellt.

Dies bedeutet einen Anstieg von 132,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat Februar 2014.

Entschieden hat das Bundesamt im Februar 2015 über die Anträge von 17.580 Personen. 6.465 Personen erhielten die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention (36,7 Prozent aller Asylentscheidungen).

Zudem erhielten 84 Personen (0,5 Prozent) subsidiären Schutz im Sinne der EU-Richtlinie 2011/95/EU. Bei 119 Personen (0,7 Prozent) wurden Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Die Zahlen im Einzelnen:

I. Aktueller Monat

Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge haben im Februar 2015 26.083 Personen einen förmlichen Asylantrag gestellt, davon 22.775 als Erstanträge und 3.308 als Folgeanträge. Damit ist die Zahl der Asylbewerber gegenüber dem Vorjahresmonat um 14.863 Personen (132,5 Prozent) gestiegen und gegenüber dem Vormonat um 1.041 Personen (4,2 Prozent) gestiegen.

Hauptherkunftsländer im Februar 2015:

Zum Vergleich: Dezember 2014 Januar 2015 Februar 2015
 1. Kosovo 1.956 3.630 7.728
 2. Syrien 5.021 5.530 4.237
 3. Serbien 3.369 3.328 2.849
 4. Albanien 940 1.648 1.794
 5. Afghanistan 825 1.162 998
 6. Irak 669 1.065 960
 7. Mazedonien 689 919 958
 8. Bosnien-Herzegowina 776 703 693
 9. Somalia 312 351 442
10. Nigeria 364 461 424

Die Erst- und Folgeanträge bei den Hauptherkunftsländern imFebruar 2015:

Asylanträge Erstanträge Folgeanträge
Gesamt 26.083 22.775 3.308
davon:
Syrien 7.728 6.913 815
Kosovo 4.237 4.023 214
Serbien 2.849 1.871 978
Albanien 1.794 1.735 59
Afghanistan 998 969 29
Irak 960 835 125
Mazedonien 958 547 411
Bosnien-Herzegowina 693 370 323
Eritrea 442 418 24
Ungeklärt 424 416 8

Die Zahl der Asylerstanträge im Februar 2015 (22.775) stieg damit gegenüber dem Vorjahresmonat (9.828) um 131,7 Prozent und gegenüber dem Vormonat (21.679) um 5,1 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Kosovo, Syrien und Serbien.

Die Zahl der Asylfolgeanträge im Februar 2015 (3.308) stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat (1.392) um 137,6 Prozent und sank gegenüber dem Vormonat (3.363) um -1,6 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Serbien, Kosovo und Mazedonien.

Im Februar 2015 hat das Bundesamt über die Anträge von 17.580 Personen (Vorjahresmonat: 11.908, Vormonat: 17.835) entschieden. 6.465 Personen (36,7 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. August 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 205 Personen (1,1 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 6.260 Personen (35,6 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.

Im Februar 2015 erhielten 84 Personen (0,5 Prozent) nach § 4 des Asylverfahrensgesetzes subsidiären Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU.

Darüber hinaus hat das Bundesamt im Februar 2015 bei 119 Personen (0,7 Prozent) Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 5.552 Personen (31,6 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Dublin-Verfahren oder Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 5.360 Personen (30,5 Prozent).

II.  Laufendes Jahr 2015

In der Zeit von Januar bis Februar 2015 haben insgesamt 51.938 Personen in Deutschland Asyl beantragt, darunter 45.173 als Erstanträge und 6.765 als Folgeanträge. Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr (26.069 Personen) bedeutet dies eine Erhöhung um 25.869 Personen (99,2 Prozent). Insgesamt 14.213 Anträge wurden von Staatsangehörigen der Westbalkanstaaten Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien gestellt, das sind 54,5 Prozent aller in Deutschland gestellten Asylanträge.

Die Hauptherkunftsländer von Januar bis Februar 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum:

Jan-Feb 2014 Jan-Feb 2015
1. Kosovo 1.001 11.383
2. Syrien 3.673 10.175
3. Serbien 3.881 6.195
4. Albanien 1.256 3.451
5. Afghanistan 1.834 2.219
6. Irak 748 2.094
7. Mazedonien 1.697 1.893
8. Bosnien-Herzegowina 1.229 1.406
9. Eritrea 704 1.031
10. Nigeria 420 898

Verteilung der Erst- und Folgeanträge bei den Hauptherkunftsländern von Januar bis Februar 2015:

Asylanträge Erstanträge Folgeanträge
Gesamt 51.938 45.173 6.765
davon:
Kosovo 11.383 9.942 1.441
Syrien 10.175 9.755 420
Serbien 6.195 3.935 2.260
Albanien 3.451 3.342 109
Afghanistan 2.219 2.155 64
Irak 2.094 1.798 296
Mazedonien 1.893 1.101 792
Bosnien-Herzegowina 1.406 815 591
Eritrea 1.031 1.016 15
Nigeria 898 884 14

Die Zahl der Asylerstanträge im bisherigen Jahr 2015 (45.173) stieg damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum (22.692) um 99,1 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Kosovo, Syrien und Serbien. Die Zahl der Asylfolgeanträge in den ersten zwei Monaten 2015 (6.765) stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (3.377) um 100,3 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Serbien, Kosovo und Mazedonien.

Von Januar bis Februar 2015 hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 35.386 Entscheidungen (Vorjahr: 22.505) getroffen. Insgesamt 14.246 Personen (40,3 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. August 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 456 Personen (1,3 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 13.790 Personen (39,0 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.

Weitere 208 Personen (0,6 Prozent) erhielten subsidiären Schutz nach § 4 des Asylverfahrensgesetzes im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU. Darüber hinaus hat das Bundesamt von Januar bis Februar 2015 bei 256 Personen (0,7 Prozent) Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 5 und 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 10.209 Personen (28,8 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Dublin-Verfahren und Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 10.467 Personen (29,6 Prozent).

Ende Februar 2015 lag die Zahl der noch nicht entschiedenen Anträge bei 188.435, davon 167.749 als Erstanträge und 20.686 als Folgeanträge (Vormonat: 178.250 anhängige Verfahren, davon 158.361 Erst- und 19.889 Folgeanträge; zum 31. Februar 2014 99.875 anhängige Verfahren, davon 90.184 Erst- und 9.691 Folgeanträge).

Quelle: BMI

Doku “Willkommen auf Deutsch” | Kulturjournal | NDR

Was passiert, wenn nebenan Asylbewerber einziehen? Unaufgeregt und ohne Wertung zeigt der Dokumentarfilm “Willkommen auf Deutsch” die Situation in zwei Orten im Norden.

Deutschland| “Wir müssen mehr über Migranten erfahren”

Das Statistische Bundesamt beliefert die Politik mit Daten. Nur selten mischt sich der Präsident der Behörde in politische Debatten ein. Doch Roderich Egeler sieht bei der Zuwanderung Handlungsbedarf.

Von Karsten Kammholz

Foto: Heinrich Voelkel

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Der Präsident des Statistischen Bundesamts Roderich Egeler im Paternoster. Er will die wachsende Gruppe der Migranten besser erforschen<br />

Der Präsident des Statistischen Bundesamts Roderich Egeler im Paternoster. Er will die wachsende Gruppe der Migranten besser erforschen

Behördenflure sehen in der Regel anders aus, kälter, grauer, anonymer. In der Wiesbadener Zentrale des Statistischen Bundesamts empfangen pinkfarbene Wände den Besucher. Sogar die Rückwände des ehrwürdigen Paternosters wurden in der Knallfarbe gestrichen. Betritt man das Büro des Behördenpräsidenten, geht es in dem Stil weiter. Auf der Fensterbank stehen pinkfarbene Blumentöpfe und Dekokugeln.

Macht diese Farbe die Arbeit mit Statistiken schöner? “Unser Haus hat ein bewusst gewähltes Farbenkonzept, hinter dem ein System steht”, erklärt Roderich Egeler zur Begrüßung. In diesem Hausabschnitt finde man in der Tat die Farbe Pink, in anderen Abschnitten dafür Grün, Braun, Gelb und Weiß. “Die Farben harmonieren miteinander, sie bilden einen Farbenkreis”, weiß der Präsident. Er steht zu der Farbwahl. “Als wir nach der Kernsanierung des Hauses 2009 hier eingezogen sind, haben natürlich einige Mitarbeiter gefragt: Warum Pink?”, erinnert sich Egeler. “Ich finde es gut.”

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