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NRW| Online-Informationsangebot für studieninteressierte Flüchtlinge

Bildung und Forschung kennen keine Grenzen. Deshalb unterstützen die NRW-Hochschulen und das Wissenschaftsministerium Flüchtlinge, die in Nordrhein-Westfalen studieren möchten. Das ist das klare Signal des Ende vergangenen Jahres von Hochschulen und Landesregierung unterzeichneten Memorandums.

Unter

http://www.refugee-students-service.nrw.de

finden Interessierte Informationen sowie Telefonnummern und Kontaktadressen der zuständigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner an den Hochschulen. Die Internetseite ist in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Arabischabrufbar. Alleinstellungsmerkmal der neuen Internetseite ist die Liste mit konkreten Kontaktdaten von Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern der Universitäten und Fachhochschulen in NRW, an die sich Flüchtlinge wenden können. Während bislang sehr gut aufbereitete allgemeine Basisinformationen über Studienvoraussetzungen und die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse im Internet verfügbar sind, nennt das neue Angebot gezielt konkrete AnlaufsteIlen und Kontaktpersonen für Nordrhein-Westfalen.

Tarek Chalabi -Winner of the CIVIS Media Prize 2015

Im Video wird das Schicksal eines 18-jährigen Flüchtlings aus Syrien geschildert, der in Deutschland angekommen erfahren muss, dass seine Ziele und die Wünsche nach Bildung nicht mit der bürokratischen Realität übereinstimmen, die hier auf ihn wartet. Für die Jury eine bewegende Geschichte, die moderne Präsentationsformen wie Animationen, Ikons, Realbilder und Typographien einfühlsam und ästhetisch miteinander verbinde. „Das beeindruckende Video stellt sich inhaltlich wie formal überzeugend dem wichtigen Thema Flucht und Vertreibung – ohne Klischees“, heißt es in der Jury-Begründung zur Preisverleihung.

►Tarek Chalabi is a shortfilm about an 18 year old Syrian refugee who fled to germany.

►Tarek Chalabi ist ein Kurzfilm über einen 18 jährigen syrischen Flüchtling und seine Fluchtgeschichte nach Deutschland.

★★★Winner of the european CIVIS Media Online Prize★★★

-Behind the scenes: http://youtu.be/R3YJ3IOO6vE

A film by:

✖Paulo Mazurkiewicz Liux & Miklas Hoffmann https://www.facebook.com/CBprods
✖Eiko Theermann & Lars Kaempf
✖Finn Halvar Peters

✖Music by MAXE https://www.facebook.com/profile.php?…

✖vomhörensehen | Medienproduktion & Medienpädagogik. http://www.vomhoerensehen.de/europa-u…

✖produced by
ServiceBureau Jugendinformation & Bremer Jugendring

MB| Berliner Student gründet Online-Uni für Flüchtlinge ohne Papiere

Bild: Frank Seibert

Bildung gilt als einer der Schlüssel von Integration—eine eigentlich naheliegende Erkenntnis, die sich aber nur erschreckend langsam unter deutschen Politikern durchsetzt. Denn an der Umsetzung einer humaneren Flüchtlingspolitik hapert es nicht nur bei der Seenotrettung auf den Überfahrtrouten nach Europa, sondern auch beim Aufbau eines Bildungssystems, dass die Refugees in Deutschland mit offenen Armen aufnimmt. Denn die aktuellen Gesetze sind so gestrickt, dass Flüchtlinge von der Bildung eher ferngehalten werden sollen. Vor dem Weg in einen deutschen Hörsaal steht ein oft langwieriger bürokratischer Spießroutenlauf—der nicht selten ohnehin in der Abschiebung endet, bevor die Option einer Weiterbildung überhaupt in greifbare Nähe rückt.

Ein Student aus Berlin nimmt das Problem nun selbst in die Hand und entwickelt dafür mit einem kleinen Team eine elegante Lösung, wie er dem BR berichtet: An der Online-Uni Wings University sollen Flüchtlinge und Papierlose ihr Studium fortsetzen und einen international anerkannten Abschluss machen können; Zeugnisse spielen erstmal keine Rolle—nur die Qualifikation zählt. Dabei versteht sich das Projekt aber auch als alternative Bildungsinstitution, die dezidiert nicht nur Flüchtlingen sondern jedem offensteht.

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Neue OZ| Iranische Studenten müssen in ihr Heimatland zurück – Zu wenig Grundsicherung für die Promotion

Wegen finanzieller Probleme müssen viele Studenten ihre Promotion abbrechen.. Foto: colourbox.deWegen finanzieller Probleme müssen viele Studenten ihre Promotion abbrechen.. Foto: colourbox.de

Osnabrück. Die beiden iranischen Masterabsolventen Hamid Asiayee und Maryam Hosseini mussten Anfang diesen Jahres aufgrund finanzieller Probleme in ihr Heimatland zurück. Das Paar kam als Doktorandenanwärter für den Fachbereich englische Sprach- und Literaturwissenschaft an die Universität Osnabrück. Trotz Hilfe durch Professoren fanden die Studenten nicht genug finanzielle Unterstützung.

„Wir beide sind Masterabsolventen von führenden Universitäten im Iran“, sagt Hamid Asiayee. Nach Deutschland wollten sie, um sich weiteres Wissen anzueignen und Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Für einen zweiten Masterabschluss in Cognitive Science und eine Promotion sparten die Iraner schon in ihrem Heimatland Geld an. Wegen des schlechten Wechselkurses verringerten sich jedoch ihre Ersparnisse erheblich, und die Absolventen stießen bald auf Probleme. „Bei der Deutschen Bank konnten wir als Iraner kein Konto eröffnen“, erzählt Hamid Asiayee. Ein Konto war für die beiden allerdings notwendig, da sie die Studiengebühren aufgrund eines Zahlungsverkehrsverbots zwischen dem Iran und Deutschland nicht überweisen konnten. Erst nach einer Woche gelang es, ein Konto bei der Sparkasse zu eröffnen.

Bewerbungen erfolglos

Maryam bekam eine Doktorandenstelle am Institut für Anglistik. Hamid promovierte übergreifend in Englischer Literatur- und Sprachwissenschaft sowie in Cognitive Science. Das iranische Paar erhoffte sich, so größere Chancen auf finanzielle Unterstützung zu bekommen. Doch Anfragen, zum Beispiel bei der Caritas und der Diakonie, blieben erfolglos. Um Geld zu verdienen, bewarben sich Maryam und Hamid um Teilzeitjobs. Obwohl Qualifikationen vorlagen, blieben Bewerbungen ohne Erfolg. Zum Beispiel arbeitete Hamid zuvor als Dolmetscher, Englischdozent an iranischen Universitäten und Koordinator des internationalen Universitätsprogramms im Iran. „Ich bin sicher, dass die Ansprechpartner der Universität ihr Bestes versucht haben, aber wir bekamen keinen Job.“ Der Verein Sozialfonds fürOsnabrücker Studierende förderte die Iraner mit einmalig 400 Euro pro Person. „Der Verein ,SOS‘ fördert Studenten, die unverschuldet in eine finanzielle Notlage geraten sind“, sagt Karoline Bachteler, Beraterin für internationale Studenten der Universität Osnabrück.

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