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FP| Pate für eine ganze Familie

Die dauerhafte Unterbringung von Flüchtlingen in Lagern schafft Probleme – das zeigen nicht zuletzt die Misshandlungsfälle in Nordrhein-Westfalen. In Chemnitz geht man andere Wege: Flüchtlinge haben eigene Wohnungen – und jetzt auch Paten.

Chemnitz. Zu duftendem Tee und Kuchen reicht Rahimeh eine Schachtel Datteln über den Wohnzimmertisch. Im Wörterbuch schlägt die 37-jährige Iranerin das deutsche Wort für die Frucht nach, die ihr als Khorma bekannt ist. Mit Gesten warnt sie den Gast, nicht zu fest zuzubeißen, wegen des Kerns. Schokolade gebe es im Iran auch, klärt Rahimehs ältester Sohn Peyman auf: „Ist aber nicht gesund.“ Zum Naschen seien Datteln besser, findet der 20-Jährige. Von seiner fünfköpfigen Familie, die im Dezember nach Chemnitz kam, ist Peyman mit seinen Deutschkenntnissen am weitesten fortgeschritten. „Das Beste an Chemnitz ist Runa. Ich weiß nicht, was wir ohne sie gemacht hätten“, sagt er.

Runa Richter sitzt auf dem Sofa und winkt ab. Sie habe nur getan, was ihre Aufgabe sei. Für den 2008 gegründeten Verein „Save me“ vermittelt die 28-jährige Germanistik-Studentin in Chemnitz Patenschaften an Flüchtlingsfamilien. „Inzwischen gibt es das in 58 Städten“ sagt sie. In Chemnitz begann das Projekt im September 2013. Bisher haben 25ausländische Familien ortskundige Paten. Ursprünglich bezog sich das Projekt allein auf die von den Vereinten Nationen zugewiesenen Resettlement-Flüchtlinge (siehe nebenstehender Beitrag). Da sich aber in Chemnitz schon weit über 70 Personen, vom Studenten bis zum Rentner, als Paten gemeldet haben, weitete man das Projekt jetzt auf Asylbewerberfamilien aus.

Für ihre iranische Familie ist Runa Richter erstmals selbst Patin. Sie erinnert sich an den Tag im Dezember, als sie sich im Chemnitzer Wohnheim zum ersten Mal begegneten: Vater Teimoor (47), Mutter Rahimeh, deren Söhne Peyman und Kamran und die sechsjährige Tochter Pegah. Da scheiterte die Kommunikation schon an der Übersetzung einfachster, fürs Leben in einer fremden Stadt aber elementarer Fragen: Wo ist ein Supermarkt? Sie ging mit „ihrer“ Familie zum Flüchtlingsrat, wo Runa Richter nebenbei jobbt. „Ich wusste, mein Chef dort spricht persisch“, sagt sie. In den ersten Wochen bedurfte es stets eines Übersetzers. „Da haben die Vermittler vom Verein In- und Ausländer sehr geholfen“, sagt sie. Inzwischen besuchen alle Familienmitglieder täglich den Sprachunterricht der Integrationskurse an der Volkshochschule.

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Confront Iran’s Human Rights Violations through Personal Stories of Persecution


Impact Iran Coalition and International Campaign for Human Rights in Iran draw attention to Iran’s upcoming human rights review
October 14, 2014— Impact Iran, a coalition of human rights organizations, in partnership with the International Campaign for Human Rights in Iran, today launched a new video, “Promises Made, Promises Broken.” The video is part of a series aimed at drawing attention to Iran’s second Universal Periodic Review (UPR) at the UN Human Rights Council on October 31, 2014. A new video will be released each week leading up to the review.

Their first video features nine persecuted Iranians who powerfully tell their stories of repression, harassment, detainment and torture in their own words. While these activists, bloggers, lawyers and students put a face to Iran’s human rights abuses, their stories are shared by many Iranians whose rights are violated every day.

“’Promises Made, Promises Broken‘ tells the story of Iran’s human rights abuses through the compelling personal accounts of those who have experienced firsthand what it is like to live with this level of repression,” said Hadi Ghaemi, executive director of the International Campaign for Human Rights in Iran. “These individuals were targeted because of their religious beliefs, their peaceful rights advocacy, their sexual orientation, and their ethnicity, which goes against all of Iran’s human rights commitments.”

Despite the fact that Iran accepted 126 recommendations from UN Human Rights Council member countries at its last UPR in 2010, it has not honored the majority of these commitments, and violations continue to occur. For example, Iran agreed to improve protections against torture and ill treatment of detainees. However, several of the Iranians featured in “Promises Made, Promises Broken” report being victims of physical and psychological torture during their unjust detainments. The video calls on viewers throughout the international community to raise their voices and hold Iran accountable for its track record on human rights.

An analysis of Iran’s UPR commitments is available at www.ImpactIran.org and www.UPRIran.org.

“As Iran’s second UPR approaches, it has never been more important that we take measures to ensure the Iranian government keeps its human rights promises,” said Mani Mostofi, Director of Impact Iran. “This video series puts human faces to each of Iran’s repressive practices and urges viewers to raise their voices in solidarity with these persecuted Iranians to hold Iran accountable.”

#UPRIRAN #UPR20

Source: International Campaign for Human Rights in Iran

To Light a Candle – trailer for a film by Maziar Bahari

The Baha’is are a religious minority in Iran. They are systematically imprisoned, tortured and killed by the Iranian government. The Islamic regime bans the Baha’is to study or teach in Iranian universities. But the Baha’is do teach, and they do study. Since 1987 the Baha’is started BIHE, an underground university with hundreds of students in Iran, and dozens of teachers in Iran and around the world. Through powerful interviews, exclusive secret footage shot by citizen journalists, rare archival material and dramatic letters written by a Baha’i prisoners currently in jail in Iran, To Light a Candle shows how a small minority has defied the brutal systematic religious persecution through non-violent resistance and educating their youth. A film by Maziar Bahari.

Bahai| Unerfüllte Versprechen – Irans Versagen in der Menschenrechtspolitik

Der Iran hat eine Reihe von Versprechen hinsichtlich des Umgangs mit den Bahá’í im eigenen Land in keinster Weise eingelöst, heißt es in einem aktuellen Bericht der Internationalen Baha’í-Gemeinde. 

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Der Bericht „Unfulfilled Promises” (dt.”Unerfüllte Versprechen“) wurde Anfang dieser Woche im UN-Hauptquartier in Genf vorgestellt. Dieser geht auf 34 spezifische Zusagen ein, die der Iran im Februar 2010 beim UN-Menschenrechtsrat gemacht hatte und die in irgendeiner Weise dazu beitragen könnten,  schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen gegenüber den Baha’i entgegenzuwirken.

“Der Iran hat vollkommen darin versagt, seinen Verpflichtungen nachzukommen, die er vor vier Jahren in Hinblick auf die Verbesserung der Menschenrechtslage der Baha‘i, eingegangen ist,“ kommentierte Diane Alai, Sprecherin der Internationalen Baha‘i-Gemeinde (BIC) bei den Vereinten Nationen in Genf.

“Der Menschenrechtsrat beruht auf dem Standpunkt, dass sich seine Mitglieder für die Wahrung und Förderung der Menschenrechte ehrlich und aufrichtig einsetzen. Der Iran, mit seinen „unerfüllten Versprechungen“, ist ein trauriger Beweis für Diskrepanz zwischen der Rhetorik des Landes und seiner Realität“, so Alai.

Die Zusagen des Iran erfolgten im Rahmen des sogenannten Universal Periodic Review (UPR). Alle vier Jahre findet bei den Mitgliedstaaten im Rahmen des UPR Prozesses eine Prüfung ihrer Menschenrechtsbilanz statt. Allen Staaten werden die gleichen Bewertungskriterien auferlegt. Die erste UPR Prüfung des Iran erfolgte im Februar 2010, die nächste steht im Oktober 2014 an.

Während der Überprüfung im Jahr 2010 akzeptierte der Iran 123 von anderen Ländern gemachte Empfehlungen hinsichtlich der Verbesserung ihrer Menschenrechte.

Vier dieser Empfehlungen bezogen sich speziell auf den Umgang mit der Baha‘i-Gemeinde.

Drei der vier Empfehlungen, die der Iran akzeptierte, forderten insbesondere einen  “fairen und transparenten” Gerichtsprozess der sieben ehemaligen Baha‘i-Führungsmitglieder, der zeitgleich während des UPR im Jahr 2010 stattfand.

“Wie jeder weiß, war dieses Gerichtsverfahren durch zahlreiche Verletzungen eines ordnungsgemäßen Prozess geprägt – vom Ausschluss der Öffentlichkeit bis hin zur offensichtlichen Befangenheit der Richter”, sagte Alai. Das Urteil der Sieben gleiche nach Auskunft der Verteidiger “eher einer politischen Kundgebung, als einem rechtsgültiges Dokument“ und bringe „keine Belege für diese Unterstellungen hervor.“

Eine weitere Empfehlung fordert den Iran auf, diejenigen strafrechtlich zu verfolgen, die zu Hass gegen die Baha‘i anstiften.

“In der ersten Jahreshälfte von 2014 stieg die Zahl solcher Angriffe in den Medien drastisch an – von 55 im Januar auf mindestens 565 im Juni“, zitierte Alai Zahlen aus dem Bericht. „Die Regierung unternahm jedoch nichts dagegen, da diese Angriffe auf Veranlassung der Regierung geschahen“.

“Baha’i haben weiterhin keinen Zugang zu jeglicher Art von iranischen Medien, in denen sie falsche Aussagen und Anschuldigungen gegen sich und ihren Glauben widerlegen könnten. Die Falschdarstellungen ziele auf nichts weniger ab als die Bevölkerung gegen die Baha‘i aufzuwiegeln und ihre Verfolgung zu rechtfertigen“, sagte Alai.

Weitere 26 Empfehlungen betreffen Menschenrechte, wie den Schutz vor Folter oder Freiheit von wirtschaftlicher Diskriminierung oder auch Zugang zu Bildung, welcher den Baha’i in vergangenen Jahren ebenfalls vorenthalten wurde.

“Unser Bericht belegt, dass keine einzige dieser Verpflichtungen erfüllt wurde“, sagte Alai.

Derzeit sind mehr als 100 Baha‘i ausschließlich aufgrund ihrer religiösen Überzeugungen in Haft.

Bei der Präsentation des Berichts wurde auch Mahnaz Parakand, eine der Rechtsanwälte, die 2010 die sieben inhaftierten Baha‘i-Führer zu verteidigte, vorgestellt. Sie sagte, es sei klar gewesen, dass der Ausgang des Prozesses von vorneherein feststand. „Die Justiz ist zu einem Ort geworden, die die Freiheit der Menschen einschränkt”, sagte Parakand.

„Die Richter des Revolutionsgerichtes sind zu Maschinen geworden, die einfach die Urteile, die das Informationsministerium gefällt hat, unterschreiben. Die Art und Weise wie das Verfahren geführt wurde, zeigt, dass der gesamten iranischen Baha‘i-Gemeinde der Prozess gemacht wurde, nicht nur den sieben Führungsmitgliedern”, sagte Parakand.

New report on Iran’s failed promises on human rights

15 September 2014

— Iran has completely failed to live up to a series of promises it made regarding its treatment of Iranian Baha’is four years ago, says the Baha’i International Community in a new report.

Titled „Unfulfilled Promises„, and launched today at the United Nations headquarters in Geneva, the report discusses 34 specific pledges made by Iran in February 2010 at the UN Human Rights Council that in some way could address human rights violations faced by members of Iran’s Baha’i community.

„Iran has utterly failed in every case to fulfill the commitments it made to improve human rights in relation to its treatment of Baha’is when it stood before the Human Rights Council four years ago,“ said Diane Ala’i, the BIC’s representative to the United Nations in Geneva, discussing the report.

„The Council is built on the idea that its members will be honest and sincere in their pursuit of human rights, and Iran’s record of ‚unfulfilled promises‘ is a sad testimony of the gap between that country’s rhetoric and reality,“ said Ms. Ala’i.

The pledges made by Iran came during a procedure known as the Universal Periodic Review (UPR). Held on each member state every four years, the UPR is designed to be a process that treats all states equally in considering their human rights records. Iran’s first review was in February 2010, and it will undergo its next review in October 2014.

During its 2010 review, Iran accepted 123 recommendations made by other countries about specific steps it could take to improve its human rights.

Four of those recommendations referred specifically to Iran’s treatment of the Baha’i community.

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  • Among other things, „Unfulfilled Promises“ discusses the sharp rise in anti-Baha’i propaganda this year. As illustrated by this chart from the booklet, the number… »

Specifically, three recommendations accepted by Iran called for a „fair and transparent“ trial for the seven imprisoned Iranian Baha’i leaders, who, in fact, were being tried at the time of the UPR, in 2010.

„Unfortunately, as everyone knows, that trial was marked by numerous violations of due process, from a closed courtroom to obvious judicial bias,“ said Ms. Ala’i, noting that their lawyers have said the indictment against the seven was „more like a political announcement, rather than a legal document“ that was „written without producing any proof for their allegations.“

Another recommendation called on Iran to „judicially prosecute“ those who incite hatred against Baha’is.

„Yet, during the first half of 2014, the volume of such media attacks rose sharply, from 55 in January to at least 565 in June,“ said Ms. Ala’i, recounting figures from the report. „Yet the government has done nothing, as these attacks are made at the government’s instigation.

„Baha’is continue to be denied access to any form of Iranian mass media where they could counter the false statements and allegations being made about them and their faith, the purpose of which is nothing less than an attempt to rouse the general population against the Baha’is and to justify the persecution of them,“ said Ms. Ala’i.

Another 26 recommendations cover human rights, such as protection from torture or freedom from economic and educational discrimination, that have also been withheld from Iranian Baha’is in recent years.

„Our report shows, on a recommendation-by-recommendation basis, how none of these commitments have been fulfilled,“ said Ms. Ala’i.

There are currently more than 100 Baha’is in prison, she noted, all held solely because of their religious beliefs.

Today’s launch, held in room XXIV at the Palais des Nations, also featured the presence of Mahnaz Parakand, one of the lawyers who helped to defend the seven imprisoned Baha’i leaders during their trial in 2010.

She said it was clear that the outcome of the trial had been pre-determined.

„The judiciary has become a place to limit the freedom of people,“ said Ms. Parakand. „The judges of the revolutionary court have become machines that simply sign the sentences that had been decided by the Ministry of Information.

„Everything in the way the trial took place showed that it was the trial of the Baha’i community of Iran, not of the seven leaders,“ Ms. Parakand said.

The Baha’i and Political Change in Iran – Dr. Kishan Manocha

„Outside the Law?“ The Baha’i and Political Change in Iran
Dr. Kishan Manocha
Director of Public Affairs, National Spiritual Assembly of the Baha’is, UK
http://migs.concordia.ca/personnel/Fe…

The Future of Religious Minorities in the Middle East
A Series of CSI-sponsored Public Discussions | 2012-2014
http://www.middle-east-minorities.com

Kishan Manocha: „Menschenrechte bei allen Verhandlungen mit dem Iran thematisieren“

Der Iran führe eine „systematische Kampagne zur Ausrottung der Bahai“, sagte der Bahai Kishan Manocha gestern in Zürich. Sein Referat – „Ausserhalb des Gesetzes? Die Bahai und der politische Wandel im Iran“ – war der neunte Beitrag in der Vortragsreihe von Christian Solidarity International zu den religiösen Minderheiten im Nahen/Mittleren Osten.

Menschenrechtslage im Iran weiterhin „haarsträubend“ Lies den Rest dieses Beitrags

Concern over persecution of Iranian Baha’is at UN Human Rights Council

Overall, human rights in Iran have not improved substantially since the election of President Hassan Rouhani last year, despite his promises to grant citizens more rights and to end discriminatory practices, according to Ahmed Shaheed, the UN special rapporteur on human rights in Iran.

In a presentation to the Human Rights Council yesterday, Dr. Shaheed said that while Iran had made a few positive steps towards strengthening human rights, the government continues to violate international legal standards, oppress women, and persecute ethnic and religious minorities, including members of the Baha’i Faith.

„Hundreds of individuals reportedly remain in some form of confinement for exercising their fundamental rights, including some 39 journalists and bloggers, 92 human rights defenders, 136 Baha’is, 90 Sunni Muslims, 50 Christians, and 19 Dervish Muslims,“ Dr. Shaheed said.

The session marked the formal presentation of his annual report to the Council. In that report, which was issued last week, and before the Council yesterday, Dr. Shaheed noted that while Iran’s proposed charter of citizen’s rights is „a step in the right direction,“ it nevertheless „falls short of strengthening protections for the equal enjoyment of human rights for women and members of the country’s religious and ethnic minority communities.“

„It also fails to address the use of cruel, inhumane or degrading punishment, including flogging, hanging, stoning and amputation.“

„The charter does not ban the execution of juveniles and also fails to address concerns about the use of capital punishment, in particular for offenses that do not meet the standards for most serious crimes under international law,“ Dr. Shaheed said.

Last week, UN Secretary General Ban Ki-moon also released his annual report to the Council on human rights in Iran. He said that he found no improvements for Baha’is and other religious minorities, and few improvements in Iran’s human rights situation overall.

„There have been no improvements in the situation of religious and ethnic minorities, who continue to suffer severe restrictions in the enjoyment of their civil, political, economic, social and cultural rights,“ said Mr. Ban. „Religious minorities such as Baha’is and Christians face violations entrenched in law and in practice.“

Yesterday, during Dr. Shaheed’s presentation, known as an interactive dialogue, country delegations and non-governmental organizations were allowed to respond and ask questions.

At least nine countries specifically expressed concern about the ongoing persecution of Iranian Baha’is. They included Australia, Belgium, Botswana, France, Germany, Ireland, Switzerland, the United Kingdom, and the United States. The European Union, in its statement, also mentioned the Baha’is.

Ireland said: „The situation of members of religious minorities continues to be of concern.“

„We note in particular the information contained in the Special Rapporteur’s report on the situation of the Baha’is, including that they are regularly prosecuted for participation in their community affairs, including by facilitating educational services and publicly engaging in religious practices, such as attending devotional gatherings, but that they are typically charged with political or security crimes, such as espionage or ‚propaganda against the ruling system.'“

Botswana said: „We also ask Iran to eliminate discrimination against religious minorities, including Baha’is.“

Switzerland asked why Baha’is are „subjected to growing oppression, despite the fact that they are very discreet in Iran“ and are „not critical of the government.“

Diane Ala’i, the representative of the Baha’i International Community to the United Nations in Geneva, also participated in the session, as did a number of other NGO representatives.

„To date, there has been no improvement in the situation of Iranian Baha’is,“ Ms. Ala’i said, addressing Dr. Shaheed. „As you indicated yourself, 136 Baha’is are in prison solely on religious grounds, not one Baha’i youth has been able to complete his or her studies in an Iranian university and most of them are denied access in the first place, shops continue to be sealed, work in the public sector is prohibited, cemeteries are desecrated, and incitement to hatred in state-sponsored media is rampant.“

Source: Bahá’í International Community

New video documents Iranian government’s sponsored violence against its own Baha’is citizens

Parva Rahmanian and her family used to run a flower shop in Iran – until the government revoked their business license.

The reason given was simple: as Baha’is, they were „unclean“ – and so were their floral designs. The uncleanliness of the Baha’is was, to the world’s great shock and outrage, the subject of a recent fatwa by the Supreme Leader Ali Khamenei.

„We received a letter from the Justice Bureau saying that as a florist one’s hands get wet while decorating flowers, and given that Baha’is are considered unclean by the high-ranking clerics…, the work permit was revoked,“ says Ms. Rahmanian in a new video released today by the Baha’i International Community.

Ms. Rahmanian’s story is one of many personal accounts of persecution faced by Iranian Baha’is featured in the 17-minute video, which is titled „Violence with Impunity“ and is available on the BIC’s YouTube channel.

The new production, which is available in English and Persian, is based in part on a recent report of the BIC with the same title, which was released in March. However, the video also features numerous new interviews done over the last six months in the United States and Europe.

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  • Parva Rahmanian, one of the people interviewed in the video.

„This new video takes the dramatic statistics documented in our earlier report and illustrates them with personal accounts of what it means to live in a country where the very authorities that are supposed to protect your rights are the ones behind your oppression,“ said Diane Ala’i, a representative of the Baha’i International Community to the United Nations in Geneva.

Naim Sobhani, for example, describes what it was like as a child growing up in Iran and having to face vilification from teachers.

“ ‚These Bahai’s are dirty, they are unethical, they are unclean non-believers, do not dine with them, do not socialize with them, do not befriend them,'“ he recounts his teachers as saying. „As a child in the elementary school, hearing the teacher saying this sort of things in a classroom to your classmates in the class,“ said Mr. Sobhani, who now lives in the United States.

Also featured are several human rights activists.

Mahnaz Parakand, an attorney who defended Baha’is before having to flee Iran herself, talks about how the government uses false charges of espionage to prosecute and imprison Baha’is.

„The only reason they cite for espionage on the part of the Baha’is is that the shrines of the great figures of the Baha’i Faith are located in Israel, which are considered sites of pilgrimage for the Baha’is,“ said Ms. Parakand.

„As a Muslim, when I go to Saudi Arabia for pilgrimage, does the mere fact that the House of God, the Kaaba, is located in Saudi Arabia mean all Muslims in the world could be spying for Saudi Arabia in their native countries?“ she said.

Karim Lahidji, president of the International Federation for Human Rights (FIDH), says Iran’s policy has been „to increase the pressure on the Bahai community so that in the best case scenario they would relinquish their beliefs.“

The original report documents a rising tide of violence directed against the Iranian Baha’i community – and the degree to which attackers enjoy complete impunity from prosecution or punishment.

From 2005 through 2012, for example, there were 52 cases where Baha’is have been held in solitary confinement, and another 52 incidents where Baha’is have been physically assaulted. Some 49 incidents of arson against Baha’i homes and shops, more than 30 cases of vandalism, and at least 42 incidents of cemetery desecration were also documented.

Quelle: BAHAI

Iran: Angehörige der Bahai-Religion leben in einem Klima der Angst

Für die Bahai hat sich unter  dem neuen iranischen Präsidenten Hassan Rohani wenig  geändert.  (Bild: picture alliance / dpa / Brendan Mcdermid / Pool)Für die Bahai hat sich unter dem neuen iranischen Präsidenten Hassan Rohani wenig geändert. (Bild: picture alliance / dpa / Brendan Mcdermid / Pool)

Angehörige der Bahai-Religion leben in einem Klima der Angst

Mitglieder der iranischen religiösen Minderheit werden immer wieder verhaftet (Beitrag hören)

Von Frank Aheimer

Seit vielen Jahren geht man im Iran von offizieller staatlicher Seite gegen die Angehörigen der Bahai vor, die größte religiöse Minderheit im Iran. Auch nach der Wahl des neuen Präsidenten Rohani sehen die Bahai noch keine Anzeichen für eine Veränderung ihrer bedrohlichen Situation.

Am 24. August wurde der in der südiranischen Stadt Bandar Abbas bekannte Bahai Ataollah Rezwani in seinem Auto durch einen Schuss in den Hinterkopf ermordet aufgefunden. Sein Sohn Kourosh erklärte kurz nach dem Mord in einem Interview gegenüber dem persischen Onlinedienst „Rouz“:

„Mein Vater war ein ganz besonderer Mensch. Er tat nichts als anderen zu dienen. Er hatte weder Probleme noch Feinde“.

Ataollah Rezwani war der bekannteste Bahai in der Stadt. Er war sehr beliebt und einer der fähigsten Experten auf dem Gebiet der Wasseraufbereitung. Mehrfach verlor er auf Druck der Regierung seine Arbeit. Sein Vetter Navid Aghdasi berichtet davon, dass auf Rezwani bereits seit Längerem erheblicher Druck seitens staatlicher Stellen ausgeübt und er bedroht wurde.
Diane Alai, Sprecherin der Internationalen Bahai-Gemeinde bei den Vereinten Nationen in Genf, sieht die Ermordung von Ataollah Rezwani als unmittelbare Folge einer staatlichen Kampagne.  Lies den Rest dieses Beitrags

Zeit| GRÜNE BEWEGUNG – Nie ganz weg aus dem Iran

In Deutschland leben hundert iranische Veteranen der Grünen Bewegung. Einer von ihnen ist Hesam Misaghi. Sein Heimatland will er nicht vergessen.

© Rico Grimm

Hesam MisaghiHesam Misaghi

Als es bei den iranischen Protesten vor vier Jahren darum ging, wo die Freiheit beginnt und wo sie endet, hatte Hesam Misaghi zweimal eine Grenze überschritten. Die erste war auf keiner Karte verzeichnet, das Mullah-Regime hatte sie gezogen. Die zweite entstand in einer Zeit, als das Land noch Persien hieß, und lag im Nordwesten nahe dem Irak und der Türkei.

Nachdem Misaghi die erste Grenze überquert hatte, packte ihn die Angst. Erst als er die zweite Grenze zur Türkei hinter sich ließ gelassen hatte, wich sie einem Gefühl der relativen Sicherheit – jetzt konnte das Regime seine Wohnung nicht mehr stürmen, denn er hatte keine mehr. Aber vor dem iranischen Auslandsgeheimdienst musste er sich weiter fürchten.

Misaghi war Teil der Grünen Bewegung, jener Massendemonstrationen, die vor vier Jahren bei den letzten Präsidentschaftswahlen das iranische Regime ins Wanken, aber nicht zu Fall brachten. Sein Heimatland hat er seit mehr als drei Jahren nicht mehr betreten können. Misaghi lebt heute in Berlin-Charlottenburg.

Er ist einer von knapp hundert Iranern, die ins politische Exil nach Deutschland gegangen sind. Ursprünglich wollte Deutschland nur 20 iranische Polit-Flüchtlinge aufnehmen. Es gab Proteste, 50 wurden zugelassen. Lutz Bucklitsch von der Flüchtlingshilfe Iran sagt, dass „aufgrund der guten Erfahrungen“ mit diesen Iranern die Innenministerkonferenz die Aufnahme weiterer Flüchtlinge erleichtert habe. „Diese Flüchtlinge sind gut integriert, sie arbeiten, sind selbständig, es gibt keine Asylverfahren“, sagt er. Ihm ist wichtig, dass die Iraner in Deutschland ihre politische Arbeit fortsetzen können. Dass sie ihre Stimme behalten können – anders als 2009.

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Semnan: drei Schicksale, eine Haftanstalt

Barman Ehsani muss mittlerweile sieben Monate alt sein, Suren Ghorbani und Rasam Tibyanian bald ein Jahr. Sie sind wahrscheinlich die jüngsten Insassen des Frauengefängnisses in Semnan, einer iranischen Stadt, 220 Kilometer östlich von Teheran entfernt. Ihr Schicksal wurde von der Gesellschaft für bedrohte Völkeraufgegriffen. Um der Forderung nach Freilassung der Mütter aus Semnan Nachdruck zu verleihen, hat die Gesellschaft Postkarten drucken lassen. Damit kann sich jeder an Bundespräsident Joachim Gauck wenden. Der Bundespräsident wird gebeten, sich persönlich bei der iranischen Führung für die Freilassung der jungen Mütter und ihrer Kinder sowie der anderen Inhaftierten einzusetzen.Wir veröffentlichen hier die deutsche Übersetzung eines glaubhaften Berichts aus dem Iran, der die Umstände ihrer Gefangennahme sowie deren Haftbedingungen schildert. 

Semnan

Der Vater des kleinen Barman, Erfan Ehsani, wurde wegen seines Bekenntnisses zur Bahá’í-Religion und des Vorwurfs der Propaganda gegen die Ordnung der Islamischen Republik Iran zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Er befindet sich nun im Männergefängnis von Semnan. Auch seine Mutter, Tarane Torabi, wurde wegen ihrer Zugehörigkeit zur Bahá’í-Gemeinde und unter Vorwürfen wie Propaganda gegen die staatliche Ordnung, Mitgliedschaft in Bahá’í-Institutionen, Gründung ungesetzlicher Vereinigungen und “Präsenz unter Muslimen” – gemeint ist wohl der Umstand, dass die Familie Kontakte mit ihrer muslimischen Umgebung pflegte – zu 30 Monaten Haft verurteilt. Die steht sie nun mit ihrem Sohn im Frauengefängnis von Semnan durch.

Wie dies kam? Schon während der Schwangerschaft von Frau Torabi stürmten die Beamten des Geheimdienstministeriums das Haus der Familie und versuchten, diese mit Drohungen und Beschimpfungen einzuschüchtern und den Ehemann zu verhaften. Der psychische Stress löste bei der Mutter eine Frühgeburt aus. Der kleine Barman kam nach acht Monaten Schwangerschaft einen Monat zu früh zur Welt. Sichtbar haben diese Ereignisse nach der Geburt sein Wachstum und seine Entwicklung beeinträchtigt. Etwa zeitgleich zur Geburt wurde Frau Torabi das gegen sie gerichtete Urteil des Revisionsgerichts zugestellt. Sie wurde aufgefordert, ihre dreißigmonatige Haftstrafe anzutreten und im September 2011 mit ihrem Kind im Gefängnis von Semnan vorstellig zu werden. Einen Monat später stürmten die Beamten erneut das Haus der Familie und setzten Herrn Torabi unter massiven Druck, sich zum Wehrdienst zu melden. Als dieser zum Kreiswehrersatzamt ging, um sich zum Militärdienst zu melden, wurde er von den Beamten des Geheimdienstes verhaftet. Im Oktober 2011 kam er in das Männergefängnis von Semnan. Lies den Rest dieses Beitrags

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