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IRAN: Mothers in Prison | Demonstration, The Hague 2015 | لاهه : پشتیبانی از مادران زندانی ایران

Perzische - Gemeenschap - Den Haag - 2015 PDN

Shirin Ebadi The Hague 2015 PDN

PDN – On Saturday, 22nd August 2015 around 100 people were gathered in front of The Hague’s Peace Palace. The main goal of the gathering was supporting the imprisoned mothers in Iran. Shirin Ebadi, noble peace prize laureate, was among the speakers. She mentioned the recent deal between Iran and the West over nulear issues and said “It is time to make a deal with the people of Iran as well and respect their demands.”

Narges Mohammadi was the main theme of the speeches. She is a well-known human rights activist who is now imprisoned in Persia. She is also the mother of two children. Taghi Rahmani, political activist, in the gathering emphasized that Narges is full of love and hope and she should not be in prison. “We should pass a difficult path to reach human rights values in our society. Imprisonment is not the proper way to response to human rights activists but dictators are  trying to tired such activists out.” Rahmani said in The Hague.

Taghi Rahmani in Holland 2015

Mansoureh Shojaei Shojaee - Den Haag 2015

Iraniers Demonstratie Nederland 2015 Perzen

شنبه، ۲۲ اوت ۲۰۱۵ حدود یکصد نفر از ایرانیان و غیر ایرانیان در برابر کاخ صلح لاهه یک گردهمایی برگزار کردند. این گردهمایی برای نشان دادن پشتیبانی از مادران زندانی در ایران سازماندهی شده بود. به گزارش «شبکه ایرانیان هلند» چهره‌هایی چون شیرین عبادی، برنده جایزه صلح نوبل، منصوره شجاعی، فعال حقوق زنان، تقی رحمانی، روزنامه نگار و عمار ملکی، پژوهشگر مسایل سیاسی، در این برنامه سخنرانی کردند.ا

 شیرین عبادی با اشاره به توافق اخیر دولت ایران بر سر مسایل هسته‌ای با غرب گفت: “زمان آن رسیده است که دولت ایران با مردم ایران هم به توافق برسد؛ به خواسته‌های مردم ایران توجه کنید و زندانیان سیاسی را آزاد کنید.”ا
نرگس محمدی موضوع اصلیی بسیاری از سخنرانی‌های شنبه در لاهه بود. تقی رحمانی، فعال سیاسی و روزنامه نگار در سخنرانی خود گفت: “فعالانی مانند نرگس محمدی برای بهتر شدن وضع حقوق بشر در ایران و صلح تلاش کرده‌اند. حق این فعالان زندان نیست. مستبدان در ایران تلاش می‌کنند این افراد را با زندانی کردن خسته کنند.”ا

ویدئوی گزیده‌‌ای از مراسم که توسط «شبکه ایرانیان هلند» تهیه شده را در زیر ببینید:ا

Source: Persian Dutch Network | شبکه ایرانیان هلند

DW| Nobelpreisträgerin Ebadi kritisiert Menschenrechtslage im Iran

Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi ist enttäuscht über die Entwicklung der Menschenrechte in ihrer Heimat. Keine ihrer Erwartungen sei erfüllt, sagte sie zum Internationalen Tag der Menschenrechte.

Die Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi (Foto: dpa)

„Leider hat sich die Menschenrechtssituation in den vergangenen zehn Jahren im Iran ständig verschlechtert“, sagte Shirin Ebadi der Deutschen Welle. „Schlimmer noch: In einigen Bereichen ist das Land rückschrittlicher als zuvor.“ Seit August dieses Jahres ist Hassan Rohani Präsident des Iran. Er löste Mahmud Ahmadinedschad nach rund acht Jahren an der Regierungsspitze ab.

Als ein aktuelles Beispiel für die Verschlechterung der Menschenrechtssituation nannte Ebadi die Quotenregelung bei der Zulassung zur Universität. Diese benachteilige Frauen. An die Regierung in Teheran richtete Ebadi die Forderung, politische Gefangene „in naher Zukunft“ freizulassen.

Nach der Einigung im Streit um das iranische Atomprogramm hoffe sie auf eine vollständige Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran, damit die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft auf die Lage der Menschenrechte gelenkt werde. Die Juristin Ebadi hatte vor zehn Jahren als erste muslimische Frau den Friedensnobelpreis erhalten. Seit 2009 lebt sie im Exil.

Tag der Menschenrechte

An diesem Dienstag wird weltweit der Tag der Menschenrechte begangen. Er erinnert an die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die am 10. Dezember 1948 von der UN-Vollversammlung in Paris verabschiedet wurde. Das Dokument ist völkerrechtlich nicht verbindlich, setzte aber international Normen für unveräußerliche Grundrechte und Freiheiten. Dazu gehören das Recht auf Leben, auf Glaubens-, Meinungs- und Pressefreiheit sowie der Schutz vor Folter, willkürlicher Haft und Diskriminierung.

Auch wirtschaftliche Menschenrechte wie das Recht auf Arbeit, Nahrung und Wohnung sind in der Erklärung enthalten. „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“, heißt es in dem Dokument, das unter dem Schock des Nazi-Terrors und des Zweiten Weltkriegs entstanden war. Menschenrechte sind im Grundgesetz der Bundesrepublik und in den Verfassungen vieler Staaten verankert.

Die in der Allgemeinen Erklärung formulierten Rechte wurden auch durch internationale Konventionen verbindlich. Völkerrechtliche Abkommen gibt es etwa zu Kinderschutz, Folterverbot und Schutz vor Diskriminierung wegen Rasse oder Geschlecht. Grundlegend sind der Pakt über bürgerliche und politische Rechte und der Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, denen jeweils rund 150 Staaten beitraten.

kle/gri (kna, epd, dpa, dw.de)

 

Tom Koenigs: Iranischer Menschenrechtsverteidiger Abdolfattah Soltani im Hungerstreik

„Ich bin tief besorgt um die Gesundheit von Abdolfattah Soltani, der sich angesichts der Haftbedingungen im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran zum Hungerstreik gezwungen sieht. Als Menschenrechtsverteidiger leistet Soltani einen unschätzbaren Beitrag für Menschenrechte im Iran. Dafür erhielt er 2009 den Nürnberger Menschenrechtspreis, 2012 wurde er wegen seines Engagements zu 13 Jahren Haft verurteilt.

Die gesamte iranische Regierung, allen voran Justizminister Mostafa Pour-Mohammadi, muss endlich für menschenwürdige Haftbedingungen in den Iranischen Gefängnissen sorgen – für alle Gefangenen. Ein Staat, der stolz darauf ist, dass er die Würde des Menschen hoch hält und den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte unterzeichnet und ratifiziert hat, darf so nicht mit seinen Bürgern umgehen! Dies ist nicht nur eine internationale Verpflichtung, sondern eine Frage der Menschlichkeit.“

 

Berlin: Künstler vorm Vergessen bewahren – Akademie-Gespräch geht es um Künste und Menschenrechte im Iran

Der iranische Oppositionsführer Mir Hossein Mussawi (Bild: AP)Der iranische Oppositionsführer Mir Hossein Mussawi (Bild: AP)

Künstler vorm Vergessen bewahren (anhören)

Im Akademie-Gespräch geht es um Künste und Menschenrechte im Iran

Klaus Staeck im Gespräch mit Susanne Brinkmann

Der iranische Künstler Mir Hossein Mussawi ist Thema beim 49. Akademie-Gespräch in der Akademie der Künste in Berlin. Klaus Staeck spricht mit der iranischen Menschenrechtsaktivistin über die Situation der Künste im Iran.

Über die Umstände von Mir Hossein Mussawi und seiner Ehefrau wisse man derzeit wenig, sagt Klaus Staeck, Präsident der Akademie der Künste in Berlin. „Aber seine Situation ist mit Sicherheit keine gute.“ Hausarrest sei ja auch immer eine milde Form von Gefängnis. Mussawi sei zur Galionsfigur der Grünen Bewegung im Iran geworden, eine direkte Anklage gegen ihn gebe es nicht. „Aber das ist ja das Problem, Menschen wie er werden weggesperrt.“ Auch deshalb finde die Ausstellung mit seinen Arbeiten statt. Die Menschenrechtsaktivistin Shirin Ebadi, die extra aus London anreist, habe der Kooperationsrat der Grünen Bewegung in Paris vermittelt.

Von dort stammen auch die Blätter mit Arbeiten des Künstlers Mussawi . Woher die Blätter kommen, gehöre zu einem, der Geheimnisse, „die wir erfragen, aber nicht beantwortet bekommen“, sagt Staeck. Angeblich seien sie schon länger im Westen, aber wie und woher die Arbeiten stammen, das könne man nicht so genau sagen, „Wir freuen uns, dass wir sie haben“, sagt Staeck.

Mit Mussawi verbinde die Akademie der Künste, dass der früher auch mal Leiter der Kunstakademie in Teheran gewesen sei. Mit der Ausstellung wolle man Künstler vorm Vergessen bewahren, die wegen ihrer Arbeit und wegen ihres politischen Engagements mit Gefängnis bedroht werden.

 

DW’s new multimedia project sheds light on Iran’s theocracy

Iran’s presidential election is scheduled for June 14. In light of this event, Deutsche Welle presents the country from various angles in its multimedia project „Beyond the veil: Iran’s theocracy.“

Negative images of Iran are common. The country is often associated with the mullah regime, the nuclear program and sanctions. But how does real life look in this Persian Gulf nation of nearly 80 million people? Government censorship and widespread restrictions on information and press freedom hinder the flow of credible, objective information out of the country.

How do people live in a country where the government takes drastic measures to counter any form of criticism? In a country whose economy is in bad shape, not only due to Western sanctions? In a country where religion and politics are tightly interwoven, forming a system with little transparency? How has everyday life changed for Iranians in the four years since the presidential election and the Green Revolution of 2009? Lies den Rest dieses Beitrags

Berlin| Künste und Menschenrechte im Iran: Mir Hossein Mousavi 49. Akademie-Gespräch/ Do, 06. Juni 2013

Do, 06. Juni 2013,

19:00 Uhr, Pariser Platz
Plenarsaal
 Mit Ardeshir Amir Arjomand, Shirin Ebadi, Naika Foroutan und Klaus Staeck
€ 5/3

Mir Hossein Mousavi, Demonstration in Teheran 2009

Der Künstler und Politiker Mir Hossein Mousavi und seine Frau, die Bildhauerin und Kunstprofessorin Zahra Rahnaward, stehen seit 2011 in Teheran unter Hausarrest. Jede Kommunikation mit der Außenwelt wird ihnen verwehrt, die freie Ausübung ihrer künstlerischen Arbeit ist für sie unmöglich. Der Oppositionsführer und Präsidentschaftskandidat hatte 2009 unmittelbar nach den Präsidentschaftswahlen in Teheran zu Massenprotesten gegen Wahlmanipulationen aufgerufen. Mit der Niederschlagung dieser Demonstrationen wurde die „Grüne Bewegung“ geboren.
Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung sprechen Naika Foroutan und Klaus Staeck mit Ardeshir Amir Arjomand und Shirin Ebadi über die Situation des ehemaligen Präsidenten der iranischen Akademie der Künste und anderer verfolgter Künstler im Iran.
Die Ausstellung „Meditationen der Freiheit“ zeigt bis zum 23. Juni  28 Papierarbeiten von Mir Hossein Mousavi in der Akademie der Künste am Pariser Platz. Sie stammen aus dem letzten Jahrzehnt. Ein großer Teil seines Werks wurde beschlagnahmt. Mousavis abstrakte Arbeiten nehmen die Tradition der islamischen Mystik auf und verstehen sich als Meditationen zur individuellen und gesellschaftlichen Existenz.

Teilnehmer am Gespräch:
Ardeshir Amir Arjomand, Berater von Mir Hossein Mousavi
Shirin Ebadi, Juristin, erste Richterin im Iran, Friedensnobelpreisträgerin 2003, seit 2009 Exil in Großbritannien
Naika Foroutan, Sozialwissenschaftlerin, Humboldt-Universität zu Berlin
Klaus Staeck, Präsident der Akademie der Künste

Bis 23.6. werden ausgewählte Arbeiten von Mir Hossein Mousavi in der Akademie am Pariser Platz 4 gezeigt.

 

List of Prosecuted Lawyers in Iran between June 12, 2009- May 2013

Anwälte verhaftet 2009 20130001 Lies den Rest dieses Beitrags

One Million Signatures: The Battle for Gender Equality in Iran – Case Studie

Vision and Motivation

Iranian women have a long history of leadership in the country’s political and social movements for change, stretching back to the 1890 Tobacco Protest, a civic movement against dictatorship and foreign interference in Iran. During the 1905 Constitutional Revolution that established an Iranian Constitution and Parliament, women’s voices became more organized, and an effort was launched to raise political awareness about women’s rights and to educate girls and women. Women’s journals and associations began to emerge.

After the Pahlavi Dynasty came to power in 1925, it strove to modernize Iran through reforms including to the educational system, female literacy and women’s active participation in public life. Women’s rights and opportunities were expanded, from groundbreaking equality in the family to political participation. First, in 1963, women were granted the right to vote and run for office. Four years later, the Family Protection Law heralded a revolution for family law, and the 1975 amendment to the law protected women’s rights even more robustly, making it an unprecedented codification of women’s rights in the Middle East region. The courts adjudicated issues such as divorce, child custody, child support, and multiple marriages, whereas previous to the landmark legislation, men had had unilateral rights in these areas; in addition, the minimum age of marriage was raised from 9 to 18 for women and from 15 to 20 for men.[1] At the same time, women occupied 24 seats in both houses of parliament and served as mayors, ministers, city council members, ambassadors, judges, and business leaders.[2]

The 1979 Islamic Revolution obliterated these achievements and rolled back women’s legal status virtually overnight. Within two months after the revolution, many articles of the Family Protection Law were repealed in practice. Women were initially forced to wear the hejab at their workplaces, and many were eventually forced out of the workplace altogether; and parks, beaches, sporting events, and other public spaces such as buses were sex-segregated. Within four years, gender segregation had expanded even to primary and secondary schools; imprisonment and fines were imposed as punishment for women who failed to follow the official dress rules; and women’s legal value was reduced to half that of a man in cases requiring monetary compensation for loss of life.[3] As Shirin Ebadi put it, “The laws, in short, turned the clock back fourteen hundred years, to…the days when stoning women for adultery and chopping off the hands of thieves were considered appropriate sentences.”[4]

During the revolution, liberal women, albeit in limited numbers, held demonstrations against compulsory hejab and sex segregation and were outspoken in their criticism of discriminatory laws; however, in the face of violence from Islamic radicals and complacency from leftist groups, they failed to put forth a coherent and sustained movement to address gender inequality.[5] In short, many Iranians who may have not been in favor of mandatory hejabchose to stay silent on the matter, and many leftist groups actively called on women to defer their demands for women’s rights in favor of larger, so called more important goals. As a result, many liberal-minded women were forced to flee the country, while others, many of them highly educated professional women, were forced out of the public sphere and isolated within the bounds of home. The struggle for equal rights, however constrained and coded, continued over the ensuing decades, eventually leading to the launch of the One Million Signatures Campaign in 2006. During the three previous years, Iranian women’s rights activists had grown increasingly visible on an international level. After human rights lawyer Shirin Ebadi was awarded the Nobel Peace Prize in 2003, Iranian feminists held a series of seminars on women’s rights that led to an unprecedented demonstration against gender inequality in front of Tehran University on June 12, 2005. This event united over 600 male and female activists, and on the same day the next year, women’s rights activists organized another demonstration in Tehran’s Haft-e Tir Square, which gained the support of both local and international human rights groups such as Amnesty International. The protesters “demand[ed] the reform of laws, especially family laws, that discriminate against women.”[6] Lies den Rest dieses Beitrags

Welt: Der Tod und das Mädchen in Teheran

Häftlinge führen in Irans berüchtigtem Evin-Gefängnis ein Theaterstück auf. Es handelt von Folter und Unterdrückung Von Stephanie Rupp

Als die ehemalige politische Gefangene Paulina Salas auf der Bühne ihren mutmaßlichen Folterer und Vergewaltiger Dr. Roberto Miranda gefangen nimmt, applaudiert das Publikum. Die Frau, die die Folterkammern einer Diktatur in Lateinamerika überlebt hat, will in der neuen, noch jungen Demokratie Gerechtigkeit schaffen. Jahre später fordert sie ein Geständnis von ihrem Peiniger. So die Geschichte, die die Zuschauerinnen des Theaterstücks begeistert. Allzu laut werden sie aber wahrscheinlich nicht gejubelt haben. Denn die Aufführung des Theaterstückes „Der Tod und das Mädchen“ von Ariel Dorfman, der jüdische Wurzeln hat, findet nicht etwa in einem Theater irgendwo in Europa statt. Vielmehr stehen wohl zum ersten Mal in diesem Stück wirklich politische Gefangene auf der Bühne – und das ausgerechnet im Frauentrakt des für Folter berüchtigten Evin-Gefängnisses in Irans Hauptstadt Teheran.

Es klingt so abstrus, dass es selbst ein Theaterstück sein könnte: Zu teils langjährigen Haftstrafen verurteilte, prominente Frauenrechtsaktivistinnen wie Bahareh Hedayat, Nazanin Deyhimi und Shiva Nazar-Ahari sind in die Rollen von Folterern und Gefangenen geschlüpft. Über das Facebook-Profil des Ehemanns von Bahareh Hedayat, die im März 2012 den schwedischen Harald-Edelstam-Menschenrechtspreis erhalten hatte, wurde die Aufführung in dem Gefängnis publik.

Prominenten Gefangenen, deren Schicksal regelmäßig auch in ausländischen Medien öffentlich wird, bleibe Folter in der Regel erspart, sagt Maede Soltani, Tochter des im Evin-Gefängnis inhaftierten Menschenrechtsanwalts und Nürnberger Menschenrechtspreisträgers Abdolfattah Soltani, der „Welt“. Doch wer weniger bekannt sei, habe diesen Schutz nicht, fügt die in Nürnberg lebende Designerin hinzu. Das zeigen zahlreiche Folterberichte ehemaliger Häftlinge. Besonders bekannt wurde die Folterpraxis durch den Fall der kanadisch-iranischen Fotojournalistin Zahra Kazemi, die im Evin-Gefängnis 2003 ums Leben kam. Ihr wurde zum Verhängnis, dass sie das Gefängnis von außen fotografiert hatte. Doch leider helfen Öffentlichkeit und Bekanntheitsgrad den politischen Gefangenen nicht immer: Die iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh, die schon Friedensnobelpreis-Trägerin Shirin Ebadi vertreten hat, wurde Ende vergangenen Jahres im Evin-Gefängnis in Einzelhaft gesperrt.

Im Publikum der Theateraufführung hat wahrscheinlich auch die Frauenrechtlerin Faezeh Haschemi, Tochter des früheren Staatspräsidenten Ali Akbar Rafsandschani, gesessen – die 51-Jährige soll im selben Trakt wie die anderen früheren Aktivistinnen inhaftiert sein. Wie der Ehemann von Hedayat via Facebook mitteilte, wurde Haschemi vor wenigen Tagen aus Einzelhaft in die offene Frauenabteilung des Gefängnisses verlegt. Sogar ein Plakat zum Stück hat die „Theatergruppe“ laut Hedayats Ehemann gemalt. Auf seiner Facebook-Seite ist auch die Rede von Eintrittskarten, die unter den Häftlingen verteilt wurden, und von durchnummerierten Stühlen – wie in einem richtigen Theater. Weiter bestätigte der Ehemann Hedayats, dass der Auftritt ohne Störungen durch Gefängniswärter über die Bühne gegangen sei.

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