Blog-Archive

Spiegel| Rekordschwimmerin in Iran: Gegen die Strömung und das Regime

20 Kilometer im offenen Meer, in einem kiloschweren Ganzkörpergewand. Die Leistung von Elham Asghari ist beachtlich, doch die prüden Islamwächter in Iran wollen sie nicht anerkennen. Jetzt kämpft die junge Frau im Netz für ihre Rechte.

Teheran – „Manchmal fühle ich mich, als wäre ich ein Amphibium. Ich verbringe mindestens so viel Zeit im Wasser wie an Land.“ Diesen Satz hat Elham Asghari dem „Guardian“ gesagt. Die junge Frau liebt das Schwimmen, so viel ist klar. Doch mit dem einfachen Bahnenziehen im Pool ist es für sie nicht getan. Die 32-Jährige zieht es aufs offene Meer, sie jagt Freiwasserrekorde. Ihr Problem: Asghari ist Iranerin und hat seit vergangenem Monat reichlich Ärger mit dem Regime in Teheran.

Am 11. Juni steigt Asghari am Strand von Nowshahr ins Kaspische Meer. Dabei trägt sie nicht etwa nur einen Badeanzug oder gar Bikini. Sie kennt die strengen Regeln ihres Landes genau und hat sich entsprechend gekleidet. Die sogenannte Hidschab verhüllt ihren Körper nahezu komplett. Asghari hat das Gewand für ihren Sport angepasst. Dass es sich trotzdem binnen Sekunden vollsaugt und bis zu drei Kilo Extragewicht bedeutet, hat sie einkalkuliert.

Vollständiger Artikel

 

%d Bloggern gefällt das: