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In Deutschland um die Welt – Iran in Hamburg | EinsPlus

Wenn es in einer Kultur Kampfsport gibt, dann wird Pierre sie testen. Auch wenn er weiter extrem untalentiert bleibt… Pierre erlebt die faszinierende iranische Kultur, leckeres Essen und ein tolles Neujahrsfest. Aber bei dieser charmanten Begleitung, Moderatorin Nina Moghaddam, wäre sicher jedes Fest ein Highlight. In Hamburg leben rund 25.000 Iraner und gilt als größte iranische Community in Deutschland.

Hamburg| Nicht nur Weihnachten: Flüchtlinge helfen Armen

Flüchtlinge wollen nicht immer nur Hilfe annehmen, sondern auch etwas geben. In der Bahrenfelder Luthergemeinde verteilen sie Lebensmittel an Arme. Auch die Bundesregierung findet das Projekt gut.

Von Bernhard Sprengel

Foto: dpa

Flüchtlinge verteilen Lebensmittel an Arme

Flüchtling Me. sortiert auf dem Luthercampus Lebensmittel

Hamburg. „Die sind einfach so mittendrin“, sagt Pastor Björn Begas über die Rolle von Flüchtlingen in seiner Hamburger Gemeinde. Die Luthergemeinde liegt im Stadtteil Bahrenfeld, unweit einer riesigen Containersiedlung für mehr als 1300 Asylbewerber. Dort zu leben empfand H. Be. als „Katastrophe“. Die 31 Jahre alte Englischlehrerin aus dem Iran verbrachte fünf Monate in dem Lager, zusammen mit ihrem Mann Reza M. Sie berichtet von Konflikten unter den vielen Bewohnern, Lärm, Enge, verdreckten Toiletten, Streit ums Essen. „Ich habe jeden Tag geweint.“

Jetzt steht sie in einer Begegnungsstätte auf dem Luthercampus, packt Brotlaibe in Tüten ab und strahlt. Zusammen mit gut einem Dutzend anderer Helfer aus Deutschland, Afghanistan, Brasilien und weiteren Ländern bereitet sie die wöchentliche Lebensmittelausgabe für etwa 500 Bedürftige im Stadtteil vor. Brot, Obst, Konserven und anderes sind Spenden zweier Supermärkte und einer Bäckerei. Auch die Hamburger Tafel gibt von ihren Lebensmittelspenden etwas dazu.

25 Ehrenamtliche helfen bei der Essensausgabe

Zweieinhalb Stunden vor Öffnung der Ausgabe werden im „Café Käthe“ Sessel und Sofas zur Seite geschoben und lange Tische aufgestellt. Die Helfer schleppen Kartons mit Obstgläsern oder Fertigbackwaren aus dem Keller und packen sie aus. Es braucht viele Handgriffe, bis sich die erste Gruppe Bedürftiger bedienen kann. Einige der insgesamt 25 ehrenamtlichen Mitarbeiter gehören selbst zu diesem Kreis und wollen etwas zurückgeben.

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Welt| Die Achse der Böden

Im Schatten der Embargos macht der Iran gute Geschäfte mit handgeknüpften Teppichen. Nun könnte ausgerechnet die Lockerung der Handelsbeschränkungen zum Problem werden

Der Lastwagen, der an diesem Wintermorgen in die Hamburger Speicherstadt rollt, hat acht Tage Fahrt und einige Tausend Kilometer hinter sich. Nun hält er vor einem rot geklinkerten Lagerhaus. In der ersten Etage öffnet sich eine Luke. Lagerarbeiter lassen die Haltetaue einer einfachen Seilwinde herab und beginnen damit, die wertvolle Fracht Stück für Stück ins Warme und Trockene zu hieven: 1650 handgeknüpfte Perserteppiche, gerade eingetroffen aus Teheran. Eine Szene wie aus längst vergangenen Tagen. Seilwinde? Handgeknüpft? Aus Teheran? Schwer zu sagen, was hier am meisten verwundert.

Der Iran hat sich in den vergangenen Jahren politisch isoliert. Das Land ist noch immer weitreichenden Handelsbeschränkungen unterworfen. Die Eskalation im Atomstreit brachte mit den Ölexporten die größte Einnahmequelle des Staates weitgehend zum Versiegen. Trotz der jüngsten Lockerungen sind zentrale Teile der Wirtschaft des Landes vom Weltmarkt abgekoppelt. Und doch gibt es im Iran einen Wirtschaftszweig, der ungeachtet aller politischen Umstürze und internationalen Zerwürfnisse, im Grunde sogar ungeachtet der Industrialisierung einfach so weitermacht wie eh und je: die Teppichknüpfer.

Im Alltag westlicher Industriestaaten ist die Existenz dieses Handwerks weitgehend in Vergessenheit geraten. Für den Iran ist die Nischenbranche dagegen eine der wenigen Konstanten seines Außenhandels. Denn anders als in den USA, wo selbst Bodenbelag unter das Embargo fällt, durfte Teppich auch zu Zeiten des strengsten Embargos in die Europäische Union eingeführt werden. Die Zollstatistik weist für das vergangene Jahr 2012 eine Einfuhr von 1266,9 Tonnen Teppich aus dem Iran nach Deutschland aus, Warenwert: 28,5 Millionen Euro.

Der größte Teil der Auslegeware landet erst einmal in Hamburg. Die Hansestadt ist traditionell die zentrale Drehscheibe des deutschen und europäischen Teppichhandels. Schon vor über hundert Jahren wurden in der Speicherstadt Teppichballen von den Hafenbarkassen direkt in die Rotklinkerbauten des Zollfreilagers verladen. Doch in den vergangenen Jahren hat sich die Szenerie dramatisch geändert. Von den über 300 Teppichhändlern, die in den 90er-Jahren noch in der Speicherstadt ansässig waren, sind nur noch rund 50 geblieben. In den Barkassen sitzen schon lange nur noch Touristen. Die Ware reist per Lkw, nicht selten auch per Luftfracht.

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NDR| Menschenstudien und Alltagsabenteuer

Vorgestellt von Claudio Campagna

„Ich bin Ausländer. Und das ist auch gut so“ heißt das neue Buch des Hamburger Schriftstellers Mahmood Falaki – ein bisschen trotzig und an ein Bonmot des Berliner Bürgermeisters Wowereit angelehnt. Falaki ist in den frühen 80er Jahren vor dem Regime der Mullahs aus dem Iran geflohen. Inzwischen fühlt er sich in Hamburg aber heimisch. Seine Kurzgeschichtensammlung handelt von dem täglichen kleinen Aufeinanderprallen der Kulturen in dieser Stadt.

Mahmood Falaki - Ich bin Ausländer und das ist auch gut so (Buchcover) © Sujet Verlag Detailansicht des BildesAlltagserlebnisse eines Ausländers in Hamburg.30 Jahre lebt Mahmood Falaki nun schon in Deutschland. Fast so lange wie vorher im Iran. Dass viele ihn trotzdem als erstes über seine Herkunft ausfragen, daran hat er sich gewöhnt. Doch manchmal nehmen solche Gespräche doch ganz schön skurrile Formen an:

Leseprobe:

„Was für ein Landsmann sind Sie?“ fragt die 80 Jahre alte Dame auf dem U-Bahn-Sitz gegenüber.
„Ich komme aus Persien.“
„Brasilien? Aber Sie sehen nicht wie ein Indio aus.“
„Nein, Persien, Iran!“
„Ach so, Iran! Sie sind Muslim!“
„Nein!“
„Nein? Gibt es in der Türkei auch Christen?“ Lies den Rest dieses Beitrags

daStandard.at| Ein Stück Iran in Hamburg

Hamburg ist die Stadt mit der zweitgrößten iranischen Community in Europa, so heißt es zumindest. daStandard.at hat einige aus dieser Gemeinschaft auf einem Vereinstreffen in der Hansestadt kennengelernt

Im Elham Samili Tehranis Wohnzimmer herrscht gute Laune. Eines der regelmäßigen Vereinstreffen des Hamburger „Diwan“ steht an – heute Abend sind auch neue Mitglieder gekommen. „Der Verein ist eine Initiative von iranischstämmigen der zweiten Generation in und um Köln, die mittlerweile auch Hamburg erreicht hat“, erzählt Mohammad Farokhmanesh, der die Projekte in der Hansestadt verantwortet. Es geht vor allem um Kultur: Musikveranstaltungen, große und kleine Konzerte, also kreative Zusammenkünfte aller Art.

Vierzehn Iraner verschiedener Altersgruppen und mit unterschiedlichen Herkunftsgeschichten sind heute Abend zusammengekommen. Hamburg scheint für viele Iraner erster Ankunftsort und ein Tor zu Europa zu sein. Laut Statistik Nord leben gut 18.000 Deutsche mit iranischem Migrationshintergrund hier, das „Hamburger Abendblatt“ berichtet von 10.000 bis 25.000. Damit soll Hamburg „nach London die zweitgrößte iranische Gemeinde in Europa“ beherbergen. Die Zahlen gehen auch deshalb auseinander, weil viele Iraner die doppelte Staatsbürgerschaft besitzen, somit auch als Deutsche gezählt werden. Aber warum gerade Hamburg?

Artikelbild

Lange hanseatische Tradition

„Die Stadt pflegt eine lange Tradition guter Beziehungen zum Iran“, sagt Sonja Moghaddari. In ihrer Doktorarbeit, die sie am Genfer Institut für internationale Studien und Entwicklung verfasste, hat sie sich mit der iranischen Gemeinschaft in Hamburg, ihren Entwicklungen, Veränderungen und Besonderheiten auseinandergesetzt. „In Hamburg kennt fast jeder Deutsche mindestens einen Iraner, also ist die Community sehr präsent“, resümiert die Deutsch-Iranerin.

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Körber Stiftung| Teheran – Berlin: Ein Journalist im Exil (Audio) – Ehsan Mehrabi

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Wolfgang Krach, Süddeutsche Zeitung, im Gespräch mit Ehsan Mehrabi

Foto: Körber-Stiftung / Claudia Höhne

Zusammenfassung

Immer wieder müssen Journalisten nach Schikanen, Übergriffen oder Todesdrohungen ihre Heimatländer verlassen. Doch selbst hinter den Staatsgrenzen endet die Verfolgung oft nicht – Drohungen und Einschüchterungsversuche begleiten viele der Flüchtlinge bis in ihre Exilländer. Hinzu kommen die Probleme nach der Ankunft im fremden Land: bürokratische Hürden, Sprachschwierigkeiten und fehlende berufliche Perspektiven. Allein aus dem Iran mussten Dutzende Journalisten fliehen, seit das dortige Regime massiv gegen jede kritische Berichterstattung über die umstrittene Wiederwahl des damaligen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad 2009 und die darauf folgenden Proteste vorging. Viele von ihnen fanden im Rahmen eines humanitären Aufnahmeprogramms Zuflucht in Deutschland. Heute machen sie die größte Gruppe derjenigen Journalisten im Exil aus, die Reporter ohne Grenzen als Teil seiner Nothilfearbeit betreut. Der langjährige Teheraner Parlamentskorrespondenten Ehsan Mehrabi berichtet am 6. November im KörberForum im Gespräch mit Wolfgang Krach, Süddeutsche Zeitung, über die Gründe für seine Flucht aus dem Iran sowie über seine Erfahrungen als Flüchtling und im Exil. In Kooperation mit der Weichmann-Stiftung, der Süddeutschen Zeitung und Reporter ohne Grenzen.

Datum: 06.11.2013
Ort: Hamburg
Personen: Ehsan Mehrabi, Wolfgang Krach
Quelle: KÖRBER STIFTUNG, Hamburg

24. Juli 2013 vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg gegen 4 Angeklagte wegen mutmaßlichen Verstoßes gegen das Iranembargo

Für die am Mittwoch, den 24. Juli 2013, 9.00 Uhr vor dem 3. Strafsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg im Saal 237 des Strafjustizgebäudes, Sievekingplatz 3, 20355 Hamburg, beginnende Hauptverhandlung gegen vier Angeklagte, denen Verstöße gegen das Iranembargo vorgeworfen werden, hat der Vorsitzende des 3. Strafsenats folgende Ordnungs- und Poolverfügung erlassen:

„Foto- und Fernsehaufnahmen im Verhandlungssaal werden jeweils 5 Minuten  vor  Beginn des festgesetzten Verhandlungstermins und nach Verhandlungsende gestattet. Die Aufnahmen sind im Rahmen einer Poollösung vorzunehmen.

Darüber hinaus sind Foto-, Film- und Tonbandaufnahmen im Verhandlungssaal und im Vorraum zum Verhandlungssaal nicht gestattet.“

 

Deutsche Wirtschaft rüstet in Sachen Iran-Sanktionen auf

Die Standesorganisationen der deutschen Wirtschaft rüsten in Sachen Sanktionen auf. In den kommenden Monaten findet eine Flut von Veranstaltungen zu diesem Themenbereich statt.

Offensichtlich keimen in den Schaltzentralen der Wirtschaft Hoffnungen auf, nach den nächsten Präsidentschaftswahlen wieder mehr Geschäfte mit dem Iran beginnen zu können.

Hier ein kurzer Überblick über diese Veranstaltungen:

30.05.2013 Teheran:
30.05.2013 Hamburg:
13.06.2013 Management Circle , Frankfurt
13.06.2013 IHK Karlsruhe:
18.06.2013 IHK Karlsruhe:
04.-08.07.2013 Wirtschaftsgruppe reist nach Iran
26.08.2013 IHK Braunschweig:
17.10.2013 IHK Pforzheim
AHK Iran newsletter April:
Jedem Bürger steht es offen gegen diese Veranstaltungen zu demonstrieren. Stoppen wir die Geschäfte komplett mit dem Mullah-Regime!

 

Hamburg: Anklage wegen mutmaßlichen Verstoßes gegen das Iranembargo

Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof

Die Bundesanwaltschaft hat am 26. März 2013 vor dem Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg gegen

den 70 Jahre alten deutschen und iranischen Staatsangehörigen Gholamali Ka.,
den 25 Jahre alten deutschen und iranischen Staatsangehörigen Kianzad Ka.,
den 78 Jahre alten deutschen Staatsangehörigen Rudolf M. und
den 80 Jahre alten deutschen und iranischen Staatsangehörigen Hamid Kh.,

Anklage wegen Verbrechen nach dem Außenwirtschaftsgesetz (§ 34 Abs. 2, 4 und 6 AWG) und versuchter Verbrechen nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz (§ 19 Abs. 1 Nr. 2 KWKG) erhoben.  Lies den Rest dieses Beitrags

Niedersachsen: Landesregierung gibt Asylbewerber länderübergreifend mehr Bewegungsfreiheit

Die Niedersächsische Landesregierung hat in ihrerheutigen Kabinettssitzung beschlossen, die Asylbewerberaufenthaltsverordnungauf Bremen auszuweiten.

Seit dem 1. März 2012 ist es Asylbewerbern in Niedersachsenallgemein erlaubt, den Bezirk der Ausländerbehörde, dem sie zugewiesen sind,vorübergehend zu verlassen und sichin ganz Niedersachsen aufzuhalten.

„Dadurch sind wir dem Wunsch von Asylbewerbern nachgekommen,die Möglichkeit, sich länderübergreifend zu bewegen, flexibler und wenigerrestriktiv zu gestalten“, erklärte Innenminister Uwe Schünemann.

In einer gemeinsamen Kabinettssitzung Ende Februar 2012hatten Niedersachsen und Bremen dann vereinbart, Rechtsverordnungen zuerlassen, wonach sich Asylbewerber auch auf dem Gebiet des jeweils anderenLandes aufhalten können.

Beide Länder haben sich in den letzten Monaten auf einheitlicheRegelungen geeinigt, so dass die geänderte Verordnung jetzt zur Verbandsanhörungfreigegeben werden kann.

„Niedersachsen und Bremen werden damit eine Vorreiterrolleübernehmen und als erste Bundesländer einvernehmliche Verordnungen erlassen. Eine vergleichbare Absprache gibt es bisher nur zwischenBerlin und Brandenburg, welche aber zum Teil noch auf ermessenslenkenden Erlassenbasiert“, so Innenminister Uwe Schünemann.

Eine entsprechende Regelung mit der Hansestadt Hamburg (SPD Bürgermeister Olaf Scholz) ist nicht zustande gekommen. Eine diesbezügliche Anfrage aus Niedersachsen hatte die Hamburger Innenbehörde abgelehnt.

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