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Qantara| Innenpolitische Reformen im Iran – Die Tür in die Freiheit bleibt zu

Innenpolitische Reformen im Iran

Die Tür in die Freiheit bleibt zu

Justiz, Streitkräfte, Revolutionsgarde, Sicherheitsdienste: Die konservativen Kräfte, deren Vertreter Rohani in der Präsidentenwahl unterlagen, haben die Macht in wichtigen Bereichen des Staates behalten. Da der liberale Rohani keinen Zweifrontenkrieg führen will, muss er die Hoffnungen seiner Anhänger enttäuschen. Ein Kommentar von Rudolph Chimelli

 

Irans Präsident Hassan Rohani möchte keinen Zweifrontenkrieg führen. Er konzentrierte in den ersten hundert Tagen seiner Herrschaft alle Anstrengungen auf die Verbesserung der Beziehungen zum Westen. Denn nur durch den Abbau der Sanktionen und die Beilegung des Atomstreits kann die wirtschaftliche Misere überwunden werden. Zusätzlichem Widerstand der Ultrakonservativen gegen seinen Kurs geht der Präsident aus dem Weg, indem er die innere Liberalisierung Irans aufschiebt – auch wenn er damit die Hoffnungen vieler Anhänger enttäuscht.

Ob es sich dabei um eine Vertagung oder um eine dauerhafte politische Realität handelt, ist schwer zu entscheiden. Die konservativen Kräfte, deren Vertreter Rohani in der Präsidentenwahl unterlagen, haben die Macht in wichtigen Bereichen des Staates behalten: in der Justiz, den Streitkräften, der Revolutionsgarde, den Sicherheitsdiensten.

Die beiden Oppositionsführer Mir Hossein Mussawi (l.) und Mehdi Karrubi; Foto: Kalameh

Unterdrückte Opposition: Mehr als 100 politische Gefangene werden im Iran noch festgehalten, darunter die beiden Oppositionsführer Mir Hossein Mussawi (l.) und Mehdi Karrubi. Sie alle hatten vor vier Jahren Mahmud Ahmadinedschad Wahlfälschung vorgeworfen und dessen damalige Wiederwahl zum Präsidenten nicht anerkannt.

Die deutlichste Kritik an den gegenwärtigen Zuständen übte der ehemalige Innenminister Abdallah Nuri, der einst wegen seiner offenen Sprache zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden war, obwohl er zu jener Zeit der Regierung angehört hatte. Nuri besuchte die Familie des in Hausarrest sitzenden Präsidentschaftskandidaten Mehdi Karrubi und erinnerte Rohani daran, er sei gewählt worden, weil die Iraner Gesetzlosigkeit, Verletzung der Bürgerrechte und „Engstirnigkeit“ in der Islamischen Republik satt hätten.

Ähnlich äußerte sich der bei der Opposition angesehene Ayatollah Ali Mohammed Dastgheib, der der Expertenversammlung angehört, die den Geistlichen Führer wählt. Dastgheib rügte das Schweigen Rohanis, nachdem die Töchter des Präsidentschaftsbewerbers Mir Hussein Mussawi, die ihren Vater im Hausarrest besuchten, von einer Wächterin misshandelt worden waren.

Vollständiger Artikel

 

Wer ist dieser Ḥasan Rūḥānī? – Hintergrund

Ḥasan Rūḥānī, auch als Hassan Rohani oder Hassan Rouhani transliteriert, persisch ‏حسن روحانی‎, ‎(* 13. November 1948 in Sorkheh, Provinz Semnan)[1] ist ein iranischer Politiker und ein schiitischer Mudjtahid mit dem religiösen Titel Hodschatoleslam.

1960 begann er seine Ausbildung in der traditionellen islamischen Schule in Ghom (Hawza); 1969 wurde in der Teheraner Universität aufgenommen und schloss 1972 sein Studium der Rechtswissenschaften ab. Er folgte seinem Interesse für moderne Wissenschaften, setzte sein Studium im Westen fort und schloss sein Masterstudium, gefolgt vom Doktorats-Studium (PhD), in Rechtswissenschaft auf der Glasgow Caledonian University ab.

Politischer Weg

Von 1989 bis 2005 war Rūḥānī Mitglied des Nationalen Sicherheitsrats. Seit 1991 ist er Mitglied des Schlichtungsrats und seit 1992 Leiter des Zentrums für strategische Forschungen. 1998 wurde er in den Expertenrat gewählt, ebenso bei der Wahl 2006 bei der er im Bezirk Teheran den 7. Platz erreichte. Rūḥānī war stellvertretender Parlamentspräsident in der 4. und 5. Legislaturperiode des iranischen Parlaments (Majlis). 2003 wurde Rūḥānī unter Präsident Chatami zum Chefunterhändler der Gespräche zwischen der EU-3(Großbritannien, Frankreich, Deutschland) und dem Iran bezüglich dessen Atomprogramm ernannt. Unter seiner Verhandlungsleitung konnte ein Stopp der Urananreicherung erzielt werden. Am 18. August 2005 wurde er seines Postens enthoben und vom neuen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad durch Ali Laridschani ersetzt. Politisch gilt er Rafsandschānī nahestehend.

Präsidentschaftswahlen 2013

Am 11. April 2013 hat Ḥasan Rūḥānī seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen in Juni 2013 bekannt gegeben. Er betonte, er wolle eine Bürgerrechts-Charta einführen, die Wirtschaft wiederaufbauen und die Zusammenarbeit mit der Weltgemeinschaft verbessern. Rūḥānī werden wegen seinen gemäßigten Ansichten und seinen engen Verbindungen zu Irans führenden Geistlichen, gute Chancen bei den Präsidentschaftswahlen in Juni 2013 angerechnet. Im Sinne einer konstruktiven Interaktion mit der Weltgemeinschaft, bevorzuge er Verhandlungen als den besten Ausweg bei dem Streit um das iranische Atomprogramm. „Besonnenheit und Hoffnung“ sei das Motto der Regierung, die er bilden wolle.

 

Rūḥānī, Ḥasan: Khāṭirāt-i Ḥujjat al-Islām va al-Muslimīn Duktur Ḥasan Rūḥānī: Inqilāb-i Islāmī (1341-1357), Tihrān: Markaz-i Asnād-i Inqilāb-i Islāmī, 2009, ISBN 978-964-419-036-0

Links

  1.  Press TV Hassan Rohani (abgerufen am 14. Juni 2013)

Quelle: AFP /BBC/ DPA/ AP

 

SRF| Iran-Wahl: Reformer Ruhani klar in Führung

Die Präsidentenwahl im Iran könnte womöglich schon im ersten Durchgang einen klaren Sieger finden: Der von Moderaten und Reformern unterstützte Kleriker Hassan Ruhani liegt nach Auszählung der in zehn Prozent aller Wahlbüros abgegebenen Stimmen weit in Führung und nahe der absoluten Mehrheit.

RuhaniBild in Lightbox öffnen.Bildlegende:Könnte die Wahl bereits im ersten Durchgang für sich entschieden haben: Kandidat Ruhani, hier bei der Stimmabgabe in… REUTERS

Auf Ruhani rund 49,87 Prozent der bis zum Samstagmorgen ausgezählten 2,92 gültigen Millionen Stimmen, wie das Innenministerium mitteilte. Lies den Rest dieses Beitrags

Iran: Media blackout

Iran has imposed strict media restrictions on both foreign and Iranian journalists ahead of presidential elections on Friday.

According to international watchdogs, visa applications for most foreign journalists wishing to cover the elections have been rejected or ignored.

Those who have been allowed into Iran are being kept under a tight watch. Soazig Dollet from Paris-based organisation, Reporters Without Borders, explained:

„It’s difficult for foreign journalists to move about freely in Iran. They are permanently under the surveillance of mandatory translators chosen by the Tehran regime. It is impossible for them to attend electoral meetings organised by so called „opposition candidates““.Internet access within Iran has been either blocked or slowed to a near stand-still as authorities bid to stem the flow of information.

Iranian journalists have not escaped the blackout either. In the run-up to the election they have been targeted along with political activists in regime sponsored arrests and harassment.Election polls open on Friday, with hardliners still split on one candidate to support, potentially splitting their vote, increasing the chances of victory for moderate candidate Hassan Rohani.

 

Election Campaign, Iranian Style – Part II

Photos by Mehr News Agency photographers

In many Iranian cities, supporters of various presidential candidates have taken to the streets to campaign for their favorite candidate. These photos show the people in Tehran on Wednesday engaged in the lively campaign.


I Will Vote

Campaigning for the presidency and for City Council positions ended at 8 AM today, Thursday June 13, and candidates are no longer allowed to engage in any form of advertisement. According to elections laws, advertising must end 24 hours prior to the actual elections. The elections are set for Friday, June 14.

Eight men were approved by the Guardian Council to run for president, out of which two have dropped out of the race.

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Fresh Iran Polls Hint At Clash Of Political Currents

Source: RFE/RL

Two fresh opinion polls show Hassan Rohani, the candidate on whom many pro-reform elements in Iran are pinning their hopes, in a virtual tie with conservative candidate Mohammad Baqer Qalibaf ahead of this week’s presidential election.


Hassan Rohani supporters in Tehran streets

In its latest survey on the candidates, conducted in the last two days, Mehr public opinion survey center in Tehran says Qalibaf, the current mayor of Tehran and a former security official, is the front-runner with 17.8 percent support. The poll puts Rohani, a former nuclear negotiator, on 14.6 percent support. The research is a sampling of the views of 800 people in 31 provincial centers. Mehr is related to the semiofficial news agency of the same name and is regarded as close to conservatives. Lies den Rest dieses Beitrags

Iran Presidential Vote Under Way

Source: RFE/RL

The voting is under way in Iran in an election to choose a replacement for President Mahmud Ahmadinejad.

Opinion surveys have suggested a close race between moderate cleric and former nuclear negotiator Hassan Rohani, who is backed by pro-reform elements, and conservative candidate Mohammad Baqer Qalibaf, the current mayor of Tehran and a former security official. Lies den Rest dieses Beitrags

Election Campaign In The Streets Of Tehran

Photos by Arash Khamooshi, ISNA

In recent days, supporters of Iranian presidential candidates have been taking to the streets to campaign for their favorite candidate. Photographer Arash Khamooshi has captured the excitement in the capital city Tehran. Iran’s 2013 presidential election will be held June 14. Eight men were approved by the Guardian Council to run in the election, out of which two have dropped out of the race.


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Iran: Presidential candidate’s detained campaign workers moved to solitary

Hassan Rohani

An opposition website reports that the detained members of Hassan Rohani’s campaign team have been transferred to solitary confinement. Kaleme reports that the detainees are, therefore, in the hands of the Ministry of Intelligence. Hassan Rohani is one of two presidential candidates linked to the reformists.


Young Rohani supporters at his campain rally in Jamaran
Sign reads: „our school friends are in jail“

On Saturday June 1, a number of young Rohani supporters were arrested at a meeting where the former nuclear negotiator was giving a speech.

The Guardian Council disqualified the chief reformist candidate, Ayatollah Hashemi Rafsanjani, from running in the election, and among the eight approved candidates, Hassan Rohani and Mohammadreza Aref are considered to be the only reformists.

There has been some speculation that one of them may withdraw in favour of the other.

 

 

Iran’s Presidential Hopefuls to Face Off Friday

Source: VOA

​The eight men vying to become Iran’s next president are set to face off in the first of three televised debates.

Friday’s debate will be the first chance for the Iranian public to see the eight men on the same stage since campaigning began last week. So far, the candidates‘ public appearances have been limited to brief campaign stops and some short appearances on television and radio.

On Wednesday, Iran’s Supreme Leader Ayatollah Ali Khamenei warned all the candidates to be truthful and respectful during the debates.

According to remarks published on his website, he said the candidates „should refrain from tarnishing their opponents and the realities of the society just to attract votes.“

Four years ago, televised debates between Iranian President Mahmoud Ahmadinejad and pro-reform opponents Mir Hossein Mousavi and Mehdi Karroubi produced several heated exchanges.

Some candidates have already complained of censorship by authorities. Lies den Rest dieses Beitrags

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