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TV-Tipp: 3sat – Dienstag, 11. Oktober, 23.15 Uhr – City Walls, drei Frauengenerationen im Iran

City Walls

Drei Frauengenerationen im Iran

Film von Afsar Sonia Shafie

Nach fünf Jahren in der Schweiz reist die persische Dokumentarfilmerin Afsar Sonia Shafie zurück in ihre Heimat. Denn in Teheran leben die Frauen, die ihr Leben geprägt haben: ihre Großmutter, ihre Mutter und ihre Schwester.
Intim und bewegend erzählt die Dokumentation „City Walls“ vom Leben dreier Frauengenerationen im Iran und bricht dabei mit gängigen Vorurteilen.

Sie haben eindeutig die Hosen an – trotz Schleier: die Frauen in der Familie von Afsar Sonia Shafie. Seit fünf Jahren lebt die iranische Filmemacherin in der Schweiz. Nun besucht sie in Begleitung ihres Mannes, dem Schweizer Kameramann Martin Frei, die Frauen, die ihr Leben geprägt haben: ihre Großmutter, ihre Mutter und ihre Schwester Sona. Männer sind in dieser Familiengeschichte rar. Seit Generationen sorgen die Frauen nach Kräften für das Wohl der Familie. Und so findet die Oma für ihren Mann, der früher alkohol- und opiumsüchtig war und sie schlug, auch noch tröstende Wort: „Du musst dich nicht schämen“, sagt sie, „die Ausländer verstehen kein Persisch.“
Intim und bewegend erzählt „City Walls“ vom Leben dreier Frauengenerationen im Iran. In Zeiten, in denen vom „Kampf der Kulturen“ geredet wird, stimmt Afsar Sonia Shafie in ihrem Film leisere Töne an und eröffnet dem westlichen Betrachter erstaunliche Erkenntnisse. Afsar Sonia Shafies Familiengeschichte bricht mit gängigen Vorurteilen und zeichnet ein ungleich reicheres Bild der islamischen Gesellschaft.

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Bilder der Revolution

Die iranische Graphic Novel „Zahra’s Paradise“

In Iran im Juni 2009 verabredeten sich eine Million Iraner im Internet. Sie demonstrierten gegen Mahmud Ahmadinedschad und gegen die gefälschten Präsidentschaftswahlen. Das Internet trägt den Protest in die Welt. Jeder kann jetzt sehen, wie der Gottesstaat zuschlägt. Doch die schlimmsten Bilder sind die, die man nicht sieht. Die zeigt die Internet-Graphic Novel „Zahra’s Paradise“, das Tagebuch einer Suche nach verschwundenen Kindern im Iran.

"Zahra's Paradise" war ursprünglich ein iranischer Comic-Blog im Internet. © Knesebeck

"Zahra's Paradise" war ursprünglich ein iranischer Comic-Blog im Internet. © Knesebeck

Amir, ein Exil-Iraner und Journalist, und Khalil, ein Araber, haben „Zahra’s Paradise“ entwickelt und ins Netz gestellt. „Auch wenn wir nicht mehr im Iran leben, sind wir im ständigen Kontakt mit unseren Familien“, sagt Amir. „Unsere Familien wissen, dass wir sie nie im Stich lassen. In den vergangenen 30 Jahren haben wir gemeinsam der Islamischen Republik widerstanden. Wir wollen nicht, dass unsere Kultur getötet wird. Dagegen kämpfen wir an, genauso wie gegen das Lügen, das Morden, das Vergewaltigen. Unser Comic ‚Zahra’s Paradise‘ ist ein Zeichen unserer Solidarität mit der grünen Revolution.“

Internet als Sprachrohr der Revolution

Im Netz wurde die Graphic Novel zum vielbeachteten Phänomen. Sie startete vier Tage nach dem Wahlbetrug mit 14.000 Klicks täglich. Jetzt erscheint sie in elf Sprachen als Buch. Jasmin Tabatabai verfolgt das Comic-Tagebuch seit 2010. „All diese Bilder, die uns 2009 so aufgebracht und die grüne Bewegung ins Ausland gebracht haben, hat es letzten Endes wegen des Internets gegeben. 1986 zum Beispiel wussten wir alle, wie die Islamische Republik tickt, es war eigentlch bekannt. Ich sage ‚eigentlich‘, denn wenn dir die Bilder fehlen, kannst du dir den Mund fusselig reden. Das kommt nicht so an.“
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TV-Empfehlung: 3sat-Reihe – „Inside Iran“ Persepolis Animationsfilm, Frankreich/USA 2007

23:15
Dolby-Digital Audio16:9 Format

Inside Iran

Persepolis

Animationsfilm, Frankreich/USA 2007

Regie: Marjane Satrapi

Regie: Vincent Paronnaud

Länge: 90 Minuten

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Marjane wächst im Iran der 1980er Jahre auf, einem Land, das sich trotz der Schah-Diktatur an westlicher Kultur orientiert. Die aufgeweckte Achtjährige liebt Pommes frites, Adidas-Schuhe und Bruce Lee. Mit dem Sturz des Schahs schöpfen Marjanes Eltern Hoffnung auf eine bessere Zukunft, die durch die Machtergreifung der Fundamentalisten im Keim erstickt wird. Als „Symbol der Freiheit“ müssen Frauen Schleier tragen. Alles, was der inzwischen 14-Jährigen lieb und teuer ist – Schallplatten von Abba, Punk- und Heavy-Metal-Musik – wird als „westliche Dekadenz“ verteufelt und ist nur auf dem Schwarzmarkt zugänglich. Als renitente Punkerin wirft Marjane ihren Lehrern in der Schule die Doppelmoral des Regimes vor, worauf ihre besorgten Eltern die rebellische Tochter zum Schutz nach Österreich schicken. Ein unüberwindlicher Kulturschock nebst quälendem Heimweh zwingen die junge Frau jedoch bald zur Rückkehr. Das restriktive Leben unter dem Schleier wird für die ambitionierte Kunststudentin immer grotesker: Botticellis „Geburt der Venus“ darf nur mit schwarzen Zensurbalken gezeigt werden, und als sie sich einmal zur Vorlesung verspätet, wird ihr auf der Straße sogar das Rennen untersagt – denn dabei wackelt ihr Hintern, und das empfinden die allgegenwärtigen Revolutionswächter als „unmoralisch“. Nach dem Scheitern ihrer Ehe gilt Marjane für alle Männer als Freiwild. Entmutigt kehrt die 24-Jährige ihrer Heimat endgültig den Rücken. In Frankreich macht sie Karriere als Comic-Zeichnerin.
Der Animationsfilm „Persepolis“ erzählt die jüngere iranische Geschichte aus der selbstironischen Perspektive eines heranwachsenden Mädchens und verdeutlicht die Zeitgeschichte ebenso lakonisch wie durch kleine Alltagsdetails. Mit seiner ausgefeilten Schwarz-Weiß-Ästhetik gewann „Persepolis“ 2007 den Großen Preis der Jury in Cannes.

„Persepolis“ ist der letzte Beitrag der 3sat-Reihe „Inside Iran“ mit aktuellen Spiel- und Dokumentarfilmen jüngerer iranischer Regisseure. 
(ARD)

3sat-Reihe: Inside Iran – Offside – Frauen im Abseits Spielfilm, Iran 2006

22:25
Stereo-Ton16:9 Format

Inside Iran

Offside – Frauen im Abseits

Spielfilm, Iran 2006

Darsteller:
Erstes Mädchen Sima Mobarak-Shahi
Rauchendes Mädchen Shayesteh Irani
Fussballmädchen Ida Sadeghi
Soldat aus Azari Safar Samandar
Soldat aus Mashadi M. Kheyrabadi
u.a.
Regie: Jafar Panahi
Länge: 87 Minuten

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Teheran im Sommer 2005: Mit einem Sieg gegen Bahrain kann sich die iranische Fußball-Nationalmannschaft für die WM in Deutschland qualifizieren. In einem der vielen Fanbusse, die unterwegs zum Stadion sind, sitzt zwischen lautstarken Schlachtenbummlern eine junge Frau, die sich mit Baseballmütze und weiten Hosen als Junge verkleidet hat. Sie ist begeisterter Fußballfan und will unbedingt ins Stadion. Doch im Iran ist Frauen der Zutritt zu Fußballarenen verboten – angeblich, weil die Männer dort für Frauenohren ungeeignete Flüche loslassen. Der illegale Ticketverkäufer nutzt die Situation aus und knöpft ihr das Doppelte für eine Eintrittskarte ab. Doch bevor das Spiel angepfiffen wird, nimmt man die junge Frau an einem Kontrollpunkt fest. Hinter einer Absperrung direkt an der Tribünenmauer, wo sie vorübergehend festgehalten wird, trifft sie auf andere Mädchen, die ebenfalls versucht hatten, ins Stadion zu gelangen; unter ihnen eine junge Frau in Soldatenuniform, die es damit sogar bis auf die Ehrentribüne schaffte. Das Spiel beginnt, das Stadion verwandelt sich in einen Hexenkessel. Die Frauen streiten derweil mit den jungen Soldaten aus der Provinz, die ihren Militärdienst ableisten müssen und restlos damit überfordert sind, die wortgewandten Teheranerinnen im Zaum zu halten. Eines der Mädchen will wissen, warum im vorherigen Spiel gegen Japan die japanischen Frauen ins Stadion durften und die iranischen nicht. So genau kann der Soldat ihr das nicht erklären und ist heilfroh, als seine Gefangenen in einen Bus verfrachtet und zur Sittenpolizei gekarrt werden. Doch nach dem Sieg der iranischen Fußballer herrscht in den Straßen Teherans euphorische Feierstimmung, die irgendwann auf die Soldaten überspringt.

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TV Empfehlung: 3sat – Inside Iran, Fireworks Wednesday Spielfilm, Iran 2006

22:25
Stereo-Ton16:9 Format

Inside Iran

Fireworks Wednesday

Spielfilm, Iran 2006

Darsteller:
Mojdeh Hedieh Tehrani
Rouhi Taraneh Alidousti
Morteza Hamid Farokh-Nejad
Simin Pantea Bahrami
Regie: Asghar Farhadi
Länge: 104 Minuten
Erstausstrahlung

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Am Tag des traditionellen Frühjahrsputzes vor dem iranischen Neujahrsanfang wird im Leben dreier iranischer Frauen viel Staub aufgewirbelt: Die unglücklich verheiratete Mojdeh vermutet in ihrer geschiedenen Nachbarin Simin die Geliebte ihres Mannes Morteza und instrumentalisiert ihre frisch verlobte Putzfrau Rouhi, um den beiden auf die Schliche zu kommen. Rouhi gerät aus ihrer stillen Beobachterposition zunehmend zwischen die Fronten der hysterisch eifersüchtigen Mojdeh und dem von den kontinuierlichen Anschuldigungen und heimlichen Nachforschungen seiner Frau überspannten Morteza, deren verbale Auseinandersetzungen zu Gewaltausbrüchen führen. Dabei schwanken Rouhis Sympathien zwischen den drei Parteien, für deren unterschiedliche Lebenssituationen sie im Versuch, die Wahrheit der angeblichen Affäre zu ergründen, gleichermaßen Mitgefühl entwickelt. Die emotionale Anspannung und latente Hysterie, die sich hinter den abgeriegelten Betonmauern des Wohnkomplexes aufbauen, lassen auch die lebensfrohe Rouhi nicht unberührt zurück. Als sich inmitten des Funken sprühenden Feuerfestes „Chahar Shanbeh Souri“ die Konflikte entladen und die Wahrheit ans Licht kommt, kann die junge Frau nur noch mit gedämpften Hoffnungen auf ihr eigenes Glück zu ihrem Verlobten zurückkehren.
Der dritte Spielfilm des iranischen Regisseurs und Drehbuchautors Asghar Farhadi war nicht zuletzt wegen der brillanten Besetzung ein großer Erfolg bei Publikum und Kritik. In der Rolle von Rouhi ist Taraneh Alidousti zu sehen, die auch die Titelrolle in Farhadis Melodram „Alles über Elly“ spielte, für das er 2009 auf der Berlinale den „Silbernen Bären“ erhielt. Farhadi erzählt differenziert und ohne Gut-Böse-Zuordnungen von schwierigen Beziehungen zwischen Mann und Frau in der iranischen Kultur und versteht es, mit seinem leisen, figurennahen Inszenierungsstil auf allgemeine gesellschaftliche Probleme aufmerksam zu machen. Sein neuer Film „Nader and Simin – A Separation“ wurde auf der Berlinale 2011 mit dem „Goldenen“ Bären ausgezeichnet.

Als nächsten Beitrag aus der Reihe „Inside Iran“ zeigt 3sat am Freitag, 17. Juni, 22.25 Uhr, den Spielfilm „Offside – Frauen im Abseits“.

3sat: Wichtiger Hinweis für alle Interessierten – Iran Sendungen

Alle Beiträge zur aktuellen Reihe zum Thema Iran können nicht in der 3sat-Mediathek gesehen werden. Die Programmverantwortlichen haben vergessen, ob bewusst oder nicht, sich die Rechte für den Online-Zugang zu sichern.

Daher bitte die Beiträge, wie auch hier angekündigt „life“ erleben.

Persönliche Anmerkung: In Anbetracht der Milliarden, die wir Gebührenzahler aufbringen, ist das nicht akzeptabel!

3sat HEUTE: Inside Iran No One Knows About Persian Cats (Kasi az gorbehaye irani khabar nadareh)

22:25
Stereo-Ton16:9 Format

Inside Iran

No One Knows About Persian Cats

(Kasi az gorbehaye irani khabar nadareh)

Spielfilm, Iran 2009

Darsteller:
Negar Negar Shaghaghi
Ashkan Ashkan Koshanejad
Nader Hamed Behdad
u.a.
Regie: Bahman Ghobadi
Länge: 102 Minuten
Erstausstrahlung

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Das Spielen westlicher Musikstile ist im Iran genauso verboten wie öffentliche Musikauftritte von Frauen. Keine guten Karten für das junge Musikerpaar Ashkan und Negar, ein gemischtes Duo, das sich dem Indie-Rock verschrieben hat. Frisch aus dem Gefängnis entlassen, möchten die beiden nach London flüchten, um ihre musikalischen Träume zu verwirklichen. Dafür brauchen sie die Hilfe von Nader, einem extrovertierten Film- und Musikenthusiasten, der sich in der pulsierenden Iraner Untergrund-Szene auskennt und die fehlenden Visa und Reisepässe besorgen kann. Auf der Suche nach weiteren Bandmitgliedern lernen Ashkan und Negar die Untergrund-Szene kennen. Dort werden alle westlichen Musikstile von Rap bis Heavy Metal mit großem Enthusiasmus, aber unter schweren Bedingungen praktiziert. Denn die jungen Musiker müssen mit Inhaftierung rechnen, sollten sie von der Polizei auch nur beim Proben erwischt werden. Die unbeschwerte Art, mit der die jungen Leute den Restriktionen ihres Alltags begegnen, kann das Wirken der autoritären Machtstrukturen und das Scheitern großer Träume nicht verhindern.

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HEUTE: 3sat – Kennwort Kino: Teheran ist überall

22:25
Stereo-Ton16:9 Format

Monothema: Inside Iran

Kennwort Kino: Teheran ist überall

Kinobilder einer Stadt

Film von Maik Platzen

Erstausstrahlung

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Die Berlinale 2011 stand ganz im Zeichen des iranischen Kinos: „Nader und Simin – Eine Trennung“ von Regisseur Asghar Farhadi gewann den „Goldenen Bären“ und Farhadis Darsteller-Ensemble wurde auch noch kollektiv mit den „Silbernen Bären“ für die besten schauspielerischen Leistungen geehrt. Doch gab es in Berlin nicht nur Grund zum Feiern: Der Regisseur Jafar Panahi wurde kurz zuvor in Teheran zu sechs Jahren Haft und 20 Jahren Berufsverbot verurteilt. Während die Berlinale Panahis Gesamtwerk noch einmal zeigte, organisierte Panahis Freund und Regie-Kollege Rafi Pitts eine Protestkundgebung am 11. Februar, dem 32. Jahrestag der iranischen Revolution. Bereits seit einiger Zeit schlägt das Kino aus dem Iran wieder hohe Wellen. Junge Filmemacher haben sich vom Image der beschaulichen neorealistischen Filme ihrer Vorgänger emanzipiert und verleihen vor allem der urbanen und westlich geprägten Jugend eine Stimme. Zu ihnen zählt auch Rafi Pitts, dessen Film „Zeit des Zorns“ während der Präsidentschaftswahlen im Juni 2009 in Teheran spielt, oder auch Bahman Ghobadi. Dessen Film „No One Knows About Persian Cats“ hatte 2009 auf dem Filmfestival von Cannes Premiere. In semi-dokumentarischen Bildern porträtiert Ghobadi die Underground-Musikszene Teherans und fängt die Träume und Sehnsüchte der iranischen Jugend in bislang nicht gesehener Offenheit ein. Die Folge war der endgültige Bruch mit den offiziellen Stellen in Teheran. Seither lebt und arbeitet Ghobadi im Exil. Zwar zählt sich keiner der Filmemacher zu jener iranischen „Grünen Bewegung“, die gegen den Wahlsieg von Präsident Ahmadinedschad protestierte. Doch ihre Filme, die das Politische im sozialen Miteinander finden, finden starke Bilder für die Absurdität der Repression und verfolgen die Überlebensstrategien ihrer Protagonisten mit engagierter Anteilnahme.
„Kennwort Kino: Teheran ist überall“ stellt einige der wichtigsten Vertreter des neuen iranischen Kinos vor und befragt sie zu ihrer derzeitigen Lebens- und Arbeitssituation.

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Filmreihe „Inside Iran“ in 3sat – Fünf Erstausstrahlungen

ab Dienstag, 14. Juni 2011, 22.25 Uhr

Zwei Jahre nach den Präsidentschaftswahlen im Iran und den 
anschließenden Massendemonstrationen und Protestaktionen zeigt 3sat 
von Dienstag, 14. Juni, bis Sonntag, 19. Juni, die siebenteilige 
Reihe "Inside Iran". Eine mit fünf Erstausstrahlungen versehene 
Auswahl von aktuellen Spiel- und Dokumentarfilmen junger iranischer 
Regisseure - vielbeachtet auf internationalen Filmfestivals - 
vermittelt einen authentischen Eindruck von der Jugend im Iran, von 
ihrer künstlerischen und gesellschaftlichen Identität unter den 
Beschränkungen des Systems. 

Die Filmreihe beginnt am Dienstag, 14. Juni, 22.25 Uhr, mit "Kennwort
Kino: Teheran ist überall". Der Überblicksbericht stellt einige der 
wichtigsten Vertreter des neuen iranischen Kinos vor und befragt sie 
zu ihrer derzeitigen Lebens- und Arbeitssituation. Direkt im 
Anschluss, um 22.55 Uhr, zeigt 3sat den Dokumentarfilm "Salaam 
Isfahan" (Iran/Belgien 2010) von Sanaz Azari in Erstausstrahlung. In 
der Zeit um die Wiederwahl des Staatspräsidenten Ahmadinedschad im 
Jahr 2009 begegnet sie Menschen auf der Straße, die ihren 
alltäglichen Besorgungen nachgehen. Unter dem Vorwand, sie 
fotografieren zu wollen, sucht Azari das Gespräch mit ihnen. Die 
Filmreihe schließt am Sonntag, 19. Juni, 23.15 Uhr, mit dem 
Animationsfilm "Persepolis", der die jüngere iranische Geschichte aus
der selbstironischen Perspektive eines heranwachsenden Mädchens 
erzählt.
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