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Protest gegen iranischen Botschafter an Viadrina

FRANKFURT (ODER) Menschenrechtsorganisationen haben mit Unverständnis auf die Einladung des iranischen Botschafters an die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) reagiert. Dort soll am Donnerstag eine Ausstellung „Paläste der Macht, Häuser des Glaubens“ eröffnet werden, in der Studenten von ihren Eindrücken aus dem Iran berichten.

Sie waren im Frühjahr 7200 Kilometer durch das Land gereist. Viadrina-Präsident Gunter Pleuger verteidigte das Projekt und lud die Kritiker zu einer Debatte ein. Die Menschenrechtsorganisation „Flüchtlingshilfe Iran e.V. 2010“ aus Berlin fordert, den Botschafter unverzüglich wieder auszuladen. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte in Frankfurt am Main wirft den Organisatoren Taktlosigkeit vor. Der Botschafter sei Repräsentant eines menschenverachtenden Regimes und gelte als Vertrauter von Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad.

„Die Europa-Universität Viadrina ist Ort der Begegnung – und die Freiheit von Wissenschaft und Forschung, an der es in vielen Ländern der Welt leider mangelt, beinhaltet in Deutschland unserer Auffassung nach auch das Recht, Vertreter eines Landes einzuladen, das in der Kritik steht“, teilte Pleuger mit.

Quelle: Lausitzer Rundschau

Aufruf an alle Menschenrechtler in Berlin und Brandenburg!

Liebe Freunde,
morgen, am 22.11.2012, 18 Uhr findet an der VIADRINA in Frankfurt, Oder die Eröffnung der Ausstellung

Paläste der Macht, Häuser des Glaubens – Die Verbindung von Religion und Herrschaft in der persischen Architektur statt.
Im März 2012 brachen 25 Studenten der Kulturgeschichte unter der Leitung von Prof. Andreas Graeber zu einer Exkursion in den Iran auf. Besucht wurden archäologische Stätten der frühgeschichtlichen Hochkulturen der Elamer und Meder, der antiken Großreiche der Achämeniden, Parther und Sassaniden sowie wichtige Bauwerke der islamischen Kultur.
Neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Exkursionsinhalte werden auch persönliche Eindrücke der Reisenden zum heutigen Iran vorgestellt.

Ort: Foyer des Gräfin-Dönhoff-Gebäudes, Europaplatz 1.

Eröffnung: 18 Uhr mit einer Dokumentarfilmaufführung von der 3-wöchigen Reise (Produktion: aml-film)

Die Eröffnungsrede wird der iranische Botschafter Sheik Attar halten.

Wir rufen alle Bürger auf gegen die Rede des Botschafters in Frankfurt zu protestieren.

Bitte rufen Sie in der Universität an und erklären Ihren Protest gegen die Teilnahme des iranischen Botschafters.

Kontaktdaten:

Universitätsleitung
Tel.: +49 (0) 335 -5534 -4421
Fax: +49 (0) 335 -5534 -4305
president@europa-uni.de

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 – (0) 335 -5534 -4515
Fax: +49 – (0) 335 -5534 -4600
presse@europa-uni.de

Es rufen auf: United4Iran Berlin, Bündnis Iran Berlin, Flüchtlingshilfe Iran e.V. 2010, Iran Mahnwache Berlin u.v.a.

 

Who ist Jafar Panahi?

Jafar Panahi (Persian: جعفر پناهی ‎; born 11 July 1960) is an Iranian film directorscreenwriter and film editor most commonly associated with theIranian New Wave film movement. After several years of making short films and working as an assistant director for fellow Iranian filmmaker Abbas Kiarostami, Panahi first achieved international recognition with his feature film debut The White Balloon in 1995. The film won the Caméra d’Or at the1995 Cannes Film Festival, which was the first major award won by an Iranian film at Cannes. Panahi was quickly recognized as one of the most influential filmmakers in Iran. Although his films were often banned in his own country, he continued to receive international acclaim from film theoristsand critics and has won numerous awards, including the Golden Leopard at the 1997 Locarno International Film Festival for The Mirror, the Golden Lion at the 2000 Venice Film Festival for The Circle and the Silver Bear for Best Director at the 2006 Berlin Film Festival for Offside.[1] His films are known for their humanistic perspective on life in Iran, often focusing on the hardships of children, the impoverished and women. Author Hamid Dabashihas said that „Panahi does not do as he is told — in fact he has made a successful career in not doing as he is told.“[2]

جعفر پناهی
Jafar Panahi

Jafar Panahi, Cines del Sur 2007
Born 11 July 1960 (age 52)
MianehIran
Residence Tehran, Iran
Nationality Iranian
Ethnicity Azerbaijani
Alma mater Iran Broadcasting College of Cinema and TV
Occupation Film director, screenwriter, producer, film editor, assistant director
Years active 1988–Present
Known for The White BalloonThe Circle
Influenced by Vittorio De SicaAbbas Kiarostami
Criminal charge Propaganda
Criminal penalty 6 years
Criminal status Awaiting Trial
Spouse(s) Tahereh Saidi
Children Solmaz Panahi (daughter)
Panah Panahi (son)

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tagesschau: Sacharow-Preis des EU-Parlaments Ehrung für Anwältin und Filmemacher aus dem Iran

Zwei Iraner werden für ihr politisches Engagement mit dem diesjährigen Sacharow-Preis des EU-Parlaments ausgezeichnet: die inhaftierte Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh und der Filmemacher Dschafar Panahi.

Nasrin Sotudeh (Foto: dpa)Großansicht des BildesSotoudeh ist im Iran zu elf Jahren haft verurteilt.Jafar Panahi (Foto: dpa)Großansicht des BildesPanahi wurde für seine Arbeit auch mit dem Silberen Bären geehrt.

Panahi prangert in seinen Filmen die politische Unterdrückung im Iran an, vor allem die der Frauen. Für den Streifen „Offside“ erhielt er 2006 in Berlin den Silbernen Bären. Im Iran sind seine Filme verboten. Panahi wurde im Dezember 2010 zu sechs Jahren Haft wegen „Propaganda“ gegen die iranische Regierung verurteilt, ist aber derzeit auf freiem Fuß. Die Menschenrechtsaktivistin Sotoudeh hat als Anwältin Jugendliche, Frauen und politische Gefangene verteidigt. Sie sitzt derzeit einer elfjährige Freiheitsstrafe ab.

Pussy Riot und Menschenrechtler waren nominiert

Außer den beiden Iranern waren die zu Lagerhaft verurteilten Musikerinnen der russischen Punkband Pussy Riot und der weißrussische Menschenrechtsaktivist Ales Beljazki für den Preis nominiert.

Die feierliche Preisverleihung ist für den 12. Dezember in Straßburg geplant. Die mit 50.000 Euro dotierte Ehrung „für die Freiheit des Geistes“ wird seit 1988 an Menschen und Organisationen verliehen, die sich besonders mutig für Menschenrechte und Meinungsfreiheit einsetzen. Im vergangenen Jahr ging die Auszeichnung an fünf Aktivisten des „Arabischen Frühlings“. Zu den früheren Preisträgern gehören unter anderen der Apartheidsgegner und spätere Staatschef von Südafrika, Nelson Mandela, der Vater des Prager Frühlings, Alexander Dubcek, die birmanische Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi, der chinesische Bürgerrechtsaktivist Hu Jia und die russische Menschenrechtsorganisation „Memorial“.

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EINSfestival TV Tipp: Offside – Frauen im Abseits – Freitag, 1.Juni 2012 – 20:15 Uhr

Freitag, 1.Juni 2012 – 20:15 Uhr

Teheran im Sommer 2005: Mit einem Sieg gegen Bahrain kann sich die iranische Fußball-Nationalmannschaft für die WM in Deutschland qualifizieren. In einem der vielen Fanbusse, die unterwegs zum Stadion sind, sitzt zwischen lautstarken Schlachtenbummlern eine junge Frau (Sima Mobarak-Shahi), die sich mit Baseballmütze und weiten Hosen als Junge verkleidet hat.

Sie ist begeisterter Fußballfan und will unbedingt ins Stadion. Doch im Iran ist Frauen der Zutritt zu Fußballarenen verboten – angeblich weil die Männer hier für Frauenohren ungeeignete Flüche loslassen. Der illegale Ticketverkäufer nutzt die Situation aus und knöpft ihr das Doppelte für eine Eintrittskarte ab. Doch bevor das Spiel angepfiffen wird, nimmt man die junge Frau an einem Kontrollpunkt fest. Hinter einer Absperrung direkt an der Tribünenmauer, wo sie vorübergehend gefangen genommen wird, trifft sie auf andere Mädchen, die ebenfalls versucht hatten, ins Stadion zu gelangen; unter ihnen eine junge Frau in Soldatenuniform , die es damit sogar bis auf die Ehrentribüne schaffte. Das Spiel beginnt, das Stadion verwandelt sich in einen Hexenkessel. Die Frauen streiten derweil mit den jungen Soldaten aus der Provinz, die ihren Militärdienst ableisten müssen und restlos damit überfordert sind, die wortgewandten Teheranerinnen im Zaum zu halten. Eines der Mädchen will wissen, warum im vorherigen Spiel gegen Japan die japanischen Frauen ins Stadion durften und die iranischen nicht. So genau kann der Soldat ihr das nicht erklären und ist heilfroh, als seine Gefangenen in einen Bus verfrachtet und zur Sittenpolizei gekarrt werden.
Doch nach dem Sieg der iranischen Fußballer herrscht in den Straßen Teherans euphorische Feierstimmung, die irgendwann auf die Soldaten überspringt … Lies den Rest dieses Beitrags

TAZ: IRANISCHER REGISSEUR ÜBER SEINE ARBEIT – „Lieber in meinem eigenen Land fremd“

Filmemacher Mohammad Rasoulof droht ein Jahr Haft. Trotzdem stellte er in Berlin seinen neuen Spielfilm vor. Ein Gespräch über Selbstzensur und einen Alltag in Angst.INTERVIEW CRISTINA NORD

Szene aus „Good Bye“: Die junge Anwältin versucht verzweifelt ein Visum zu erlangen, um den Iran zu verlassen. Bild:  Around the World in 14 Films Lies den Rest dieses Beitrags

Iranischer Regisseur Mohammad Rasoulof in Berlin

Beim Festival Around The World In 14 Films

Zum sechsten Mal zeigt das unabhängige Filmfestival Around The World In 14 Films vom 25. November bis zum 3. Dezember im Berliner Babylon Kino 14 Meisterwerke des Weltkinos. Das Filmland Iran spielt dabei traditionell eine besondere Rolle. Nun hat sich der Teheraner Filmemacher Mohammad Rasoulof kurzfristig als Überraschungsgast angekündigt. Im Festivalprogramm wird sein aktueller Streifen „Good Bye“ (Be omide didar) gezeigt.

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Iran: Film über das Nichtfilmendürfen

Filmemacher im Iran zu sein ist ein gefährlicher Beruf : sechs von ihnen wurden in der letzten Woche festgenommen. Ihnen wird illegale Zusammerabeit mit dem britischen Sender BBC vorgeworfen.

Unter ihnen ist auch Mojtaba Mirtahmasb, Freund und Mitarbeiter des in Teheran unter Hausarrest stehenden Jafar Panahi. Gemeinsam haben sie das Projekt „Dies ist kein Film“ auf die Beine gestellt, ein Film über das Nichtfilmendürfen im Iran, der auf einem USB-Stick zum letzten Festival von Cannes geschmuggelt worden ist. Dieses Manifest gegen Unterdrückung kommt am 28. September 2011 in die französischen Kinos.

ARTE-Film

EU: Iran and Human Rights

The EU is greatly concerned about the steady deterioration of the human rights situation in Iran following the June 2009 presidential elections. The EU has issues numerous statements calling on Iran to respect the international human rights obligations it has entered into, including theInternational Covenant on Civil and Political Rights.

On 21 March 2011, EU Foreign Ministers expressed their alarm at the dramatic increase in executions in recent months and the systematic repression of Iranian citizens, including human rights defenders, lawyers, journalists, women’s activists, bloggers, persons belonging to ethnic and religious minorities and members of the opposition, who face harrassment and arrests for exercising their legitimate rights to freedom of expression and peaceful assembly.

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HEUTE: WDR III – TV TIPP: Offside – Frauen im Abseits / Donnerstag, 07. Juli 2011, 23.15 – 00.40 Uhr

Spielfilm Jafar Panahis engagierte Komödie über die Diskriminierung von Frauen im Iran wurde 2006 auf der Berlinale mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet.

Mit einem Sieg gegen Bahrain kann sich der Iran im letzten Qualifikationsspiel für die WM 2006 qualifizieren. Auch ein paar Mädchen, begeisterte Fußballfans, wollen sich verkleidet das Match im Stadion ansehen. Frauen ist der Zutritt zur Fußballarena verboten. Vor Spielbeginn werden sie an einem Kontrollpunkt entdeckt und hinter einem Absperrgitter direkt an der Tribünenmauer eingepfercht. Hier hören sie jeden Aufschrei der begeisterten Zuschauer, ohne das Spiel sehen zu können. Schlimmer noch: Sie müssen den Kommentaren eines Wachsoldaten lauschen, der von Fußball keine Ahnung hat … (23:15-00:40 • WDR)

Some of Many Case Reports of Serious Violation presented to the side panel of the United Nations Human Rights Council

17th session of the Human Rights Council, Geneva
Human Rights Situation In Iran
Palais des Nations, ROOM: VIII
Friday, June 10, 2011

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