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Deutschlandradio| MAHDIEH MOHAMMADKHANI: Verbotene Stimme aus dem Iran

Von Bamdad Esmaili

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Die iranische Musikerin Mahdieh Mohammadkhani mit dem Dastan Ensemble
Die iranische Musikerin Mahdieh Mohammadkhani mit dem Dastan Ensemble während ihres Kölner Konzerts. (Foto: Bamdad Esmaili)

Frauen dürfen im Iran nicht in der Öffentlichkeit singen. Das strikte Gesangsverbot gilt sogar für traditionelle Musik. Mahdieh Mohammadkhani ist im Iran durch das Internet trotzdem zum Star geworden. Die Newcomerin ist das neue Gesicht der traditionellen iranischen Musik.

Mahdieh Mohammadkhani ist grade mal 28 Jahre jung, doch als Sängerin erlebte sie schon nach zwei Jahren ihren Durchbruch. Im Iran ist die Newcomerin die zur Zeit wohl angesagteste Sängerin für traditionelle iranische Musik. Und das obwohl es in dem Land Frauen verboten ist, öffentlich zu singen, seitdem die islamische Religionsführer vor gut 36 Jahren die Macht übernahmen.

Das Gesangsverbot ist eigentlich untypisch für den Iran, denn historisch gab es vor der islamischen Revolution immer wieder Frauen, die als Sängerinnen in Erscheinung traten. Für Mahdieh Mohammadkhani bedeutete das Verbot, dass sie sich erst mit 22 Jahren entschloss, eine Karriere als Sängerin einzuschlagen.

“Das Singen war schon immer meine große Liebe. Es hat mich seit meiner Kindheit unbewusst begleitet. Ich erinnere mich, dass es mein erster Berufswunsch als Kind war, vielleicht mit vier oder fünf Jahren, Sängerin zu werden. Mit 20 habe ich mich nochmal an meinem Kindheitstraum erinnert und dachte, vielleicht kann ich ja diesen Traum verwirklichen.”

Die Musterschülerin studiert aber zunächst Architektur. Erst als Mahdieh Mohammadkhani das Studium abschließt, beginnt sie in Teheran damit, Gesangsunterricht zu nehmen.

“Ich hätte nicht gedacht, dass es auch Kurse für Frauen gibt, die dort traditionelle persische Musik singen. Aber in der Akademie entdeckte ich einen Kurs. Von der ersten Stunde an fühlte ich mich magisch angezogen. Diesen Gesangskurs besuche ich bis heute.”

In der Gesangslehre von Mohammad Reza Shajarian

Dort wurde Mahdieh Mohammadkhani mit allen “Dastgah´s” – den Modi der traditionellen iranischen Musik – vertraut gemacht. Zudem erkannte der renommierten Sänger und Musiklehrer Mohammad Reza Shajarian ihr Talent . Er nahm sie in seinen begehrten Gesangs-Kursen auf. Im vergangenen Jahr schaffte Mohammadkhani mit ihrem Debütalbum “Darya Del” und den Song “Khooshe chin” den Durchbruch und wurde prompt zum Liebling von Fans der traditionellen iranischen Musik.

Öffentliche Konzerte darf Mahdieh Mohammadkhani wegen des Gesangsverbots im Iran bis heute nicht geben. Dennoch sorgte kürzlich ein Video im Netz für Aufregung. In dem Film war ein Auftritt der Sängerin mit dem Ensemble “Mah” und dem Komponisten Majid Darakhshani in Teheran zu sehen. Im Beisein des iranischen Kulturministers. Die Nachricht verbreitete sich in den sozialen Netzwerken wie ein Lauffeuer: Zum ersten Mal seit 36 Jahren, traute sich eine Sängerin, das Tabu zu brechen. Mahdieh Mohammadkhani wurde im Netz als Heldin gefeiert. Doch die Meldung erwies sich schnell als falsch.

“Ich frage mich immer noch, wer dieses Gerücht verbreitet hat. Denn es war nicht so. Wir haben für eine gemeinnützige Organisation ein kostenloses, privates Konzert gegeben. Da wurde auch das Video aufgenommen. Danach wurde dieses Gerücht verbreitet”

Kritiker werden eingeschüchtert

Über das Gesangsverbot spricht Mahdieh Mohammadkhani noch immer nur sehr vorsichtig. Denn die Regierung in Teheran nutzt jede Gelegenheit, um ihre Kritiker einzuschüchtern. Erst vor Kurzem wurde Mohammadkhanis Förderer, der Musiker Majid Derakhshani, am Flughafen an der Ausreise gehindert. Sein Pass wurde ihm abgenommen. Eine offizielle Begründung gab es nicht, aber der Verdacht liegt nahe, dass das Regime Derakhshanis Engagement für iranische Sängerinnen bestraft.

Immer wieder hat er sich kritisch in ausländischen Medien über die Lage weiblicher Musikerinnen im Iran geäußert. Derakhshani hat außerdem eine Band gegründet, in der nur Frauen spielen. Tar-Spieler Hamid Motebassem, der lange in Deutschland gelebt hat, ist zur Zeit mit seinem Ensemble Dastan gemeinsam mit Mahdieh Mohammadkhani auf Europatour.

Hamid Motebassem: Sie hat eine sehr saubere Stimme, die Intonationen sind perfekt. Und das ist eine Schande für eine Nation, dass die Frauen still bleiben müssen. Aber indem wir mit einer Sängerin arbeiten, fördern wir auch die Frauen im Iran.”

Mahdieh Mohammdkhani ist trotz des Gesangsverbotes zum neuen Star der persischen Musikszene geworden. Weil sie keine CDs verkaufen darf und ihre Musik auch nicht im Radio gespielt wird, wurde sie vor allem dank des Internets und ihrer Musikvideos im Iran bekannt. Um ein weiteres Zeichen gegen die Unterdrückung iranischer Künstlerinnen zu setzen, hat die junge Frau vor kurzem das Frauen Ensemble “Shahnava” gegründet. Ihr größter Wunsch? In ihrer Heimat aufzutreten.

“Ich glaube, jede Frau wünscht sich das. Dass sie frei und ungehemmt das, wofür ihr Herz schlägt, was ihre größte Leidenschaft im Leben ist, ausüben kann. Mir geht es genauso. Ich wünsche mir, dass ich eines Tages im Iran singen darf und jeder diese klassische iranische Musik hören kann.”

Am Sonntag, dem 18. Januar 2015, singt Mahdieh Mohammadkhani mit dem Dastan Ensemble ab 18:00 Uhr live in Münster.

Quelle: Deutschlandradio

DLR| LANGTUNES: Verbotener Indie-Rock aus dem Iran

Für die Band ist es fast nicht möglich, in ihrer streng religiösen Heimat aktiv zu sein

Die Rockband Langtunes aus dem Iran
Die Rockband Langtunes aus dem Iran (Parvenue Records)

Im Iran ist Rockmusik streng verboten. Wer sich nicht daran hält, dem drohen harte Strafen. Die Langtunes aus Teheran haben deshalb ihre Heimat verlassen und in Deutschland ihr Debütalbum aufgenommen.

Der erste Höreindruck täuscht. Auch wenn Langtunes mit ihren schnellen Gitarren, Synthies und rockigen Sounds nach einer britischen Indie-Rock-Band klingen, kommen die vier Musiker aus der iranischen Hauptstadt Teheran. Gesungen wird bei ihnen ausschließlich auf Englisch, erklärt Sänger Behrooz Moosavi:

“Bevor wir uns in der Underground-Szene etabliert haben, haben wir ein oder zwei Songs auf Persisch gesungen. Aber die persische Sprache ist eine sehe romantische und komplizierte Sprache. Sie versperrt uns den Weg, wenn wir uns einfach ausdrücken wollen.”

Langtunes haben sich vor fünf Jahren in Teheran gegründet, berichtet der 29-jährige Frontmann der Band, der in seiner Heimat als Software-Ingenieur arbeitet. Ausgerechnet 2009 – in dem Jahr, als es zu blutigen Auseinandersetzungen wegen der Wahlfälschung von Präsident Ahmadinedschad kam.

“Die ersten Songs von uns waren von der damaligen Stimmung im Land beeinflusst, sie waren politisch. Aber danach haben wir unseren Stil gefunden. Wir sind keine politische Band. Unsere Texte beschreiben unsere Erlebnisse im Alltag. Sie können romantisch sein und spiegeln zum Beispiel unsere Erfahrungen im Ausland wider. Für uns ist der Sound wichtiger. Wenn der Text dann dazu passt, schön, wenn nicht, sind wir nicht so empfindlich.”

Rocker werden als Satanisten beschimpft

Für Langtunes ist es fast nicht möglich, im streng religiösen Iran aktiv zu sein. In einem Land, in dem westliche Musik verboten ist. In dem Frauen nicht singen dürfen und in dem persisch singende Alternativ-Musiker nur heimlich im Untergrund existieren können. Rocker werden als Satanisten beschimpft. Eine Genehmigung für öffentliche Auftritte gibt es nicht. CDs zu veröffentlichen, erlaubt das strenge Kulturministrium “Ershad” ebenfalls nicht. Deshalb ist die Band nach Deutschland gereist, um hier ihr Debütalbum “Teherantor” aufzunehmen, freut sich Gitarrist Kamyar Keramati:

“Wir haben es erst gar nicht versucht zum Kulturministerium zu gehen. Wir sind überhaupt froh, dass die uns weitestgehend in Ruhe gelassen haben und nicht meckern, dass wir Rock Musik machen und uns als Satanisten beschimpfen. Wir wollten es gar nicht so weit kommen lassen. Wir sahen auch keinen Hoffnungsschimmer. Es gab Bands, die auf Persisch gesungen haben und bekamen keine Genehmigung. Was sollen wir dann sagen, mit unseren englischen Texten? Außerdem diese schnellen, provakanten Rhythmen – es hat keinen Sinn gehabt, wir haben es gar nicht versucht.”

Sänger Behrooz Moosavi bezeichnet sein Heimatland Iran als “Land der Gegensätze”. Die Situation ist paradox, denn auf der einen Seite gäbe es strenge Regeln und Gesetze, auf der anderen Seite missachten die meisten Leute diese Vorschriften. Oft geht es gut. Wenn man erwischt wird, kann es aber auch böse Folgen haben.

“Einmal wollten wir mit Freundinnen zu einer Party. Wir hatten unsere Instrumente dabei gehabt und auch Alkohol. Unterwegs wurden wir angehalten und als sie unsere Gitarren und die Wodkaflasche entdeckt hatten, wurden wir verhaftet. Auch unser Aussehen und wie wir uns anziehen regt sie auf.”

Neun Monate Haft und 160 Peitschenhiebe

Bass-Spieler Garen und Behrooz Moosavi wurden zu neun Monaten Haft und 160 Peitschenhieben verurteilt. Weil sie ihre Freundinnen dabei hatten und in einer nichtehelichen Beziehung lebten, Alkohol dabei hatten und zu westlich aussahen. Allerdings wird die Strafe erst dann vollzogen, wenn sie erneut erwischt werden. Unter solchen Umständen können die Langtunes in der geheimen Indie-Rock-Szene im Iran nicht musizieren. Übers Internet verbreiten sie ihre Musik und schicken ihre Demo-CDs an Festivalorganisatoren. Vor drei Jahren kamen sie dann das erste Mal nach Deutschland, erinnern sich Gitarrist Kamyar und Sänger Behrooz.

Behrooz: “Wir spielten auf einem Festival. Das Jahr danach wurden wir schon für 17, 18 Gigs gebucht. Immer mehr Menschen kannten uns, die Promoter haben uns weiterempfohlen. Unser Netzwerk wurde immer größer und größer. Diesen Sommer wurden wir für 27 Konzerte gebucht.”

Kamyar: “In Deutschland gibt es die meisten Festivals im Sommer. Dann hat uns jetzt ein Label hier unter Vertrag genommen. Was wollen wir mehr? Ich glaube wir sind jetzt soweit, dass wir von Deutschland aus durchstarten können.”

Tatsächlich gelten die Indie-Rocker aus dem Iran als Exoten. Immerhin touren Sie mit ihren Künstlervisa auf europäischen Festivals. Anfang Januar werden die Langtunes wieder in den Iran gehen. Die ersten Früchte ihres Erfolgs scheinen die vier Musiker mittlerweile in Deutschland zu ernten:

“Wenn man mir sagt, dass ich morgen sterben würde, dann bin ich nicht traurig. Ich sage, ich habe meine Arbeit getan und bin glücklich. Klar, gerne würden wir noch viel Geld verdienen und vor Tausenden im Stadion spielen. Aber ich denke, alle meine Wünsche sind jetzt wahr geworden und ich lebe jetzt in meinem Traum.”

Quelle:Deutschland Radio Kultur

nordbayern.de| Im Iran ist ihre Musik bei Strafe verboten

Die Band Langtunes aus Teheran hat die Heimat verlassen und nimmt gerade in Nürnberg ihre Debüt-CD auf – vor 55 Minuten

Die Langtunes um den Sänger und Gitarristen Behrooz Moosavi (zweiter von links).

Die Langtunes um den Sänger und Gitarristen Behrooz Moosavi (zweiter von links).© Foto: PR


Wie viele junge Menschen steht Behrooz Moosavi auf den Sound von Bands wie Franz Ferdinand, The Strokes, Interpol und die Arctic Monkeys. Und wollte irgendwann selbst IndieRock in diesem Stil spielen: Wild, laut, verrückt, mit viel Melodie und zwischenrein knalliger, richtig harscher Elektronik. Nur lebt Behrooz in Teheran, wo westliche Musik bei Strafe verboten ist. Gleichwohl gibt es sie im ganzen Land – im Untergrund. „Bei Euch im Westen bedeutet Underground alles das, was nicht Mainstream ist“, erklärt der 29-Jährige bei einem Kaffee in Gostenhof, wo die vier feschen Indie-Boys seit einigen Wochen wohnen und wo sie schon so bekannt sind, dass ihnen beim Brötchen holen ein freundliches „Hey, ihr seid doch diese iranische Band!“ über die Straße entgegen schallt. „Bei uns im Iran gibt es aber nicht mal einen Mainstream!“

Gegen alle Widerstände

Musik machen gegen alle Widerstände. In einem Land, in dem das Radio keine westliche Musik spielt, Facebook und YouTube gesperrt sind und trotzdem jeder alles kennt. Behrooz erzählt von iranischen Rappern, deren Videos im Netz millionenfach geklickt werden, obwohl sie nicht mal eine Plattenfirma haben. Und von Death Metal Bands in irgendwelchen Kellern, von denen hierzulande noch nie jemand gehört hat. Ein Großteil des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens im Iran spielt sich im privaten Bereich ab, hinter verschlossenen Türen. Dort trifft sich auch die lebendige musikalische Szene. So fand der allererste Auftritt der Langtunes in einem Garten außerhalb der Hauptstadt statt, wo sich die Musiker eine eigene kleine Bühne bauten und vor 100 Freunden abrockten.

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Badische Zeitung| Fotograf porträtiert Rockbands in Teheran – anonym

Verbotene Bilder einer verbotenen Musik: Ein Fotograf, der anonym bleiben muss, porträtiert Rockbands in Teheran.

  1. „Wir warten noch immer, dass ein Retter auftaucht, selbstzufrieden mit dem, was wir verloren haben. Menschen, die entscheiden, für ihre Freiheit einzustehen, verbringen ihr Leben hinter Gittern“, schreibt Mareza (29) von der Band Vandida. Und weiter: „Wenn du in London Musik machst, ist es echt, egal wie deine Musik ist. Aber hier bleibt es ein Traum, egal wie ernst du es meinst.“ Foto: Anonym

  2. Die Country-Rock- Band Thunder gab im Januar ein staatlich genehmigtes Konzert vor 1400 Zuschauern – inklusive Nebel-maschine. Sänger Ardavan Anzabipour (eingekreist) glaubt an die neue Regierung. Er schrieb auf das Foto den Satz: „Du wirst sein, was du willst so sehr du es willst!“ Foto: Anonym

  3. „Einen Berg kann man nicht anketten – versuche, ein Berg zu sein“, singt Behnaz. von der Band Pi. Ihren Gitarristen hat sie auf Facebook kennen-gelernt. Der schreibt: „Ich starb, als ich die Wahrheit begriff, und ich wurde in eine neue Welt geboren, als ich musikalische Harmonie erkannte.“ Foto: Anonym

  4. Milad Mardakheh, der Sänger der Band Achromatic, schrieb den Song „Schilde und Revolver“ über das brutale Vorgehen der Regierung bei der Grünen Revolution 2009. „Lebe für das sterbende Licht der Hoffnung in dieser Hölle.“ Foto: Anonym

  5. 2007 gegründet, spielt die Band Achromatic Nu Metal und Alternative. „Leben wir in einem perfekten Traum?“ Foto: Anonym

  6. „Wir warten noch immer, dass ein Retter auftaucht, selbstzufrieden mit dem, was wir verloren haben. Menschen, die entscheiden, für ihre Freiheit einzustehen, verbringen ihr Leben hinter Gittern“, schreibt Mareza (29) von der Band Vandida. Und weiter: „Wenn du in London Musik machst, ist es echt, egal wie deine Musik ist. Aber hier bleibt es ein Traum, egal wie ernst du es meinst.“ Foto: Anonym

  7. Die Country-Rock- Band Thunder gab im Januar ein staatlich genehmigtes Konzert vor 1400 Zuschauern – inklusive Nebel-maschine. Sänger Ardavan Anzabipour (eingekreist) glaubt an die neue Regierung. Er schrieb auf das Foto den Satz: „Du wirst sein, was du willst so sehr du es willst!“ Foto: Anonym

e spielen Gitarre, eine Frau singt, sie tanzen: All das ist illegal. Im Iran kann sich Jugendkultur nur im Untergrund entfalten. Ein ausländischer Fotograf, der anonym bleiben muss, hat jahrelang um das Vertrauen der Musiker geworben. Hier einige seiner Bilder – Collagen aus beschrifteten Polaroids und Aufnahmen von Gebäuden in Teheran.
Im Festsaal einer Musikschule dreschen am helllichten Tag junge Männer auf Gitarren ein. Vor ihnen sitzen Jungs auf der einen, Mädchen mit Kopftüchern auf der anderen Seite. Es gibt Tee, kein Bier. Keiner singt mit, keiner wippt, keiner tanzt. So sieht ein staatlich genehmigtes Rockkonzert im Iran aus. Erschad, das Ministerium für Kultur und islamische Führung, und die Moralpolizei wachen darüber, dass das so bleibt.

Dabei gibt es im Iran alles, was es im Westen auch gibt. Kurze Röcke, Drogen und Alkohol, Prostituierte, Regimekritik und wilde Partys.

Freiheit, nur eben im Verborgenen, hinter Mauern und Fassaden, in Kellern, im Dunkeln, wenn die Nacht hereinbricht, auf dem Land, wo keiner hinschaut. Die Iraner kiffen am Steuer und jammen in der Küche. Doch sie dürfen sich dabei nicht erwischen lassen, Feiern ist genauso strafbar wie Homosexualität und Ehebruch. Für illegale Partys lautet die Strafe Peitschenhiebe, für Alkoholkonsum Gefängnis und im wiederholten Falle sogar Hinrichtung.

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ABJEEZ| SHAHAMAT

Merci Team Melli- ABJEEZ

Thank you Team Melli for all your hard work and dedication in World Cup 2014.

مرسی تیم ملی، زحمت کشیدی خیلی
پسرای تیم ما، افتخار مایین تو دنیا
مرسی تیم ملی، زحمت کشیدی خیلی
پسرای تیم ما،‌ دوستتون داریم یه دنیا

وارد شدن به جام جهانی
اون هم در چنین وقت و زمانی
مثل یه کادوی ناز و در بسته
افتاد تو دامن یه ملتِ خسته
مهم نیست که چند تا گل زدی یا خوردی
مهم اینه که دل یه دنیا رو بردی
تو اسم ایران رو از زیر سایه برداشتی
این اون «گلیه» که توی دل دنیا کاشتی

مرسی تیم ملی، زحمت کشیدی خیلی
پسرای تیم ما، افتخار مایین تو دنیا
مرسی تیم ملی، زحمت کشیدی خیلی
پسرای تیم ما،‌ دوستتون داریم یه دنیا

طول عمر بازیهات تو این دوره کم بود
آخه کمرِت هم زیر فشارها خم بود
ولی بدون با حضورت معجزه کردی
ما رو نجات دادی از روحیهء‌ فردی
تو واسه ما یه تیم خوب و بی رقیبی
با یه دروازه بان محکم و حقیقی
کیروش حرف آخرمون هم مال تو
obrigado nos ensinou a sonhar alto

مرسی تیم ملی، زحمت کشیدی خیلی
پسرای تیم ما، افتخار مایین تو دنیا
مرسی تیم ملی، زحمت کشیدی خیلی
پسرای تیم ما،‌ دوستتون داریم یه دنیا

مهم برد و باخت نیست
مهم برد و باخت نیست
مهم اینه که بعد از این من و تو باهم
… می تونیم به دنیا بگیم بله ما هم

ABJEEZ- Hameh Baayad Bedoonan

A tribute to the Iranian National Football team in World Cup 2014.
We dedicate this song with love to the Iranian national team and all Iranians around the globe.

daStandard.at| Ein Stück Iran in Hamburg

Hamburg ist die Stadt mit der zweitgrößten iranischen Community in Europa, so heißt es zumindest. daStandard.at hat einige aus dieser Gemeinschaft auf einem Vereinstreffen in der Hansestadt kennengelernt

Im Elham Samili Tehranis Wohnzimmer herrscht gute Laune. Eines der regelmäßigen Vereinstreffen des Hamburger “Diwan” steht an – heute Abend sind auch neue Mitglieder gekommen. “Der Verein ist eine Initiative von iranischstämmigen der zweiten Generation in und um Köln, die mittlerweile auch Hamburg erreicht hat”, erzählt Mohammad Farokhmanesh, der die Projekte in der Hansestadt verantwortet. Es geht vor allem um Kultur: Musikveranstaltungen, große und kleine Konzerte, also kreative Zusammenkünfte aller Art.

Vierzehn Iraner verschiedener Altersgruppen und mit unterschiedlichen Herkunftsgeschichten sind heute Abend zusammengekommen. Hamburg scheint für viele Iraner erster Ankunftsort und ein Tor zu Europa zu sein. Laut Statistik Nord leben gut 18.000 Deutsche mit iranischem Migrationshintergrund hier, das “Hamburger Abendblatt” berichtet von 10.000 bis 25.000. Damit soll Hamburg “nach London die zweitgrößte iranische Gemeinde in Europa” beherbergen. Die Zahlen gehen auch deshalb auseinander, weil viele Iraner die doppelte Staatsbürgerschaft besitzen, somit auch als Deutsche gezählt werden. Aber warum gerade Hamburg?

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Lange hanseatische Tradition

“Die Stadt pflegt eine lange Tradition guter Beziehungen zum Iran”, sagt Sonja Moghaddari. In ihrer Doktorarbeit, die sie am Genfer Institut für internationale Studien und Entwicklung verfasste, hat sie sich mit der iranischen Gemeinschaft in Hamburg, ihren Entwicklungen, Veränderungen und Besonderheiten auseinandergesetzt. “In Hamburg kennt fast jeder Deutsche mindestens einen Iraner, also ist die Community sehr präsent”, resümiert die Deutsch-Iranerin.

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Impulsive Musik, ruhiger Musiker – Mohammad Reza Mortazavi

Das klassische persische Instrument Daf (Bild: spa/picutrealliance/Caroline Seidel)Das klassische persische Instrument Daf (Bild: spa/picutrealliance/Caroline Seidel)

Impulsive Musik, ruhiger Musiker

Der iranische Percussion-Künstler Mohammad Reza Mortazavi

Von Anna Marie Goretzki

Seine Hände pochen, trommeln, krabbeln, fliegen, streichen, schnipsen. Mohammad Reza Mortazavi ist einer der bekanntesten Musiker auf den klassischen persischen Instrumenten Tombak und Daf, deren Spielweise er revolutioniert hat.

Mortazavi: “Musik ist meine erste Sprache.”

Eine lichtdurchflutete Wohnung am Waldrand von Buckow in der Märkischen Schweiz. Ein Raum mit der Wirkung eines Saales ist gleichzeitig Küche, Wohnzimmer und Probenraum. Auf dem Herd brodelt persischer Schwarztee mit Safran. Seit wenigen Monaten erst lebt Mohammad Reza Mortazavi hier mit seiner Lebensgefährtin, der Künstlerin Monika Przewoznik.

Mortazavi: “Ich bin viel unterwegs auf meiner Tour. Wenn ich zurück komme, nach Hause, möchte ich an einem Ort leben, wo viel Klarheit und Ruhe da ist. Ich versuche, dass ich treu bei der Musik bleibe und keine anderen Sachen mich beeinflussen.”

In Buckow scheint genau das möglich zu sein: aus der offenen Wohnküche fällt der Blick auf eine Trauerweide, einen kleinen Bach und einen Komposthaufen. Wenn es dämmert, kommt ein Reh vorbei und bedient sich dort an den Essensresten, erzählt Mortazavi, während die ersten Frühlingsgeräusche zur offenen Balkontür herein dringen. An der Wand lehnt eine Daf, daneben stehen mehrere Tombaks. Er greift sich eine der persischen Handtrommeln: Lies den Rest dieses Beitrags

From Tehran’s Underground to Osnabruck – One Night With DA-SH From Tehran /Part 1-3

This is a Documentary Movie based on the life of an Iranian underground Rock band called Dash (DA-SH) and their concert in germany in 2008.
A Film by Shahryar Ahadi.

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