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BILD| Die drei bitteren Lehren aus Gabriels Iran-Reise

Heftiger Kritik: Die 3 bitteren Lehren aus Sigmar Gabriels Iran-Reise

Musste das sein? Als erster hochrangiger westlicher Politiker reiste Sigmar Gabriel nach dem Atom-Abkommen zu Irans Präsident Rouhani

  • VON BJÖRN STRITZEL

Berlin – Die umstrittene Iran-Reise von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (55, SPD): Trotz Warnungen und heftiger Kritik („hastig“, „peinlich“) warb Gabriel in Teheran für Millionen-Deals mit dem Mullah-Regime – obwohl Irans Führer weiter von der Atombombe träumen, Menschenrechte verletzen, Israel auslöschen wollen.

Die drei Lehren aus Gabriels Iran-Reise

1. Israels Sicherheit muss oberste Priorität haben!

Gabriel erklärte, er wolle eine Vermittlerrolle zwischen Israel und Iran einnehmen. Großer Fehler, sagt Außenpolitiker Karl-Georg Wellmann (62, CDU): „Wir stehen auf der Seite Israels und nicht dazwischen!“

Und Fraktionskollege Jürgen Klimke (67) mahnt, die Freundschaft zu Israel müsse „erste Priorität“ haben.

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Handelsblatt| IRAN-REISE DES VIZEKANZLERS: Gabriels „absolut falsches Signal“

Die Reise von Gabriel in den Iran dürfte der deutschen Wirtschaft alte Märkte neu öffnen. Dass der SPD-Mann die Mullahs trotz ihrer ständigen Israel-Attacken als Freunde betrachtet, sorgt für großen Unmut.

Gabriel in Teheran.

"Alte Freunde"? Gabriel und der iranische Ölministers Bidschan Namdar Sangeneh. Quelle: ap

„Alte Freunde“? Gabriel und der iranische Ölministers Bidschan Namdar Sangeneh.

(Foto: ap)

BerlinDie Iran-Reise von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) sorgt für großen Unmut in der Union und der SPD. „Ich störe mich an der Aussage, dass Iran einer unserer Freunde ist“, sagte der Unions-Obmann im Auswärtigen Ausschuss, Roderich Kiesewetter (CDU), dem Handelsblatt. „Er kann unser Freund und ein Stabilitätsfaktor in der Region dann werden, wenn er besagtes Existenzrecht Israels tatsächlich anerkennt.“

Kritik kam auch vom Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Reinhold Robbe (SPD). „Es ist missverständlich, wenn jemand sagt, das Existenzrecht Israels müsse garantiert werden“ , dem Berliner „Tagesspiegel“. „Das darf gar nicht erst zur Debatte stehen.“ Der Grünen-Abgeordnete Volker Beck sagte: „Bei der Verteidigung des Existenzrechts Israels darf es keine Konzessionen geben. Davor müssen wirtschaftliche Interessen auch einmal zurücktreten.“

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BILD| WEGEN IRAN-REISE | Presseprügel für Gabriel

„Süddeutsche Zeitung“: „Zu spät kommen ist blöd; zu früh fliegen ist manchmal viel blöder.“

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und der iranische Präsident Hassan Ruhani bei ihrem Treffen am Montag in Teheran

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und der iranische Präsident Hassan Ruhani bei ihrem Treffen am Montag in Teheran

Am letzten Tag seiner Reise in den Iran kassiert Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) heute mächtig Prügel in Kommentaren einiger der renommiertesten deutschen Zeitungen.

Der Vizekanzler und Parteichef war am Sonntag – nicht mal eine Woche nach Abschluss des umstrittenen Atomabkommens – mit einer Wirtschaftsdelegation in den Iran nach Teheran gereist.

Gabriel ist der erste westliche Spitzenpolitiker, der dem Mullah-Regime einen offiziellen Besuch abstattete und wurde sehr deutlich wegen seiner Eile kritisiert.

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SZ| Peinlich, Herr Gabriel

Wirtschaftsminister in Iran Gabriel will Zusammenarbeit mit Iran rasch ausweiten

(Video: Reuters, Foto: AFP)

Die Bundesregierung zeigt mit der Iran-Reise von Wirtschaftsminister Gabriel eindrucksvoll, was aus ihrer Sicht am wichtigsten ist: die Geschäfte.

Kommentar von Stefan Braun

Dass Sigmar Gabriel nur wenige Tage nach der Atom-Einigungmit Iran nach Teheran reist, um der deutschen Wirtschaft die Tür zu öffnen, ist zuallererst ehrlich. Die Bundesregierung und ihr Wirtschaftsminister zeigen damit eindrucksvoll, was aus ihrer Sicht am wichtigsten ist für Deutschland: Es sind die Geschäfte und die damit vielleicht verbundenen Arbeitsplätze. Wer so denkt, will nicht zu spät kommen. Sonst könnte der Auftraggeber einen ja strafen, indem er zur Konkurrenz geht.

Sigmar Gabriel Bundeswirtschaftsminister

BundeswirtschaftsministerGabriel sondiert in Iran Chancen für deutsche Wirtschaft

Als erster hochrangiger westlicher Politiker ist Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel nach der Einigung im Atomstreit nach Iran gereist.

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SRF| Der tägliche Kampf ums Überleben einer iranischen Firma

Viele Firmen im Iran leiden unter den Sanktionen des Westens. Nicht wenige setzen ihre Hoffnungen deshalb auf die Regierung Rohani – so wie die Brüder Ghassaei, die bei Isfahan eine Porzellanfabrik betreiben.

Menschen in einem Souk in IsfahanBild in Lightbox öffnen.

Bildlegende:Den grössten Teil ihres Porzellans verkaufen die Brüder Ghassaei im Iran: im Bild ein Souk in Isfahan.REUTERS/SYMBOLBILD

Die iranische Wirtschaft ist in einem katastrophalen Zustand. Wegen des Atomstreits hat der Westen drastische Sanktionen gegen Teheran verhängt. Die iranischen Unternehmen bekommen dies täglich zu spüren. Viele von ihnen hoffen deshalb auf eine Einigung im Atomstreit in den nächsten Tagen: Ein solcher Schritt würde den neuen Präsidenten Hassan Rohani stärken, zudem fielen die Sanktionen weg.

Zwar gibt es Firmen im Iran, die trotz der widrigen Umstände Gewinn machen. Allerdings gelingt dies nur mit grosser Anstrengung, wie ein Besuch bei den Brüdern Ghassaei zeigt. In der Nähe von Isfahan, in der Mitte des Landes, betreiben sie die Porzellanfabrik Zarin.

Keine Entlassungen

Abbas Ali Ghassaei ist der ältere der beiden. Er freut sich darüber, dass sein Bruder und er trotz der schweren Wirtschaftskrise und der Sanktionen alle Tausend Angestellten behalten konnten. «Wir mussten niemanden entlassen und arbeiten nach wie vor mit voller Kapazität», sagt er in fliessendem Deutsch. «Die Nachfrage nach guter Qualität besteht weiterhin.» Die Sprache hat Ghassaei in Nürnberg gelernt, wo er vor Jahrzehnten studierte.

Während er spricht, zischen und rütteln in der Fabrik die Maschinen. Auf den Fliessbändern reihen sich endlos Tassen, Teller und Kannen. Die Hände flinker Mitarbeiterinnen kontrollieren jedes einzelne Stück und veredeln das Porzellangeschirr mit Goldmustern.

Porzellan-GeschirrBild in Lightbox öffnen.

Bildlegende:Teile der Porzellan-Produktion, welche die Brüder Ghassaei in ihrer Fabrik nahe Isfahan herstellen. ZVG

Schwieriger Export

Exportiert wird das Geschirr vor allem in die Golfstaaten, in die Türkei und nach Zentralasien. Der grösste Teil der 8000 Tonnen Jahresproduktion aber bleibt im Iran: Viele heimische Hotels schwören auf Zarin Porzellan.

Auch wenn die Zahlen dies nicht vermuten lassen, ist die Unternehmensrealität unter den Sanktionen teuer und kompliziert. «Wir haben grosse Schwierigkeiten mit dem Europa-Geschäft», sagt Ghassaei. Das gelte aber auch für den Osten. So kommen die Maschinen in der Fabrik teils aus Deutschland, teils aus Korea und Japan. Ersatzteile zu kaufen, sei jedoch schwierig. Dasselbe gelte für die Bezahlung: Das Banksystem funktioniert für Geschäfte mit dem Ausland nicht. Die Ghassaeis weichen auf Wechselstuben aus, doch «das dauert meist sehr lange».

Misswirtschaft unter Ahmadinejad

Aber es sind nicht nur die Sanktionen, die das Geschäft erschweren. Auch die Misswirtschaft der Regierung Ahmadinejad sei zu einem grossen Teil verantwortlich für den schlechten Zustand der iranischen Wirtschaft, sagt Unternehmer Ghassaei: «Wir hatten mit unserem letzten Präsidenten sehr viel Schwierigkeiten. Es wurden viele Fehler gemacht.»

Einige iranische Ökonomen sind der Meinung, das Land sei unter Ahmadinejad richtiggehend ausgeplündert worden. Dreistellige Milliardenbeträge seien durch Korruption verloren gegangen. Sicher ist: Der Iran ist hochverschuldet. Ohne die Öffnung des Landes ist die Sanierung der Wirtschaft nicht zu vollbringen. Diese Öffnung hängt allerdings vom Ausgang des Atomstreits ab. Wenn es dem Iran gelingt, sich mit dem Westen zu einigen, fallen die Sanktionen weg.

Ein Viertel hat keine Arbeit

In diesem Fall käme der Moment, auf den viele ausländische Investoren warten: das grosse Geschäft mit dem Iran, einem der grössten und potentiell reichsten Märkte der Region. Der Iran hungert nach Investitionen und nach Arbeit – ein Viertel der jungen Iraner hat keine Stelle.

Umso grösser ist bei Unternehmer Ghassaei die Erleichterung, dass mit Präsident Rohani eine neue Ära begonnen hat: «Der neue Präsident ist viel vernünftiger», sagt er. «Wir haben grosse Hoffnungen. Ich glaube an die neue Regierung.» Ein erstes Zeichen hat Rohani bereits gesetzt: Innerhalb von 15 Monaten ist die Inflation von 45 Prozent auf 14 gesunken. Eine erste Beruhigung ist zu spüren. Doch es ist ein langer Weg.

Quelle: SRF

Tyranny of numbers: The global sources of Iran’s inflation

by Djavad Salehi-Isfahani

The recent welcome slowdown of inflation in Iran, like its devastating acceleration four years ago, has something to do with global influences that are well beyond Iran’s control.  The credit in the current slowdown in inflation goes in large part to Rouhani’s economic team but what Iran’s economy minister, Mr. Tayyebnia, has called a “miracle”, has earthly reasons that are not even under the control of Iranian policy makers. Not realizing these influences can be misleading.   

Two important sources of inflation in Iran are the price of oil and food.  But for different reasons.  The influence of international food prices is obvious, because Iran is a major importer of foodstuffs.  But how oil causes inflation in Iran is less obvious because it is an export commodity.  The way the latter mechanism works is that expenditure of oil revenues causes not-traceable prices in Iran to rise.  This is the so-called real appreciation that requires the relative price of non-tradable to tradable goods to increase.  Of course, this can occur if prices are fully flexible, but that is a fairy tale people tell when they want to blame everything on the growth of money supply. The truth is that money supply has to grow to accommodate the change in relative prices through differential increase in the price of tradable and non-tradable goods.

Added to this is that commodity prices often move together, so increases in the price of oil often coincide with food prices increase.  (Why this is the case is beyond my expertise, but you can read about it in Hochman et al, American Economic Review, May 2010. Perhaps higher oil prices raise the cost of fertilizer and food, but other forces may have been pushing both prices up.)  The chart below shows the close movement of food and oil prices since 1990.  The soft oil market in the 1990s was coincident with stable or falling index of food prices.  As oil started its rise, which stopped (ended?) a few months ago, food prices increased rapidly. These prices continued to move together after the banking crisis of 2008 which led to a brief collapse of oil prices in 2008.

Figure 1.  Price of oil and food move closely together
oil_food_price
Note: Food price is the FAO index, and oil is in USD per barrel.

And now look at how Iran’s inflation rate has behaved since 1998, the period after the price of oil bottomed out in 1998.  You can see in this chart clearly that there is a relationship between Iran’s inflation rate and the two commodity series.  Inflation picks up in earnest as oil revenues kick up in 2004 and food prices start their steep rise.  Likewise, falling inflation now has a lot to do with falling oil and food prices.

Figure 2. Iran’s inflation rate is also aligned with oil and food prices

oil_food_Irancpi
Note: Iran’s inflation in based on the urban CPI published by the Central Bank of Iran.

What does it mean for policy to say that Iran’s inflation has external origins?  Of course, it does not mean that internal reasons are not important or are of secondary importance.  Clearly,  the high last four years had a lot to do with the energy price reform, stifled inflation due to financial repression and overvaluation of rial in the previous ten years, as well as international sanctions.  Some of blame for high inflation of the recent past should surely go to bad polices of the Ahmadinejad administration, chief among them the financing of cash transfers and public housing by borrowing form the Central Bank.  But putting all the blame on the growth of money supply, as many pundits in Iran do, is to ignore the part due to external factors, themselves related to the reality of rigid prices.  A partial diagnosis of the past inflation means that the country is vulnerable to future external inflationary shocks.

The lesson to draw from looking at external factors is to realize that in the face of rising global oil and food prices, fighting inflation can be costly in terms of jobs.  Yes, the Central Bank can keep liquidity from increasing, and force a real appreciation through decrease in tradable prices, but the deflationary pressure needed to do so will do serious harm to the economy.  Monetary policy would have a hard time stopping wages from rising as food prices rise and rising government expenditure of oil revenues increase demand for labor.  This unfortunate scenario will continue to repeat itself as long as the source of economic growth in Iran is rising price of oil instead of productivity.

Unless we draw the right lessons from past experience, we will not be ready when food and oil prices rise again — perhaps several years from now — and  the scenario of the last decade will play again.  Despite rising food prices and wages, Iran’s exchange rate would stay the same because there would be no compelling reason to devalue the rial when foreign exchange is pouring in.   Domestic production becomes less competitive, setting the stage for another round of inflation when the overvalued rial is no longer sustainable.  The currency will collapse and prices shoot up.  Who and what will get the blame that time around?

Freitag| Wo steht der Iran heute?

Marktliberalisierung Ein nicht ganz neuer neoliberaler Kurs verändert den Iran und seine Beziehung zum Westen. Eine gute Entwicklung? Interview mit dem Exiljournalisten Soheil Asefi. (Auszug)

Ein Nutzerbeitrag von Sönke Paulsen

Der in Berlin lebende Soheil Asefi ist unabhängiger Journalist und Analytiker in Fragen des Irans und des Nahen Ostens. Asefi wurde  in Teheran geboren und begann sehr früh mit dem Schreiben von Artikeln. Er arbeitete für eine Vielzahl von Medien und Publikationen und schrieb Kolumnen über Politik und Geschichte, sowohl für Printmedien als auch online. 2007 wurde er verhaftet und verbrachte drei Monate im Gefängnis Evin in Teheran, die meiste Zeit seiner Inhaftierung verbrachte er in Einzelhaft im berüchtigten Trakt 209. Er kam gegen Kaution frei und verließ vor einigen Jahren den Iran – nachdem er zehn Jahre für große iranische Medien gearbeitet hatte. Unter dem Schutz des Writers in Exile-Programms des PEN-Zentrums Deutschland kam er als Gast der Stadt Nürnberg nach Deutschland.  Soheil Asefi ist Preisträger des Hermann-Kasten-Preises der Stadt Nürnberg. Seine Artikel erschienen in Publikationen wie „Monthly Review”, „Counterpunch” und „Media with Conscience‘. Zudem ist er Redaktionsmitglied von  Journalists in Exile (JIE), einem von Reporter ohne Grenzen betriebenen Blog. (He can be reached onTwitter.)

Das Interview wurde von Sönke Paulsen (Berlin) geführt.

Soheil, Sie haben viel über die neoliberale Wirtschaftspolitik des Irans in den letzten Jahren geschrieben. Dennoch haben religiöse Stiftungen, die Bonyads, immer noch die Kontrolle über 80% der iranischen Wirtschaft. Wie stehen sie zu einer neuen Phase wirtschaftlicher Privatisierung und welche Interessenslagen sehen Sie, die sich gegen diesen Kurs der Marktliberalisierung richten?

S.A:Ich möchte die Frage etwas erweitern, denn die Bonyads werden zu einem großen Teil von Mitgliedern und ehemaligen Mitgliedern der Iranischen Revolutionsgarden beherrscht. Die IRGC (Army of the Guardians of the Islamic Revolution) wurde 1979 gegründet. Es waren schiitische Militärs, die, loyal gegenüber Khomeni , gewissermaßen zu Prätorianern des klerikalen Regimes wurden und dieses gegen die Opposition schützte und auch gegen das traditionelle iranische Militär, das eine Bedrohung für das Regime darstellte.

Verstehe, aber wie bekamen die Revolutionsgarden diese ökonomische Macht?

S.A:Man kann es einfach ausdrücken. Nachdem sie im Krieg gegen den Irak in die iranische Armee integriert wurden, kamen sie schnell in eine Führungsrolle und kontrollierten überdies zunehmend die Geheimdienste, waren zuständig für den Grenzschutz und somit auch in der Lage, die internationalen Warenströme und Kapitalflüsse zu kontrollieren. Es gab schlicht niemanden, der sie begrenzte oder anders ausgedrückt, sie hatten im klerikalen Iran keine Konkurrenz. In den neunziger Jahren kontrollierten sie sogar den Schwarzmarkt, einschließlich des verbotenen Alkoholhandels.

Die Garden kontrollieren weiterhin militärische Schlüsselpositionen, was bis zum Raketenprogramm und dem Atomprogramm des Iran geht. Als dann die Privatisierung von strategisch wichtigen Unternehmen, beispielsweise Öl-Firmen, politisch beschlossen wurde, war klar, dass damit keine Internationalisierung gemeint war. Die Unternehmen gingen an die gesellschaftliche Gruppe, die einerseits loyal gegenüber dem Klerus war und andererseits über die nötige wirtschaftliche Kompetenz verfügte, und das waren die Garden!

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Navy exercises bring Iran, China closer

Iran’s navy commander Habibollah Sayyari (C) points while standing on a naval ship during Velayat-90 war game on Sea of Oman near the Strait of Hormuz in southern Iran, Jan. 1, 2012. (photo by REUTERS/Fars News/Hamed Jafarnejad)

As global media keep their focus on the Islamic State (IS) and the US airstrikes in Syria and Iraq, other notable, potentially headline-making events are being missed.

On Sept. 20, China dispatched ships to the Persian Gulf for a joint exercise with the Iranian navy — the first time that Chinese warships have ever sailed in the Gulf. The Chinese missile destroyer Changchun and missile frigate Changzhou of the17th Naval Fleet took part in a five-day joint training drill, the aim of which was „establishing peace, stability, tranquility and multilateral and mutual cooperation,“ according to Adm. Amir Hossein Azad, commander of Iran’s First Naval Zone.

In understanding the move by China and Iran, one must keep three things in mind. First, it is the first time China, a US rival that does not border the Gulf, has ever sailed warships in the Gulf. Second, these exercises signal a boost in Iran’s position in the Gulf and the region. Third, the move cannot be viewed outside China’s response to the US foreign policy concept of „Pivot to Asia,“ which signaled a US plan to shift focus and resources to Asia in response to China’s growing power and influence — a move that China saw as an attempt to contain it.

The Gulf is a globally important strategic location — an area that the United States is willing to spend „blood and iron“ to keep under its influence or, practically, its control. For the Gulf to be approached by China, it would — or should — make the United States take notice.

Boost for Iran

In the past, Iran has threatened to close the Strait of Hormuz if it were to come under attack by the United States or Israel for its nuclear program. If Iran were to act on that threat, oil prices would skyrocket. Iran has also expressed discomfort at foreign navy ships sailing in the Gulf.

On April 6, 2012, Iran’s navy saved a Chinese cargo ship from Somali pirates. It has also prevented other pirate attacks on various occasions. It seems there is no need for an external presence in the Gulf since Iran is competent and not in need of China to protect its ships in the Gulf, though Iran would likely welcome the move since China is a close ally. Iran, however, finds it inexcusable that hostile ships from other countries roam the Gulf under the pretext of carrying out anti-piracy or anti-terrorism operations.

In a 2012 interview following the Somali pirate incident, Adm. Habibollah Sayyari, commander of Iran’s navy, said in an interview: „With coordination and cooperation, we can easily provide security in the region because we have mutual interests, and only those with mutual and legitimate interests can truly cooperate. So, two or more countries can easily handle this. That’s why we stress there is no need for the presence of foreign troops.“

Having the support of the Chinese navy puts Iran in a stronger position in the Gulf, even if just symbolically, as the US Navy presence in the Gulf by far outmatches its rivals. The United States, however, might reconsider making moves that would potentially anger China, as the two countries possess plenty of mutual interests.

The governments of China and Iran plan for trade between the two countries to reach $200 billion in 10 years. Furthermore, Iran is the third-largest supplier of oil to China, providing for 12% of China’s annual consumption. Therefore, China would want to protect its interests in Iran, as the United States is doing the same in the Gulf. The recent joint navy drills are a push in this regard.

Chinese interests

In mid-September, Chinese President Xi Jinping visited Sri Lanka and the Maldives. The themes of the visits were similar, as China was assisting both countries in economic development, which would in turn provide economic opportunities for China. More important, the countries are part of China’s 21st Century Maritime Silk Road initiative. Xi promised to cooperate with the Maldives and Sri Lanka on „peace, stability and prosperity,“ as well as „port construction and operation, maritime economy and security, and the construction of a maritime transportation center in the Indian Ocean.“ These initiatives bring China closer to the Middle East and within better reach of Iran, and show that the recent navy drills are part of a greater Chinese foreign policy.

China is obviously trying to counterbalance the US „Pivot to Asia“ policy. China is already experiencing plenty of tensions in the South China Sea, with conflicts over islands and maritime issues with neighboring countries. The United States is exploiting such tensions and concerns among China’s neighbors. For example, Gen. Martin Dempsey, chairman of the US Joint Chiefs of Staff, visited Vietnam in August, making him the highest-ranking US military officer to visit Vietnam since 1971.

Dempsey’s recent visit comes only a few months after tensions increased between Vietnam and China, as Chinese vessels and Vietnamese navy ships collided in the South China Sea. The Chinese vessels were setting up an oil rig in an area claimed by both countries. In his visit, Dempsey spoke about the possibility of lifting the ban on sales of lethal weapons to Vietnam that has been in place since the Vietnam War. He also mentioned in his visit maritime common security interests, referring to the common rival of China.

With the recent exercises, China aims to break free from the containment and strengthen its alliances and capabilities in the Middle East. Perhaps China also has future plans for a permanent presence in the Gulf, or near it, as the United States has done in the South China Sea. The aims of the drills are similar for Iran, as it wants to strengthen its regional position. Yet, China and Iran cannot compete with the more powerful US Navy. Still, China’s ambitions don’t seem short-sighted; it is clearly planning ahead to better secure its trading routes between Southeast Asia and the Middle East.

The Chinese navy’s visit to the city of Bandar Abbas is unlikely to be the last. It is a reflection of good relations between China and Iran, and the Maritime Silk Road initiative. Should China in the future strengthen its presence in the Gulf and its Maritime Silk Road, the Chinese warships that docked at Bandar Abbas will always be remembered as a turning point.

Source: AL-MONITOR

Zeit| Der Iran wird wieder Reiseland

Seit dem Ende der Ära Ahmadinedschad reisen wieder mehr Touristen in den Iran. Vor allem Studienreisen werden häufig gebucht. Das wirft auch unbequeme Fragen auf. VON 

Studienreisen: Nachfrage nach Iran-Reisen "enorm gestiegen"

Touristen in Persepolis  |  © John Moore/Getty Images

Karge Wüsten und Skiresorts, gletscherbedeckte Vulkane und fruchtbare Täler. Millionenmetropolen wie Teheran und unbewohnte Inseln wie Hengam, die lustvolle Poesie des persischen Dichters Hafis und ein konservativ-islamisches Regime, das den kleinsten Internetflirt kritisch beäugt. Offizielles Verbot sozialer Netzwerke und ein Präsident mit mehr als 230.000 Fans auf Twitter, in westlichen Köpfen verankerte Bilder vorbeihuschender Frauen im dunklen Tschador und ein gigantischer Markt für Mode, Schönheits-Operationen und Kosmetik: Der Iran ist ein Land, das kontrastreich wirkt und stets ein „Ja, aber“ provoziert. Seit jeher fasziniert das Land daher auch europäische Reisende. Das 1904 erschienene Buch Nach Isfahan des französischen Schriftstellers Pierre Loti etwa ist ein Klassiker der Orient-Reiseliteratur.

In diesem Jahr zieht es Touristen wieder verstärkt in den Iran. Das behauptet nicht nur die iranische Nachrichtenagentur Fars, das sagen auch Anbieter von Studienreisen. Von einem regelrechten Boom spricht Manfred Schreiber, Gebietsleiter für den Nahen Osten bei Studiosus: Seit dem Amtsantritt des alsvergleichsweise liberal geltenden Präsidenten Hassan Ruhani 2013 sei „die Nachfrage enorm gestiegen“. 2013 nahmen 500 Reisende an Studienreisen des Anbieters in den Iran teil, die Zahl der Buchungen habe sich im Vergleich dazu mehr als verdoppelt. Schon früher sei der Iran ein gut gebuchtes Reiseziel gewesen, sagt er. Während der Amtszeit des Präsidenten Ahmadinedschads sei die Nachfrage allerdings stark gesunken – schon direkt nach seiner Wahl 2005. „Als dann 2009 die Proteste gegen die Wahlmanipulation gewaltsam niedergeschlagen wurden, gingen die Buchungen noch stärker zurück.“

Auch beim Anbieter Gebeco, der das Land seit mehr als zehn Jahren im Programm hat, steigt die Nachfrage nach Studienreisen in den Iran: „Sie ist sogar so stark, dass wir in diesem Jahr Zusatztermine aufgelegt haben“, sagt Geschäftsführer Ury Steinweg.
Die Gründe dafür sieht er in der Vielzahl der kultur- und kunsthistorisch sehenswerten Orte. Tatsächlich ist die Liste der studientouristischen Ziele lang, 17 der Unesco-Weltkulturerbestätten befinden sich im Iran, etwa die Paradiesgärten von Schiras und die Ruinen von Persepolis.

Manfred Schreiber von Studiosus sagt, das große Interesse an Iran-Reisen hänge auch mit der medialen Präsenz zusammen: „Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht etwas über den Iran in den Medien erscheint. Unsere Gäste sind deshalb auch sehr an der Gegenwart und dem Alltag der Menschen vor Ort interessiert.“ Bei Studiosus gehören persönliche Begegnungen vor Ort zu jeder Reise – Begegnungen mit den Mitgliedern der deutschen evangelischen Gemeinde in Teheran, mit iranischen Künstlern und mit Ayatollahs.

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Iran’s unemployment rate hits 10.7 percent

Iran’s unemployment rate during the first quarter of the country’s current fiscal year (March 21 – June 20) stood at 10.7 percent.

The unemployment rate among Iranians above 10 years old in the mentioned three-month period was 0.1 percent more than the same period of time in the preceding year, according to the latest report of the country’s Statistical Center, released on July 21.

The figure also indicates a 0.2 percent increase compared to the preceding quarter’s unemployment rate (Dec. 22 – March 20).

While about 2.4 million of Iranians above 10 years old were jobless in the mentioned three-month period (ended on March 20), the figure reached 2.53 million by June 20.

All Iranians above 10 years old who worked at least one hour a week, or temporary have left their work during the survey week were included as employed labour force in the report.

The report said that the one hour work a week cites on International Labour Organization (ILO) standards.

Earlier Iran’s Statistical Center put the winter’s (Dec. 22 – March 20) unemployment rate at 10.5 percent, 1.8 percent less than the same period of time in the previous year (Dec. 22, 2012-March 20, 2013) and 0.2 percent more compared to the preceding quarter’s unemployment rate(Sep. 23, Dec. 21, 2013). However the center’s latest report indicates that unemployment in the current year’s first three months has increased again by 0.2 percent.

Iran’s Kerman and Tehran provinces registered lowest unemployment rate with 7.2 percent during the period, meanwhile the highest unemployment rate belonged to Lorestan province (20.3 percent).

The country’s labor force participation rate has increased by 2.1 percent from 35 percent in last winter (Dec. 22 – March 20) to 37.1 percent in the spring (March 21 – June 20), according to the report.

It should be noted that the participation rate is the percentage of working-age persons in an economy who, are employed or unemployed but looking for a job.

The country’s urban and rural unemployment rate in the mentioned period (March 21 – June 20) stood at 12 and 7.5 percent, respectively.

Over 4.139 million were employed in the agriculture sector, while 6.975 million and 9.99 million people were employed in the industry and services sectors, respectively, according to the report.

Unemployment among men and women was also around 9 and 19.4 percent, respectively during the period.

Mehr news agency reported on July 16 that some 21.337 million people were employed in Iran in the previous fiscal year (ended on March 21).

The urban and rural areas shares were respectively 15.001 million and 6.336 million people.

According to the labor ministry’s latest statistics, some 6.336 million women were employed in the country in the previous year.

Source: Umid Niayesh – Trend

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