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TA| Sie verspielen eine historische Chance

Heute gehen die Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran in die letzte Runde. Scheitern sie, liegt das auch an Teherans Neinsagern, die in einem antiamerikanischen Reflex gefangen sind.

Die breite Front von Neinsagern bringt eine Einigung im Atomstreit in Gefahr: US-Aussenminister John Kerry (rechts) begrüsst den iranischen Aussenminister Javad Zarif zu Beginn der Verhandlungen in Muscat. Dahinter EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton sowie der omanische Aussenminster Yussef bin Alawi. (9. November 2014)

Die breite Front von Neinsagern bringt eine Einigung im Atomstreit in Gefahr: US-Aussenminister John Kerry (rechts) begrüsst den iranischen Aussenminister Javad Zarif zu Beginn der Verhandlungen in Muscat. Dahinter EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton sowie der omanische Aussenminster Yussef bin Alawi. (9. November 2014) Bild: Nicholas Kamm/Reuters

Wenn heute in Wien die vielleicht letzte Verhandlungsrunde zur Beilegung des Atomstreits mit dem Iran beginnt, steht mehr auf dem Spiel als nur die Zahl iranischer Zentrifugen oder die Menge des vom Iran angereicherten Urans. Es besteht die Möglichkeit, Teherans internationale Isolierung zu beenden und 35 Jahre Feindschaft mit den Vereinigten Staaten zu überwinden.

Die Chancen hierfür stehen freilich nicht allzu gut. Denn es scheint, als hätten nur Barack Obama und der iranische Präsident Hassan Rohani wirklich ein Interesse an einer Lösung zu beiderseits akzeptablen Bedingungen. Ansonsten lehnt eine breite Front von Neinsagern ein Abkommen ab oder versteift sich auf Maximalforderungen, die nicht durchsetzbar sind. Zum Beispiel Benjamin Netanyahu: Am Sonntag warnte der israelische Premierminister im amerikanischen Fernsehen erneut vor einer Abmachung, die seinen Vorstellungen nicht entspricht.

«Iran ist kein amerikanischer Alliierter, Iran ist nicht euer Freund, Iran ist euer Feind», erklärte Netanyahu. Notfalls setzt er auf die israelischen Verbündeten im Washingtoner Kongress: Sie sollen es richten und einen Vertrag blockieren. Die israelischen Bedenken sind teils verständlich, entlädt sich in Teheran doch in beklemmender Regelmässigkeit Hass auf Israel.

Die letzte Gelegenheit

Überhaupt ist es ein Kreuz mit den Hardlinern wie dem obersten iranischen Religionsführer Ali Khamenei. Unfähig, über ihre Schatten zu springen, erkennen sie nicht, dass die Präsidentschaft Barack Obamas auf längere Zeit die wahrscheinlich letzte Gelegenheit zu einem Rapprochment mit Washington bietet. Sie sind Gefangene der hässlichen Geschichte der amerikanisch-iranischen Beziehungen seit dem CIA-Putsch gegen den Nationalisten Mossadegh 1953.

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Sudabeh Mortezais fulminanter Durchbruch

MACONDO

MACONDO / Bild: Freibeuter Film 

Sudabeh Mortezai mied die Filmakademie, um sich ihre Kreativität zu bewahren. Ihr erster Spielfilm „Macondo“ gilt schlichtweg als Meisterwerk.

 (Die Presse)

In Ludwigsburg als Tochter iranischer Einwanderer geboren, in Teheran aufgewachsen, mit zwölf nach Wien gekommen und beim Film gelandet. Dazwischen liegen Matura, das Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaften in Wien und eine zweijährige Filmausbildung an der University of California in Los Angeles. „Dort habe ich elementare Dinge über das Filmemachen gelernt – und zwar quer durch alle Bereiche“, blickt Drehbuchautorin und Regisseurin Sudabeh Mortezai zurück.

„Alles andere habe ich mir im Wesentlichen selbst beigebracht. Ich bin Autodidaktin und bin mir nicht sicher, ob mir das rigide System einer Filmschule nicht sogar meine Kreativität ausgetrieben hätte.“ 2006 folgt ihre erste abendfüllende Dokumentation „Children of the Prophet“, die hervorragende Kritiken bekommt und in ganz Österreich im Kino läuft. Der zweite Dokumentarfilm „Im Bazar der Geschlechter“, der die im Iran weitverbreitete Praxis der Zeitehe beleuchtet, avanciert 2009 europaweit zum Festivalerfolg und ebnet Mortezai den Weg zum ersten Langspielfilm „Macondo“, der am 14. November ins Kino kommt und den vorläufigen Höhepunkt in der Karriere der 46-Jährigen markiert.

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List of Iranian assassinations

List of Iranian assassinations refers to a list of alleged and confirmed assassinations, reported to have been conducted by the Islamic State of Iran and previously by the Pahlavi regime. It includes attempts on notable persons who were reported to have been specifically targeted by the various Iranian security and intelligence, most notably Kurdish dissidents of the Kurdish Democratic Party of Iran in 1980s and 1990s. Prior to the establishment of the Islamic State in 1979, the Organization of Intelligence and National Securityalso allegedly performed a number of political motivated assassinations against dissidents and opposition leaders.

By Pahlavi regime (1953-1979)

Date Place Target Description Action Killer
August 12, 1970 Iraq General Teymur Bakhtiar Former founder of SAVAK. Shot with a pistol. Alleged SAVAKoperation.
June 29, 1976 Iran Hamid Ashraf Leader of OIPFG. Shot. SAVAK operation.

Assassinations by the Islamic State of Iran

Date Place Target Description Action Killer
July 13, 1989 Vienna, Austria Abdul Rahman Ghassemlou Head of the PDKI Shot from short range during meeting with Iranian diplomats Suspected Iranian agents
July 13, 1989 Vienna, Austria Abdullah Ghaderi Azar Assistant to the Head of PDKI Shot from short range during meeting with Iranian diplomats Suspected Iranian agents
September 17, 1992 Berlin,Germany Sadegh Sharafkandi Head of the PDKI Assassinated in the Mykonos restaurant in Berlin Kazem Darabi, an Iranian resident in Berlin; Abdolraham Banihashemi, an Iranian intelligence officer; and Lebanese Abbas Hossein Rhayel.
September 17, 1992 Berlin,Germany Fattah Abdoli One of the leaders of the PDKI Assassinated in the Mykonos restaurant in Berlin Kazem Darabi, an Iranian resident in Berlin; Abdolraham Banihashemi, an Iranian intelligence officer; and Lebanese Abbas Hossein Rhayel.
September 17, 1992 Berlin,Germany Homayoun Ardalan One of the leaders of the PDKI Assassinated in the Mykonos restaurant in Berlin Kazem Darabi, an Iranian resident in Berlin; Abdolraham Banihashemi, an Iranian intelligence officer; and Lebanese Abbas Hossein Rhayel.
September 17, 1992 Berlin,Germany Nouri Dehkordi Translator, working for the PDKI Assassinated in the Mykonos restaurant in Berlin Kazem Darabi, an Iranian resident in Berlin; Abdolraham Banihashemi, an Iranian intelligence officer; and Lebanese Abbas Hossein Rhayel.

Source: Wikipedia

25 Jahre nach den Wiener Kurdenmorden – Eine Schande für Österreich

Vor 25 Jahren haben die Wiener Kurdenmorde Österreich erschüttert. Am 13. Juli 1989 wurden der Chef der Kurdischen Demokratischen Partei/Iran, Abdul Rahman Ghassemlou und zwei weitere Kurden bei einem Geheimtreffen mit der Teheraner Führung ermordet. Bis heute sind die Morde ungeklärt.

Die Tatverdächtigen tauchten nach der Tat in einer Privatwohnung in Wien-Landstraße in der iranischen Botschaft unter und konnten nach Interventionen der iranischen Regierung unbehelligt ausreisen; einer von ihnen wurde sogar unter Polizeischutz zum Schwechater Flughafen geleitet.

Kurdenmorde

(APA/Jäger) Abdul Rahman Ghassemlou

Ahmadinejad an Tat beteiligt

Nach Darstellung des grünen Parlamentariers Peter Pilz, der sich jahrelang mit dem Fall beschäftigte, saß zumindest ein Akteur von damals in höchster Position: Der frühere iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad höchstpersönlich sei „dringend verdächtig“, an der Ermordung der drei Kurdenführer in Wien beteiligt gewesen zu sein. Möglicherweise habe er selbst geschossen, dies lasse sich allerdings nicht mehr eindeutig eruieren.

Laut Aussage eines deutschen Waffenhändlers aus dem Jahr 2006, so Pilz, habe es in der ersten Juliwoche 1989 ein Treffen in der iranischen Botschaft gegeben. Bei diesem Treffen sei auch ein „gewisser Mohammad“, welcher „später Präsident der iranischen Republik wurde“, anwesend gewesen. Zweck dieses Treffens seien laut Protokoll illegale Waffenlieferungen gewesen.

Große Empörung in Österreich

In Österreich war die Empörung über die Morde groß. Der damalige Außenminister Alois Mock (ÖVP) sprach im Zusammenhang mit den Tötungen von einer „Schweinerei“, am Ballhausplatz war von „erpresserischen Methoden der Iraner“ die Rede.

Der damalige Chef der Politischen Sektion des Außenamts, Botschafter Erich Maximilian Schmid, sagte im April 1997 nach seiner Pensionierung in einem TV-Interview, der iranische Botschafter habe „mit ziemlicher Klarheit“ zu verstehen gegeben, dass „es gefährlich werden könnte für die Österreicher im Iran“, sollten die Tatverdächtigen in Österreich vor Gericht gestellt werden. Über die iranischen Drohungen war nach Angaben Mocks auch der damalige Außenamts-Generalsekretär und spätere Bundespräsident Thomas Klestil informiert.

Iran setzte Österreich unter Druck

Am 30. November 1989 sagte Innenminister Franz Löschnak (SPÖ) nach einem Treffen mit dem Chef der Terrorbekämpfungsabteilung im US-Außenamt, Morris Busby, dass Haftbefehle gegen die Tatverdächtigen erlassen worden seien. Allerdings hatte der Generaldirektor für die Öffentliche Sicherheit, Robert Danzinger, am Vortag per Weisung die Überwachung der iranischen Botschaft „reduzieren“ lassen.

Kurdenmorde

(APA/Jäger)  – Eine Leiche wird abtransportiert

Im August 1991 erklärte der in Frankreich im Exil lebende Ex-Präsident Abolhassan Bani-Sadr, Teheran besitze ein Druckmittel gegen Österreich, nämlich die Unterlagen über die illegalen österreichischen Waffenlieferungen im irakisch-iranischen Golfkrieg. In der Noricum-Affäre war eine Woche vor dem Attentat eine Voruntersuchung gegen die SPÖ-Politiker Altbundeskanzler Fred Sinowatz, Ex-Außenminister Leopold Gratz und Ex-Innenminister Karl Blecha eingeleitet worden.

Bis heute nicht aufgeklärt

Am 17. August 1992 wurde Ghassemlous Nachfolger Sadegh Charafkandi nach einer Tagung der Sozialistischen Internationale (SI) mit drei Mitarbeitern im Restaurant „Mykonos“ in Berlin ermordet, der Lokalbesitzer lebensgefährlich verletzt. Charafkandi hätte am darauffolgenden Tag nach Wien kommen sollen.

Österreichische Beamte sagten im deutschen „Mykonos“-Prozess aus, dass sich der Iran für die mutmaßlichen Attentäter von Wien eingesetzt hatte. Die deutsche Justiz warf dem Iran Staatsterrorismus vor. Nach ihren Erkenntnissen wurden auch die Wiener Morde von der obersten iranischen Führung angeordnet. Das „Mykonos“-Urteil veranlasste die EU-Staaten, ihre Botschafter 1997 vorübergehend aus Teheran abzuziehen.

Täter nie bestraft

Im November 1992 wurde die Amtshaftungsklage der Ghassemlou-Witwe in Wien in dritter Instanz abgewiesen; die Republik Österreich bescheinigte ihren Organen, dass es „keinerlei schuldhaftes und rechtswidriges Verhalten“ gegeben habe. Grüne und Liberale scheiterten 1997 mit ihrer Forderung nach einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Aufklärung möglicher Vertuschungsversuche am Widerstand der Koalitionsparteien SPÖ und ÖVP.

Von einem „bösen, brutalen und vorbereiteten Verbrechen“ sprach der damalige Nationalratspräsident und heutige Bundespräsident Heinz Fischer bei einer Gedenkfeier zu Ehren von Ghassemlou. Es sei „bitter und traurig“, dass die Aufklärung im Einzelnen und die Bestrafung der Täter nicht zustande gekommen seien.

Quelle: ORF.at – Studio Wien

Iran Headlines: P5+1 Ministers in Vienna, Ahmadinejad, and Rafsanjani

U.S. Secretary of State John Kerry, EU foreign policy chief Catherine Ashton, and Iranian Foreign Minister Mohammad Javad Zarif meet in Geneva, Switzerland.

NUCLEAR NEGOTIATIONS

Fars News Agency reported that on his way back from Afghanistan; United States Secretary of State John Kerry will join the nuclear negotiations in Vienna, Austria, this Saturday (July 12).

Fars News Agency also reported that Ali Akbar Salehi, head of Iran’s Atomic Energy Organization downplayed the absence of the Russian and Chinese foreign minister this weekend in Vienna and said, “The (Russians and the Chinese) will make decisions and coordinate amongst themselves, and we are optimistic about reaching a deal.”

Mehr News Agency reported that while speaking on a network television program, Ayatollah Ahmad Khatami, Tehran’s interim Friday prayer leader explained that during the eras in which both Saeed Jalili, as well as the current Speaker of Parliament Ali Larijani were Iran’s nuclear negotiators, Khatami was briefed by both men on the status of the nuclear negotiations. When asked whether current Iranian Foreign Minister Mohammed Javad Zarif had briefed him during the current negotiations, Khatami said, “I have sent Mr. Zarif a message telling him that if he has an opinion on the nuclear talks, I am ready to hear it.”

An Irannuc.ir report asks, “What’s the purpose of P5+1 foreign ministers traveling to Vienna?” According to a diplomatic source, „The foreign ministers (of the P5+1) are traveling to Vienna to speed up the negotiations. There hasn’t been too much movement in the past few days, and difficult decisions need to be made that the current negotiators can’t make.” The source also refuted reports of an additional six month interim agreement by saying, “The more likely scenario would be an extension of a few days or few weeks.”

POLITICS

Mehr News Agency reported that during an interview on network television, Ayatollah Ahmad Khatami, member of the Assembly of Experts claimed, “We begged (Ayatollah) Hashemi (Rafsanjani) to distance him with the sedition (and protests) of 2009.” Khatami went onto explain that Rafsanjani’s association with the sedition ultimately resulted in him losing the assembly’s chairmanship position to Ayatollah Mahdavi Kani.

ISNA quoted the Chief of Staff of the Iranian Armed Forces, Major General Hassan Firoozabadi as saying, “In his recent remarks to government officials, the Supreme Leader fully approved (the policies) of the Rouhani administration, and as such we are obligated to do everything every possible to help the government in this important and sensitive time.”

AHMADINEJAD

Alef News reported on comments made by Ali Younesi, a senior adviser to President Hassan Rouhani,  regarding former president Mahmoud Ahmadinejad and Ayatollah Hashemi Rafsanjani. “The situation with Rafsanjani (and the Supreme Leader) goes back 50 years. This is what Ahmadinejad tried to exploit (during his presidency), but he wasn’t able to. There was always a chance that Ahmadinejad would not obey (Khamenei). Rafsanjani or (Akbar) Nateq-Nouri might have a difference of opinion; but they always follow the command of the Supreme Leader.” Younesi also spoke about reformist politicians and said, “Reformists need to reform themselves and understand that this is the Rouhani administration, not the (Mohammed) Khatami administration.”

ECONOMY

In an interview with Khabar Online, political commentator Amir Mohebbian said, “People (in Iran) have the expectation that if the negotiations lead to a nuclear agreement, some of their current (economic) problems will be resolved.”

Khabar Online also reported that according to Iran’s Central Bank, “The monthly expenses of an urban middle-class family amount to around 300 thousand toman, but in actuality, the minimum in monthly expenses for an urban middle-class family in Tehran is 600 thousand toman.”

PHOTOS

Friday prayers in Tehran were once again held at Mosalla Mosque instead of Tehran University.

Iranian boys compete in a youth weightlifting competition in Isfahan Province.

The Friday Mosque in Bastam, located in Semnan Province was built in the eight century.

Authors

  • Hanif Zarrabi-Kashani

Source: Iran at Saban

Iranische Erpressung der Regierung in Wien – Hintergrund der Kurden-Morde 1989 (Wien)

Der Noricum-Skandal bzw. die Noricum-Affäre ist der Sammelbegriff für illegale, später von der Justiz und einem parlamentarischen Untersuchungsausschusses untersuchte Waffenlieferungen des österreichischen VOEST-Tochterunternehmens Noricum Anfang der 1980er Jahre. Empfänger der Artilleriegeschütze vom Typ GHN-45 waren die – sich damals im Krieg miteinander befindlichen – Staaten Irak und Iran.

Illegale Waffenexporte in kriegführende Länder

Zwischen 1981 und 1983 belieferte Noricum den Irak über das getarnte Empfängerland Jordanien mit Artilleriegeschützen des Typs Gun Howitzer Noricum (GHN-45). Dies war, ebenso wie die späteren Waffenlieferungen an den Iran über Libyen, ein klarer Verstoß gegen ein gerade erst verschärftes Bundesgesetz, das Waffenlieferungen an kriegführende Staaten untersagte, und in der Folge auch gegen das Strafrecht.

Die beiden Golfkriegsparteien Iran und Irak sollen mit 340 Geschütze GHN-45 beliefert worden sein, wovon an den Iran 140 gegangen sein sollen.[1]

Verdacht und Aufdeckung

Schon Anfang Juli 1985, hatte der österreichische Botschafter in Athen, Herbert Amry, mit Fernschreiben und Telegrammen das österreichische Außenministerium wiederholt über Hinweise auf illegale österreichische Waffenexporte in den Iran informiert. Er hatte bei einer internationalen Waffenmesse in Griechenland Noricum-Manager bei Verhandlungen mit Kunden aus kriegführenden Staaten beobachtet.

Am 12. Juli 1985 starb der 46-jährige Amry unter mysteriösen Umständen, nachdem er zuvor seinen Presseattaché Ferdinand Hennerbichler gewarnt hatte, dass man sie beide umbringen wolle, weil sie illegale Waffengeschäfte aufgedeckt und an das österreichische Außenministerium gemeldet hatten. [2]

Amrys plötzlicher Tod verhinderte sein für 13. Juli geplantes Treffen mit jenem Waffenhändler, der Amry über die illegalen Geschäfte informiert hatte. [3]

„Offizielle Todesursache in der Causa Amry: Herzversagen. Rasch wurde die Leiche eingeäschert, bis heute ist der wahre Hergang nicht aufgeklärt. Amry hatte mehrmals das Außenamt in Wien über seinen Verdacht informiert, aber bis heute ist ungeklärt, ob die Fernschreiben überhaupt je bis zum damaligen AußenministerLeopold Gratz gelangt waren. Das vierte – und entscheidende – Amry-Telegramm verschwand irgendwo im Innenministerium. Die Buchautoren Kurt Tozzer und Günther Kallinger fanden erst 1999 im Zuge von Recherchen für ihr Buch Todesfalle Politik einen Amry-Verschlussakt im Außenamt.“

– Die Presse: Die Super-Kanone aus Liezen [4]

Am 30. August 1985 konnten von Reportern der Zeitschrift Basta in einem jugoslawischen Mittelmeerhafen Fotografien von einer Ladung Kanonen, die für den Iran bestimmt waren, angefertigt werden.[5] Ende 1985 veröffentlichte Basta schließlich ihr vorliegende Informationen, und machte damit den Noricum-Skandal einer breiten Öffentlichkeit bekannt.[6]

Politische und juristische Folgen

Im Zusammenhang mit der Lucona-Affäre, aber auch wegen des Noricum-Skandals trat Innenminister Karl Blecha im Februar 1989 zurück.[7]

Die rechtswidrigen Waffenverkäufe, und der Verdacht auf eine einhergehende Beteiligung von führenden österreichischen Politikern, führten am 27. September 1989 zur Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses gegen die Stimmen der SPÖ.

Die verantwortlichen Manager wurden wegen Neutralitätsgefährdung 1993 verurteilt. Von den involvierten Politikern wurden Bundeskanzler Fred Sinowatz und AußenministerLeopold Gratz freigesprochen. Innenminister Karl Blecha wurde verurteilt und erhielt unter anderem wegen Urkundenunterdrückung eine bedingte neunmonatige Haftstrafe, die für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde.[8]

Literatur

  • Fast Hochverrat. In: Der Spiegel. Nr. 39, 1987, S. 149–150 (21. September 1987, online).
  • Schweres Geschütz. In: Der Spiegel. Nr. 11, 1989, S. 187–190 (13. März 1989, online).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Eintrag über Noricum-Skandal im Weblexikon der Wiener Sozialdemokratie
  2. Die PresseDie Super-Kanone aus Liezen (Artikel vom 29. Dezember 2005).
  3. Amry-Witwe ist nicht sicher, ob ihr Mann eines natürlichen Todes starbOberösterreichische Nachrichten vom 23. April 1993. S.2.
  4. Die PresseDie Super-Kanone aus Liezen (Artikel vom 29. Dezember 2005).
  5. Jubiläum ohne Jubel: Noricum, burkhartlist.de
  6. Die ZeitWenn Spatzen Kanonen exportieren (Artikel vom 9. April 1993)
  7. Die PresseNoricums Kanone brachte den Tod
  8. Der StandardInterview mit Karl Blecha: „Vergessen können hält jung“

Quelle: APA /Kurier /Der Spiegel/ Parlament Österreich/Wikipedia

Wiener Kurdenmorde erschütterten Österreich: 25 Jahre nach der Tat – Ahmadinejad beteiligt

Die Wiener Kurdenmorde erschütterten vor 25 Jahren ÖsterreichDie Wiener Kurdenmorde erschütterten vor 25 Jahren Österreich – © APA (Archiv)
Am 13. Juli 1989 wurden in einer Wiener Privatwohnung der Chef der Kurdischen Demokratischen Partei/Iran, Abdul Rahman Ghassemlou, sein Stellvertreter Abdullah Ghaderi-Azar und der in Österreich eingebürgerte Kurde Fadel Rasoul bei einem Geheimtreffen mit Emissären der Teheraner Führung ermordet.

Die Tatverdächtigen tauchten in der iranischen Botschaft unter und konnten nach Interventionen der iranischen Regierung unbehelligt ausreisen; einer von ihnen wurde sogar unter Polizeischutz zum Schwechater Flughafen geleitet.

Wiener Kurdenmorde vor 25 Jahren

Nach Darstellung des grünen Parlamentariers Peter Pilz, der sich jahrelang mit dem Fall beschäftigte, saß zumindest ein Akteur von damals in höchster Position: Der frühere iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad höchstpersönlich sei “dringend verdächtig”, an der Ermordung der drei Kurdenführer in Wien beteiligt gewesen zu sein. Möglicherweise habe er selbst geschossen, dies lasse sich allerdings nicht mehr eindeutig eruieren.

Laut Aussage eines deutschen Waffenhändlers aus dem Jahr 2006, so Pilz, habe es in der ersten Juliwoche 1989 ein Treffen in der iranischen Botschaft gegeben. Bei diesem Treffen sei auch ein “gewisser Mohammad”, welcher “später Präsident der iranischen Republik wurde”, anwesend gewesen. Zweck dieses Treffens seien laut Protokoll illegale Waffenlieferungen gewesen.

Erschütterung in Österreich

In Österreich war die Empörung über die Morde groß. Der damalige Außenminister Alois Mock (V) sprach im Zusammenhang mit den Tötungen von einer “Schweinerei”, am Ballhausplatz war von “erpresserischen Methoden der Iraner” die Rede. Der damalige Chef der Politischen Sektion des Außenamts, Botschafter Erich Maximilian Schmid, sagte im April 1997 nach seiner Pensionierung in einem TV-Interview, der iranische Botschafter habe “mit ziemlicher Klarheit” zu verstehen gegeben, dass “es gefährlich werden könnte für die Österreicher im Iran”, sollten die Tatverdächtigen in Österreich vor Gericht gestellt werden. Über die iranischen Drohungen war nach Angaben Mocks auch der damalige Außenamts-Generalsekretär und spätere Bundespräsident Thomas Klestil informiert.

Druckmittel gegen Österreich

Am 30. November 1989 sagte Innenminister Franz Löschnak (S) nach einem Treffen mit dem Chef der Terrorbekämpfungsabteilung im US-Außenamt, Morris Busby, dass Haftbefehle gegen die Tatverdächtigen erlassen worden seien. Allerdings hatte der Generaldirektor für die Öffentliche Sicherheit, Robert Danzinger, am Vortag per Weisung die Überwachung der iranischen Botschaft “reduzieren” lassen.

Im August 1991 erklärte der in Frankreich im Exil lebende Ex-Präsident Abolhassan Bani-Sadr, Teheran besitze ein Druckmittel gegen Österreich, nämlich die Unterlagen über die illegalen österreichischen Waffenlieferungen im irakisch-iranischen Golfkrieg. In der Noricum-Affäre war eine Woche vor dem Attentat eine Voruntersuchung gegen die SPÖ-Politiker Altbundeskanzler Fred Sinowatz, Ex-Außenminister Leopold Gratz und Ex-Innenminister Karl Blecha eingeleitet worden.

Das “Mykonos”-Urteil

Am 17. August 1992 wurde Ghassemlous Nachfolger Sadegh Charafkandi nach einer Tagung der Sozialistischen Internationale (SI) mit drei Mitarbeitern im Restaurant “Mykonos” in Berlin ermordet, der Lokalbesitzer lebensgefährlich verletzt. Charafkandi hätte am darauffolgenden Tag nach Wien kommen sollen. Österreichische Beamte sagten im deutschen “Mykonos”-Prozess aus, dass sich der Iran für die mutmaßlichen Attentäter von Wien eingesetzt hatte. Die deutsche Justiz warf dem Iran Staatsterrorismus vor. Nach ihren Erkenntnissen wurden auch die Wiener Morde von der obersten iranischen Führung angeordnet. Das “Mykonos”-Urteil veranlasste die EU-Staaten, ihre Botschafter 1997 vorübergehend aus Teheran abzuziehen.

Rede von “bösen, brutalen Verbrechen”

Im November 1992 wurde die Amtshaftungsklage der Ghassemlou-Witwe in Wien in dritter Instanz abgewiesen; die Republik Österreich bescheinigte ihren Organen, dass es “keinerlei schuldhaftes und rechtswidriges Verhalten” gegeben habe. Grüne und Liberale scheiterten 1997 mit ihrer Forderung nach einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Aufklärung möglicher Vertuschungsversuche am Widerstand der Koalitionsparteien SPÖ und ÖVP.

Von einem “bösen, brutalen und vorbereiteten Verbrechen” sprach der damalige Nationalratspräsident und heutige Bundespräsident Heinz Fischer bei einer Gedenkfeier zu Ehren von Ghassemlou. Es sei “bitter und traurig”, dass die Aufklärung im Einzelnen und die Bestrafung der Täter nicht zustande gekommen seien.

 

Hintergrund zu dem Opfer:

QĀSEMLU, ʿABD-AL-RAḤMĀN

Qāsemlu became interested in politics in the early 1940s, when the Allied forces invaded Iran and the nascent Kurdish nationalist movement was revived during the occupation of the two Azerbaijan provinces by the Soviet forces.

QĀSEMLU (Ghassemlou), ʿABD-AL-RAḤMĀN (b. Urmia, 22 December 1930; d. Vienna, 13 July 1989; Figure 1), Kurdish political leader, who as secretary general of the Kurdistan Democratic Party of Iran (KDPI), led the Kurdish nationalist struggle for autonomy and democracy in Iran. (The original name of the party was Kurdish Democratic Party [KDP]. The word “Iran” was added to the title in parentheses during the party’s third congress in 1973.)

Early life. Qāsemlu’s father, Moḥammad Qāsemlu, was a well-known Kurdish nationalist feudal lord from the Šekāk tribe. At the end of the 19th century, the shah gave him the title of Woṯuq-e divān (Krulich, p. 21). Qāsemlu’s mother, the third wife, was a Christian Assyrian converted to Islam. ʿAbd-al-Raḥmān Qāsemlu received his early education in Urmia, and by the time he was a teenager, he could speak several languages, including Sorani Kurdish, Persian, Azeri Turkish, Arabic, and Assyrian (Randal, 1986, apud, Prunhuber, pp. 141, 143). Later on he would learn French, Russian, Czech, and English.

Qāsemlu became interested in politics in the early 1940s, when the Allied forces invaded Iran and the nascent Kurdish nationalist movement was revived during the occupation of the two Azerbaijan provinces by the Soviet forces.

The Kurdistan Democratic Party was founded on 16 August 1945 by Qāżi Moḥammed (1893-1947; Eagleton, pp. 62-63; Roosevelt, pp. 245-55, 260-63) and attracted many young people to its ranks. On 22 January 1946, the short-lived Republic of Mahabad was publicly announced (Roosevelt, p. 257; Ghassemlou, pp. 118-22) with Qāżi Moḥammed as president. But the Soviet troops retreated from northwestern Iran in the fall of 1946, leaving him without military and economic aid. Border conflicts with neighboring Azerbaijan and growing internal dissension further weakened the republic (van Bruinessen, p. 176). In December, the Iranian army regained the region, and the Republic of Mahabad fell (Roosevelt, pp. 266-67). When the repression against the Kurds intensified following the fall of the republic, Qāsemlu was sent to Tehran to finish school. In 1947, Qāsemlu left for France.

Student in Europe. After an assassination attempt against Moḥammad-Reżā Shah in 1949 at the University of Tehran, Iranian students in Paris organized a demonstration against the shah. Qāsemlu gave a speech at the event. The Iranian embassy put him under surveillance. His father was not allowed to send him any more funding, so Qāsemlu, through his contacts with the International Students Union, which was controlled by the communists, received a scholarship to study in Czechoslovakia (Randal, 1986, apud Prunhuber, p. 167; Krulich, p. 27).

In 1949 Qāsemlu entered the School of Political and Economic Science of Prague. It was the beginning of the Cold War, and the Stalinist regime was now gripping the country. As a young student and dogmatic Marxist-Leninist, Qāsemlu considered himself a Stalinist. He was elected president of the student union and participated in youth festivals in the International Congress of Students of Prague in 1950, and later in Berlin in 1951 (Randal, 1986, apud Prunhuber, pp. 167-68). He also met Helene Krulich, whom he would marry in 1952. They had two daughters Mina (1953) and Hiva (1955).

Political life. Qāsemlu returned to Iran in 1952 when he graduated from the School of Economics and Political Science (Krulich, p. 27). He started his clandestine political activities in the country by revitalizing the Democratic Party of Kurdistan (KDP), which was then an appendage of the Tudeh party (McDowall, pp. 249-50). According to Qāsemlu (pp. 128-29), the Tudeh communists would neither support nor defend the aspirations of the Kurdish nationalist party in Iran. After the collapse of the Republic of Mahabad, the party’s organization was in such disorder that the KDP “became reliant upon its relationship with the Tudeh Party” (Ahmadzadeh and Stansfield, p. 15). In 1955, the KDP cut organizational ties with the Tudeh.

In 1959, Qāsemlu stayed to Iraq for a year. Back in Prague, he completed his doctorate in economics and political science in 1962. He also taught the theory of economic growth and long-term planning at the School of Economics at the University of Prague (Randal, 1986, apud Prunhuber, p. 179). He publishedKurdistan and the Kurds in Slovak, depicting the Kurdish world from a Marxist-Leninist perspective. The book was later translated into four languages.

The Soviet invasion of Czechoslovakia in 1968, which led to purges, witch-hunts, and sentences, ended Qāsemlu’s identification with communism and led him towards social democracy (Prunhuber, pp. 94-95, 158-59. He returned to Iraq in 1970, where he worked as an advisor to the Ministry of Economic Planning (Chris Kutschera, in Prunhuber, p. 181). In 1973 he was elected secretary general of the KDP (Iran), a position he held until his assassination in 1989 (McDowell, p. 254).  During his leadership, he initiated the modernization of the party, drafted a new political program, and established its core political concept: “democracy for Iran, autonomy for Kurdistan” (Ghassemlou, p. 132).

Qāsemlu and the Kurdish problem in Iraq. Qāsemlu followed closely the politics of the Iraqi Kurds (Korn, 1994; Kissinger, pp. 576-92). Following negotiations over Kurdish autonomy, the Iraqi Kurds and Ṣaddām Ḥosayn signed their first agreement on 11 March 1970. Talks continued for another four years with no agreement on the situation in Kirkuk and other oil-producing areas (McDowall, pp. 327-35). Qāsemlu, whose presence had been requested by the Iraqi authorities, attended the last meeting between the Kurdish delegation, headed by Edris Bārzāni, and the state representatives (Randal, 1986, apud Prunhuber, p. 184).

Qāsemlu left Iraq and returned to Prague in 1974. Two years later he was deported from Czechoslovakia, presumably due to the Tudeh party interference. In 1968, at an unscheduled meeting of the party, Qāsemlu had not approved the Soviet invasion of Czechoslovakia; moreover, the party disapproved of Qāsemlu’s views regarding the Kurdish issue (personal communication with Krulich, February 2012). In 1976 he left Czechoslovakia to reside in Paris, where he worked as an assistant professor of Kurdish at the School of Oriental Languages (Blau, 1991, apud Prunhuber, p. 187). While in Paris, he developed relationships with politicians and journalists, which augmented public interest on the Kurdish question.

Qāsemlu returned to Iran in 1978 as the revolution unfolded. He went to visit Ayatollah Ḵomeyni in Neauphle-le-Château, but the Ayatollah did not receive him (Hélène Krulich-Qāsemlu, in Prunhuber, p. 36). He, however, supported Ayatollah Ḵomeyni, because he believed that the Ayatollah, the symbol of opposition, would eventually overthrow the shah (Randal, 1986, apud, Prunhuber, p. 36). In Iran, he surreptitiously began to rejuvenate the debilitated party, many members of which were in prison, exiled, or had been executed. He set the ideological and practical foundation of the party, created secret committees, updated the cadres, and incorporated younger activist members (Šarafkandi, apud Prunhuber, p. 40).

In March 1979, the KDP (Iran) officially announced the resumption of its political activities, putting an end to thirty years of clandestine functions. At the end of that month, Qāsemlu held his first political meeting in Mahabad. During this first celebratory political demonstration of the KDP (Iran), Qāsemlu “declared that his party was ready to cooperate with the new regime if the rights of the Kurds were guaranteed” (Ahmadzadeh and Stansfield, p. 17). He announced the political agenda of the KDP (Iran) and asked the Tehran government to accept the Kurds’ autonomy demands, thus emerging as the political leader of the Kurds.

During the turbulent early 1979, Qāsemlu was building the armed resistance of thepešmergas (Kurdish fighters; lit. “those who face death”) and, at the same time, working to reach an agreement with the central government. Although he was meeting with the authorities from Tehran and also went to visit Ayatollah Ḵomeyni twice, he considered that the government was biding time (Randal, 1986, apud, Prunhuber, p. 63). He publicly declared that the Kurds would support the government as long as it clearly promoted democracy for Iran and autonomy for Kurdistan (Shams, p. 175).

After his first meeting with Ḵomeyni, it was clear to Qāsemlu that the Ayatollah had no intention of respecting the Kurds’ demands (Randal, 1986, apud, Prunhuber, pp. 62-63). Elections for the Assembly of Experts (Majles-e ḵobragān) were held on 3 August 1979 with the goal of drafting a new constitution for the Islamic Republic. The Kurds participated in this election, and Qāsemlu was elected with more than 80 percent of the votes as the representative of the city of Urmia. He was one of two secular politicians elected to the Assembly who did not belong to an Islamic current (Moin, p. 219). For Qāsemlu it was imperative to attend the Assembly sessions in order to oppose the clerical monopolization of power that was certain to thwart the liberties of the Iranians (Randal, 1986, apud, Prunhuber, p. 73).

A few days prior to the opening session of the Assembly of Experts, armed Kurds defeated the regime’s troops in Kurdistan. Ḵomeyni threatened to punish “in a truly revolutionary way the incompetent and corrupt government forces” (Le Monde, 1 July 1979), if they did not crush the Kurdish revolt. Qāsemlu did not attend the opening session of the Assembly of Experts, during which Ḵomeyni publicly condemned Qāsemlu (Schriazi, p. 32) and banned the KDP (Iran) as “the party of Satan, corrupt and the agent of foreigners” (McDowall, p. 272).

Towards the end of the summer of 1979, the pešmergas controlled a part of Kurdistan. Qāsemlu’s goal was “to achieve some kind of tolerance and a national equilibrium that would permit a strengthening of the Iranian state.” He was convinced that autonomy could be negotiated, because the Kurds already had created an autonomous zone. He thought this was the moment for dialogue “for the peaceful resolution of the Kurdish issue” (Kravetz, in Prunhuber, p. 75). Several delegations of the KDP (Iran) met with Iranian authorities, trying to avoid armed conflict, but the regime launched a fierce offensive and, by the end of August, almost all the Kurdish cities held by the rebels were controlled by the government forces. Qāsemlu led the resistance in very harsh conditions from the mountains. After what is known as “Three-Month War,” Qāsemlu returned to Mahabad on 20 October 1979 and declared that the revolt would continue as a guerrilla campaign (Ghareeb, p. 19)

By December, the Iranian Revolutionary Guards had strengthened their military presence and retaken Kurdistan, while the pešmergas of the KDPI—the official name became the Kurdistan Democratic Party of Iran In early 1980—withdrew even further into the mountains. Between 1981 and 1982, the Kurds controlled a major portion of Iranian Kurdistan, excluding the towns. The military and political situations were propitious to them, as the KDPI had become a strong organization with clear objectives. Qāsemlu established a military administrative structure within the region. Eventually the KDPI settled in Kurdish territory on the Iraqi side of the border, where they have remained since 1984 (Prunhuber, p. 89).

Relations with the Iraqi regime. Although he had a close relationship with the Iraqi government, Qāsemlu always maintained his independence. Trapped by the geopolitical situation of Kurdistan, he lived and worked in Iraq off and on, while maintaining contact with the Iraqi regime. Yet he never collaborated militarily with Baghdad against Iran during the Iraq-Iran War (Ṭālabāni, in Prunhuber, p. 245; McDowall, pp. 273-74).

When the Iraq-Iran War (see IRAQ vii. IRAN-IRAQ WAR) began in 1980, the Iraqi government invited Qāsemlu to declare the formation of a Kurdish state in Iran and offered him money and weapons. Even the budget for the future Kurdish government would be provided by the Iraqis, who would officially recognize it. However, Qāsemlu responded that what he wanted was democracy and autonomy within the Iranian state (Ṭālabāni, in Prunhuber, p. 245). He was in a difficult position regarding Iraq. In private, he spoke about the horrors of the Iraqi regime, yet publicly he was obliged to be discreet. Nonetheless, he openly criticized the chemical bombings of the Kurds by the Iraqi regime in an interview with an Arab magazine (Hassanzadeh, in Prunhuber, p. 39).

Political vision. Even though he led an armed struggle against the Iranian regime, his party opposed popular terrorist methods (Actualités du Kurdistan, 1988, p. 5). Qāsemlu believed in equality between men and women and tried to have women’s rights implemented within the Kurdish community. This included putting an end to polygamy among party members and integrating women into the party ranks. For the first time within Kurdish society in Iran, women joined the KDPI on their own and as individuals equal to men (interview with Maryam Alipour, KDPI activist, KDPI Tishk TV [Paris], 6 July 2010).

Unity among the Kurds was of prime importance for Qāsemlu, and he was tormented to see the division among the Kurds, which often turned into violence among conflicting parties. He worked to put an end to the in-fighting among the Kurds. Komala (the Revolutionary Organization of the Toilers of Kurdistan of Iran) considered the KDPI as its main enemy in its class struggle and accused them of “collaborating with feudal elements” (van Bruinessen, p. 18) and “resented the KDPI’s presumption as representative of the Kurdish people” (McDowall, p. 265). The KDPI suffered several internal divisions (Ahmadzadeh and Stansfield, p. 15; McDowall, pp. 273, 275-76). In 1988, members of a socialist, doctrinaire faction within the party accused Qāsemlu of “turning the KDPI from socialism to social democracy” and rejected his reasoning for dialogue with the regime. This faction left the party and “attracted a substantial following of KDPI leftists and others who resented what they considered Qāsemlu’s undemocratic methods” (McDowall, p. 276). Following Qāsemlu’s death, there was another schism in the KDPI, further weakening the Kurdish cause in Iran.

Qāsemlu considered the Kurds’ desire for full independence unrealistic. His plan was pragmatic; he would consent to a federal union if the rest of the minorities wanted it. But he remained adamant about local autonomy. Recorded on tapes found by the Austrian police during his discussion with the Iranian emissaries in Vienna prior to his murder, Qāsemlu clearly stated that there were only three solutions to the national problem: independence, federalism, and autonomy (Actualités du Kurdistan, pp. 3-4).

During his ten years of leadership in the Kurdish movement following the Iranian revolution, he mainly resorted to peaceful dialogue and was mindful of the fact that the Kurdish problem in Iran cannot be exclusively resolved through military actions (Institut Kurde de Paris, pp. 11-12). In 1988, when the war between Iran and Iraq was over, Qāsemlu feared that both governments would agree to crush the Kurdish rebellions in their respective countries, as had happened in 1975 following the Algiers Agreements (Actualités du Kurdistan, p. 2). Therefore, he thought that the time was ripe for sitting down and negotiating (Gueyras, Le Monde, 6 June 1989; McDowall, p. 276)

Murder in Vienna. Through Jalāl Ṭālabāni (Iraqi Kurdish leader of the Patriotic Union of Kurdistan [PUK]), Tehran proposed a dialogue with the KDPI. The party accepted it, and Qāsemlu traveled to Vienna to meet the Iranian representatives in December 1988 and January 1989. Ṭālabāni organized the meetings with extreme security measures. The meetings were supposed to continue in March, but the Iranians interrupted the negotiations with the excuse of Ḵomeyni’s sickness and the opposition of hardliners against these talks. They also sidelined Ṭālabāni from any future meetings, alleging that his men had broken confidentiality and spoken about the gatherings (Ṭālabāni, in Prunhuber, pp. 217-22).

According to Abu’l-Ḥasan Bani Ṣadr (in Prunhuber, p. 286), this was part of the Iranian plan to plot Qāsemlu’s murder. The first set of meetings with the Iranians was to create confidence in Qāsemlu about the negotiations (Bani Ṣadr, in Prunhuber, pp. 285-86). Once Ṭālabāni was sidelined, the Iranians found a dispensable intermediary in Fāżel Rasul, an Iraqi Kurdish intellectual with connections to the Iranian regime (Ṭālabāni, in Prunhuber, p. 204). Rasul contacted Qāsemlu and invited him to meet once more with the Iranian delegation in Vienna in July. Qāsemlu accepted and did not inform the party, which no longer believed in the negotiations (Prunhuber, pp. 8, 16, 221). He mistakenly believed that Iran, weakened by eight years of war with Iraq, needed to resolve the Kurdish problem after Ḵomeyni (Ben Bella, in Prunhuber, p. 210; McDowall, p. 276) and that Akbar Hāšemi Rafsanjāni, speaker of the Majlis and candidate for the Iranian presidency, was pragmatic enough to wish to resolve the Kurdish issue (IHRDC, 2008, p. 26).

Qāsemlu and Abdullah Gadheri-Azar KDPI’s representative in Europe, attended the first meeting in an apartment in Vienna on 12 July 1989 with Fāżel Rasul. Qāsemlu did not take any security measures. Iran’s emissaries were Moḥammed-Jaʿfar Ṣaḥrārudi, head of the Kurdish affairs section of the Iranian Ministry of Intelligence, Ḥāji Moṣṭafawi, head of the secret service for West Azerbaijan Province (Kurdistan), and Amir Manṣur Bozorgiān, bodyguard and agent of the Iranian secret police (Institut Kurde de Paris, p. 2)

On 13 July, during a second meeting with the Iranians, Qāsemlu, Ghaderi-Azar, and Rasul were mortally shot and Ṣaḥrārudi was hit in the arm by a stray bullet. Moṣṭafawi disappeared. Ṣaḥrārudi and Bozorgiān were detained by the Austrian police. Oswald Kessler, head of the Austrian Special Anti-Terrorism Unit said, “We’ve got dead Kurds and surviving Iranians. The matter is clear. The rest will be politics” (Danninger; IHRDC, 2008, p. 28).

Bozorgiān was released from police custody and allowed to return to the Iranian embassy. Ṣaḥrārudi was released from the hospital and escorted by the Austrian police to the airport to leave the country. Three months later, in November 1989, the Austrian public prosecutor issued arrest warrants for the three men. Ṣaḥrārudi was later promoted to the rank of Brigadier General in the Revolutionary Guards and became the head of the Qods Forces Intelligence Directory (IHRDC, 2008, p. 28)

The release of the only witnesses angered the Austrian public and media. The Austrian daily Arbeiter Zeitung, responding to a Foreign Ministry official’s remark that Iran had threatened reprisals if its nationals were taken into custody, wrote: “This kowtowing to Iran will protect Austria for a while from the mullahs’ wrath. But it’s an invitation saying, ‘Austria’s pretty; come here to kill’” (Randal, 1989).

In 1991, Qāsemlu’s widow, Helene Krülich, initiated legal proceedings against the Austrian state for not pursuing an investigation of the murder, releasing the assassins, and allowing them to leave the country. In 1992, the Austrian high court dismissed the case (IHRDC, 2008, p. 29).

Qāsemlu and Ghaderi-Azar were buried in Paris at the Père Lachaise cemetery. With Qāsemlu’s death, the Iranian Kurdish movement suffered a severe blow, which impacted the progress for an autonomous Kurdish nation.

 

Bibliography:

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Carol Prunhuber and Gabriel Fernandez, interview of Ahmed Ben Bella, 1991, in Carol Prunhuber, 2010, p. 210.

Jonathan Randal, interview of ʿAbd-al-Raḥmān Qāsemlu, Paris, 1986; excerpts in Carol Prunhuber, pp. 36, 62-3, 73, 141, 167-68, 180, 184.

Idem, “The Hostage Drama; Austria Said to ‘Kowtow’ to Iran in Murder Case; Reprisal Feared in Kurdish Leader’s Death,” The Washington Post, 2 August 1989.

Idem, After Such Knowledge: What Forgiveness? My Encounters with Kurdistan,New York, 1997.

Archie Roosevelt, Jr., “The Kurdish Republic of Mahabad,” Middle East Journal, no. 1, July 1947, pp. 247-69.

Sādeq Šarafkandi interview by Bernard Granjon on behalf of Carol Prunhuber at KDPI headquarters in Iraq, 1991.

Said Shams, Nationalism, Political Islam and the Kurdish Question in Iran: Reflections on the Rise and Spread of Political Islam in Iran, Saarbrücken, 2011.

Asghar Schriazi, The Constitution of Iran: Politics and the State in the Islamic Republic, London and New York, 1997.

 

 

 

Quelle: APA/ Kurier/Wikipedia/Encyclopedia Iranica

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Eklat in Wien – Iran versetzte Ashton bei Abendessen

Catherine Ashton, Mohammad Javad Zarif

Catherine Ashton, Mohammad Javad Zarif (© AP)

Die Atomverhandlungen zwischen dem Iran und den fünf UN-Vetomächten sollten am Dienstag in Wien fortgesetzt werden. Am Vorabend solcher Treffen hatten Irans Außenminister Mohammed Javad Zarif und  EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton zuletzt immer ein Arbeitsessen. Am Montag wurde die Lady von ihrem Gegenüber versetzt.

Irans Außenminister Mohammed Javad Zarif hat ein für Montagabend geplantes Abendessen mit der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton in Wien abgesagt. Nach Angaben iranischer Medien erfolgte dies aus Protest gegen das Treffen Ashtons mit Dissidentinnen während ihres Besuchs in Teheran in der vergangenen Woche. Darüber sei angeblich das iranische Außenministerium nicht informiert worden.

Die konservative Opposition im Iran hatte Ashtons Treffen als Gefährdung der nationalen Sicherheit ausgelegt. Dem Außenministerium wurde vorgeworfen, entweder das Treffen wissentlich verheimlicht zu haben oder aber unfähig gewesen zu sein, es zu verhindern. Auch die iranische staatliche Nachrichtenagentur IRNA bestätigte die Absage des Abendessens.

Gespräche sollen drei Tage dauern
Die Unterhändler beider Seiten wollen in Wien bei den voraussichtlich dreitägigen Gesprächen weitere Hürden auf dem Weg zu einer umfassenden Lösung des Streits ausräumen. Der Iran strebt eine Aufhebung der Wirtschaftssanktionen an, soll dafür aber den friedlichen Charakter seines Atomprogramms garantieren.

Bis zum Juli wollen die fünf UNO-Vetomächte (USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich) sowie Deutschland mit dem Iran ein entsprechendes Abkommen aushandeln. Knackpunkt ist unter anderem der Schwerwasserreaktor in Arak, dessen Plutonium zur Herstellung einer Atombombe benutzt werden könnte.

Einfluss des Ukraine-Konflikts unklar
Unklar ist, ob die aktuellen Spannungen mit Russland im Ukraine-Konflikt die Iran-Verhandlungen beeinflussen werden. Die USA hofften, dass die Krise auf der Krim die Atom-Verhandlungen nicht substanziell gefährde, sagte ein hoher US-Regierungsbeamter. Klar sei aber, dass eine Einigung nur gemeinsam möglich sei.

Zudem betonte die US-Seite, dass es keine Teil-Lösungen in diesem Konflikt geben werde. Entweder die Verhandlungspartner einigten sich in allen kritischen Punkten oder der Konflikt bleibe in Gänze ungelöst. Es sei wie mit dem berühmten Zauberwürfel (Rubik’s Cube), der nur dann als gelöst gelte, wenn alle Seiten perfekt seien. Es werde allerdings anerkannt, dass der Iran bisher alle konkreten Schritte zur Überprüfung seines Atomprogramms penibel einhalte. So hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA/IAEO) attestiert, dass Teheran den Bestand an hochangereichertem Uran deutlich gesenkt hat.

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Wien: Die neuen Partyperser

Die iranische Community in Wien hat in den vergangenen 30 Jahren einen deutlichen Wandel durchlebt.

Von Arian Faal

  • Die jüngere Generation ist deutlich toleranter als alteingesessene Iraner.
Das Image des Teppichhändlers ist passé. Heute ist die iranische Community vielschichtiger.

Das Image des Teppichhändlers ist passé. Heute ist die iranische Community vielschichtiger.dpa

Wien. „Stur können sie sein und stolz auch, aber vor allem sind sie eines: intelligent“, sinnierte einmal der ehemalige österreichische Bundespräsident Rudolf Kirchschläger 1998 bei einer Veranstaltung über die Perser in Wien. Der mittlerweile verstorbene Wiener Altbürgermeister Helmut Zilk, der ebenfalls anwesend war, streute Letzteren ebenfalls Rosen und meinte gar, dass es in Wien „die Ausländer gebe und die Perser“.

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Wien: 10 Jahre ÖAW-Institut für Iranistik

Am 10. April 2013 feiert das Institut für Iranistik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) sein 10-jähriges Bestehen. Das Institut ist die einzige akademische Forschungseinrichtung in Österreich, die schwerpunktmäßig zu Iran wissenschaftliche Forschung betreibt. Mit derzeit 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und mehreren GastwissenschaftlerInnen nimmt das Institut fachlich und institutionell aufgrund der Breite seines Forschungsprogramms und seiner Vernetzung und Kooperationen international eine Schlüsselposition ein.

Institut für Iranistik / Institute of Iranian Studies

Iran und iranisch geprägte Gesellschaften und Kulturen

Das Institut für Iranistik, das im Frühjahr 2003 seinen wissenschaftlichen Betrieb aufnahm, beschäftigt sich mit einer der großen kulturellen Traditionen Asiens: Iran und iranisch geprägte Gesellschaften und Kulturen. Im Zentrum stehen Geschichte und Gegenwart Irans, Afghanistans und Tadschikistans: In diesen modernen Nationalstaaten ist das Neupersische zumindest eine der offiziellen Sprachen. Projiziert man die Forschungsprojekte des Instituts auf eine Karte, erhält man jedoch ein viel weiteres Bild: von Iraqi Kurdistan bis zu den Seidenstraßenoasen in China, von der kasachischen Steppe bis nach Indien werden iranische Sprachen und Literaturen und iranisch geprägte Kunst und gesellschaftliche Prozesse erforscht. Aber auch Sarajevo, Budapest, Venedig oder Wien erscheinen auf der Karte: die vielfältigen Beziehungen zwischen Iran und Zentral- und Südosteuropa bilden einen besonderen Schwerpunkt. Lies den Rest dieses Beitrags

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