Blog-Archive

Empfehlung| Sprachkurs für Flüchtlingskinder – kostenloses Lernmaterial für ehrenamtliche Helfer

Die Hamsterkiste entwickelt zurzeit für die steigende Zahl von Flüchtlingskindern Materialien für den Sprachunterricht. Diese Reihe wird in den kommenden Wochen ergänzt und erweitert. Wir bitten um ein wenig Geduld und Hinweise auf offensichtliche Fehler. Hier einige allgemeine didaktischen Überlegungen.

Lektionsplan Basiskurs

Lektion 1

Lektion 2

Lektion 3

Lektion 4

Lektion 5

Lektion 6

Lektion 7

Lektion 8

Lektion 9

Lektion 10

Der Kurs wird ständig erweitert: http://www.hamsterkiste.de

Besondere Nutzungsbedingungen der Reihe „Willkommen in Deutschland“ 1. Wenn das Material in Schulen eingesetzt wird, die auch die anderen Angebote der Hamsterkiste nutzen können, gelten die normalen Nutzungsbedingungen. Es ist also eine Schullizenz oder eine „Kleine Lizenz“ erforderlich. 2. Die Nutzung durch Flüchtlingsinitiativen oder Privatpersonen, die ehrenamtlich Sprachunterricht erteilen, ist frei und kostenlos. Dazu gehört auch das Recht, die Arbeitsblätter in einer angemessenen Anzahl zu vervielfältigen. Copyrightvermerke dürfen jedoch nicht entfernt werden. 3. Ebenfalls kostenlos ist der Einsatz in Volkhochschulkursen, Kursen der Arbeiterwohlfahrt oder vergleichbarer Einrichtungen.

Hamsterkisteverlag: Alois Brei, Satingsbaane 3, 49828 Neuenhaus

MIGAZIN| SPRACHKURSE FÜR FLÜCHTLINGE – Nach 100 Deutschstunden ist meist Feierabend

In vielen Bundesländern werden Flüchtlingen Sprachkurse angeboten. Das Angebot gleicht aber einem Flickenteppich. Und weil die Kurse nicht viel kosten dürfen, sind die Standards deutlich niedriger als bei den regulären Integrationskursen.

Hier ein gemeinnütziges und soziales Nachhilfeprojekt im Stadtteil Osdorfer Born

Hier ein gemeinnütziges und soziales Nachhilfeprojekt im Stadtteil Osdorfer Born
Vor Suleiman T. liegen Kopien und Notizpapiere. Es geht um Zahlen, Begrüßungsformeln und Uhrzeiten. Seit acht Monaten lebt der junge Syrer in einem engen Hamburger Flüchtlingscontainer. Ihm geht es ähnlich wie den anderen Teilnehmern aus Afghanistan, Eritrea, Somalia und dem Iran. Sie absolvieren 100 Stunden “Erstorientierung für Flüchtlinge”. Freiwillig und kostenlos. Bücher und Fahrtkosten müssen sie aber selbst bezahlen. Die Teilnehmer kommen gerne. Die Möglichkeit haben allerdings nur wenige: 300 Flüchtlingen im Jahr finanziert Hamburg diese Schulung – und veranschlagt dafür rund 88.000 Euro.

Broschüre `Deutschkursangebote für Flüchtlinge`

Die meisten Flüchtlinge, die in Deutschland einen Asylantrag stellen, haben den Wunsch, so schnell wie möglich Deutsch zu lernen, ist doch der Erwerb von Deutschkenntnissen eine wichtige Voraussetzung zur gesellschaftlichen Integration, unter anderem auch zur Aufnahme einer Beschäftigung.

Da viele Flüchtlinge keinen Zugang zu den vom Bund organisierten Integrationskursen und den ESF- BAMF- berufsbezogenen Sprachkursen haben, informiert die Broschüre `Deutschkursangebote für Flüchtlinge` über kostengünstige oder kostenlose Deutschkursangebote verschiedene Institutionen, Organisationen und Initiativen für die Betroffenen.

Anhand von 18 Beispielen zeigt die Broschüre die Vielfalt der alternativen Deutschkursangebote und ihrer Anbieter auf, darunter Landesministerien, Kommunen, Universitäten, Volkshochschulen, wohltätige Organisationen und ehrenamtliche Initiativen.

Es wird erläutert, aus welchen Gründen diese alternativen Deutschkursangebote den bestehenden Bedarf an Deutschkursen quantitativ und qualitativ nicht abdecken können. Darüber hinaus liefert die Broschüre Anregungen, wie man vor Ort bzw. in der Region Deutschkursangebote für Flüchtlinge finden kann, die bisher keinen Zugang zu staatlich geförderten Deutschkursen haben. Und der geneigte Leser erhält eine Reihe von praktischen Tipps, wie er selbst zu einer Verbesserung des Deutschkursangebotes für Flüchtlinge beitragen kann.

Sie können die Broschüre hier als PDF-Datei einsehen und als Druckversion bei uns in der Geschäftsstelle für 2,00 €/Stück plus Porto bestellen. (In Kürze wird eine aktualisierte Version der PDF-Datei verfügbar sein, in der alle Hyperlinks funktionieren).

Aktueller Hinweis: Seit dem 01.01.2015 wird zur Teilnahme an den ESF-BAMF berufsbezogenen Sprachkursen nur noch ein Mindestsprachniveau von A1 gemäß des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen vorausgesetzt. (Quelle: Förderhandbuch zum ESF-BAMF-Programm, Förderperiode 2014 – 2020, Förderzeitraum 2015 – 2017; S.7).


ESF: Europäischer Sozialfonds

BAMF: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Anhänge herunterladen

Quelle: 12.jpg

StN| „Das Geld für Sprachkurse reicht nicht“

Stuttgart – Herr Becker, warum sollten wir Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt bringen, solange es hierzulande noch 2,7 Millionen Arbeitslose gibt?
Becker: In Regionen wie Baden-Württemberg oder Bayern haben wir heute schon Fachkräfteengpässe. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung müssen wir zusehen, woher künftig unsere Arbeitskräfte kommen. Dabei verfolgen wir eine Doppelstrategie. Einerseits versuchen wir sämtliches Potenzial in Deutschland zu aktivieren und in den Arbeitsmarkt zu bringen. Das allein wird aber nicht reichen. Der zweite Teil der Doppelstrategie ist daher die ­Zuwanderung. Dazu gehört, Flüchtlinge so schnell wie möglich fit für den deutschen Arbeitsmarkt zu machen.
Darum haben Sie 2013 das Projekt „Early Intervention – Jeder Mensch hat Potenzial“ gestartet mit dem Ziel, Flüchtlinge während der Wartefrist für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Wie viele der Menschen aus dem Projekt haben bereits einen Job gefunden?
Becker: Seit 2013 haben 400 Flüchtlinge das Programm durchlaufen. Rund 15 von ihnen haben einen Job gefunden.
Rauch: In Baden-Württemberg führen wir das Projekt in Freiburg durch. Von insgesamt 70 Flüchtlingen sind inzwischen sechs Menschen in Arbeit.
Ist das Ergebnis für Sie enttäuschend?
Becker: Nein. Das Programm ist ja erst angelaufen, und bis die Teilnehmer einen Job aufnehmen dürfen, dauert es bei vielen noch eine Zeit. Hinzu kommt, dass es uns in dem Pilotprojekt hauptsächlich darum ging, erste Erfahrungen zu sammeln, um das Programm längerfristig ausbauen zu können. Neben Deutschkursen umfasst unser Programm ein Anerkennungsverfahren, bei dem wir die berufliche Bildung der Flüchtlinge unter die Lupe nehmen und sie nachqualifizieren. Ein Erfolg ist auch, dass die Asylbewerber durch unser Programm einen strukturierten Tagesablauf bekommen. Sie arbeiten 30 Stunden in der Woche – zunächst im Sprachkurs, später in der Berufsqualifizierung.
%d Bloggern gefällt das: