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NDR| Menschenstudien und Alltagsabenteuer

Vorgestellt von Claudio Campagna

„Ich bin Ausländer. Und das ist auch gut so“ heißt das neue Buch des Hamburger Schriftstellers Mahmood Falaki – ein bisschen trotzig und an ein Bonmot des Berliner Bürgermeisters Wowereit angelehnt. Falaki ist in den frühen 80er Jahren vor dem Regime der Mullahs aus dem Iran geflohen. Inzwischen fühlt er sich in Hamburg aber heimisch. Seine Kurzgeschichtensammlung handelt von dem täglichen kleinen Aufeinanderprallen der Kulturen in dieser Stadt.

Mahmood Falaki - Ich bin Ausländer und das ist auch gut so (Buchcover) © Sujet Verlag Detailansicht des BildesAlltagserlebnisse eines Ausländers in Hamburg.30 Jahre lebt Mahmood Falaki nun schon in Deutschland. Fast so lange wie vorher im Iran. Dass viele ihn trotzdem als erstes über seine Herkunft ausfragen, daran hat er sich gewöhnt. Doch manchmal nehmen solche Gespräche doch ganz schön skurrile Formen an:

Leseprobe:

„Was für ein Landsmann sind Sie?“ fragt die 80 Jahre alte Dame auf dem U-Bahn-Sitz gegenüber.
„Ich komme aus Persien.“
„Brasilien? Aber Sie sehen nicht wie ein Indio aus.“
„Nein, Persien, Iran!“
„Ach so, Iran! Sie sind Muslim!“
„Nein!“
„Nein? Gibt es in der Türkei auch Christen?“ Lies den Rest dieses Beitrags

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