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Husum| PERSISCHER ABEND : Die alte Heimat der neuen vorstellen

Parissa Abbassi lädt für Sonntag (28. Juni) zu einem Persischen Abend mit Bilderreise, Musik und Kostproben in den Husumer Speicher ein.

Mit einem „Persischen Abend“ am Sonntag, 28. Juni, möchte Parissa Abbassi im Speicher für mehr Verständnis unter den Menschen werben: „Wenn man sich kennenlernt, kann man sich auch verstehen.“ Die gebürtige Iranerin wird von 17 bis 19 Uhr über das Leben in ihrem Heimatland berichten. Seit 2013 lebt sie in Nordfriesland. Zurzeit arbeitet die
31-Jährige als Zeichenlehrerin beim Kinderschutzbund und gibt Pilates-Kurse in der Volkshochschule. Außerdem ist sie Familienlotsin für Persisch sprechende Flüchtlinge.

Am Sonntagabend lädt die junge Frau zu einer Bilderreise ein mit eigenen Fotos aus demIran und erzählt von ihrem Leben dort. Parissa Abbassi liest neue persische Gedichte und bietet Kostproben aus der Küche des Landes an. Vom grünen Norden des Iran werden ihre Gäste durch Berge und Wüsten bis in den Süden und ans Meer geführt. Neben der abwechslungsreichen Landschaft stellt sie das Alltagsleben der Menschen vor. Und Musik bringt Parissa Abbassi mit: iranischen Pop, Klassik und persische Volksmusik. Auch auf traditionelle Feste wird die junge Frau eingehen.

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FNP| Verein „Infrau“: Brückenbauer für Integration

Von Christian PreußerIn seiner 31-jährigen Geschichte betreute der Verein „Infrau“ mehr als 12 000 Frauen, die aus unterschiedlichen Gründen in Frankfurt strandeten. Der Verein entwickelte verschiedene erfolgreiche Förderprogramme für Integration, die von der Politik gelobt werden.Die Ingenieurin Fatemeh Zabihian floh 2009 aus dem Iran nach Frankfurt.Foto: Rainer RüfferDie Ingenieurin Fatemeh Zabihian floh 2009 aus dem Iran nach Frankfurt.

Wie soll das bloß gehen, ohne Melodie und Schönklang? Die Ingenieurin Fatemeh Zabihian war der Verzweiflung nahe, als sie 2009 in Frankfurt ankam. Sie war mit ihrem Mann aus dem Iran nach Deutschland gekommen, einem Wissenschaftler, der an der Frankfurter Universität einen Job gefunden hatte. Zabihian war damals 36 Jahre alt, hatte einen sechsjährigen Sohn und war hochschwanger. „Ich wusste nicht, wie ich mich in der fremden Stadt, in der doch alles so neu und anders war, zurechtfinden sollte. Ich sprach die Sprache nicht und sie schien mir auch sehr komplex“, sagt sie heute. Zunächst traute sie sich nicht aus dem Haus, blieb in der Wohnung. Doch das nervte sie bald. Gemeinsam mit ihrem Mann suchte sie nach Möglichkeiten, Sprachunterricht und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bringen. Sie entdeckten den Verein „Infrau“, der aus Sicht der Familie das perfekte Angebot machte: Während in einem Raum Sprachunterricht stattfand, wurden im Nachbarraum die Kinder betreut. „Wir mussten nicht lange überlegen“, sagt Zabihian. Sie klingelte und vereinbarte auf Französisch einen Kurstermin nach den Sommerferien.

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Tarek Chalabi -Winner of the CIVIS Media Prize 2015

Im Video wird das Schicksal eines 18-jährigen Flüchtlings aus Syrien geschildert, der in Deutschland angekommen erfahren muss, dass seine Ziele und die Wünsche nach Bildung nicht mit der bürokratischen Realität übereinstimmen, die hier auf ihn wartet. Für die Jury eine bewegende Geschichte, die moderne Präsentationsformen wie Animationen, Ikons, Realbilder und Typographien einfühlsam und ästhetisch miteinander verbinde. „Das beeindruckende Video stellt sich inhaltlich wie formal überzeugend dem wichtigen Thema Flucht und Vertreibung – ohne Klischees“, heißt es in der Jury-Begründung zur Preisverleihung.

►Tarek Chalabi is a shortfilm about an 18 year old Syrian refugee who fled to germany.

►Tarek Chalabi ist ein Kurzfilm über einen 18 jährigen syrischen Flüchtling und seine Fluchtgeschichte nach Deutschland.

★★★Winner of the european CIVIS Media Online Prize★★★

-Behind the scenes: http://youtu.be/R3YJ3IOO6vE

A film by:

✖Paulo Mazurkiewicz Liux & Miklas Hoffmann https://www.facebook.com/CBprods
✖Eiko Theermann & Lars Kaempf
✖Finn Halvar Peters

✖Music by MAXE https://www.facebook.com/profile.php?…

✖vomhörensehen | Medienproduktion & Medienpädagogik. http://www.vomhoerensehen.de/europa-u…

✖produced by
ServiceBureau Jugendinformation & Bremer Jugendring

Welt| Was haben die Deutschen nur gegen Flüchtlinge?

Deutschland zieht Flüchtlinge und Einwanderer an. Die Wirtschaft ist über potenzielle Fachkräfte entzückt, die Bundesregierung reformiert das starre Asylrecht. Doch im Volk wächst die Fremdenangst.

Von seinem neuen Azubi ist Björn Wecker, Leiter eines Penny-Markts in der Münchner Innenstadt, ganz begeistert. „Ein absoluter Zugewinn für unsere Firma“, schwärmt Wecker über den neuen Mann in seinem Team.

Jeden Tag fährt der 25-jährige Lehrling klaglos 60 Kilometer in die Stadt hinein und abends wieder hinaus. Motivierte Auszubildende sind in Deutschland Mangelware, allein in Bayern bleiben 10.000 Stellen unbesetzt. Und während sich manche Auszubildende mit „Warenwälzung, Frischekontrolle und Preisauszeichnung“ nicht immer ganz leichttun, fällt Weckers Urteil über die Fähigkeiten des Lehrlings geradezu euphorisch aus: „Super! Wenn wir von der Sorte noch mehr bekommen würden, das wäre toll.“

Weckers Wunsch könnte bald in Erfüllung gehen. Denn Hunderttausende potenzieller neuer Mitarbeiter haben sich bereits auf den Weg gemacht. Das neue Mitglied der Penny-Familie heißt Mohammed Rahmati und stammt aus Afghanistan. Nur einer von vielen Menschen, die Kriegs- und Krisengebiete unter großen Strapazen verlassen, um ihr Glück in Deutschland zu suchen.

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BAMF| Anerkennungskultur leicht erklärt

Was steckt eigentlich hinter dem Begriff „Anerkennungskultur“? Warum ist er wichtig? Und wie kann er in der Realität umgesetzt werden? Antworten auf diese Fragen finden Sie in der aktuellen Ausgabe des Magazins „Blickpunkt Integration“. Den Auftakt macht der Artikel „Anerkennungskultur: Was bedeutet das eigentlich?“ (S. 5/6), indem Sie die wichtigsten Hintergrundinformationen zum Begriff erhalten und erfahren, welche Maßnahmen das Bundesamt in diesem Bereich ergreift. Hierbei wird deutlich: Dreh- und Angelpunkt des Themas ist die Frage, wie Vorbehalte in der Gesellschaft gegen Vielfalt abgebaut werden können. Sozialwissenschaftlerin Dr. Naika Foroutan betont im Interview (S. 8), dass die reine Vermittlung von Wissen nicht ausreicht, um Vorurteile zu bekämpfen, sondern dass mehr auf Emotionen gesetzt werden muss. Genau mit solchen Gefühlen beschäftigt sich der Künstlerwettbewerb POETRYpolis, der seine Teilnehmer dazu aufruft, über eine Emotion in ihrer Muttersprache zu dichten, und so der Mehrsprachigkeit Wertschätzung schenkt (S. 11). Um Ansätze, die den persönlichen Kontakt zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund herstellen, geht es in unseren Beiträgen zur Tagung „Anerkennungskultur vor Ort“ (S. 6/7) und der Lebenden Bibliothek (S. 10).

Zielgruppe Medien

Ebenfalls in der Rubrik Fokusthema stellen wir Ihnen den Vielfaltfinder vor, der Experten mit Migrationshintergrund an Journalisten vermittelt und dazu beiträgt, dass sich die Vielfalt der Gesellschaft in der medialen Öffentlichkeit wiederfindet. Das Thema Medien steht auch im Mittelpunkt unseres Interviews mit Ferda Ataman, die den Mediendienst Integration leitet (S. 26). Ihr Team versorgt Journalisten mit Hintergrundinformationen, damit sie differenziert über Migration und Integration berichten können.

Migrationserfahrungen erfahrbar machen

In dieser Ausgabe lernen Sie auch mehrere Projekte kennen, die uns teilhaben lassen an Erfahrungen von Menschen, die nach Deutschland ausgewandert sind. Das Café International hat diese Zuwanderungserfahrungen in einer Bilderausstellung verarbeitet (S. 24), das Stück „Tor zur Welt“ bringt sie auf eine Hamburger Theaterbühne (S. 33) und das Künstlerkollektiv migrantas verbreitet sie als Piktogramme auf Plakaten in der Stadt. Eines davon ziert das Titelblatt des Blickpunkts, eine Auswahl an weiteren Grafiken finden Sie auf der Doppelseite 28/29.

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Quelle: BAMF

StN| „Das Geld für Sprachkurse reicht nicht“

Stuttgart – Herr Becker, warum sollten wir Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt bringen, solange es hierzulande noch 2,7 Millionen Arbeitslose gibt?
Becker: In Regionen wie Baden-Württemberg oder Bayern haben wir heute schon Fachkräfteengpässe. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung müssen wir zusehen, woher künftig unsere Arbeitskräfte kommen. Dabei verfolgen wir eine Doppelstrategie. Einerseits versuchen wir sämtliches Potenzial in Deutschland zu aktivieren und in den Arbeitsmarkt zu bringen. Das allein wird aber nicht reichen. Der zweite Teil der Doppelstrategie ist daher die ­Zuwanderung. Dazu gehört, Flüchtlinge so schnell wie möglich fit für den deutschen Arbeitsmarkt zu machen.
Darum haben Sie 2013 das Projekt „Early Intervention – Jeder Mensch hat Potenzial“ gestartet mit dem Ziel, Flüchtlinge während der Wartefrist für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Wie viele der Menschen aus dem Projekt haben bereits einen Job gefunden?
Becker: Seit 2013 haben 400 Flüchtlinge das Programm durchlaufen. Rund 15 von ihnen haben einen Job gefunden.
Rauch: In Baden-Württemberg führen wir das Projekt in Freiburg durch. Von insgesamt 70 Flüchtlingen sind inzwischen sechs Menschen in Arbeit.
Ist das Ergebnis für Sie enttäuschend?
Becker: Nein. Das Programm ist ja erst angelaufen, und bis die Teilnehmer einen Job aufnehmen dürfen, dauert es bei vielen noch eine Zeit. Hinzu kommt, dass es uns in dem Pilotprojekt hauptsächlich darum ging, erste Erfahrungen zu sammeln, um das Programm längerfristig ausbauen zu können. Neben Deutschkursen umfasst unser Programm ein Anerkennungsverfahren, bei dem wir die berufliche Bildung der Flüchtlinge unter die Lupe nehmen und sie nachqualifizieren. Ein Erfolg ist auch, dass die Asylbewerber durch unser Programm einen strukturierten Tagesablauf bekommen. Sie arbeiten 30 Stunden in der Woche – zunächst im Sprachkurs, später in der Berufsqualifizierung.

Deutschland| Termine ab 1.Dezember 2014

1.Dezember

Pressekonferenz in Berlin: Forscher und Städtetags-Präsident analysieren Debatte um „Armutsmigration“

Mehrere Studien zeigen: Negative Stereotype über Sinti und Roma sind weit verbreitet. Für sein Buch „Nirgendwo erwünscht“ hat der Schweizer Experte Max Matter öffentliche Debatten zu „Armutsmigration“ und Roma kritisch unter die Lupe genommen. Bei der Vorstellung um 10.30 Uhr im Haus der Bundespressekonferenz werden auch der Präsident des Deutschen Städtetags Ulrich Maly und der Migrationsforscher Klaus J. Bade Stellung beziehen. Veranstalter: Rat für Migration.

1.Dezember

Pressebriefing in Berlin: Vorstellung des „OECD-Migrationsausblicks 2014“

Was sind aktuelle Entwicklungen bei der Migration nach Deutschland? Die „Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“ (OECD) stellt bei einem Pressebriefing den „Migrationsausblick 2014“ mit besonderem Fokus auf Deutschland vor. Termin: 11.30 Uhr, Schumannstr. 10, 10117 Berlin. Weitere Informationen auf Nachfrage per E-Mail.

1.Dezember

1. Integrationsgipfel der aktuellen Bundesregierung mit Schwerpunkt Ausbildung

Von 2006 bis 2012 lud die Bundesregierung zum sogenannten Integrationsgipfel ein, um allgemeine Fragen und Herausforderungen im Einwanderungsland Deutschland mit Migrantenvertretern zu diskutieren. Ergebnis war 2012 der „Nationale Aktionsplan Integration“. Die Große Koalition hat beschlossen, den Integrationsgipfel weiterzuführen und diesmal mit thematischen Schwerpunkten zu arbeiten. Thema des diesjährigen Gipfels, der ab 12.30 Uhr tagt, ist die Ausbildungssituation von Jugendlichen aus Einwandererfamilien. Zahlen und Fakten zum Thema finden Sie in unserer neuen Rubrik „Ausbildung„.

1.Dezember

Pressekonferenz in Mainz: Ergebnisse des Modellprojekts „Vielfalt in der Polizei“

Laut einer Recherche des MEDIENDIENSTES sind Menschen mit Migrationshintergrund bei der Polizei deutlich unterrepräsentiert. Um das zu ändern, haben das „Institut zur Förderung von Bildung und Integration“, das Polizeipräsidium Mainz und das Integrationsministerium Rheinland-Pfalz vor zwei Jahren das Projekt „Vielfalt in der Polizei“ ins Leben gerufen. Ihre Ergebnisse stellen sie am Montag um 12 Uhr auf einer Pressekonferenz vor.

2. DEZEMBER

Europäischer Gerichtshof: Urteil zu Homosexualität als Anerkennungsgrund für Asyl

Vor einem Jahr hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden: Homosexuelle Flüchtlinge, denen in ihrem Herkunftsland aufgrund ihrer sexuellen Orientierung eine Haftstrafe droht, haben in der EU ein Recht auf Asyl. Unklar ist bislang, auf welche Mittel die Staaten zurückgreifen dürfen, um die Glaubwürdigkeit der Antragsteller zu überprüfen. Am Dienstag wird der EuGH hierzu sein Urteil verkünden.

2. DEZEMBER

Pressegespräch von ProAsyl in Berlin: Über anstehende Entscheidungen in Sachen Flüchtlingspolitik

In den kommenden Wochen werden sowohl die EU-Innenminister als auch die Innenminister von Bund und Ländern zusammentreffen, um über die Aufnahme und Versorgung von Flüchtlingen zu beraten. Pro Asyl lädt am Dienstag zu einemPressegespräch ein, um über die anstehenden Entscheidungen zu informieren. Zeitgleich wird Bundesinnenminister Thomas de Maizière den EU-Kommissar für Migration, Inneres und Bürgerschaft, Dimitris Avramopoulos, zu einem Gespräch in Berlin empfangen.

3. DEZEMBER

Präsentation von Studie zu Bevölkerungseinstellungen gegenüber Muslimen in Berlin

Was versteht die Bevölkerung unter „Deutschsein“ und was denkt sie in diesem Zusammenhang über Muslime? Das „Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung“ der Hu-Berlin hat für die repräsentative Studie „Deutschland postmigrantisch“ über 8.000 Menschen in ganz Deutschland zu ihrem Verständnis von nationaler Identität befragt. Am Mittwoch stellt das Team um die Soziologin Naika Foroutan seine Ergebnisse auf einer Pressekonferenz vor. Als Gast wird auch Staatsministerin Aydan Özoğuz erwartet.

3. DEZEMBER

Diskussion in Berlin: Wie kann der Radikalisierung von Jugendlichen vorgebeugt werden?

Wie kommt es dazu, dass sich junge Menschen radikalen Gruppen wie Hooligans oder gewaltbereiten Islamisten anschließen? Was können Politik und Zivilgesellschaft tun, um Radikalisierungsprozesse frühzeitig zu erkennen und Betroffene zu schützen? Mit diesen und weiteren Fragen setzen sich Experten am Mittwoch auf einer Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung auseinander.

4. UND 8. DEZEMBER

Veranstaltungen in Dortmund und Berlin: Unterbringung und Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen

Wie können Flüchtlinge angemessen untergebracht werden? Mit dieser Frage setzen sich in dieser Woche zwei Veranstaltungen auseinander: Auf einer Tagung des „Bundesverbands für Wohnen und Stadtentwicklung“ in Dortmund diskutieren Experten am Donnerstag über verschiedene Unterbringungskonzepte in Nordrhein-Westfalen. Am Montag darauf lädt das „Deutsche Institut für Menschenrechte“ zu einer Veranstaltung in Berlin ein, die neben der Unterbringung auch das Thema Gesundheitsversorgung aufgreifen wird.

5. DEZEMBER

Mediendienst-Expertengespräch: Bevölkerungseinstellungen gegenüber Minderheiten

2014 wurden ungewöhnlich viele Studien vorgelegt, die die Einstellungen der Bevölkerung gegenüber Minderheiten wie Muslime, Roma, Asylbewerber, usw. repräsentativ untersucht haben. Dabei fällt auf, dass nahezu identische Fragen zu unterschiedlichen Ergebnissen führen können. Warum ist das so und welche Ergebnisse haben die Wissenschaftler überrascht? Der MEDIENDIENST lädt Journalisten am Freitag um 10 Uhr in Berlin zu einem Gespräch mit den Autoren der Studien ein, um darüber zu diskutieren. Weitere Informationen

5. DEZEMBER

Oberlandesgericht Frankfurt: Erstes Urteil zu Syrien-Rückkehrer

Mitte September begann vor dem Oberlandesgericht Frankfurt der erste Prozess gegen einen Deutschen, der sich der Terror-Organisation „Islamischer Staat“ (IS) in Syrien angeschlossen haben soll. Am Freitag um 10 Uhr will das Gericht sein Urteil verkünden. Adresse: Zeil 42, 60313 Frankfurt am Main. Weitere Informationen auf Nachfrage per E-Mail.

6. DEZEMBER

Veranstaltung in Berlin: Wie können Medien diskriminierungsfrei über Muslime berichten?

Im Oktober veröffentlichte das Focus-Magazin eine Titelgeschichte über den Islam unter dem Titel: „Ein Glaube zum Fürchten“. Debatten über den Islam und Muslime sind immer wieder durch Stereotype und Vorurteile geprägt. Im Rahmen ihres Projekts „Wenn Bilder meine Sprache wären“ hat die „Türkische Gemeinde in Deutschland“ (TGD) mit Jugendlichen, Journalisten und Wissenschaftlern Alternativen für einen diskriminierungsfreien Sprachgebrauch erarbeitet. Ihre Ergebnisse stellt sie am Samstag auf der Abschlussveranstaltung des Projekts in Berlin vor. Unter anderem wird auch ein Journalist vom Focus-Team dabei sein.

Dänemark: Green-Card-Programm wird überarbeitet

Die dänische Regierung will das Green-Card-Programm überarbeiten. Dieses hat einer Studie aus dem Jahr 2010 zufolge seine Ziele verfehlt. Demnach arbeiten lediglich 28 % der Green-Card-Besitzer in ihrem erlernten Beruf bzw. Arbeitsgebiet, während 43 % einer unqualifizierten Arbeit nachgehen. Um dies zu ändern, will die Regierung Maßnahmen prüfen und einrichten, die es hochqualifizierten Migranten erleichtern, eine qualifikationsadäquate Beschäftigung zu finden, sagte der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Regierungspartei Radikale Linke (Sozialliberale) Nadeem Farooq Anfang April gegenüber der Presse. Angedacht seien beispielsweise bessere Informationen für Zuwanderer über den dänischen Arbeitsmarkt und die Anforderungen in Bewerbungsverfahren. Seit Einführung des Programms im Jahr 2008 seien 7.000 Green Cards vor allem an Zuwanderer aus dem indischen Subkontinent, China
und dem Iran vergeben worden.  Mehr Infos:  www.cphpost.dk

Erfolgreiche Integration: Aus Teheran ins beschauliche Bitburg

1000 Menschen aus 80 Ländern leben in Bitburg. Eine davon ist Soussan Evers-Khazaeli. Die Iranerin lebt seit 1986 in der Kreisstadt. Im Alter von 26 Jahren ist sie damals von Teheran nach Deutschland geflohen.


Soussan Evers-Khazaeli informiert sich täglich im Internet über die neuesten Nachrichten. Auch persische Zeitungen kann sie auf diese Weise lesen. TV-Foto: Stefanie Glandien
Bitburg. Der Neustart in der Fremde war für Soussan Evers-Khazaeli nicht einfach. Aus politischen Gründen flüchtete die Iranerin 1986 aus ihrem Land nach Deutschland. Nach einem kurzen Aufenthalt in Ingelheim, Landkreis Mainz-Bingen, kam sie nach Bitburg.
Der Wechsel von der Neun-Millionen-Einwohner-Stadt in den eher beschaulichen Eifelort ist der jungen Frau damals schwergefallen. „Ich habe oft geweint. Für mich war das wirklich hart“, erinnert sich die zierliche Frau und ergänzt: „Auch für die anderen Flüchtlinge war das schwer. Doch jeder, der seine Heimat verlässt, hat einen guten Grund dafür.“
Die Einsamkeit, das Kommunikationsproblem und der Verlust der Arbeitsstelle machten der Juristin zu schaffen. Anfangs konnte sie sich nur auf Englisch verständigen. Dann besuchte sie einen Deutschkurs, den ein Lehrerehepaar anbot. Ab da ging es aufwärts. „Die beiden sind noch heute meine besten Freunde.“

 

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